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Austrittsrechnung für Großbritannien: Die vier Probleme mit Johnsons Brexit-Drohung
REUTERS

Boris Johnson droht Schulden bei der EU platzen zu lassen, um einen besseren Brexit-Deal zu erzwingen. In Brüssel riskiert der womöglich künftige britische Premier, den letzten Rest Vertrauen zu verspielen.

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dagmar1308 16.06.2019, 09:36
330. Wenn die USA dann sich mit GB

wirtschaftlich eng verbindet, wird es die EU hart treffen. Autos z.B. aus GB bevorzugt in die USA, da wird auch VW die Produktion in GB gerne ausweiten. Beide Länder sind so stark wie die Rest EU. Machen wir uns also nichts vor. Lediglich die Umstrukturierungen führen auf beiden Seiten vorübergehend zu Verwerfungen. Absolut trifft es sogar die EU etwas stärker, relativ betrachtet GB.

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qwertreiber 16.06.2019, 09:38
331. Vorhersage: Bündnis der Selbst-Isolierten

Aufgrund mangelnder Lernfähigkeit der Briten wird BJ wohl Partei-Chef. Dieser wird seine Inkompetenz mit einem No-Deal-Brexit krönen und dann eine Kooperation dem anderen selbst isolierten Trump (USA) aus dem Hut ziehen. Beide werden das als neue Verbindung gegen die böse EU und Asien feiern, ohne zu merken, dass dann ein Großteil an Geld und Gütern um sie herum geschleust wird. Dank Boris "the loser" Johnson wird es exakt so kommen. Als EU kann man nur jetzt schon alle Social-Media-Kanäle bedienen und den zeitlichen Vorsprung zur Kommunikation "unter der Gürtellinie" nurtzen.

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x4peter 16.06.2019, 10:43
332. Trump bietet den Briteneinen

Handelsvertrag an... wissen die Briten in welcher Position sie sich dann befinden???
Die Brexeteers und vor allem ihre Unterstützer werden noch ein böses erwachen bekommen.

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Der Kopfschüttler 16.06.2019, 10:56
333. Farage und die EU - Zu thread 311

Natürlich geht der in die EU, hat schließlich für sich und den Rest der Familie deutsche Pässe beantragt. Reese-Moog hat sein Vermögen nach Dublin transferiert, Dyson nach Singapur. Die lautesten Krakeeler haben sich schon alle in Sicherheit gebracht.

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Luscinia007 16.06.2019, 11:19
334.

Zitat von dagmar1308
wirtschaftlich eng verbindet, wird es die EU hart treffen. Autos z.B. aus GB bevorzugt in die USA, da wird auch VW die Produktion in GB gerne ausweiten. Beide Länder sind so stark wie die Rest EU. Machen wir uns also nichts vor. Lediglich die Umstrukturierungen führen auf beiden Seiten vorübergehend zu Verwerfungen. Absolut trifft es sogar die EU etwas stärker, relativ betrachtet GB.
Scherz lass nach;) Die Autos, die VW in den USA verkauft, werden nicht in GB produziert. Diese Autos werden in Chatanooga TN produziert, da wo auch der Choo Choo herkommt ;)
Freund Trump würde toben, würde VW jetzt die Produktion von Tennessee abziehen und statt dessen in GB produzieren.
Und so blöd, dass sie die zusätzlichen Transportkosten von GB nach USA auf sich nehmen würden, wo sie doch ein WErk in Tennessee haben, sind die VW-Leute auch wieder nicht. Ok, zugegeben, man weiß nie, die VW-Heinis waren ja auch blöd genug, beim Diesel zu betrügen ...
Das gilt im Übrigen für die meisten Autohersteller im UK. Die Fabriken dort sind i.d.R. in deutscher oder japanischer Hand, und diese Weltfirmen haben bereits Werke in den USA und die GB-Fabriken sind für den USA-Handel unnötig wie ein Kropf.

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Luscinia007 16.06.2019, 11:24
335.

Zitat von Brennstoff
Der Vortrag geht davon aus, dass die EU im Falle das Boris Johnson Neuverhandlungen anstrebt, geschlossen reagieren wird. Ich denke, das wird sie auch, aber nur offiziell. Einige Staaten, z. Bsp. auch Deutschland, haben ein vitales Interesse daran, den Zugang zum britischen Markt auf keinen Fall zu verlieren. Die Eckdaten der Handlungsbeziehungen sprechen eine deutliche Sprache und der Einfachheit halber setze ich sie als bekannt voraus. Bleiben wir bei Deutschland als Beispiel. Unser Land verliert gerade rasant an Tempo bei der wirtschaftlichen Entwicklung und wer mal genau hinschaut, wird feststellen, dass in demselben Tempo Arbeitsplätze abgebaut werden. Spätestens im 3. Quartal 2019 liegt diese Tatsache unübersehbar auf dem Tisch. Für ein so gespaltenes Land wie das unsere, mit abschmelzenden Volksparteien, könnte der plötzliche Wegfall des Großkunden GB sich wie ein Schock auswirken, wie ein Turbolader, der die aktuellen Entwicklungen noch kräftig auflädt und beschleunigt. Nicht das Johnson so weit denken würde, aber die Bundesregierung sollte das ins Kalkül ziehen. Konjunktiv hier deswegen, weil ich befürchte, sie wird das nicht tun und der Turbolader wird angeworfen. Und anderen EU-Ländern geht es sehr ähnlich. Wie wird der Osten der EU sich positionieren, wie Salvinis Italien? Das ist keinesfalls gesichert! Und was Johnson persönlich anbetrifft, so passiert gerade genau dasselbe wie bei der Wahl Trumps. Insbesondere der deutsche Elitendünkel, verhindert eine sachliche Analyse und Johnson wird in seiner Entschlussfreude und seiner risikobetonten Kampfbereitschaft völlig unterschätzt. Der Mann ist ein Fuchs und für Überraschungen gut, für unangenehme Überraschungen, was die EU angeht. Meine Prognose für die Zukunft, in einem Satz, aus Sicht von Brüssel und Berlin: "Aber damit habe doch niemand rechnen können!" :O
Niemand behauptet , dass Die EU bei Neuverhandlungen ihre einheitliche Linie bewahrt.

Es war schon dieses Mal schwer genug, Spanien auf Linie zu halten.

Bei Neuverhandlungen lässt sich dieses EU-Mitglied mit Sicherheit nicht nehmen, doch noch mal das Thema Gibraltar zum Verhandlungsthema zu machen ;)

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