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Autobahnreform: Scheuer räumt massive Erhöhung von Beraterkosten ein
Sina Schuldt/dpa

Die Beraterkosten bei der Autobahnreform des Bundes fallen laut Verkehrsminister Scheuer dreimal so hoch aus wie geplant. Nach SPIEGEL-Informationen kommt das vor allem einer Firma zugute.

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bennic 11.10.2019, 17:35
10. Wir haben es doch

Steuergelder gibt es ohne Ende und die schwarze Null wird dann durch Einsparungen im sozialen Bereich oder bei der Umwelt kompensiert. Mich würde echt mal interessieren, wieviel Beraterhonorare ingesamt durch die Bundes- und Landesregierungen ausgegeben bzw. aus dem Fenster geworfen werden? Jede Menge Beamte aber die Arbeit machen die Berater? Zeit für Veränderung und Zeit für Verantwortlichkeit. Das sollte auch Herr Scheuer zu Herzen nehmen und zurücktreten. Nach den €85Mio. ist noch nicht mal etwas herausgekommen, bis auf einen Ablehnung durch den EUGH. Frechheit!

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wiseman21 11.10.2019, 17:35
11. Die Höhe der Beraterkosten ist ein Thema

Die Zusammenlegung der landesspezifischen Autobahngesellschaften (z.B. Straßen NRW) zur einer zentral agierenden GmbH ist an sich schon eine Mamutaufgabe, schließlich soll sie ab 2021 13.000 km BAB betreiben und unterhalten. Obwohl mir ehrlich gesagt der Sinn dieser ganzen Aktion nicht wirklich klar ist - jetzt wo der Hauptzweck der Autobahn GmbH weggefallen ist - dem Eintreiben der PKW Maut. So ein Projekt kann nicht ohne externer Berater durchgeführt werden. Wobei 86 Mio für 1,5 Jahr schon ziemlich happig sind (am 1.1.21 soll die Autobahn GmbH produktiv gehen. Bei einem Beratersatz von 2.500 € pro Tag (was an sich schon ziemlich hochgegriffen ist) reden wir hier immerhin von mehr als 34.000 Manntagen. Würde mich schon mal interessieren, welche Leistungen für diesen Aufwand generiert wird.
Aktuell scheint mir der Output dieser externen Beratung jedenfalls nicht wirklich sehr innovativ zu sein. So ist beispielsweise die frisch veröffentliche Ausschreibung für die Errichtung und den Betrieb von 15.000 IT Arbeitsplätzen doch ziemlich old fashioned ausgefallen. Solche Ausschreibungen hat man in der IT Branche zuletzt vor 5-10 Jahren gesehen...

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unky 11.10.2019, 17:37
12. Abschaffen - und zwar sofort

Dieses Beraterunwesen gehört abgeschafft. In den Ministerien arbeiten viele Menschen mit Fachkompetenz und Erfahrung, von denen man erwarten kann, dass sie ihren Aufgaben gerecht werden. Wenn ein hochbezahlter Minister keine Ahnung von seinem Ressort hat, sollte er zurücktreten und nicht die Steuergelder der Staatsbürger mit horrenden Beraterverträgen verschleudern. Was dabei herauskommt, sieht man ja an den Mautverträgen und am Zustand der Bundeswehr. Da wurden Millionen verschwendet - funktionieren tut nichts.

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robbie.mcguire 11.10.2019, 17:43
13. Und was kommt als nächste..

Meldung über das Verbrennen von Steuereinnahmen durch Scheuer? Unfassbar, wie er das Geld aus dem Fenter wirft. Unternehmen jeder Art, die mit dem Verkehrsministerium Verträge schließen, können sich glücklich schätzen. Da gibt es immer noch Möglichkeiten, Preise in der Vertragslaufzeit kräftig nachzubessern.

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Walter M 11.10.2019, 17:48
14. Wo landet das Geld wirklich???

Ich habe das Gefühl, hier wird der Staat abgeschöpft und ein Teil des Geldes landet bei Parteien oder Spezies. Bei der PKW Maut das genau das gleiche, ohne Grund werden Verträge mit den Firmen geschlossen, obwohl jeder weiß, das die Chance dieser indirekt diskriminierenden Maut bei unter 10 % liegen. Auch hier scheint es so zu sein, das "Freunde" versorgt werden und damit das Geld auch dort bleibt hat man halt sinnlose Verträge abgeschlossen.

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brandmauerwest77 11.10.2019, 17:55
15. Ja

gibts den immer noch, den Herrn Bundesverkehrsminister. Da schau
her. Der hat scheinbar die sieben Leben einer Katze. Einfach
unverwüstlich. So was muss man erstmal hinbekommen, ein Skandal
nach dem anderen und immer noch in Amt und Würden. Christlich-
Sozial in Union, natürlich, deren Schäfchen stehen ja unter Naturschutz.
Na dann, der nächste Skandal kommt bestimmt.

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mistarich 11.10.2019, 18:01
16. Das Schlimme daran ist, daß

das "Outsourcen" von kommunalen, Land und Bund Kompetenzen eine Menge sage ich mal vorbildmäßige Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst kostet. Wenn ein Staat oder die Regierung etwas z. B. an der geistigen Haltung seiner Bürger ändern möchte, sollten Vorbilder vorgelebt werden. Outsourcen führt im Übrigen zu Korruption, ist ganz menschlich.

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DerMeikel 11.10.2019, 18:09
17. wie groß muss der Schaden an der Gesellschaft noch werden?

Ein Berater bekommt, nicht verdient, am Tag mehr als die meisten Menschen in diesem Lande im Monat für Ihre geleistete Arbeit erhalten. Ich bin es leid zuzusehen wie sich Berater die Taschen vollstopfen können, siehe auch Bundeswehr und nichts greifbares dabei heraus kommt. Wenn ein Minister nicht in der Lage ist sein Ministerium zu führen, seinen Führungsstab und die Mitarbeiter so einzusetzen, dass die erkennbaren Probleme gelöst werden, dann sollte bei ein wenig Selbstreflektion die Konsequenz gezogen werden. Mautdesaster, der Zustand der Gerätschaften der Bundeswehr, die zahllosen Baustellen, Klima, das Video mit Nestle aus dem Klöckner-Ministerium etc. sollten eigentlich auch die Chefin der Ministerrunde zum Nachdenken bringen. Aber? Es passiert nichts! Alles bleibt beim Alten. Es geht munter so weiter. Es wird immer schlimmer, dreister und teurer. Wer von den Damen und Herren wird denn, Hand aufs Herz, seinem Diensteid an der Gesellschaft noch gerecht? Wer will den freiwillig diese Politiker noch wählen? Uns fällt doch beim Kreuzchenmachen der Stift aus der Hand. Das ist hausgemachte Politikverdrossenheit die uns Bürger nur noch mit offenem Mund nicht einmal mehr nur staunend, sondern blank entsetzt dastehen und hilflos kapitulieren lässt.

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tubermagnatumpico 11.10.2019, 18:14
18. Mit dem heutigen Tag ...

... reicht es mir. Ich wähle nun grün. In der Hoffnung, dass sich an diesem Geschachere etwas ändern wird. Es kann echt nicht wahr sein, dass dieser Mann noch diesen Posten bekleidet. Gierig und verschlagen. Mann, ich bin echt sauer!

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mm-46c-7rfr 11.10.2019, 18:23
19. Berater des Verkehrsministers

Bei dieser großen Behörde mit beamteten und kompetenten Fachleuten fragt sich der Bürger, ob denn dort überhaupt ein Projekt im Wesentlichen mit den eigenen Leuten erfolgreich durchgeführt werden kann.
Wenn die Bundesfernstraßenplanung Beraterhonorare von bisher sage und schreibe 86 Mio.gekostet hat,muss man dann erwarten, dass das Verfahren so fortgeschrieben wird?
Bleibt denn für das Personal des Ministeriums noch ausreichend Arbeit zugunsten des Verkehrswesens in unserem Land?
Bei der Bahn hört man auch ständig über Mängel im Netz ,abgesehen von dem Problem des unattraktiven Güterverkehrs, der keine Entlastung der Straße verspricht.Sind auch hier Berater am Werk, um am Ende die Mängel zu beschreiben, ohne Lösungspläne zu erarbeiten?
Vielleicht ist das ganzer Berater(un)wesen ja nicht neu, sondern nur der aktuellen Kräfteverschiebung geschuldet.

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