Forum: Politik
Autobahnreform: Scheuer räumt massive Erhöhung von Beraterkosten ein
Sina Schuldt/dpa

Die Beraterkosten bei der Autobahnreform des Bundes fallen laut Verkehrsminister Scheuer dreimal so hoch aus wie geplant. Nach SPIEGEL-Informationen kommt das vor allem einer Firma zugute.

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jogola 11.10.2019, 18:43
20. Metaplanung

Zitat von mm-46c-7rfr
Wenn die Bundesfernstraßenplanung Beraterhonorare von bisher sage und schreibe 86 Mio.gekostet hat,
Ich glaube nicht, dass Roland Berger Fernstraßen plant - wenn Sie ihn nicht auf eine dumme Idee gebracht haben. Der Artikel berichtet über "Beraterkosten für die Reform der Fernstraßenverwaltung und den Aufbau der Bundesautobahn GmbH ". Es wird also die Planung der Planung beraten.

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Peletua 11.10.2019, 18:44
21. #6, b1964

Danke für diesen erhellenden Einblick! So ungefähr hat man sich also die Sachlage in unseren Ministerien vorzustellen - niederschmetternd. Im Grunde ist das massiver Betrug am Steuerzahler, denn der zahlt für die Arbeit von Beamten, die offenbar nicht geleistet wird.

Besonders im Hinblick auf die von Ihnen angesprochen Schwierigkeiten der Beraterbranche, die Interessen der Normal-Bevölkerung im Blick zu behalten, kann die real existierende Politik ihre geistigen Väter und Mütter nicht verleugnen...

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ulrich-lr. 11.10.2019, 18:45
22. Karriere

Zitat von Emderfriese
"...In einer Vorlage für den Haushaltsausschuss wird der wichtigste Auftragnehmer nicht genannt. Wie der SPIEGEL aus Berliner Beraterkreisen erfuhr, handelt es sich dabei aber um die Firma Roland Berger..." Dann kann man ja erahnen, wo Herr Scheuer seine Karriere im Anschluss an das Ministeramt fortzusetzen gedenkt. Nur über die Höhe der künftigen Bezüge darf weiter spekuliert werden... ;-)
Ja, wenn das so weiter geht, hat er definitiv seine Qualifikation für höhere Ämter nachgewiesen. Ich tippe auf Präsident der EU-Kommission, falls da was frei wird. Als EU-Kommissar hätte er keine Chance. Denn bei der Vergabe der Ressorts ist das EU-Parlament deutlich strenger als bei der Präsidentschaft.

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MiBo 11.10.2019, 18:46
23. Autobahngesellschaft, wofür nun?

Die "Autobahngesellschaft des Bundes" wurde ja bereits (etwas voreilig?) gegründet, und schon am 21.03.2019 wurde durch Herrn Scheuer ein 3-köpfgiger, sicher gut dotierter, Vorstand der Presse vorgestellt.
Aber was sollen die, und sicher weitere mittlerweile dutzende Manger (?), mit Vertrag und Vorvertrag versehen.. nun tun ?
Sollte auch geklärt, und notfalls gestoppt werden!
Die Geschäftsgrundlage für diese "Gründung" war neben dem künftigen zentralen Planen der Bundesautobahnen un Bundesstrassen.., vor allem das Kassieren der Maut..
und später, wird vermutet, die Privatisierung dieser Aufgabe.
Ich denke in diesem Ministerium ist sehr viel aus dem Ruder gelaufen, und es scheint an jeglicher Kontrolle zu fehlen. Und von den sogenannten "Verkehrspolitikern" jeglicher couleur im Bundestag hört man auch nichts dazu (abgestimmt?).

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telarien 11.10.2019, 18:53
24. Warum Berater?

Berater sind nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Wenn man bestimmte Spezialkenntnisse nur temporär braucht, dann kann das Sinn machen. Beim Militär sieht das anders aus.
In Ministerien ist der Plan jedoch anders. Hier beschäftigt man sie nicht wegen eigener Inkompetenz, die wäre nämlich kein Problem. Man bucht sie, um später dort selber zu sitzen. Und ob die Beraterbuden wohl auch Parteien unterstützen? Folge dem Geld....

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apetri1 11.10.2019, 18:55
25. Wie bitte?

Man muss sich schon fragen, wozu man überhaupt noch ein Ministerium braucht, wenn ständig überteuerte externe Beratung gekauft wird. So jedenfalls begibt sich die Bundesregierung und insbesondere der Verkehrsminister immer mehr in die Abhängikeit von der Wirtschaft. Und das auf Kosten des Steuerzahlers! Vielleicht sollte sich die Bundesregierung mal ernsthaft überlegen, das Ruder wieder an sich zu reißen, indem es die Spezialisten in den Ministerien so besoldet, dass sie mit den Consultingfirmen mithalten können.

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drui 11.10.2019, 19:23
26. Wo ist die Rücktrittserklärung?

Seltsam, ich habe den Artikel mehrfach gelesen und kann einfach die Erklärung von Scheuer nicht finden, dass er nach wiederholtem Fehlverhalten, Lügen und Betrügen nun immerhin den Anstand findet, von seinem Amt zurückzutreten. Könnte Spiegel Online bitte auf diese Stelle hinweisen? Alles andere als ein Rücktritt wäre ja absurd!

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labellen 11.10.2019, 19:24
27. bei 1245 Mitarbeitern

im Verkehrsministerium und einer eigenen Abteilung für Bundesfernstraßen möchte man doch eigentlich davon ausgehen, das genügend Sachverstand für alle möglichen Aufgaben sich im Haus befindet.
Wie es zu solchen Summen bei externen Beratern kommt, sollte der Herr Minister doch bitte detailliert erklären und die Öffentlichkeit nicht einfach mit globalen Summen abspeisen.

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rechercher 11.10.2019, 19:27
28. Die bittere Pille

Eine der bitteren Pillen für uns alle ist, dass, wenn man die Praxis der Regierungschefs in den vergangenen Monaten betrachtet, der beScheuerte gar keine schlechte Chancen hat, eines Tages als Chef der EU-Kommission nominiert zu werden.

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oloh 11.10.2019, 19:51
29. Ablehnung durch den EUGH

Zitat von bennic
Steuergelder gibt es ohne Ende und die schwarze Null wird dann durch Einsparungen im sozialen Bereich oder bei der Umwelt kompensiert. Mich würde echt mal interessieren, wieviel Beraterhonorare ingesamt durch die Bundes- und Landesregierungen ausgegeben bzw. aus dem Fenster geworfen werden? Jede Menge Beamte aber die Arbeit machen die Berater? Zeit für Veränderung und Zeit für Verantwortlichkeit. Das sollte auch Herr Scheuer zu Herzen nehmen und zurücktreten. Nach den €85Mio. ist noch nicht mal etwas herausgekommen, bis auf einen Ablehnung durch den EUGH. Frechheit!
Sorry, aber das ist ein anderes Thema.
Die Beraterhonorare waren nicht für die "Ausländermaut", sondern für die sinnlose Privatisierung der Fernstraßen.

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