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Avancen an den Westen: Erdogan braucht neue Freunde
REUTERS

Recep Tayyip Erdogan kokettiert im Streit mit den USA damit, die Nato zu verlassen. Doch die Alternativen der Türkei zum Westen sind begrenzter, als er behauptet. Für die Bundesregierung ist das eine Chance.

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jozu2 18.08.2018, 14:58
1. Genauso sehe ich das auch - mit anderem Schwerpunkt

Ob die Türkei neue Freunde braucht, ist mir ziemlich egal. Fraglich ist, ob wir mit der Türkei befreundet sein wollen. Solange die Türken mehrheitlich für Erdogan inkl. Todesstrafe sind und der Islam in einer Frauen- und Rechtsstaat-verachtenden Form das Denken beherrscht, zerschneide ich lieber das Tischtuch und halte eine klare Trennlinie ein. Da sind mir die Militär-Stützpunkte in der Nähe zu Russland und das bißchen Wirtschaftsbeziehung echt egal.

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goat777 18.08.2018, 15:02
2. Wer interessiert es?

Also man kann es auch positiv sehen. China investiert massiv in Bildung und steigt so zur Industriemacht auf. Dann werden eben Handys und Kleindung bald in der Türkei produziert. Die Leute werden dort ja von der Regierung dumm gehalten. Warum sollte man da Interesse an einer wirtschaftlich starken Türkei haben?

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C.Rainers 18.08.2018, 15:06
3. Hauptsache die EU

läßt sich von diesem Möchtegern Diktator nicht wieder vor seinen Karren spannen? Wenn ja, kann man denen auch nicht mehr helfen.

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omnipon 18.08.2018, 15:07
4. Appeasement Merkel

Ich befürchte, das die EU -ganz im Gegensatz zu den USA -wieder Appeasement-Politik mit Erdogan betreiben wird.
Und die Gründe dafür sind wieder Bankenhörigkeit (Französische, Spanische und Italienische Banken haben sich verzockt und wir müssen sie retten) sowie der Flüchtlingspakt von Kanzlerin Merkel.
Man kann über die Politik der EU und insbesondere der von Frau Merkel nur den Kopf schütteln.

Eine koordinierte Politik -auch mit Trump- um diesem Feind der Demokratie und Unterstützer des IS (siehe Berichte auch von Deniz Yücel) ein politisches Ende zu bereiten - das wärs!!

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britzer62 18.08.2018, 15:08
5. Seit wann haben Staaten Freunde?

Naja, SPON ist auch nicht mehr, dass was es mal war.
Staaten haben keine Freunde. Sie haben Interessen. Wir sollten uns jetzt keinesfalls Erdogan anbiedern und die wirtschaftlich und sonstige Lage der Türkei ist Sache der Türken. Sie haben ihren Größtem Sultan aller Zeiten gewählt. Mitgegangen, mitgefangen oder so.
Natürlich muss man schauen, dass sich die Türkei nicht zu sehr destabilisiert.
Die Erdogan Wähler in D können ja gern Care Pakete schicken.

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archi47 18.08.2018, 15:12
6. Wer solche Freunde hat,

braucht keine Feinde mehr.
Er hat nichts dazu gelernt. Seine taktischen Finessen sind zu offensichtlich.
Würde er zur Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung zurückkehren, dann wäre das ein Grund sogar mit dieser AKP-Türkei Freundschaft zu pflegen.
Das kann er aber schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb nicht. Er hat "zu viele Leichen im Keller". Eine unabhängige Justiz müßte ermitteln und ihn an seinen vorgeblichen Maßstäben und von allem am Gesetz messen.
Es soll die Freundschaft mit seinesgleichen suchen. Er wird sehen, was er davon hat ...

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telarien 18.08.2018, 15:13
7. @#1

Das sehe ich genau wie Sie. Aber die Groko wird deutsche Interessen in der Türkei vertreten, wohlgemerkt: die von deutschen Konzernen und Banken. Erst wenn die Lira explodiert, dann sind Sie und ich wieder gefragt.

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browserhead 18.08.2018, 15:13
8. Ja, unbedingt...

nachdem wir also jetzt wieder gebraucht werden, sollten wir uns bei nächster Gelegenheit andienen. Die ganzen Beleidigungen, Schwamm drüber. Schließlich braucht Erdo uns jetzt. Also, mein Vorschlag für die Verhandlungskommission: Jan Böhmermann sollte unbedingt als Kulturattaché dabei sein.

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spontanistin 18.08.2018, 15:14
9. Gegenleistungen?

Was kann denn die Türkei anbieten, außer ihrer vermeintlich geostrategisch wichtigen Lage und billige Arbeitskräfte? Etwa den fundamentalistischen Islam der Hassprediger und eine hohe Geburtenrate? Wie Ägypten hat die Türkei keine relevanten Ressourcen und „profitiert“ allenfalls von der Nähe zum ölreichen Nahen und Mittleren Osten.

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