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Avancen an den Westen: Erdogan braucht neue Freunde
REUTERS

Recep Tayyip Erdogan kokettiert im Streit mit den USA damit, die Nato zu verlassen. Doch die Alternativen der Türkei zum Westen sind begrenzter, als er behauptet. Für die Bundesregierung ist das eine Chance.

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recepcik 18.08.2018, 17:11
50. @gammoncrack

Die deutschen Geiseln wurden nicht aus Höflichkeit freigelassen. Jedesmal müßte Deutschland tief in die Tasche greifen. Wenn die USA beim ersten Bürger so hart reagieren, wird er es nicht nochmal wagen. Aber da Deutschland jedesmal mit Geschenken kommt, macht er weiter. Laut einem SPON Artikel wurde erst vorgestern wieder ein deutscher Staatsbürger in der Türkei verhaftet.

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the_tetrarch 18.08.2018, 17:11
51.

Ganz ehrliche Sorge: Es sind derzeit einige Staatschefs am Start, an deren Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln angebracht ist. Dieses nationalistische Maulheldentum wirkt wie aus der Zeit gefallen. Da waren die Weltmächte vor dem 1. Weltkrieg gesitteter.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die vernünftigen Staatschefs beide schon lange nicht mehr (persönlich) ernst nehmen. Sie sind halt da. Etwas anderes als therapeutische Gespräche kann man mit beiden nicht führen, beide wirken verstörend verwirrt.

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hm2013_3 18.08.2018, 17:15
52. Fakt ist

die türkische Wirtschaft ist am Abgrund. Das haben die Rating-Agenturen bestätigt. Die Investoren werden ausbleiben. Die Türkei braucht dringend finanzielle Hilfe und sollte auf die Vorschläge der Finanzwelt hören. Ansonsten droht ihr die Staatspleite. All das hat nichts zu tun mit einem gefangenen Priester; auch wenn er morgen freigelassen würde, würde sich an dem Zustand nichts ändern.

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tommycologne 18.08.2018, 17:15
53. Zurücklehnen und zuschauen

Trump vs Erdogan. Zwei Soziopathen prügeln sich. Das ist für alle anderen nur gut. Zum einen sind sie beschäftigt und zum anderen können alle anderen dadurch nur gewinnen. Wenn wir richtig Glück haben überlebt das einer von beiden politisch nicht.

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michael031056 18.08.2018, 17:15
54. Avancen an den Westen: Erdogan braucht neue Freunde

Wir in Deutschland brauchen Erdogan und seine Freunde nicht.
Frau Merkel täte gut daran sich mit Erdogan an neutralem Ort zu treffen, nur nicht in Deutschland.
Wenn Erdogan normale Verhältnisse mit Deutschland pflegen will, muß er die Grundvoraussetzungen schaffen.
Das hat ihm die EU und Deutschlands Regierung (Frau Merkel) bereits im Zusammenhang mit dem Beitritt zur EU, versucht klar machen.
Irgendwie hat dieser Mann Tomaten auf und in den Ohren.
So lange Erdogan das nicht kapiert will der größte Teil der deutschen nicht in Deutschland haben. Auch keinen seiner Freunde, Parteimitglieder, Minister, Familie usw.
Wie bereits erwähnt Frau Merkel, ihre Minister, Diplomaten und alle anderen Politiker (egal welcher Partei), sollten sich besser auf neutralem Boden (z.B. die Schweiz) treffen.
Denn eines ist sicher, der Wähler vergisst und verzeiht nicht mehr so einfach, wie früher einmal.
Es stehen Landtagswahlen und die Wahlen zur EU an. Daran sollten alle, die gewählt werden wollen denken, wenn Sie Entscheidungen treffen, die der Wähler, die Bevölkerung ablehnt.
Die Wahrheiten müssen grundsätzlich auf den Tisch. Die Politik hat diese Wahrheiten vom Wähler schon extrem oft gehört, aber immer noch nichts verstanden.
Das muß sich ändern.
Nicht die EU oder andere dürfen uns hier in Deutschland das Leben schwer machen und von uns immer mehr Geld fordern.
Wer neidisch ist auf den Erfolg Deutschlands muß sich fragen lassen, was er selbst falsch gemacht hat, das er nicht den gleichen Erfolg hat.
Das gilt für Erdogan, Trump und anderen Europa.

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recepcik 18.08.2018, 17:17
55. Das Betteln

Seines Schwiegersohnes in den Golfstaaten wird auch nützen, da alle Golfstaaten außer Katar Verbündete von Saudi-Arabien sind. Die Türkei hat vor einem Jahr mit Saudi-Arabien gebrochen, nach dem sie sich klar hinter Katar gestellt hatte, dem die anderen arabischen Staaten die Unterstützung des Terrorismus vorwerfen. Katar hat der Türkei schon Investitionen von 15 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Ich glaube mehr geht da nicht. Ich hoffe unsere Regierung macht mich die Dummheit und rettet mit unseren Steuergeldern Erdogan.

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herjemine 18.08.2018, 17:23
56. Sehr fein beobachtet:

Zitat von gammoncrack
Was haben die Sanktionen bisher gebracht? Ohne wurden mehr Deutsche freigelassen als bei den Amerikanern mit.
Das könnte ja auch einfach daran liegen, dass es signifikant weniger US-Amerikaner in der Türkei gibt. Die haben nämlich andere schöne und günstige Ferienorte viel näher. Auch die familiären Bande sind nicht so ausgeprägt. Ich will aber auch gar nicht wissen wie extremistisch man sein muss, um als evangelikaler Theologe in der Türkei zu wirken. Das ist ein Evangelikaler, kein Evangele wie wir sie aus Mitteleuropa kennen. Ein “Freikirchler”. An diesen “Kirchen” ist aber soviel “frei” dass selbst Luther wohl in seiner Gruft vor Entsetzen wie ein Brummkreisel dreht.
Zurück zum Thema: ich denke, so wie auch Deutschland mehrere krachende Niederlagen brauchte um gesellschaftlich voranzukommen, muss wohl auch die Türkei mal so richtig hinfallen. Insofern: Keine Abkommen und keine Geschäfte mehr mit der Erdogantürkei bis das Land seine Zivilisationslektionen gelernt und umgesetzt hat. Davon ist die ländlich geprägte Kulturnation zur Zeit nämlich ganz, ganz weit entfernt.

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trustableman 18.08.2018, 17:27
57. Kommentar von qlcasa gibt Goldrichtige Hinweise auf Hintergründe

Die Kommentare hier sorgfältig zu lesen bringt manche ' goldwerte ' Spuren über ganz andere als im Artikel erwähnte Hintergründe. Danke an qlcasa! Im Hintergrund gehts offensichtlich auch um einen handfesten, milliardenschweren Konflikt USA - Türkei wg. illegalen Bank-, Gold und Ölgeschäften während des letzten Iran-Handelsembargos.

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yaraghino 18.08.2018, 17:29
58. NATO austritt

Ich lese das nur in den deutschen Medien.
Erdogan hat noch nie so ein statement abgegeben aus der NATO auszutreten.
Das sind Ferz mit Krigge

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gauwuzl 18.08.2018, 17:36
59. Wenn DE bzw. die EU "Erdogan" hilft

dann ist ihnen wirklich nicht mehr zu retten. So wie Erdogan sich in den letzten 3 Jahren gegenüber seinen "Freunden" benommen hat, beschimpft hat und ausgenutzt hat. Erdogan ist ein Verbrecher, eine religiöser Fanatiker, ein Nationalist der schlimmste Sorte, der den Westen verachtet. Und nun kommt der angekrochen und bettelt um Hilfe. Jeder Politiker innerhalb der EU, der ihn nun umarmt ist genauso Rückgratlos, wie der Diktator selber, der Meinungsfreiheit nicht nur mit den Füßen tritt, sondern tötet, sowie es mit Demonstranten, in seinem Land geschah. Schon allein darüber nachdenken ist eine Schande.

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