Forum: Politik
Baerbock über Nahles-Rückzug: "Besondere Härten, wenn man weiblich ist"
OMER MESSINGER/EPA-EFE/REX

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hat Andrea Nahles für ihren Rückzug von der SPD-Spitze Respekt gezollt. Politik sei ein "wahnsinnig hartes Geschäft" - besonders für Frauen.

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timtooky 03.06.2019, 16:25
30. Aha.

Zitat von wolfgang63
Fr. Baerbock hat öffentlich behauptet, dass der Strom in den Netzen gespeichert werden könnte. Das ist absoluter Unfug. Wenn eine Spitzenpolitikerin, die sich für die Energiewende zuständig fühlt, so etwas sagt, müsste sie sofort aus der Führungsebene entfernt werden. Wer weiß, was sie noch alles für Unfug erzählt. Aber Fr. Baerbock darf als Grünen-Vorsitzende weiter plaudern.
Sie legen anderen Menschen Worte in den Mund. Bitte belegen Sie diese Aussage von Frau Baerbock. Wann und wo hat sie das behauptet?
Wenn sie das gesagt hat und Sie hier so kritisch sind (und Sie haben ja wissenschaftlich gesehen Recht), sollten Sie aber bitte die gleiche Messlatte bei den anderen Politikern anlegen, die am liebsten nichts tun, obwohl ihnen zig seriöse Wissenschaftler seit 20 Jahren sagen, dass was passieren muss.

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cherrypicker 03.06.2019, 16:27
31. Grober Unfug

Unter Frau Nahles hat sie SPD ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1887 eingefahren. Das ist der entscheidende Punkt. Dass sie nicht allein daran Schuld ist, weil es schon seit Schröder stetig bergab ging: geschenkt. Aber sie hat den Trend eben auch nicht aufgehalten. Eine(r) muss dafür die Verantwortung tragen und das heißt: den Posten zur Verfügung stellen. Wer sonst als der oder die Vorsitzende der Partei sollte das denn bitte sein? Deswegen sind die Ausführungen von Frau Baerbock nur ein Ablenkungsmanöver, denn die zu den Grünen abgewanderten SPD-Wähler, die Frau Nahles' Untergang bedeuten, zementieren gleichzeitig Frau Baerbocks Position. Die eine verliert, gerade WEIL die andere gewinnt. So funktioniert nun mal das politische Geschäft. Das hat mit dem Geschlecht rein gar nichts zu tun. Oder durften Schröder, Gabriel und Schulz etwa bleiben, weil sie Männer waren? Nein. Sie mussten ebenfalls gehen, als sie versagt hatten. Und das ist richtig so.

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ms_sche 03.06.2019, 16:32
32.

Zitat von j.vantast
Der CO2-Ausstoss muss drastisch zurückgefahren werden. Was soll eine Steuer bringen? Die Konzerne werden es wie üblich von oben nach unten durchdrücken so dass letztendlich der Bürger zahlt. Und will man sich von den Einnahmen ein paar Pfund gesunde Luft kaufen? Das Klima wird nicht geschützt wenn man es gegen die Zahlung einer Summe X weiterhin vergiften kann bzw. wenn bestimmte Gruppierungen es sich weiterhin leisten können die Umwelt und das Klima zu schädigen. Wenn ich nur das Wort "Verschmutzungsrechte" höre. Niemand hat das Recht die Umwelt zu verschmutzen, egal wieviel Zaster er auf den Tisch legt.
Eine CO2-Steuer ist das effektivste und einfachste Instrument, die CO2 Emissionen zu drücken. Produkte, die mit hohen CO2 Emissionen produziert werden, werden teurer. Das erzeugt den erforderlichen Druck. Sie muss nur hoch genug sein...
Ws meinen Sie, wie schnell die Braunkohleverstromung zu einem Ende kommt...
Kennen Sie einen besseren und effektiven Weg?

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medium07 03.06.2019, 16:32
33. Zur Erinnerung

Beim Rücktritt Willy Brandts hat Egon Bahr vor Wut über die Ruchlosigkeit und die Heuchelei Wehners geweint. Rudolf Scharping wurde nach allen Regeln der verletzenden Kunst abserviert, Nahles war beteiligt. Gegen Franz Müntefering würde eine Intrige angezelttelt - von Andrea Nahles. Kurt Beck wurde auf äußerst erniedrigende Weise abserviert, die Rede war von Heckenschützen - diesmal ohne Beteiligung von Nahles. Was Frau Baerbock hier erzählt ist blanker Unfug.

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kayakclc 03.06.2019, 16:32
34. Politik sei ein "wahnsinnig hartes Geschäft" - besonders für Frauen.

Worauf diese Aussage beruht, erklärt uns Frau Baerbock nicht. Schließlich kann sie das nur aus der weibliche und nicht aus der mänlichen Persektive empfinden. Daher ist die Aussage von Frau Baerbock eher eine Wiederholung von Geschlechtersteriotype ohne wirkliche Substanz. Ob letztes Jahr Herr Habeck nach der Schulz Entmachtung gewagt hätte zu Kommentieren: Politik sei ein "wahnsinnig hartes Geschäft" - besonders für Männer, ohne einen Shitstorm auszulesen? Auch für Frau Baerbock gilt: erst nachdenken und dann Reden ist hilfreicher, wenn man etwas nachhaltiges zu sagen hat, und nicht eigene Vor-Urteile zu kultivieren. Frau Nahles ist nicht zurückgetreten, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie den Niedergang der SPD nicht aufhalten konnte. Auch wenn die Mannschaft Mist ist, wird eben in der SPD, genau wie im Fussball als erstes der Trainer gefreuert. Frau oder Mann ist doch egal!

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silbersee 03.06.2019, 16:35
35. @timtooky

Da kann ich helfen. Frau Nahles war einer DER Führsprecherin der GroKo Neuauflage. Es war SIE die den Migliedern in X Reden vor der Urabstimmung dargelegt und versprochen hat, dass es ein "Aussaugen der SPD" wie früher durch Frau Merkel und damit ein weiteres Absacken der SPD in der GroKo diesmal NICHT geben wird. Und was ist passiert? Genau! und somit hat sie leider ...sorry..... auf ganzer Linie hinsichtlich ihrer eigenen Versprechen versagt.

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aussieman 03.06.2019, 16:35
36.

Vor lauter Mitleid für Frau Nahles wird mir ganz schlecht. Sie war selbst eine der größten Intriganten, nur so kam sie doch an die Macht in der SPD. Mitleid dafür zu bekommen, dass sie nun in den Lauf der Waffe guckt, die sie selbst gezogen hat, ist überzogen. Sie ist auch keine arme Frau in einer bösen Männerwelt, hat sie selbst doch dafür gesorgt, dass Münte und Schulz gehen musste. Frau Nahles braucht einen Job außerhalb der Politik, aber kein Mitleid.

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Paule Paulson 03.06.2019, 16:37
37. Na endlich

Hab mich schon gewundert, warum es so lange bis zum ersten "weil sie eine Frau ist" - Kommentar gedauert hat. Ich rechne es Nahles selbst im Übrigen hoch an, dass sie diese Karte - soweit ich es mitbekommen habe - nie gespielt hat.

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timtooky 03.06.2019, 16:37
38. Ja...

Zitat von blackcathh
... so wie Frau Nahles mit Herrn Massen umgesprungen ist; jetzt hat sie ein adäquates Echo bekommen und alle regen sich auf. Ich kann es nicht mehr hören, dass Frauen in der Politik benachteiligt seien. Das Gegenteil ist der Fall, überall gibt es Bevorzugungen. Quoten müssen erfüllt werden. Und CO2-Steuer rückverteilen? Wie bitte? Diejenigen, die unter der CO2-Steuer zu leiden haben werden, sind die Menschen, die sich eine Grundsanierung des Hauses nicht leisten können. Diejenigen, die es sich nicht leisten können in eine besser gedämmte Wohnung zu ziehen werden unter der CO2-Steuer leiden. Die grüne Wählerklientel ist gut situiert und hat das Geld um sich weniger CO2-intensive Fahrzeuge und Gebäudesanierungen zu leisten. Diejenigen, die es sich nicht leisten können im grünen Speckgürtel zu wohnen und pendeln müssen, weil die Mieten zu teuer sind...diese Menschen werden darunter leiden. Und wer bekommt die Rückverteilung? Natürlich die Menschen, die es sich leisten konnten ihre CO2-Emmision zu senken. Nicht der Pendler und nicht die Familie, die vergeblich nach einer günstigen Miete sucht. Wer grün wählt muss tatsächlich genug Geld haben, dass ihn die Auswirkungen nicht stören werden.
Ja, es wird teuer. Ja, es wird die Ärmeren härter treffen als die Reichen. Ja, das ist übrigens bei allen staatlichen Steuern und Gebühren so, denn wer mehr Geld hat, kann eben finanziell mehr verkraften.
Und ja, es wird noch viel, viel, viel schlimmer, wenn wir jetzt nichts tun.
Dann werden die Ärmeren noch viel, viel schlimmer leiden, weil die Reichen sich besser vor den Folgen des Klimawandels absichern können.
Bitte nennen Sie Ihren Vorschlag: Wie wollen Sie die CO2 Emissionen deutlich reduzieren, ohne negative Auswirkungen auf unsere liebgewonnen Gewohnheiten und so, dass alle gleichmäßig von den Effekten betroffen sind. Ich bin neugierig.

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D. Brock 03.06.2019, 16:38
39. Hab' ich was überlesen? Tolle Überschrift und ...

... dann nichts.
Vollkommen uninteressant, was Frau Baerbock da vom Stapel lässt, da ohne jeglich Begründung.
Was persönlich nun als "hart" empfunden wird, hängt eben von der fraglichen Person ab.
Das Hauptproblem in der Politik ist auch nicht der angeblich so harte Umgang miteinander: Man erinnere sich an das weichestgespülte sog. TV-Duell zwischen ... wer war das noch ? und Fr. Merkel. Es geht nicht darum hier persönliche Angriffe zu inszenieren, sondern um inhaltliche Auseinandersetzung!
Man hat fast den Eindruck, dass mangels inhaltlicher Kontroversen dies auf einer persönliche Eben ersetzt wird. ... Nahles hat mit ihrer Ansage die "Erneuerung der SPD" zu fördern und vornehmen zu wollen auf ganzer Linie, also breitest versagt. Dazu muss man sie nicht persönlich angreifen, darf ihr jedoch attestieren, dass sie dann doch wohl die falsche Besetzung ist. Aber das Desaster der SPD ist viel größer als der angeblich so schlimme Umgang mit einer Person. Legt dem Seeheimer Kreis endlich das schmutziger Handwerk, dann geht's auch wieder bergauf! DAS muss man dann freilich konsequent und glaubwürdig machen und das geht nur, wenn man "Köpfe rollen lässt".

Ich kann der Aussage es sei besonders für weibliche Menschen in der Politik schwierig nur auf einer Ebene nachvollziehen (die hat Frau Baerbock aber wahrscheinlich nicht gemeint), nämlich, dass das gesamte politische System ein patriarchales System ist, indem Mehrheitsbeschaffung eben nicht auf typisch weibliche Art funktioniert (überhaupt Mehrheiten beschaffen zu müssen). Es geht um tricksen, manipulieren, beeinflussen und zur richtigen Zeit auf dem richtigen Posten sein. Frauen, die in patriarchale Führungsriegen aufsteigen, müssen sich diesen Umgang zu eigen machen, oder sie fliegen (wie übrigens Männer auch!). Aus diesem Grund sehen wir auf den höchsten politischen Posten (auch in den höchsten wirtschaftlichen) wenn überhaupt Frauen, die sich genau diesen Umgang zu eigen gemacht haben. Fr. Thatcher ist dafür ein Musterbeispiel und der Stil von Fr. Merkel ist eine Kopie derer von H. Kohl. ...

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