Forum: Politik
Bahn-Streik: Ein Dank an die Lokführer
Getty Images

Wenn Manager "Personal abbauen", nehmen wir es hin. Wenn die Abhängigen für ihre Interessen kämpfen, herrscht Empörung. Der Bahnstreik ist kein Skandal - sondern ein Geschenk. Er erinnert uns an die Macht der Arbeitnehmer.

Seite 37 von 105
sara100 06.11.2014, 14:00
360.

Zitat von irritation
Herr Augstein, ihre Ansichten waren notwendig ine der Zeit des Arbeitsrechts vor Bismarck. In heutigen Zeiten kann man natürlich Arbeitnehmer entlassen, dafür muss man aber zahlen. Jedesmal ist der Aufschrei groß. Da gibt es Abfindungen noch und nöcher. Wenn im Gegenzug ein Arbeitnehmer kündigt geht er einfach. Versuchen Sie hier ihre Existenz als ewiggestriger Arbeitsklassenvertreter zu rechtfertigen?
Abfindungen sind eine freie Entscheidung der Arbeitgeber und werden meistens ausgeschüttet bevor es zu einem Gerichtsverfahren kommt. Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, ist nicht sichergestellt das der AN Geld zugesprochen bekommt.
Sie haben keine Ahnung was ein Arbeitgeber macht um einen langjährigen Arbeitnehmer rauszukicken.
Nicht umsonst ist in Deutschland der Arbeitnehmerschutz ausgeprägt und das ist auch gut so !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vegas333 06.11.2014, 14:00
361. Bingo!

Zustimmung! Wenn nur mehr diesen Artikel lesen würden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pittiken 06.11.2014, 14:00
362.

Zitat von opar
Die ganze Argumentation bedient sich vieler schöner Worte und Bilder, trifft aber den Kern des Problems nicht. Hier will sich eine Gewerkschaft auf Kosten einer anderen Gewerkschaft ausdehnen. Was geht das den Arbeitgeber an? Oder anders herum gedacht: warum soll die ....
In der Bundesrepublik Deutschland herrscht ja noch ein gewisser Wettbewerb. Auch die Gewerkschaften stehen im Wettbewerb zueinander. Und wenn die arbeitgebernahe GEwerkschaft, weil der Gewerkschaftsboss sich einen Wechsel von der Gewerkschaft in die Vorstandsetage der Bahn verspricht, für seine Mitglieder nicht das herausholt, was sie könnten, dann gehen halt die Mitglieder zu der Gewerkschaft, die das machen. Als Gewerkschaftsmitglied erwarte ich von meiner Gewerkschaft, dass sie das größtmögliche für mich und meine Mitgliedskameraden herausholen.

Und wenn der Arbeitgeber von meiner Gewerkschaft verlangt, sie solle sich unterordnen, weil in der anderen Gewerkschaft handzahmere Abschlüsse gemacht werden, weil ..... (siehe oben), dann sollte gestreickt werden, bis es quietscht.

Und was hat die DDR und der Stalinismus mit der GDL zu tun?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rebstock 06.11.2014, 14:00
363. Danke

.. für diese andere Sichtweise auf den Streik. Nachdem ich mir gestern mal zum ersten Mal in Ruhe die Forderungen und Antworten der Streikparteien durchgelesen hatte, war meine erste Reaktion: Die GDL kann auf keinen Fall unterschreiben. Diese Schmutzkampagne gegen den GDL und Weselsky ist im besten Falle schlechter Journalismus, im schlimmsten Falle erbärmlich und niederträchtig. In den verkürzten Artikeln auf S. 1 der Zeitungen oder hier bei SPON heißt es gebetsmühlenartig, dass es lediglich darum ginge, dass Weselsky seine Macht erweitern will. Was grundsätzlich erst mal legitim ist, aber vor allem an der Stelle gar nicht stimmt. Die Bahner streiken, das tut weh - aber das liegt in der Natur ihres Berufes und sollte nicht ihr Recht auf Streik mindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HollowPoint 06.11.2014, 14:00
364. Immer wieder die gleiche Leier vom Konkurrenzkampf

Ewig dreht der Brummkreisel von dem angeblichen Machtkampf der Gewerkschaften untereinander. Die Abteilung "P" für Propaganda der DB infiltriert die sozialen Netzwerke und Kommentarfunktionen unserer Medienlandschaft recht erfolgreich, wenn sich diese Mär in den Köpfen festsetzt.

Der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft EVG gesteht die DB zu für die EVG- organisierten Lokführer Tarifverträge abzuschließen, der GDL wird das für die bei ihr organisierten Zugbegleiter, Gastronomiepersonal, Lokrangierführer, Disponenten und Ausbilder unter dem Vorwand der Tarifeinheit- die ganz nebenbei 2010 vom BVG gekippt wurde- verweigert.

Es ist das ureigenste Recht einer Gewerkschaft für ihre Mtglieder einzutreten. Genau das will die DB mit allen Mitteln verhindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RogerRabit1962 06.11.2014, 14:02
365. Produkte

Zitat von Here Fido
Und was machen Sie so? Wenn das bis in die letzte Konsequenz durchgezogen wird, müssen Sie mehr als nur ein paar Streiks befürchten. Doch halt! Warum eigentlich nicht? Wenn die Allgemeinheit an den Errungenschaften der Automation angemessen beteiligt wird, müssen wir alle weniger arbeiten fürs Geld. Tja, damit kommen wir zu dem eigentlichen Punkt ...
Das zu ihrer Nachfrage.

Die von ihnen angedachten sozialromantischen Ideen haben wir doch durch.
Traktoren - Webstühle - Druckereien - Computer - und nun 3D Druck zB.

Automatisierte Fahrsysteme werden nun schon seit längerem eingesetzt, und das Lager noch nicht vollautomatisch kommisionieren, ist nur noch eine Frage der Zeit.

Züge werden so sicher wie das Amen in der Kirche automatisiert fahren.
Wollen Sie jetzt Züge besteuern, damit die Führer bleiben, wollen sie Computer besteuern, damit wir wieder den dritten Mann in der Verkehrsmaschine bekommen, wollen sie die automatisierte Herstellung von biotechnischen Ersatzteilen (eine unserer Themen) nun besteuern, damit diese wieder manuell "künstlerisch" hergestellt werden?
Wollen Sie Analyseprints verbieten, weil diese 1000ende Labormitarbeiter überflüssig machen?

Uns geht es allen nur so gut, weil wir (auch wenn sie uns beneiden mögen) eigentlich die "Gehetzten" sind.
Weil morgen erfindet wieder jemand etwas, das unser Verfahren nochmals um 5 Cent billiger hinbekommt.

Und im Geschäft oder am Fahrkartenschalter entscheiden Sie am Ende nur nach dem Preis.

Keinem Unternehmer ist es angenehm, auch nur EINEN loyalen Mitarbeiter zu entlassen.
In Konzernen mag das anders sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sara100 06.11.2014, 14:02
366. ???

Zitat von Ignacio Luma
Ich denke Hr. Augstein zeigt mal wieder die typischen Reflexe und laesst leider ausser Acht, dass es Arbeitnehmer gibt, die derzeit ihre Existenz bedroht sehen. Tolle Macht einzelner. Die Geschichte sollte doch lehren, dass solche eine Machtfülle in der Hand weniger, nie einem Gemeinwohl dient.
Um welche Arbeitnehmer geht es ihnen?. Welche Existenz ist denn hier bedroht?. Ihre weil Sie evventuell nicht schnell genug zu einem Meeting kommen oder sonst wohin??.

Ich sehe keine Arbeitnehmer Existenz bedroht. Welch ein Unsinn

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rundweg 06.11.2014, 14:02
367. Linke Attitüde

Es ist schon traurig, wenn die linke Ausrichtung zur bloßen Attitüde verkommt, um publizistisch interessant zu bleiben. Was Herr Augstein offenbar nicht mitbekommen hat, ist, dass die GDL nicht gegen einen gemeinen kapitalistischen Arbeitgeber kämpft, sondern gegen eine andere Gewerkschaft. Die Lokführer nehmen die Gesellschaft in Geiselhaft, um Kollegen und Kolleginnen in die Pfanne zu hauen. Das ganze Gewäsch ums Streikrecht ist propagandistische Tünche, auf die Herr Augstein herein gefallen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
susanneuser 06.11.2014, 14:03
368. Gut gebrüllt Augstein

Besser kann man es nicht ausdrücken. Was mich am meisten ankotzt ist die Meinungsmache der Medien zum Thema Streik!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bcdschmidt 06.11.2014, 14:03
369.

Es geht hier nur um die Privilegien einiger weniger und den Ausbau von Macht! Nicht um den kleinen Metaller oder die unterbezahlte Pflegekraft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 37 von 105