Forum: Politik
Bahn-Streik: Ein Dank an die Lokführer
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Wenn Manager "Personal abbauen", nehmen wir es hin. Wenn die Abhängigen für ihre Interessen kämpfen, herrscht Empörung. Der Bahnstreik ist kein Skandal - sondern ein Geschenk. Er erinnert uns an die Macht der Arbeitnehmer.

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mrerenoth 06.11.2014, 12:29
40.

Ein guter Artikel von Herrn Augstein, der sich von der Mainstream- Berichterstattung abhebt. Die Rolle der Bahn und der Politik in der aktuellen Situation steht viel zu wenig kritisch im Focus. Der schwarze Peter liegt im Moment alleine bei der GDL.

Allerdings ist es eben nicht mehr verhältnismäßig, wenn einige tausend Lokführer ein ganzes Land nach belieben lahmlegen. Wo ist hier die Solidarität geblieben?

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olmen 06.11.2014, 12:29
41. Wo bleiben die Fakten Herr Augstein

Ach Herr Augstein: Hier geht es doch nicht mehr um eine Tarifauseinandersetzung, sondern um Macht bzw. Gerangel zwischen den Gewerkschaften. Und dies wird auf dem Rücken der Volkswirtschaft und der Bürger ausgetragen. GdL sagt schon, dass im Kern Lokführer vertreten werden sollen. Ihr Kommentar sollte sich an diesen und anderen Fakten orientieren.

So stellt sich die Frage, ob von den ein Drittel noch verbeamteter Lokführern auch gestreikt wird. Wenn ja, welche Folgen haben sie zu erwarten. Und wenn offensichtlich bislang keine, ist das auch verwunderlich.

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MichaelM 06.11.2014, 12:29
42. Herr Augstein,

volle Zustimmung. Man sollte auch bitte bei aller Hetze gegen den Chef der GdL daran denken, wer letztendlich für diesen Streik gestimmt hat. Und das das Abstimmen für oder gegen einen Streik Teil der Demokratie ist.

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kenterziege 06.11.2014, 12:29
43. Herr Augstein....

... Die Stimmung im Volk ist doch schon gekippt. Herr Weselsky hat überzogen. Aber bekanntlich ist es leichter auf den Baum herauf zu klettern, als wieder herunter zu kommen. Das was die DGL-Führung im Moment macht, ist Bunker-Mentalität.
Als Ingenieur wundere ich mich, dass Sortwagen führerlos über den Nürburgring jagen und die wesentlich einiger komplexe Aufgabe, nämlich den Lokführer durch den Computer zu ersetzen, noch auf sich warten lässt.
Die U-Bahn in Singapur fährt bei Zugabständen von 3 Minuten ohne Fahrer. Alles automatisch. Ich glaube, selbst die schlafmützige Deutsche Bahn wird auf diesen Zug steigen. Zehn Jahre gebe ich den Lokführern noch. Dann geht es ihnen, wie den Heizern auf der E-Lok!

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silberstern 06.11.2014, 12:30
44.

Danke wenigstens Einer traut sich, die Wahrheit zu schreiben. Unwürdig auch die Statements aus der Politik. Dort gilt immer noch: Ist der Arbeitgeber glücklich ist das automatisch gut für die Gesellschaft. Alles andere muss zurück treten...

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euroberliner 06.11.2014, 12:30
45. Darum geht es doch...

...garnicht, Herr Augstein. Der Streik wird doch von niemanden in Abrede gestellt. Es geht darum, dass Herr Weselsky, anscheinend jeden Kompromiß ablehnt. Auf mich wirkt das so, als ob Er sein eigenes Süppchen kochen will. Selbst Kollegen aus anderen Gewerkschaften kritisieren Ihn doch auch schon, wegen seiner Sturrheit.

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(K)ein_Bahnreisender_Mehr 06.11.2014, 12:30
46.

Das Streikrecht ist in der Tat ein wichtiges Gut, dieses muss allerdings auch verantwortungsvoll eingesetzt werden. Warum wird denn von einer sozialdemokratischen Arbeitsministerin ein Gesetzentwurf eingebracht? Weil Kleinstgewerkschaften mit übertriebenen und unrealistischen Forderungen deutlich über das Ziel hinausschießen. Es geht doch (noch) gar nicht um die Arbeitszeit und den Arbeitslohn, sondern allein um die Abgrenzung zweier Gewerkschaften. So haben sich die Väter und Mütter des Grundgesetzes die Auslegung des Art. 9 GG sicher nicht vorgestellt.

Aber kürzen wir es doch ab: Soll die Bahn doch den Gehaltsforderungen nachgeben, egal für wen die GDL diese aufstellt und egal wie hoch die sind. 5% Gehalt mehr für 5% weniger Arbeit. Warum nicht. Am Ende steigen die Ticketpreise und der Bahnkunde zahlt es, oder irgendwann auch nicht mehr. Dann gibt es aber auch keine Überstunden mehr.

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cooner 06.11.2014, 12:31
47. Die Pannen-Bahn

Man kann gwiss Grube viele berechtigte Vorwürfe machen; wie weiland Hartmut(wig?) Mehdorn. Über den regten sich die Bahnkunden zw. 1999 und 2009 auf des öfteren auf. Eine kleine Gruppe Reisender im Speisewagen des ICE von Berlin nach HH bekam daraufhin vom ebenfalls im Speisewagen sitzenden Coca Cola trinkenden Helmut Schmidt zu Mehdorn gesagt: "Nieman anderes wollte den job"!
Der Anfang der Misere lag in der Privatisierung der Bahn. Rückgänging machen. Aber nicht auf Welseke schimpfen.

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rosekik 06.11.2014, 12:31
48. Wie Recht

Du wieder mal hast, lieber Augstein!
Leider ist die deutsche Gesellschaft derart saturiert, dass sie aufgehört hat, Dinge zu hinterfragen und sich ggfs. auch mal zu engagieren.
Aber das war ja wohl auch das große Ziel der Politik in vergangenen 30 Jahren: Die Umerziehung zum doofen Bürger, den nichts anderes mehr interessiert, als fressen, saufen, poppen und ein "angenehmes Leben".

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Rapporteur 06.11.2014, 12:31
49. Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen

Ausser vielleicht, dass Sie ihn ihren Redaktionskollegen jeweils ein Exemplar auf den Schreibtisch legen.

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