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Bahn-Streik: Ein Dank an die Lokführer
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Wenn Manager "Personal abbauen", nehmen wir es hin. Wenn die Abhängigen für ihre Interessen kämpfen, herrscht Empörung. Der Bahnstreik ist kein Skandal - sondern ein Geschenk. Er erinnert uns an die Macht der Arbeitnehmer.

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dr.-pangloss 07.11.2014, 11:33
910. Wettbewerb über alles!

Warum haben alle diejenigen, für die Wettbewerb sonst die heilige Kuh der Wirtschaft ist, plötzlich Bedenken wenn innerhalb eines Konzern zwei Gewerkschaften um Mitglieder konkurrieren? Zumal Tarifpluralität im Grundgesetz ausdrücklich verankert ist. Warum soll der Wettbewerb aus Sicht seiner Befürworter nicht auch hier seine segensreiche Wirkung entfalten? Wenn alle Arbeitgeberverbände, fast alle Journalisten, nahezu die gesamte poiltische Klasse, die sonst in jeder Diskussion nach 2 Sekunden den Joker Wettbewerb oder noch schlimmer "Wettbewerbsfähigkeit" auf den Tisch legen, hier plötzlich aber Zeter und Mordio schreien, dann ist pure Scheinheiligkeit am Werk. Wenn Gewerkschaften zu sehr mit dem Arbeitgeber kuscheln oder sich sogar kaufen lassen, wie in jüngerer Vergangenheit samt "Lustreisen" nach Brasilien, dann kann doch auch ein fairer Leistungswettbewerb um die Mitglieder nicht schaden um die Gewerkschaften "wettbewerbsfähig" zu machen. Tut mir leid, dieser Joker ist einfach zu gut um ihn nicht einzusetzen.

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kdshp 07.11.2014, 11:35
911.

Zitat von schutzpatron
Als die Deutsche Bahn noch Bundesbahn war, war sie ein zehn mal besserer Servicebetrieb wie heute. Dies gilt auch für die Post.
Das stimmt laut bahn AG aber nicht! Es ist seit der privatisierung alles besser geworden vom service bis zum gewinn. Glauben sie das der bahn AG nicht?

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ewspapst 07.11.2014, 11:38
912.

Zitat von mmpuck
lässt völlig außer Acht, dass der Herr nicht für Arbeitnehmerrechte, sondern für mehr Macht einer Kleingewerkschaft und damit hauptsächlich für seine Position kämpft. Völlig unverständlich, wie Herr Augstein aus diesem Fehlverhalten eines Größenwahnsinnigen Gutes für den Gewerkschaftsgedanken ableiten will.
Eine Antwort in gleicher Wortwahl: Weil aus den Gedanken eines Dummkopfes nichts existiert, was auf ein "Fehlverhalten einses Grössenwahnsinnigen" abzuleiten wäre. Es existiert kein Grössenwahnsinniger, sondern nur der gewählte Chef einer Gewerkschaft, der die Belange seiner Kollegen vertritt.
Darum hat Herr Augstein die Wirklichkeit konsequent durchdacht und richtig beschrieben, er ist eben kein Dummkopf.

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ewspapst 07.11.2014, 11:44
913.

Zitat von besonders_wachsam
Ergänzend zu den ganzen Ausführungen möchte ich nur den letzten Satz des Kommentars ansprechen Zitat: "Wer nicht will dass Lokführer streiken muss sie wieder zu Beamten machen". Grosse Vorsicht hierbei. Das Bundesarbeitsgericht hat ......
Tja, wenn die Regelungen nur noch "vorläufig gelten" dann sind sie ja auch immer noch gültig. Wir haben noch vorläufige Gesetze, die gelten schon sehr, sehr lange.

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zackelott 07.11.2014, 11:48
914. Hdgdl, gdl

Selten konnte ich Augstein so zustimmen wie heute! Ich wünschte mir aber mehr solche Einsichten im Umgang mit Andersdenkenden. Ich wünschte, man würde die AfD fairer behandeln in den Medien. Kürzlich mußte ich von einer kurdischen Journalistin in der Zeit einen Vergleich von AfD und NSDAP lesen. Ja gehts denn noch?? Ich kenne dort mehr ehemalige SPD- oder FDP- Leute als ehemalige CDU-Anhänger!

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ernstrobert 07.11.2014, 11:54
915. Solidarität

Zitat von ohnefilter
Übrigens ist es auch umweltschonend, wenn weniger Züge fahren. Und die betroffenen Passagiere können die Freuden der Entschleunigung genießen, nach der wir uns immer mehr sehnen.
Damit stellt die Bahn jedoch ihre ökologisches Image in Frage. Gibt sie sich doch gerne als umweltfreundliche Alternative zu Straße und Flugzeug.
Die belasten jetzt um so stärker.
So richtig es ist, Arbeitnehmerrechte zu vertreten, so zweifelhaft ist es hier. Denn erstens geht es um bereits privilegierte Zugfahrer, die wenig mit normalen Arbeitern gemein haben, und zweitens werden diese für einen unweigerlichen 'Personalabbau' bei der ganzen Bahn sorgen, radikaler als jeder Manager es könnte. Denn nur wenige Kunden werden wieder der Bahn vertrauen. Das wird harte Einschnitte fordern und entspricht der 'Solidarität' einer Spartengewerkschaft.

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schutzpatron 07.11.2014, 11:55
916.

Zitat von kdshp
Das stimmt laut bahn AG aber nicht! Es ist seit der privatisierung alles besser geworden vom service bis zum gewinn. Glauben sie das der bahn AG nicht?
In Bezug auf Gewinn glaube ich der Bahn AG.

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thomas.mann1 07.11.2014, 12:13
918. Wer so Dinge loslässt...

..zum Auswandern nach China, und null begriffen hat um was es der GDL geht, muss sich von einem mündigen Bürger auch offen anhören: Sie, Herr Augstein, sind ein linker Schwachkopf

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mene9999 07.11.2014, 12:25
919. auch meinen Dank für die unbequeme Wahrheit

an die Bahn und Herrn Augstein. Werden Milliarden via Steuerdumping an die Unternehmen verschenkt ists nur was für Spezialisten.
Hier regt sich der kleine Mann für sein Recht das er 2010 bekommen hat. Ich meine: weiter so. Von sich aus regt die Bahn sich nicht, was diese Frage angeht.

Und anschliessend geht der EVG-Boss wohl wieder als Vorstand zur Bahn. Kommt ja gerne mal vor...

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