Forum: Politik
Bahnstreiker als Vorbild: Danke, Herr Weselsky!
DPA

Die Lokführer streiken für uns alle. Deutschland sollte Claus Weselsky dankbar sein. Aber Politik und Öffentlichkeit sind gegen ihn. Was wir vergessen: Seine Niederlage wäre unsere Niederlage.

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laermgegner 07.05.2015, 16:37
1. Staatsmonopolisten

Nun kommt der Spiegel mit dem Beitrag schon mal näher ! Der Staat hält sich nicht an seine eigenen Gesetze und er hat es leicht, weil die Trägheit der Massen ihm in die Hände spielt. Das Staatsmonopol versucht alle auszutricken, jedes Mittel ist ihnen Recht - nur recht gibt es eben nicht, dafür sorgt das Parteibuch in den Gerichten.

Wir sehen es eben nicht nur bei der Bahn - die Flughäfen sind genauso !

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d.nix 07.05.2015, 16:39
2. Manchmal nur

stehe ich beim Lesen solcher Gedanken wie hier und speziell hier neben mir und wundere mich, daß ich sie nur gut und richtig finden kann. Ich lese aber auch im Netzgestrüpp unbekanntere Einzelstimmen, die sich "links" fühlen. Alle haben sie gemeinsam, grundsätzlich gegen Streiks und Arbeitnehmerrechte zu hetzen. Es ist schön, daß es andere gibt - aber sehr selten. Am Ende ist man dann doch bei Fleischhauer: links ist was für die allerreichesten der Wohlhabenden. Und dort ist es heute auch zuhause. Linkskapitalisten sozusagen, Schickeria. Die künftige Realität wird sich wohl in anderen Kreisen entwickeln müssen. Wer heute als Erwerbstätiger schikaniert wird, braucht sich jedenfalls nicht nach links wenden, da bekäme er gleich noch Zulage und zwanzig hirnfaulige Managersprüche obendrein.
Immerhin schön, im Einzelfall auch wieder bessere Gedanken lesen zu können.

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JungeFrau 07.05.2015, 16:40
3.

Hervorragender Kommentar! Das ist es nämlich, was die wütende Bevölkerung in ihrem Rausch übersieht - die Politik wird diesen Streik als willkommenen Vorwand verwenden, unser aller Rechte einzuschränken, getragen von den Medien, die fleißig mit Stimmung schüren.

Danke, Jakob Augstein!

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batchmode 07.05.2015, 16:40
4. Man kann es gar nicht oft genug wiederholen

Wenn das BundesArbeitsGericht (BAG) den Betrieben Diskriminierung verbietet und andererseits Tarifvielfalt zuläßt, hat es durch widersprüchliche Rechtsprechung die Wurzel dieses Konflikts geschaffen. Das Tarifeinheitsgesetz muss her oder eine Erlaubnis der durch verschiedene Tarifverträge sich letztlich ergebenden Diskriminierungen.

Was soll bei Tarifvielfalt eine kleine Gewerkschaft denn anderes machen, als ihre Berechtigung dadurch nachzuweisen, dass sie für ihre Mitglieder besere Bedingungen herausholt als der große Konkurrent? Der Arbeitgeber dagegen darf sich auf eine Tarifvielfalt gar nicht einlassen, weil das Günstigkeitsprinzip es immer gebietet, dass eine Ungleichheit der Arbeitsbedingungen zugunsten des Benachteiligten aufgehoben wird.

Kurz: das BAG hat diesen Konflikt durch die Erlaubnis der Tarifvielfalt erst herbeigeführt - ein Schmarrn und ein Qualitätsverstoß gegen die Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung. Tarifvielfalt und Diskriminierungsverbot können gleichzeitig nicht überleben, oder wir bekommen solche Konflikte im Dutzen.

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m.brunner 07.05.2015, 16:40
5. Seine Niederlage wäre unsere Niederlage

Was man einem mit Worten so alles einreden kann.

Meinen Sie die steigenden Bahnkosten für Bahnfahrer, wenn die Lokführer mehr Geld bekommen?
Oder die Kanibalisierung der anderen Gewerkschaften?

Oder das Ego von Herrn W. der sonst in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

Nicht jeder kann wie Sie Porsche fahren.

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Wolfshund 07.05.2015, 16:41
6. Streikrecht

Netter Artikel mit Zündstoff ... bin mir aber nicht mehr ganz sicher ob hier das Recht zum Streiken langsam in Erpressungsversuche abgleitet.

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JeffD 07.05.2015, 16:42
7. Danke, Herr Weselsky!

...sagt der Sohn des Multimillionärs, der, wenn es eng wird, eben das Flugzeug nimmt. Oder das eigene Auto. Oder den Zweitwagen. Oder den Mietwagen.

So etwas wie feste Arbeitszeiten "von ... bis" kennt Herr Augstein sicher auch nicht.

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schaluppe 07.05.2015, 16:43
8. Endlich mal einer

der nicht ins allgemeine Weselsky-Bashing einstimmt. Seit Monaten reibe ich mir die Augen - wo sind eigentlich die Sozialdemokraten und die Alt-68 in diesem Land? Warum kann Andrea Nahles das Tarifeinheitsgesetz kaltlächelnd ankündigen und keiner schreit auf? Leider ist Ottmar Schreiner tot; der Rest der SPD scheint - einschließlich der Gewerkschafter - geschlossen auf Arbeitgeberseite zu stehen. Danke, Herr Augstein.

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Schraube 07.05.2015, 16:44
9. Nettes Detail

Im Text steht "veröffentlichte Meinung" im Aufmacher "Öffentlichkeit". Schätze, den Aufmacher hat nicht Herr Augstein geschrieben. Das passt.

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