Forum: Politik
Bahnstreiker als Vorbild: Danke, Herr Weselsky!
DPA

Die Lokführer streiken für uns alle. Deutschland sollte Claus Weselsky dankbar sein. Aber Politik und Öffentlichkeit sind gegen ihn. Was wir vergessen: Seine Niederlage wäre unsere Niederlage.

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wolf_xl 07.05.2015, 17:58
160. Man kann es nicht oft genug wiederholen...

...ein Streik ist kein Gastmahl, kein Aufsatzschreiben, kein Bildermalen, kein Deckchensticken... Punkt.

Kuschelstreiks, bei denen außer den Streikenden niemand etwas mitbekommt, führen nun mal zu nichts - jedenfalls zu nichts für den Arbeitnehmer. Das Resultat von Kuschelstreiks wäre, dass immer nur derjenige gewinnt, der über die größere Streikkasse verfügt. Und da sind die Arbeitgeber immer im Vorteil...

Also mal schön den Egoismus runtergefahren - es geht schließlich um den Beweis, dass es immer noch lohnend ist, einer Gewerkschaft anzugehören wenn man etwas erreichen will...

Vamos companeros! Lasst euch nicht unterkriegen...

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phobies 07.05.2015, 17:59
161. Ernsthaftigkeit

Ich sage das als SPD Mitglied, die Bahn muss endlich ernsthaft verhandeln. Es kann nicht sein das dem Gewerkschaftsführer der schwarze Peter angelastet wird wenn er eine angemessene Bezahlung für die Lokführer anstrebt.

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batchmode 07.05.2015, 17:59
162. Geschichte einer unnötigen Eskalation

Zitat von strauch
Als ob das beim GDL Streik das Problem wäre, das glauben Sie doch selbst nicht.
Wenn ich es nicht glauben würde, hätte ich es nicht geschrieben.

Die Geschichte des Konflikts ist NUR durch die Rechtsprechung des BAG zu erklären.

Eine Bitte: wenn Sie mich unvollständig zutieren, dann machen Sie das bitte klar (zB durch Verwendung von ...)

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tomrobert 07.05.2015, 17:59
163. Augstein , Mann der Wahrheit und Klarheit!

Es ist ja ganz offensichtlich , der Treuhänder der Bahn -
hier die Bundesregierung - möchten Gewerkschaftliche
Rechte mit Hilfe der Bahn aushebeln ! Da wird der Unmut der Fahrgäste genutzt , um einen mutigen Gewerkschaftsführer möglichst in der Versenkung verschwinden zu lassen. Und die Presse tut ihr Übriges.
Dafür haben wir die Politiker nicht gewählt , und die SPD wird das schon noch spüren.
Zum Wirtschaftsflügel der CDU: da fällt nicht nur mir nichts mehr ein! Und der DGB Vorsitzende Hoffmann sollte seinen Platz lieber dem Herrn Weselsky geben und in Rente gehen.

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Nicola54 07.05.2015, 18:00
164. Danke! Danke! Danke!

Ich bin zutiefst dankbar für diesen Beitrag. Ich kann auch gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass ich aus dieser widerwärtigen SPD vor 10 Jahren ausgetreten bin (nach 30 Jahren Mitgliedschaft).

Die Medien teilen die Bürger auf in "Streiker" und "Kunden" - dabei streiken die Streiker letztlich für uns alle, und anstatt Solidarität zu üben, werden diese Gruppen gegeneinander aufgehetzt und folgen brav. Teile und herrsche, kennt man ja.

Meiner Meinung nach versucht die Bahn die Gewerkschaft zu verarschen und über den Tisch zu ziehen, aber anstatt dass wir alle auf die Straße gehen für die Streikenden, fallen wir ihnen in den Rücken. Das Ergebnis werden alle Arbeitnehmer zu spüren bekommen - wenn sie mal nicht "Kunden" sein.

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muxonarization 07.05.2015, 18:00
165.

Zitat von Erkläromat
Die Lokführer streiken nicht für uns, sondern für die Machtfantasien von Herrn Weselsky. Wehe uns allen, wenn er diese Macht bekommt.
Wäre die Lokführer nicht ein bisschen blöd, wenn Sie das täten?

Hiermit fordere ich Sie auf, Ihrem Pseudonym gerecht zu werden und Ihre These mit Argumenten zu untermauern, sonst ist sie wertlos und im Gleichklang mit dem Einheitsbrei, den der Boulevard von sich gibt.

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Cotti 07.05.2015, 18:01
166.

Zitat von gebbi
man muss multimillionär sein wie filius augstein, um jakobs beitrag zu herrn wesselkys gebahren und seinen gesamtauftritt zu verstehen. gebbi
Du hast ja noch nicht einmal verstanden, wer einen Streik beauftragt und wie - was soll man da erwarten? Herr Weselsky ist nur Ausführender.

Ob Nahles ihr Arbeitnehmerentrechtungsgesetz durchsetzen kann, wird am Ende wohl mal wieder ein Gericht negativ bescheiden.

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Hyperboraeer 07.05.2015, 18:01
167. Wenn´s stimmt, was extra3 gestern kolportierte:

Zitat von Werder
klare Worte, die absolut überfällig waren. Eines hätten Sie noch in aller Deutlichkeit sagen dürfen/müssen: Wir "vergessen" nicht nur, schlimmer: Unser Egoismus, unsere Bequemlichkeit geht uns über alles. Dass die Damen und Herren Schreibtischtäter, in diesem Fall bei der DB, sich dreist die Boni um schwindelerregende Summen erhöhen, kratzt die Bahnkunden/Öffentlichkeit nicht, es trifft sie ja nicht (glauben sie, in ihrem unendlichen Kursichtigkeit, der Unkenntnis und dem Desinteresse. Statt sich mit ihresgleichen - den Arbeitnehmern - zu solidarisieren, wird über Unbequemlichkeiten gejammert. "Der böse Herr Weselsky, die bösen Gewerkschaften, was sollen wir jetzt machen, nicht pünktlich zu Arbeit/Schule, und noch schlimmer, in die Freizeit, in den Urlaub.... Er/sie schädigen die Gesellschaft, die Allgemeinheit" (fragt man nach, haben sie 0 Ahnung davon!), und überhaupt, was mache ich jetzt"??? Dass es morgen vielleicht sie selbst treffen kann, sie dann für jegliche öffentliche und persönliche Unterstützung dankbar wären, wenn nicht gar einfordern, wird ausgeblendet. - Btw. Was wollen Sie ernsthaft noch von Grabriel und seiner Partei erwarten. Arbeiterpartei? Der blanke Hohn. Spätestens, aber allerspätestens, in dem Moment, als man sich an die CDU verkaufte, um ein Stückchen von der Macht ab zu bekommen, konnte man wissen, wie weit es mit dieser Partei verschwunden war. Und sollte sie bei der nächsten Wahl tatsächlich verschwinden, dann sind keinesfalls nur die Wähler schuld, die sich ein Deutschland ohne ihre Übermutti nicht vorstellen können, nein, auch und vor allem die SPD selbst. Otto Wels, Kurt Schumacher u.v.a. haben sich bereits mehrfach im Grab umgedreht, mit Recht !
GDL_Forderung: +5%
Gewinnsteigerung 2014: +1,5%
Steigerung der Boni der Vorstände: +174%

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elizaberlin 07.05.2015, 18:01
168. Geschichte

Viele können sich vielleicht gar nicht mehr daran erinnern: 1984 hatten wir einen ähnlich sinnlosen Streik: Damals streikten die Arbeiter in den Verlagen gegen die Einführung moderner (Computer)Technologien in der Druck-Produktion. Genutzt hat es nix, und alle die Berufsgruppen, die damals über Monate gestreikt haben (Setzer, etc.) gibt es heute gar nicht mehr. Es hat keine 10 Jahre gedauert, da wurden die Zeitungslayouts direkt in den Redaktionen erstellt. Wie das heute aussieht, wissen wir.
Ich hatte damals einen streikenden Kollegen gefragt, ob er das Märchen vom "Fischer und seiner Frau" kennen würde. Er verneinte. Der Herr Weselsky kennt es wahrscheinlich auch nicht.

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Haudegen 07.05.2015, 18:02
169. Letztendlich...

ist der Bericht von Herrn Augstein oder auch alle anderen Postings nur Meinungen, die rein gar nichts ändern. Fakt ist aber, das die Politik die Zuverlässigkeit ihrer Verkehrsinfrastruktur demontiert hat. Die Politiker sind somit die Ursache für das jetzige Bahndebakel. Das ist keine Meinung - sondern Fakt.
(nein - ich bin kein Beamter!).

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