Forum: Politik
Bahnstreiker als Vorbild: Danke, Herr Weselsky!
DPA

Die Lokführer streiken für uns alle. Deutschland sollte Claus Weselsky dankbar sein. Aber Politik und Öffentlichkeit sind gegen ihn. Was wir vergessen: Seine Niederlage wäre unsere Niederlage.

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Inselbewohner 07.05.2015, 18:02
170. Bravo Herr Augstein!

Dieser Streik ist eine Klatsche für alle großen Einheitsgewerkschaften. Die waren es die auf Kuschelkurs mit der großen Arbeitgebern gegangen sind. Wo waren die in all den letzten Jahren? Kann sich noch jemand erinnern an den Skandal Puff und Nutten für die sogenannten Arbeitnehmervertreter? Früher haben sich die Gewerkschaftschefs für ihre Mitglieder eingesetzt, lang lang ists her. Seit die mit in den Vorständen sitzen haben sie sie korrumpieren lassen.
All die vielen Schweinereien die jetzt in D herrschen(Leiharbeit etc.) haben die nicht nur geduldet sondern massiv gefördert.
Was war der Grund für die Schaffung dieser Gewerkschaftsmonster? Einigkeit macht stark! Was ist draus geworden? Je mehr Mitglieder wir haben um so besser können wir die Arbeitgeberinteressen vertreten.
Warum lassen soviele Mitglieder sich das gefallen? Angstmacherei! Wenn wir nicht zustimmen sind Arbeitsplätze in Gefahr. Das Todschlagargument der AG.
Und da gibt es immer noch Leute die das GG abschaffen wollen zum Wohle der AG. Prost!
HP

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umweltfreak 07.05.2015, 18:02
171. Volltreffer,

Herr Augstein. Bang on!
Ich verstehe nur nicht, was Sie immer noch mit der buergerlichen, kleingeistigen SPD am Hut haben. Die SPD vertritt die Interessen der Arbeitnehmer und sozial Schwachen doch nur sehr beschraenkt. Warum zeigen Sie nicht mal endlich eine politische Alternative auf? Die LINKE frisst keine kleinen Kinder. Sie steht aber dafuer, was einmal das Programm der SPD war.

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bammy 07.05.2015, 18:03
172.

Zitat von Bolligru
wie kann es sein, dass eine Gewerkschaft, die sich explizit als Lokführergewerkschaft bezeichnet, auch andere Berufsgruppen vertreten will? Und wieso treten überhaupt Leute in eine Gewerkschaft ein, die ursprünglich ihre Berufsgruppe gar nicht vertritt? Und wieso nimmt diese Gewerkschaft solche Leute überhaupt auf? Ein Metallarbeiter tritt auch nicht bei Verdi ein, oder?
Das Problem ist ein Strukturelles. Leider werden viele Betriebsräte in ihren Betrieben aufgrund ihrer Gewerkschaftlichen Stellung in höhere und besser bezahlten Positionen gehoben. Generell sind Gewerkschafter eher satt.
Die Einführung des Mindestlohns ist für meine Begriffe eine Niederlage der Gewerkschaften.
Es ist auch lächerlich, wie sich Gewerkschaften bei der Privatisierungswelle verhalten haben. Und als in den 90´er Jahren die ersten Unternehmen aus Tarifverbänden ausgeschert sind. Da hätte nichtig der Punk abgehen müssen. Vor dem Hintergrund finde ich erst mal jeden Streik zur Durchsetzung der Arbeitnehmerinteressen und Löhne gut. Allerdings nicht prinzipiell. Denn es gibt Ausnahmen, wo in erster Linie die Bevölkerung direkt betroffen wird, wie bei diesem Bahnsteik. Es müssten alle Gewerkschaften für ihre Mitglieder so einsetzen, wie die GDL. Aber die Bevölkerung zu bestreiken ist was Anderes und das sollte mit viel Verantwortungsgefühl und als allerletzte Maßnahme geschehen.

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Tommi16 07.05.2015, 18:03
173.

Zitat von JeffD
...sagt der Sohn des Multimillionärs, der, wenn es eng wird, eben das Flugzeug nimmt. Oder das eigene Auto. Oder den Zweitwagen. Oder den Mietwagen. So etwas wie feste Arbeitszeiten "von ... bis" kennt Herr Augstein sicher auch nicht.
und was hat Ihr Beitrag mit dem Artikel zu tun ?

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spiegelreflakes 07.05.2015, 18:03
174. ich dachte schon, ich sei alleine ...

... nur, der Mann braucht keinen Platz im Museum - von der Sorte braucht es noch einige mehr... und genau, wer braucht eigentlich noch diese SPD ...

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parisien 07.05.2015, 18:04
175. Raub des Streikrechts

Augstein behauptet, die Lokführer sollten ihres Streikrechts beraubt werden.
Das ist falsch. Die Lokführer dürfen auch in Zukunft streiken. Sie müssen sich nur mit der oder vielleicht auch den Konkurrenzgewerkschaften einigen .
A. behauptet weiter,(nur) der Wirtschaftsflügel der CDU wolle das Streikrecht im Bereich der Daseinsvorsorge stutzen.
Nein, das wollen eine ganze Reihe von Bürgern aus allen politischen Richtungen , wobei es ihnen häufig nicht um das Streikrecht , sondern darum geht, die Daseinsvorsorge aus privatrechtlichen Gefilden heauszuhalten.
Die Bürger können im übrigen sehr wohl unterscheiden : Weselskys Machtkampf lehnen sie ab, eine vergleichbare Reaktion auf den Streik für die berechtigten Forderungen der Kita-Mitarbeiter(innen) ist mir nicht bekannt.

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bellfleurisse 07.05.2015, 18:04
176. Ja

Zitat von Grosskotz
dann wüßte er was die Folgen einer Lohnerhöhung bei der Bahn wären. Als erstes steigen die Fahrkartenpreise, insbesondere die der Dauerkarteninhaber, die täglich zur Arbeit fahren müssen, dann wollen die Pendler auch mehr Geld, um die gestiegenen Preise abzufangen und dann geht es immer so weiter .... und dann sind zwei Jahre rum und die Lokführer wollen dann auch wieder mehr Geld .....
exakt das wäre unter anderem eine gute Entwicklung!

Wer mehr verdient, investiert (konsumiert) mehr. Wer mehr konsumiert, trägt zum Wirtschaftswachstum bei usw
Die Renten könnten steigen.

Wenn die GDL auch nur einen Anstoss geben könnte, dass andere sich ebenfalls für ihre Rechte einsetzen, wäre das ein sehr wünschenswerter Nebeneffekt.

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bollrock 07.05.2015, 18:05
177. Toller Beitrag....!

Es gibt wirklich noch Menschen die Gorki lesen anstelle von Birnes Memoiren....? :)

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juergw. 07.05.2015, 18:06
178. Richtig..

Zitat von JungeFrau
Hervorragender Kommentar! Das ist es nämlich, was die wütende Bevölkerung in ihrem Rausch übersieht - die Politik wird diesen Streik als willkommenen Vorwand verwenden, unser aller Rechte einzuschränken, getragen von den Medien, die fleißig mit Stimmung schüren. Danke, Jakob Augstein!
irgendwann hat dann die Politik ihren neu erstandenden
FDGB-die Einheitsgewerkschaft.Der dann gut dotierte
erste Vorsitzende dieser Gewerkschaft nickt dann alles ab
und die nun vereinten Gewerkschaftsmitglieder beklommen einheitliche Winkelemente.

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bammy 07.05.2015, 18:07
179.

Zitat von trommelstimmer
Dies ist ein Präzedenzfall, man muss die GDL unterstützen, denn die führt einen exemplarischen Kampf für uns. Hört nicht auf Leitmedien, in denen gekaufte Journalisten ins Horn der Regierunsseite blasen.
Schade das inzwischen Berichte, die nicht ins eigene Weltbild passen, zwangsläufig von gekauften Journalisten der Leitmedien erstellt sein müssen.
Das tötet natürlich jede Diskussion.

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