Forum: Politik
Bahnstreiker als Vorbild: Danke, Herr Weselsky!
DPA

Die Lokführer streiken für uns alle. Deutschland sollte Claus Weselsky dankbar sein. Aber Politik und Öffentlichkeit sind gegen ihn. Was wir vergessen: Seine Niederlage wäre unsere Niederlage.

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experiencedsailor 07.05.2015, 19:52
310. Wenn jemand das Privileg eines staatlich

durchsubventionierten Arbeitsplatzes mit hohem Kündigunsgschutz genießt, gehört das Streikrecht aberkannt. Wenn´s nicht paßt, bleibt ja noch das Kündigungsrecht. Aber so ist es, die gleichen Leute, die einem das höhrere Gehalt "in der freien Wirtschaft" neiden, lächeln schadenfroh und selbstgerecht, wenn den Anderen das Schicksal der Arbeitslosigkeit ereilt. Also gleiches Recht für alle - konsequent. Meinetwegen kann die Bahn auch a la UK privatisiert werden, dann hat es sich ausgeweselskyt.

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Hemaku 07.05.2015, 19:55
311. Endlich

erklärt uns jemand die Welt, wie sie ihm gefällt. Zum Glück hat Herr Weselsky mit dem Ausschlagen jeglicher Vermittlung alle Argumente des Herrn Augstein widerlegt. Hier geht es eben nicht um ein Grundrecht, das auch niemand ernsthaft beschränken möchte, sondern um den Versuch, mit minimalem finanziellen Einsatz größtmöglichen Schaden anzurichten. Wirtschaftlich, auch an Dritten wie Unternehmen als Kunden, als auch ökologisch. Hut ab, Herr Augstein, wie man ein solches Verhalten in etwas Positives umdeuten kann. Vielen, vielen Dank, dass Sie Ihr Grundrecht, zu jedem Thema maximalen Schwachsinn zu schreiben, auch diesmal aufrecht verteidigt haben. Und ich bin ein bisschen stolz darauf, es auch diesmal mit maximaler Toleranz ertragen zu haben. Danke, Herr Augstein!

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JKStiller 07.05.2015, 19:58
312. Gute Kolumne

Sie ändert nichts daran, dass unser Modell der Sozialen Marktwirtschaft unter dem Druck des internationalen Finanzmarktkapitals längst gescheitert ist. In den nächsten 10 Jahren wird es zu sozialen Verwerfungen kommen, die sich so mancher hier im Forum nicht mal ansatzweise vorstellen kann. Die USA haben vorgelegt. Nun bekommt Europa die volle Härte des Marktes zu spüren. Jeder gehen Jeden und nach mir die Sintflut. Einziger Ausweg: Banken platt machen, virtuelles Geld einsammeln, Schuldenschnitt, Neuanfang. Doch dazu wird es nicht kommen. Das Spiel mit dem Feuer war schon immer eine Schwäche des Menschen. Na dann.

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experiencedsailor 07.05.2015, 19:58
313. Noch einer für Herrn Augstein:

Gewinne privatisieren und Kosten sozialisieren heißt bei den Linken Neoliberalismus. Lohnerhöhungen privatisieren und Streikkosten sozialisieren heißt bei den Gewerkschaften: Soldarität. Ich freu´ mich schon auf den Trip nach von HH nach D´dorf morgen, mit dem Auto, meine Bahncard habe ich gerade gekündigt.

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Erwan 07.05.2015, 19:59
314. Es geht huer gar nicht um das Streikrecht an sich. Das ist

unbestritten. Es geht um die Art und Länge des Streiks, was ja nicht nur die Bahn, sondern auch die Öffentlichkeit trifft. Und wenn eine Gewerkschaft höhere Löhne und bessere Bedingungen für ihre Mitglieder erstreiten will und auch bekäme, wie lässt sich das denn dann vereinbaren mit der Tatsache, daß diesselben Berufe in einer anderen Gewerkschaft weniger bekommen sollen bzw. mit dem den Systemparteien so wichtigen Anliegen der Gleichberechtigung, also gleicher Lohn für gleiche Leistung. Fragen über Fragen, die man nicht mit Ideologie sondern nur pragmatusch lösen kann.

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leo5 07.05.2015, 19:59
315. Streikrecht ist Standortvorteil

man kann es nicht besser ausdrücken, und viele Arbeitnehmer in Deutschland verstehen ihre schleichende Entrechtung nicht einmal, was in diesem Forum wieder deutlich sichtbar wird. Als Unternehmer weise ich noch darauf hin, dass das Streikrecht ein Instrument für die Erhaltung des sozialen Friedens und damit der Stabilität unseres Landes ist, was letztlich in einen Standortvorteil mündet. Eine übertriebene Ausnutzung dieses Rechts kann ich nicht erkennen. Interessant auch quo vadis SPD? Diese, und speziell Herr Gabriel, gebart sich inzwischen annähernd wie die CDU, nur wenn man als Wähler die CDU-Programmatik unterstützen möchte, wählt doch lieber das Original....

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Paddel2 07.05.2015, 19:59
316. Fehler Herr Augstein

Sie versuchen Ihren ahnungslosen Lesern zu verkaufen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen einem klassischen Staatsunternehmen und einem Unternehmen bei dem der Staat Mehrheitseigner ist. In letzterem Fall schreiben die Gesetze klipp und klar vor, dass einzig im Interesse des Unternehmens gehandelt werden darf! Da geht es um nachhaltigen Gewinn und sonst um nichts. Es mag sein, dass man in dieser Sache die Politik trotzdem kritisieren kann, aber Sie machen es sich viel zu einfach. Mal wieder!

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Brutella 07.05.2015, 19:59
317. Erpressung mit Vorrausicht

Ich verstehe das ganze nicht: Da haben die Lokführer einen Beruf gewählt, wo sie genau wussten wieviel oder wie wenig sie verdienen werden. Ist ja so beim Staat. Und nun kommen sie und sagen, uns passt das ganze nicht. Wir wollen jetzt, wo wir drin sind, ganz anders bezahlt werden. Und wenn ihr mir nicht gebt was ich will dann streike ich biss nichts mehr geht. Für mich hat das ein bisschen ein Gschmäckle. Was soll denn das. Fuß in die Tür, und dann Forderungen stellen.

Wenn euch der Job nicht passt, macht was anderes. Ihr habt ja gewusst auf was ihr euch einlässt. So ein Streik hat für mich auch immer etwas mit Erpressung zu tun. Viele haben ja keine Ausweichmöglichkeiten.

Dazu denke ich, dass die Bahner sich ins eigene Bein schießen. Denn die sind mit ihrem Behördenkram eh schon konkurrenzlos überteuert. Mehr und mehr Kunden werden auf Busse umsteigen, und bald haben wir Verhältnisse wie in den USA. Es lohnt sich einfach nicht Bahn zu fahren.

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vwievendetta 07.05.2015, 20:00
318. Mensch Augstein...

Als Verputzer der Klischeefassade diesmal ein bisschen zu tief in den Pathosmörtel gegriffen. Für mich streikt da keiner - aber als Provokation gut gemacht, der Artikel. Fast glaubhaft, hatte schon Angst, dass mir die Bahn auch meine Grundrechte aberkennt..

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pb-sonntag 07.05.2015, 20:02
319.

Bravo, Herr Augustin, ein treffsicherer Beitrag. Die gesichtslose SPD sollte wenigstens den Mangel an Charakter damit ausgleichen, in dem man dem dümmlich schwatzenden Gabriel den Mund verbietet.
Einfach nur noch peinlich, die ehemalige "Arbeiterpartei".

Der GDL kann man nur wünschen, standhaft zu bleiben und im Kampf um ihre Vorderungen erfolgreich zu werden.

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