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Barack Obama: Der letzte Präsident des Westens
DPA

Barack Obama war die Hoffnung der Deutschen auf ein besseres Amerika. Doch die Welt wurde kein besserer Ort. Er hat uns enttäuscht.

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NoUse4aName 25.04.2016, 19:18
60. Tja

Tja, warum sollte ein amerikanischer Präsident die überzogenen Erwartungen des leicht zu begeisternden Teils der Deutschen von 2008 erfüllen (wollen)?

- Zu den Flüchtlingen - die USA hat deutlich mehr (Wirtschafts-)"Flüchtlinge" aufgenommen als wir in den letzten 20 Jahren.

- Guantanamo wurde nicht geschlossen. Wen betrifft es? Nur ein paar hundert islamistische Terroristen, die nicht mal mehr mit Waterboarding gefoltert werden. Lag es an Obama, dass es nicht geschlossen wurde? -Nein, am Kongress.

- "Dronenkrieg tötet Unschuldige". Klassische linke Diffamierung. In jedem Krieg werden Unschuldige getötet. Das macht den bewaffneten Kampf gegen den Djihadismus aber nicht weniger notwendig.

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grünbeck,harald 25.04.2016, 19:18
61. Enttäuscht

Dieser Präsident hat mich enttäuscht. Vollmundige Versprechen und nur 10% eingelöst. Aber er wird von einer Lobby gesteuert wie unsere Kanzlerin. Mit seinen miltärischen Einsätzen im nahen Osten hat er die Flüchlingsbewegung verstärkt aber selbst zeigt er keine Bereitschaft Flüchtlinge in Größenordnungen aufzunehmen. Aber Europa und die EU hat er politisch geschwächt, was wohl die Zielstellung war. Die Kanzlerin hat mitgespielt und damit auch das Auseinandergehen Europas verschuldet. Zu Europa gehört auch Rußland und es muß allen verhindert werden, daß die EU und Rußland zusammen arbeitet, diese Wirtschaftsmacht wäre den USA zu groß und gefährlich bei ihren Weltmachtstreben.

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brandyandy 25.04.2016, 19:18
62. Wiederholt

sich auch hier die Geschichte? Auch das römische Weltreich hatte seine größte Ausdehnung und Prachtentfaltung kurz vor dem Ende. Auch die römische Gesellschaft zerrüttete sich von Innen. Das (vorläufige) Ende wurde seinerzeit durch die Völkerwanderung aus dm Norden besiegelt. Was die klassische Geschichtsschreibung als "Untergang" deutet, war eigentlich eine allfällige Erneuerung. Heute kommt der frische Wind aus dem Süden, sowohl in Amerika als auch in seinen Vasallenstaaten. Bleibt nur zu hoffen, dass das neue Mittelalter nicht allzu finster wird und auch hier die klassische Geschichtsschreibung irrt...

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twistie-at 25.04.2016, 19:18
63. abgesehen vom religiösen Eifertum so wie in D

da sind doch auch Profitgier, Hass und Co. stete Begleiter, die Politik kuscht teilweise vor den Wirtschaftsinteressen bzw. deren Vertreter sind längst in der Politik angekommen, das BVerfG wird eher als lästiger Verhinderer denn als Korrekteur angesehen, der notwendig ist zur Selbstreflektion und wenn das Volk "falsch" abstimmt ist es halt zu blöd.

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gero_rudolph@hotmail.com 25.04.2016, 19:18
64. Wo Sie recht haben...

...haben Sie recht. So einfach ist das, leider!

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wibo2 25.04.2016, 19:19
65. Anders sein heißt nicht besser sein - Linke Einseitigkeiten

"Aus europäischer Sicht mutet all das fremdartig an: Eine andere politische Kultur. Nicht unsere. Wir beobachten Amerika mehr und mehr mit einem Blick, der jenem ähnelt, den wir auf Russland werfen, auf China, auf Indien. Mit dem Gefühl: Wir sind anders." (SPON)
"Linkes Denken ist Denken von der Utopie her!" (Zitat)
Grob gesagt gibt es zwei Sorten von Linken: die Betrogenen und die Betrüger. Die Betrüger konzentrieren sich an den Schaltstellen der gesellschaftlichen Macht. An die kommt man nicht heran, die verdienen auch viel zu gut an ihrem Betrug. Das sind Profiteure der organisierten Lüge. An die Betrogenen kann man sehr wohl herankommen.

Bei Jakob Augstein werde ich indes das Gefühl nicht los, dass er auf beiden Seiten stehen könnte. Linkes Denken heißt, jede gegenwärtige und vergangene konkrete Gesellschaft nicht daran zu messen, ob sie funktioniert hat, sondern daran, ob sie einer selbstgestrickten Utopie entspricht.

Sie nicht daran zu messen, ob sie den Absturz in Anarchie und Barbarei verhindert hat, sondern daran, ob sie das Paradies auf Erden verwirklicht hat. Daran gemessen, muss jede Gesellschaft und jede Zivilisation schlecht aussehen.

Es ist die Lebenslüge so genannter gemäßigter Linker, also von Sozialdemokraten, Grünen und Linksliberalen, zu glauben, sie selber seien keine Utopisten, weil sie ja schrittweise vorgehen, und das dann Reformpolitik nennen. Eine Lebenslüge bleibt es deshalb, weil das Ergebnis letztlich am Ende des Tages dasselbe sein wird.

Die Geschichte wird deshalb den Präsidenten Obama besser beurteilen als es hier in diesem Artikel wohl viel zu selbstgewiss gemacht wurde. Obama hat viel erreicht, aber es bleibt auch noch viel zu tun, das ist auch wahr. Gut Ding braucht Weile. Antiamerikanismus wird den Deutschen nicht weiter helfen.

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Natan_der_Weise 25.04.2016, 19:20
66. Zeit nach Obama besser?

Ich kann ihnen nur zustimmen Herr Augstein! Viele haben sich mehr erhofft, gerade als er den Iraq-Krieg beendete. Das er als Erfinder des Dohnenkriges dafür den Friedensnobelpreis bekam ist dann schon schizophren. Seine Gesundheitsreform ist quasi gescheitert und auch strengere Waffengesetze, welche er nach Amokläufen forderte konnte er nicht durchsetzen. Die USA sind weiterhin kurz vor dem Bankrott und die Spanne zwischen Arm und Reich wächst weiter. Das größte Problem ist wohl sein Nachfolger... Trump? eher Clinton, aber ob das eine Verbesserung darstellt ist mehr als fraglich.

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hessiejames 25.04.2016, 19:20
67. Es musste eine Enttäuschung werden

die Erwartung und Vorschußlorbeeren waren groß. Doch selbst als jemand der die Latte viel tiefer legte muß man nur eins sein Enttäuscht und desillusioniert. Auch der Abzug aus Afgahnistan kann ich nicht so einschätzen wie sie das tun. Mit einem festen Abzugstermin hat er der Sache einen Bärendienst erwiesen. Der erste schwarze Präsident war für viele ein Meilenstein das war es aber auch schon. Mit seiner Wahl hat er die Nation gespalten ,8 Jahre später sind die Usa ein tief zerrissenes Land. Viele Europäer sehen die Usa genauso kritisch ,unberechenbar und gefährlich an wie Putin´s Russland.
Er bereitete den Boden, den jetzt solche Typen wie Trump und Cruz ernten.

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mansiehtnurmitdemherzengu 25.04.2016, 19:24
68. Versager!

Da ist einer vor acht Jahren angetreten und hat "Change" versprochen. In seinen beiden Amtsperioden hat er aber nicht mal den ernsthaften Willen zum "Change" bewiesen. Das hat man nun davon, wenn man Vorschusslorbeeren verteilt.

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Hackwar 25.04.2016, 19:24
69. Nicht alleine Schuld

Ja, Obama hat häufig genug enttäuscht. Ob digitale, soziale oder internationale Politik, er war nicht der Messias, den wir uns erhofft hatten. Er hätte wohl doch einiges besser machen können.

Aber er hat auch vieles besser gemacht und gleichzeitig gab es massivsten Widerstand. Es gab nichts, was Obama hätte tun können, was von Seiten der Republikaner nicht aufs schärfste angegriffen worden wäre. Eine allgemeine Krankenversicherung für alle? Der Untergang des Abendlandes und Amerikas wie wir es kennen! Gleichgeschlechtliche Ehe? Wir werden alle sterben!!11einself Ein wütender Mob greift die Botschaft in Bengazi an? Eigentlich hat Obama die dahin geschickt und höchstpersönlich den Botschafter getötet. Government Shutdown und verhinderter Staatshaushalt, Waffengewalt und noch vieles mehr sind während Obamas Amtszeit eskaliert, jedoch haben das Benzin andere in diese Feuer geschüttet. Man hat das Gefühl, dass genug Republikaner nicht einmal mehr schauen, was Obama überhaupt machen will, sondern direkt gegen alles was dieser ausländische, muslimische Nigger sagt, opponieren. Ja, es scheint für genug Republikaner eine Frage der Hautfarbe zu sein.

Das Obama der letzte Präsident des Westens war, kann ich so nicht unterschreiben. Wir hatten wohl gehofft, dass er es ist, aber diese Ära ging wohl schon in der Zeit von Bill Clinton zu Ende. Die Frage ist nur, ob es mit Hillary Clinton wohl besser wird, oder ob es dann zu einer Geschlechter-Frage wird. (Hillary Clinton kann man natürlich in genug anderen Dingen kritisieren.)

Es wird auf jeden Fall spannend.

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