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Barack Obama: Der letzte Präsident des Westens
DPA

Barack Obama war die Hoffnung der Deutschen auf ein besseres Amerika. Doch die Welt wurde kein besserer Ort. Er hat uns enttäuscht.

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Mr T 25.04.2016, 19:26
70. Markus-Evangelium 3,25

Jetzt muss schon die Bibel herhalten...Wer hat denn erwartet, dass ein liberaler Presidaent in den USA grossen Erfolg haben kann? Er hat vieles versucht und seine Haende waren gebunden. Man kann viel von aussen verlangen aber durchsetzen ist eine andere FRage. Herr Augstein's Artikel erinnert an den Fussballexperten in den Sportsforen, die auf dem Sofa Chips essend ihre Kommentare wie man haette spielen muessen schreiben."

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galbraith-leser 25.04.2016, 19:27
71. Obama als Messias?

Haben Sie es auch eine Nummer kleiner im Angebot? Ein US-Präsident verfolgt US-Interessen - das ist normal. Warum also sollte er Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen? Es wäre nur schön, wenn eine deutsche Kanzlerin mit derselben Selbstverständlichkeit deutsche Interessen verfolgen würde. Wenigstens blieb es uns erspart, dass Merkel den Friedensnobelpreis bekam. Der wäre nämlich genauso unverdient gewesen wie der von Obama.

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Dr. Kilad 25.04.2016, 19:30
72. Mich beschäftigt eher, warum man solche Leute verehrt.

Bei solchen Leuten wie Obama muss man sich auch nicht wundern, dass die Front der Putin-Versteher gewachsen ist.

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marcw 25.04.2016, 19:30
73.

Moral ist kein Kapital. Moral kann man nicht essen, sich nichts von kaufen. Ein Übermaß kann einem sogar nachhaltig schaden.

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mkf2002 25.04.2016, 19:33
74. Ja ist enttäuschend

aber ich glaube wir Europäer setzen immer wieder zu viel Hoffnung auf Amerika anstatt zu viel Hoffnung auf Europa. Denn wir brauchen hier die Hoffnung mehr als dringend. Seinem Amerika geht es gut. Unserem Haus Europa aber miserabel.

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betasheet 25.04.2016, 19:34
75.

Als amerikanischer Staatsbürger mache ich da mal ein paar Anmerkungen aus meiner Sicht:

Flüchtlinge:
Man kommt kaum mit der Deportation der Mexikaner und Südamerikaner nach, jetzt sollen auch noch Syrer etc. aufgenommen werden, darunter genug Leute die sich radikalisieren können oder es bereits sind, denn nicht jeder flüchtet vor dem IS. Man muss den Republikanern danken, dass sie die Zahl so niedrig gehalten haben und man sich genug Zeit für die Überprüfung der Leute nimmt.

NSA:
In den letzten Monate zeigte sich, Deutschland spioniert genauso überall herum und hört Verbündete ab. Die ganze Aufregung war von Anfang nichts als Heuchelei. Der BND nutzte fleißig die NSA Programme, denn ohne Informationen der US-Geheimdienste wäre Deutschland aufgeschmissen. Viel zu wenig investierte man in Deutschland in den Geheimdienst, da darf man sich dann aber nicht über die Abhängigkeit von der NSA oder dem GCHQ beschweren. Dass viele Deutsche eine andere Einstellung zu Geheimdiensten haben, ist auch nicht Problem von uns, den Briten oder den Franzosen, sondern ein innerdeutsches Problem.

Drohnen:
Im Krieg gibt es immer auch Kolleteralschäden. Ob Islamisten durch eine F-18, A-10 Warthog oder durch eine ferngesteuerte Drohne eliminiert werden, macht da keinen Unterschied. Viele Terroristen und Terroristenführer wurden durch Drohnen beseitigt. Hätte man sie aus Rücksicht auf etwaige Kolleteralschäden verschont, wären sehr viel mehr Menschen durch Anschläge umgekommen. Aber wenn in Pakistan bei einem Terroranschlag mal wieder 40 Kinder umkommen, dann ist das in DE ja auch nur eine Randmeldung, da zuckt man mit den Schultern. Aber über US-Drohnen, da kann man sich so richtig aufregen.

Guantanamo:
Hätte Obama gerne geschlossen, scheiterte aber am berechtigten Widerstand der Republikaner. Warum Guantanamo schließen, wenn der Bedarf für das Lager gerade jetzt besteht. Unter dem nächsten Präsidenten finden sich hoffentlich einige IS-Kämpfer dort bald wieder. In Deutschland hat man kein Problem damit wenn IS Kämpfer erschossen werden, aber wehe man will sie in Guantanamo einsperren. Dort sind sie sowieso besser aufgehoben als in einem Staatsgefängnis, indem man sie in kürzester Zeit abstechen würde.

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Joachim Petrick 25.04.2016, 19:35
76. Worin haben Merkel, Sarkozy, Cameron, Hollande Obama alleingelassen?

Lieber Herr Augstein, bevor Sie die gesamte Amtszeit Barack Obamas als US- Präsident mit einiger Berechtigung ganz in die Tonne drücken, in dem Sie zuerst das Hohe Lied auf einen vermeintlich zuvor intakten Westen mit seinen Werten singen, damit die Fallhöhe für Obama um so beschämender scheint, sollten Sie kurz einmal innehalten und bedenken, worin Deutschland, die EU, Europa ein schlechter partner für die hoch ambitionierten Vorhaben Obamas waren, voran der Aufbruch in eine atomwaffenfreie Welt, wie Obama diese 2009 in seiner legendären Kairoer Rede verkündete.

Das einzige was dazu dem damaligen schwarzgelben Außenminister Guido Westerwelle bei seinem Amtsantritt 2009 einfiel, war die Forderung., die Atomwaffen auf deutschem Boden müssen weg. Na prima!. Aber danach gab es keine mir bekannte Initiativen aus Berlin Richtung Weisses Haus, noch London, Paris, Moskau, Peking, die das Thema auf die Agenda internationaler Politik gegen die Atomwaffen Lobby in den USA, Moskau, Peking, Paris, London, Israel, gegen die Obama allein da stand, gesetzt hätten.

Dann war da die Sache mit Guantanamo bei der Obama von seinen Bündnispartnern alleingelassen wurde, als er um europäische Zustimmung für die Aufnahme von Guantanamo Inhaftierten in Europa warb. Da verstieg sich der Bundesminister Wolfgang Schäuble, ich erinnere nicht mehr, aus welchem Ressoure er damals sinngemäß sprach, wenn solche Personen, die jahrelang in Guantanamo in Isolierhaft saßen, jetzt freikommen, auf die Menschheit losgelassen werden, sind die doch erst recht spätestens dann Gefährder. Bei mir wäre das jedenfalls so.Wenn wir die jetzt aufnehmen, müssten wir ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Die Verantwortung liegt allein bei den USA

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nickmason 25.04.2016, 19:36
77. Keine Enttäuschung

Für mich ist Barack Obama keine Enttäuschung, denn er hat genau das getan, was ich von ihm erwartet habe: nichts!

Während seiner ersten Vereidigung im Januar 2009 war ich auf Jamaica, wo er gefeiert wurde wie der neue Haile Selassie (und das ist wahrlich keine Übertreibung!). In der Karibik hatte man die große Hoffnung, dass der erste schwarze US-Präsident sich auch dort um die schwarze Bevölkerung kümmern wird, und es deswegen Reichtum und Frieden für alle gibt. Für meine mahnenden Worte, dass Obama nicht mehr als "a black Bush" ist, musste ich mir viel Kritik anhören - doch letztlich habe ich recht behalten, was leider von vornherein zu erwarten gewesen ist.

Ich hätte mich gefreut, wenn er mich eines Besseren belehrt hätte...

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hotgorn 25.04.2016, 19:36
78.

Aus der neoliberalen Politik von Clinton, Bill und Schröder, Gerd; haben sich zwar moderatere und höflichere Politikcharaktere wie Merkel oder Obama herausgebildet die aber Probleme nur Umschiffen. Jetzt kommt der Unrat empor den Schröder und Clinton heraufbeschworen haben Sarrazin, Trump und die AfD. Bei einer Sache Stimme ich mit Herrn Augstein nicht überein auch ein linksliberaler Präsident hätte irgendwann im Irak oder Afghanistan eingreifen müssen.

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janowitsch 25.04.2016, 19:39
79. Obamas Ausstrahlung

Tom Hanks hat recht. Der erste schwarze Präsident im Weißen Haus war ein bis dahin undenkbares Symbol für die Gleichheit und die Gleichberechtigung aller Menschen. Das hatte eine unglaubliche Ausstrahlung auf die ganze Welt. Die Welt war ein bisschen besser geworden. Dass seine Bilanz nicht ungetrübt ist, ist klar. Nicht alles hat er erreicht, was man von ihm erwartet hatte. Aber geht es nicht jedem Präsidenten so? Die Widerstände sind groß und der Präsident kein Diktator. Ich bin auch nicht so pessimistisch wie Augstein. Der nächste Präsident wird vielleicht unangenehm, aber der übernächste kann uns dann wieder versöhnen. Deutschland ist im Übrigen auch nicht das gelobte Land, also keine Überheblichkeit gegenüber Amerika.

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