Forum: Politik
Barack Obama: "Ich wäre nochmals gewählt worden"
AP

Hätte, hätte: Der scheidende US-Präsident Barack Obama zeigt sich in einem Fernsehinterview selbstbewusst - hätte er für eine dritte Amtszeit kandidieren dürfen, hätten die Amerikaner ihn noch einmal gewählt, sagt er.

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Sem Levi 27.12.2016, 13:11
70. Irrealis der Vergangenheit

Sicher ist der Mann ein bisschen Stolz auf die Erfolge seiner Amtszeit. Für die US-Bürger war er sicher mehrheitlich ein guter Präsident. Seine Drohnen-Kriege waren und sind vielleicht weniger invasiv als die Kriege seines Vorgängers, allerdings nicht weniger ungerecht.
JA, diese Aussage ist auch eine Kritik an der Personalpolitik seiner Partei. Das Sprechen über das ethische, politische und personelle Desaster bei den Republikanern, hat verdeckt, dass die Demokraten personell auch niemand haben der für einen weiteren positiven Aufbruch steht. So muss man leider zustimmend feststellen, dass der scheidende Präsident noch mehr Elan verkörpert, als irgendeine "unverbrauchte" Kraft bei den Demokraten.

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oceangs 27.12.2016, 13:13
71. 8 Jahre Pure Enttäuschung

Mit Obama. Nichts von dem was er versprach war er in der Lage einzuhalten. Stattdessen ist er der us Präsident, der innerhalb seiner Amtszeit, der die meisten geführt und unschuldige Menschen sterben lies. Und dNn kommt so ein überhäblicher Satz. Er sollte sich schämen für die 8 Jahre Politik, die er betrieben hat. Bin froh, das dieser Obama Spuk bald ein Ende hat.

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karl-ecker 27.12.2016, 13:30
72. @ spon-facebook

" der uebrigens in Hamburg geplant wurde und in Deutschland groesstes Verstaendnis fand," Woher beziehen diese Erkenntnis? Das ist mir damals nicht aufgefallen.

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schuhks 27.12.2016, 13:34
73. @brotherandrew

Noch vor Merkel ist letztlich Julius Caesar an allem schuld. Hätte er nicht Gallien sondern das 'Germanicum' (das sog. "Barbaricum") unterworfen, wäre die Voelkerwanderung ausgeblieben, da jene Stämme zivilisierte Mitglied. des römischen Reiches gewesen wären. Das Römische Reich wäre damit nicht untergegangen und würde wohl noch heute bestehen. Die Christen, Islam u. ähnliches wäre uns erspart geblieben, ebenso die Finsternis des Mittelalters und Amerika wäre eine römische Provinz. Kein Kaiser Wilhelm, kein Adolf und Trump wuerde wohl römische Sandalen am East River verkaufen. Merkel hätte vielleicht ein Abwasserrohr Reinigungsunternehmen. Man kann ja mal spekulativ träumen. Und was wäre mit Horstilus Seehoferius?

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karl-ecker 27.12.2016, 13:54
74. Die Fakten

globaler Politik unter Obama besagen, dass sich das Verhältnis der USA und Europas(aufgrund seiner Einflußnahme) dramatisch verschlechtert haben und dass die Möglichkeit eines Dritten, atomaren Weltkrieges so hoch war, wie selbst während der Zeit des Kalten Krieges nicht. Die Sanktionen der Europäer gegen Rußland wegen Ukraine und Krim waren auch für uns nicht positiv. Er hat Sarkoszy mit Cruises Missiles geholfen, Lybien zu zerstören, auf das arabische Frühlingsgedöns auch nicht gerade gekonnt reagiert, fleucht in Syrien herum mit Unterstützung von Al Kaida und IS, Nato-Offiziere turnen da rum, die Flüchtlinge ihrer Orientkriege überfluten Europa, die Merkel hat er eingegarnt, Drohnen-Hinrichtungen auf Befehle aus dem Weißen Haus höchstselbst gemäß Friedensnobelpreis getätigt und damit angegeben. Den Bin Laden möglicherweise erwischt, keine Beweise. Die Arbeitsplätze durch Importe der Großkopferten weitgehend zurückfahren lassen. So toll war,s also auch nicht mit ihm. In Syrien Weltkrieg III riskiert, Hillary hätte auch. Mal sehen, was Trump wirklich politisch macht. Soviel Vorschussveriß hat es selten gegeben.

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newbie99 27.12.2016, 15:25
75.

Zitat von teja8961
Die Founder haben das US-Wahlsystem bewusst so gestaltet, und zwar basierend auf demokratischer Denke. Sie wollten die "Tyrannei der Mehrheit" verhindern.
Oh Hilfe! Wenn (zumindest defakto) zwei Kandidaten gegeneinander antreten, was kann dann bitte besser sein, als dass derjenige mit den meisten Stimmen gewinnt? Wäre es sonst nicht allenfalls eine "Tyrannei der Minderheit"??

Diese ganze Argumentation, irgendwelchen ländlichen Landesteilen würde bewusst so etwas wie ein "Vetorecht" eingeräumt, scheint m. E. doch auf einem Missverständnis zu beruhen.

Zunächst einmal müsste das ja heißen, dass auf einen Wahlmann aus so einem ländlichen Raum weniger Wähler entfielen, als z. B. aus Kalifornien. Davon habe ich bisher nichts gelesen.

Darüber hinaus beruht dieses Missverhältnis von Wählmännerstimmen zum tatsächlichen Wählervotum doch wohl auf das in den meisten Staaten wirkende Prinzip "the winner takes it all". D. h., der Kandidat, der im jeweiligen Staat die Mehrheit der Stimmen erhalten hat, bekommt ALLE Wahlmännerstimmen, unabhängig davon, wie groß diese Mehrheit war.

Würde bspw. ein Kandidat in allen Staaten mit auch nur einer Stimme Mehrheit gewinnen, bekäme er nach diesem Prinzip 100% der Wahlmännerstimmen, obwohl der nur hauchknapp mehr als 50% der Wählerstimmen erhalten hätte (wenn das Prinzip in allen Staaten gälte!)

Nähmen wir hingegen einmal an, Kandidat A würde in sehr wenigen Staaten haushohe Mehrheiten erringen, während Kandidat B in den vielen restlichen Staat ganz knappe Mehrheiten bekäme. Für A würden die Wahlmänner dieser eher wenigen Staaten stimmen, während B alle Wahlmänner dieser vielen Staaten erhielte. Dabei kann es schnell passieren, dass A eine deutliche Mehrheit der Wählerstimmen bekommt, aber B dennoch Präsident wird - und zwar unabhängig davon, welche dieser Staaten groß oder klein sind. Das ginge in beiden Richtungen!

Würde z. B. Kandidat B in eher wenigen großen Staaten wie Kalifornien oder Florida hauch dünne Mehrheiten erhalten, A in allen anderen Staaten große Mehrheiten, hieße das: B bekommt 50 % Wählerstimmen der großen Staaten plus sagen wir mal 20 % der Stimmen aus den kleineren Staaten und A bekommen ebenfalls etwa 50% der Wählerstimmen der großen Staaten plus eben 80% der Stimmen aus den kleineren Staaten. B erhält aber alle Wählmännerstimmen der großen Staaten und A die der kleineren Staaten. B könnte so Präsident werden, obwohl A weit, weit mehr Wählerstimmen bekommen hätte.

Fazit: Es hat nichts mit ländlich-städtisch zu tun sondern vielmehr, ob große Mehrheit in einigen Staaten auf knappe in anderen treffen. Das Verfahren ist eine Lösung für die Verkehrs- und Informations-Situation zur Zeit seiner Entstehung im 18. Jh. und hatte damals seine Berechtigung. Heute gäbe es deutliches Optimierungspotenzial!

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Demokrator2007 27.12.2016, 15:39
76. @schuhks Ihr Vergleich ließe sich noch weiter ausdehnen

Letztendlich war gar Eva daran schuld als sie Adam verführte und daraus deren gemeinsame Kinder "Kain und Abel" für den ersten Mord der Menschheitsgeschichte verantwortlich sind, als Mörder und als Opfer.
Wenn der Glaube Berge versetzen kann, kann er auch die Mücke zum Elefanten machen und das scheint in postfaktischen Zeiten eine gefährlich krude Mischung zu sein.
Obama kann man nur für die Dinge tadeln die er selbst zu verantworten hat und das war meiner Meinung nach nur daß er Putin zum Propagandafeldzug herausgefordert hat und auch das nur zusammen mir den hinterwäldlerischen Republikanern die Obama in vielen Belangen ihre haltung ausgezwungen haben. Hoffentlich ist Trump nicht wirklich der dumme Republikaner zu dem ihn der Mainstream wg. seines Getöses jetzt macht.

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franke08 27.12.2016, 16:04
77. Noch vier Jahre Obama- OmG!

Gut, dass der Welt das erspart blieb. Außenpolitisch ist Obama doch eine Katastrophe gewesen. Libyen zerstört, Krieg in Syrien und die Ukrainekrise sind doch direkte Folgen us amerikanischer Regimechanges-Politik. Nur die Naiven glauben noch, dass Putin und Assad die alleinigen Bösewichter sind. Amerika hat ca . 750 Auslandsstützpunkte, Russland einen einzigen. Die USA töten mit ihren Drohnen tausende Zivilisten als " Kollateralschaden" um missliebige Personen auszuschalten. Die Aggressive Anti-Russland-Politik hat uns so nah an den Rand eines Krieges gebracht wie seit End des kalten Krieges nicht mehr.
Sicher, Clinton wäre noch schlimmer gewesen, ich halte Obama zumindest für die Interessen der Europäer für einen der schlechtesten Präsidenten ever.

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spon-facebook-1035483455 27.12.2016, 16:18
78.

Zitat von petromax
...für die Behauptung, daß der terroristische Anschlag vom 11.09.2001 "in Deutschland auf großes Verständnis traf" haben Sie doch sicherlich auch eine solide Quelle? Das ist - mit Verlaub - vor dem Hintergrund der Reaktion noch milde ausgedrückt: Der Irakkrieg (auch Zweiter Irakkrieg oder Dritter Golfkrieg) war eine völkerrechtswidrige Militärinvasion der USA, Großbritanniens und einer „Koalition der Willigen“ in den Irak. Er begann am 20. März 2003 mit der Bombardierung ausgewählter Ziele in Bagdad und führte zur Eroberung der Hauptstadt und zum Sturz des irakischen Staatspräsidenten Saddam Hussein. Am 1. Mai 2003 erklärte US-Präsident George W. Bush den Krieg für siegreich beendet. Nichts ist beendet, "no mission is accomplished".... . Diese völkerrechtswidrgie Intervention hat - u.a. - zur Gründung und Erstarkung des IS (ISIS, Daesh) geführt. Obama konnte in seiner Amtszeit nicht so wie er wollte, weder in Guantanamo noch im Nahen Osten. Er hatte Gegner, abgesehen von den Republikanern waren und sind auch die "Falken" bei den Demokraten, zu denen man zweifelsohne Mrs. Clinton zählen kann, ein Hindernis. Der Mann war schon in Ordnung, promovierter Jurist, daher auch seine geschliffene Redekunst. Mit der "Allianz" Trump/Putin werden die Zeiten unsicherer, zumal Trump in Putin einen äußerst gerissenen, intelligenten Schachspieler zum Gegner hat, der - das eint beide - ähnlich eitel, selbstgerecht, verletz- und reizbar ist.
Offensichtlich wisen Sie nicht, dass der Praesident unserer Nation keinen Krieg erklaeren darf. Eine Kriegserklaerung kann nur der Kongress aussprechen. Und so geschah es auch damals mit der "Authorization for Use of Military Force Against Iraq Resolution of 2002", die vom Kongress verabschiedet wurde. Obwohl eine Reihe von Kongressmitgliedern der Demokraten dagegen votierten, unterstuetzte Hillary Clinton dieses Resolution.

Wie gut Obamas Politik war, sieht man daran, dass innerhalb seiner Amtszeit die Mehrheit der Demokraten in beiden Haeusern des Kongresses verloren ging. Dass einzige, was Obama an Positivem vorzuweisen hat, ist, dass er 2008 die machtbesessene Hillary Clinton verhindert hat.

Dass Obama ein DJ Grad hat und an der University of Chicago Law School "Constitutional Law" gelehrt hat, ist bekannt. Er hat allerdings nie den Sprung vom Lecturer zum Professor gemeistert, obwohl die Law School ihm eine Tenure Track-Position angeboten hatte.

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hugahuga 27.12.2016, 16:21
79.

Zitat von petromax
...für die Behauptung, daß der terroristische Anschlag vom 11.09.2001 "in Deutschland auf großes Verständnis traf" haben Sie doch sicherlich auch eine solide Quelle? Das ist - mit Verlaub - vor dem Hintergrund der Reaktion noch milde ausgedrückt: Der Irakkrieg (auch Zweiter Irakkrieg oder Dritter Golfkrieg) war eine völkerrechtswidrige Militärinvasion der USA, Großbritanniens und einer „Koalition der Willigen“ in den Irak. Er begann am 20. März 2003 mit der Bombardierung ausgewählter Ziele in Bagdad und führte zur Eroberung der Hauptstadt und zum Sturz des irakischen Staatspräsidenten Saddam Hussein. Am 1. Mai 2003 erklärte US-Präsident George W. Bush den Krieg für siegreich beendet. Nichts ist beendet, "no mission is accomplished".... . Diese völkerrechtswidrgie Intervention hat - u.a. - zur Gründung und Erstarkung des IS (ISIS, Daesh) geführt. Obama konnte in seiner Amtszeit nicht so wie er wollte, weder in Guantanamo noch im Nahen Osten. Er hatte Gegner, abgesehen von den Republikanern waren und sind auch die "Falken" bei den Demokraten, zu denen man zweifelsohne Mrs. Clinton zählen kann, ein Hindernis. Der Mann war schon in Ordnung, promovierter Jurist, daher auch seine geschliffene Redekunst. Mit der "Allianz" Trump/Putin werden die Zeiten unsicherer, zumal Trump in Putin einen äußerst gerissenen, intelligenten Schachspieler zum Gegner hat, der - das eint beide - ähnlich eitel, selbstgerecht, verletz- und reizbar ist.
Das sehe ich nicht so. Putin hat - bei allem, was man gegen ihn einwenden mag - bisher bewiesen, dass Denken vor Handeln geht. Es sähe sehr viel schlechter aus, wenn dieses in etlichen Situationen nicht der Fall gewesen wäre. Russland handelt wie ein Schachspieler - konzentriert und überlegt. Cowboy Mentalität hat da keinen Platz - und das ist auch gut so, denn letztlich ist für die Erhaltung des Friedens nichts wichtiger, als überlegtes Handeln.

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