Forum: Politik
Barcelona und Cambrils: Terrorzelle soll hinter Attacken in Spanien stecken
DPA

Nach dem Anschlag in Barcelona und dem Vorfall in Cambrils laufen die Ermittlungen. Berichten zufolge soll eine Terrorzelle mehrere Angriffe geplant haben.

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adolfo1 18.08.2017, 13:30
1. Al Andalus

Mein Mitgefühl allen Betroffenen. Eigentlich hatte ich die Befürchtung, dass die IS-Bande schon früher in Spanien zuschlägt, denn eine Zeit lang haben sie verkündet, dass man Al Andalus = Andalusien zurückerobern
möchte. Vermutlich hat man Barcelona bevorzugt aufgrund der besseren Fluchmöglichkeiten.
Die spanische Polizei hat es zwar geschafft in den letzten Jahren über 700 Verdächtige festzunehmen, aber einen kleinen Vorteil haben diese Leute, sie fallen nämlich vom Äußeren unter der heimischen Bevölkerung nicht auf.
Aufgefallen ist mir auch, wie es möglich ist, dass ein 17-Jähriger, wenn auch mit den Papieren seines Bruders,
einen Lieferwaen mieten kann. Welche Zahlungsmittel hatte vorgelegt. Ob man je erfährt, was sich der Vermieter
dabei gedacht hat?

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peter_quiring 18.08.2017, 13:40
2. Terror und kein Ende

Mein Mitgefühl und meine Anteilnahme gilt den Verletzten und den Angehörigen dieses feigen Terroranschlags. Wann endlich arbeitet die internationale Gemeinschaft enger zusammen, um die Informationswege der Terroristen zu kappen und das Internet zu überwachen, um die unsäglichen Taten nicht auch noch über das Netz verbreiten zu können? Es gibt von diesen Terroristen und Mördern Seiten, die sich ein unauffälliges Aussehen geben und auf ihren Unterseiten z.B. eine Anleitung für Dschihadisten anzubieten, mit Betreiber in Canada. Warum treibt man weiter fröhlichen Waffenhandel mit Staaten, von denen man weiß, dass sie lange Zeit diese Terroristen unterstützt haben bzw. noch unterstützen? Wie lange dauert es noch, bis endlich die friedliebenden Moslems auf diesem Planeten aufstehen und sich von dem "IS" distanzieren? Mit Glauben hat das wirklich nichts zu tun. Es geht um Verbreitung von Terror und Angst! Wenn diese Zustände weiter andauern, werden sich die Verhaltensweisen der Menschen in der Öffentlichkeit verändern - sie haben es schon teilweise erforderlich gemacht. Siehe Maßnahmen auf Plätzen durch die aufgestellten Fässer.

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gatopardo 18.08.2017, 13:46
3. Wie @adolfo1

treffend schreibt, so war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Attentat auf spanischem Boden stattfand. "Al Andalus" , also ganz Spanien, wird vom IS für sich aus historischen Gründen beansprucht und die Gefahr eines Anschlags war ständig gross. Die spanische Polizei ist seit dem ETA-Terror mit fast 900 Toten und dem S-Bahn-Attentat in Madrid mit fast 200 Opfern allerdings sehr geübt im Vereiteln weiterer Straftaten. Nach andauernden Verhaftungen möglicher IS-Sympathisanten haben wir uns irrtümlich wohl zu sicher gefühlt.

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maximovie 18.08.2017, 14:10
4. Die meisten islamistischen Terroristen in Europa entstammen

der 2. Migrantengeneration. Das soll nun wieder keinesfalls heißen, dass man Migranten pauschal als Terroristen verdächtigen könnten oder dürfte. Es gab aber auch mehrere zugewanderte, hier spontan Radikalisierte: Amri, Attentäter Würzburg und aktuell in Hamburger, der Chemnitzer Bomenbauer usw. Ich erwähne das nur, weil schon wieder solche Aussagen getätigt werden: "Leutheusser-Schnarrenberger: Terror keine Folge von Migration" - natürlich nicht, die Migration ist ja nicht die Ursache und mit dem islamistischen Terror bzw. auch dem islamischen Glauben haben per se viele Leute nichts zu tun. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass viele islamistische Terrororisten trotzdem der 2. Migrantengeneration entstammen (siehe Anschläge Brüssel, Paris, Nizza usw.), was bei solchen Bewertungen, die die zunehmende Verunsicherung der Bevölkerung durch ca. 300 Terrortote innerhalb von einem Jahr in der EU beschwichtigen soll, gern unterschlagen wird. Leider sagen solche Leute nie, was nun konkret dagegen getan wird, sondern Sätze wie "Politik kann da nicht drüber hinweggehen, .." Aha. Das wird wohl auch auf die Angehörigen und Verletzten usw. zutreffen. Der Satz kommt auch immer regelmäßig in den Nachrichten: "Statistisch gesehen ist die Gefahr, Opfer eines Terroranschlags zu werden, ausgesprochen gering." - Wie kann man denn Terrorismus, am eigenen Körper erfahren, mithilfe der Statistik rückgängig machen? Sagt man sich da im Krankenhaus, "huch, das war jetzt zwar nicht unerwartet, aber immerhin unwahrscheinlich"?

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Havel Pavel 18.08.2017, 14:16
5. Politiker sollten sich besser ihre dummen Sprüche sparen

Es ist einfach nur primitiv, wenn Politiker aller Coleur nach Anschlägen stets mantraartig ihren Sprüche vorbringen. Was soll das? Gerade diese Leute sind es doch die jahrelang zugeschaut haben wie der Islamismus in Teilen Europas Fuss fassen konnte und sich mittlerweile manifestiert hat und zu einem festen Bestandteil der westlichen Staaten Europas mutiert ist. Jedem sollten doch aus den zahlreichen Regionen der Welt bekannt sein welche Probleme der Islam in gemischten freien Gesellschaften hervorruft. Funktioniert hat dies stets nur in autoritären Staaten, wie etwa dem früheren Jugoslawien unter Tito oder in der Sowjetunion. Auch in Westeuropa zeichnen sich doch jetzt schon immer mehr Überwachung und Einschränkungen der Freiheit ab, das krasse Gegenteil dessen was eine freie Gesellschaft ausmacht. Keine grösser Feier mehr ohne Polizeiüberwachung oder Security ist doch jetzt schon die Regel und wer weiss wohin dies alles noch führen wird und die verantwortlichen Politiker zucken nur mit den Schultern und sagen sogar noch dies sei eben der Preis für eine freie Gesellschaft. Was daran noch frei sein soll bleibt wohl deren Geheimnis.

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annetteseliger 18.08.2017, 14:36
6. Ach so eine Zelle - also etwas gaaaaanz kleines!

Der Herr Kleber hat gestern auf die Frage warum das ZDF nichts über den Anschlag gemeldet hat, sinngemäß gesagt, "dass man den Terroristen keine Öffentlichkeit geben wolle!"

Diesen Nanny Journalismus muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Lieber Herr Kleber Sie brauchen nur zu informieren und objektiv zu berichten, den Rest machen wir Zuseher schon.

Das gleiche gilt für den "Nanny Journalismus" der Meinungsmacher wie SPON, SZ, ZEIT oder wie sie sonst heißen. Was sollen diese albernen Verniedlichungen wie Terrorzellen oder haben Sie Angst, dass bei einem wörtlichen größeren Gebilde die Bevölkerung in Unruhe gerät?
Das darf doch nicht sein. Ist alles gerade so schön ruhig hier in D. Die "Flüchtlingskanzlerin hat uns auch versprochen das 2015 nicht mehr geben wird. Das hätte ich auch versprechen können, denn 2015 ist vorbei - heute ist 2017 und nächstes Jahr 2018.
Also liebe investigativen Journalisten jetzt aber schnell ran an die Recherche und feststellen woher die Mörderbande kam. Womöglich eingereist über den Flüchtlingsstrom? Oder doch lieber die Online Seiten vollkleistern mit Trump. Das lenkt so schön ab und man kann sich so toll empören.

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von111derletzte 18.08.2017, 14:45
7. Leider

Zitat von Havel Pavel
Es ist einfach nur primitiv, wenn Politiker aller Coleur nach Anschlägen stets mantraartig ihren Sprüche vorbringen. Was soll das? Gerade diese Leute sind es doch die jahrelang zugeschaut haben wie der Islamismus in Teilen Europas Fuss fassen konnte und sich mittlerweile manifestiert hat und zu einem festen Bestandteil der westlichen Staaten Europas mutiert ist. Jedem sollten doch aus den zahlreichen Regionen der Welt bekannt sein welche Probleme der Islam in gemischten freien Gesellschaften hervorruft. Funktioniert hat dies stets nur in autoritären Staaten, wie etwa dem früheren Jugoslawien unter Tito oder in der Sowjetunion. Auch in Westeuropa zeichnen sich doch jetzt schon immer mehr Überwachung und Einschränkungen der Freiheit ab, das krasse Gegenteil dessen was eine freie Gesellschaft ausmacht. Keine grösser Feier mehr ohne Polizeiüberwachung oder Security ist doch jetzt schon die Regel und wer weiss wohin dies alles noch führen wird und die verantwortlichen Politiker zucken nur mit den Schultern und sagen sogar noch dies sei eben der Preis für eine freie Gesellschaft. Was daran noch frei sein soll bleibt wohl deren Geheimnis.
habe ich jetzt nicht verstanden, wie Sie dem Islamismus in Europa sinnvoll Einhalt gebieten wollen?
Ihr Lavieren über Autoritäre Regime, Überwachung und Polizeiapparate unter dem Aspekt einer freiheitlichen Gesellschaft lässt eher den Schluss zu, dass Sie auch, wie ich und wohl die Politiker, etwas ratlos traurig und bestimmt auch verärgert und frustriert sind, kann das sein?

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Little_Nemo 18.08.2017, 14:51
8. Beschwichtigungs- vs. Eskalationsversuche

Zitat von maximovie
Die meisten islamistischen Terroristen in Europa entstammen der 2. Migrantengeneration. Das soll nun wieder keinesfalls heißen, dass man Migranten pauschal als Terroristen verdächtigen könnten oder dürfte. Es gab aber auch mehrere zugewanderte, hier spontan Radikalisierte: Amri, Attentäter Würzburg und aktuell in Hamburger, der Chemnitzer Bomenbauer usw. Ich erwähne das nur, weil schon wieder solche Aussagen getätigt werden: "Leutheusser-Schnarrenberger: Terror keine Folge von Migration" - natürlich nicht, die Migration ist ja nicht die Ursache und mit dem islamistischen Terror bzw. auch dem islamischen Glauben haben per se viele Leute nichts zu tun. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass viele islamistische Terrororisten trotzdem der 2. Migrantengeneration entstammen (siehe Anschläge Brüssel, Paris, Nizza usw.), was bei solchen Bewertungen, die die zunehmende Verunsicherung der Bevölkerung durch ca. 300 Terrortote innerhalb von einem Jahr in der EU beschwichtigen soll, gern unterschlagen wird. Leider sagen solche Leute nie, was nun konkret dagegen getan wird, sondern Sätze wie "Politik kann da nicht drüber hinweggehen, .." Aha. Das wird wohl auch auf die Angehörigen und Verletzten usw. zutreffen. Der Satz kommt auch immer regelmäßig in den Nachrichten: "Statistisch gesehen ist die Gefahr, Opfer eines Terroranschlags zu werden, ausgesprochen gering." - Wie kann man denn Terrorismus, am eigenen Körper erfahren, mithilfe der Statistik rückgängig machen? Sagt man sich da im Krankenhaus, "huch, das war jetzt zwar nicht unerwartet, aber immerhin unwahrscheinlich"?
Habe Sie denn irgendwelche praktikablen Ideen? Und vielleicht auch gleich noch dazu, was wir mit der nicht unbeträchtlichen Zahl rechtsradikaler, europäischer Terroristen machen sollen? Und in welchem Jahr gab es ca. 300 Terrortote in der EU? Durch Islamisten? Laut ZEIT Online waren es im vergangenen Jahr 135.

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lesheinen 18.08.2017, 14:53
9.

Der IS reklamiert für sich diese Mordtaten. Wenn das stimmt, zeigen diese und die anderen Terroranschläge nicht nur Menschenverachtung und Mordlust, sondern auch, dass der IS am Ende ist. Militärisch vollkommen sinnlose Taten, die sich letztendlich mehr an die eigene Klientel nach dem Motto "Seht, wozu wir fähig snd" richten, aber geeignet sind, wegen der unschuldigen Opfer nur Betroffenheit, Trauer und Wut erzeugen, zeigen, dass ihm nichts mehr einfällt. Welch eine "Tapferkeit", mit irgendwelchen Fahrzeugen in Fußgängergruppen reinzurasen! Diese Taten aus Verblendung, Hass und einem irrationalem Verständnis von Religion werden wir noch einige Male erleben müssen. So viele Schutzmaßnahmen kann man sich gar nicht ausdenken, um sie zu vermeiden. Das ist zwar traurig, aber bis der letzte Verblendete verstorben ist, werden noch Jahrzehnte vergehen.

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