Forum: Politik
Bayerns Regierungspartei nur noch bei 33 Prozent: Söder gibt Großer Koalition die Sch
Getty Images

In Umfragewerten steht die CSU kurz vor der Landtagswahl in Bayern so schlecht da wie nie zuvor. Und wer ist verantwortlich für die Misere? Einen Schuldigen hat Ministerpräsident Söder nun ausgemacht.

Seite 27 von 27
yugorette 05.10.2018, 17:04
260.

Zitat von VokerKahmann
Das konservative Spektrum in Bayern verteilt sich gerade auf 3 Parteien, AfD, Freie Wähler und CSU. Es hat ein Potential von 54 %. Nimmt man die FDP hinzu so erreichen die "Bürgerlichen" 60 %. Das ist in etwa das gleiche Potential das auch schon 2013 war (CSU 47,7 %, FW 9 %, FDP 3,3 % ). Das Problem der CSU ist, daß 10% in die AfD abgewandert sind. Sonst hat sich bis auf Verschiebungen im linken Spektrum (von SPD zu den Grünen) nichts geändert. Dieses Potential hat die CSU nicht durch ihren Wahlkampf genährt, sondern die Bundesregierung durch ihr Handeln. Als Beleg dafür mag man nehmen, daß ja auch die derzeit sehr Merkel-freundliche CDU in Hessen große Verluste einfährt. Analog geschieht nämlich dort das Gleiche : Wähler wandern von der CDU zur AfD (ich möchte betonen, ohne das die CDU dort AfD freundlich gewesen wäre, um den Narrativ vom bösen seehofer zu entkräften). Fazit : Die CDU/CSU nehmen die gleiche Entwicklung, die die SPD nach Schröder bereits vorweggenommen hat. Diese entwicklung findet länderübergreifend statt, muß also einen Grund haben, der nicht im Bereich der länder liegt. Mein Tipp : die Flüchtlingskrise. Zusammengefasst : Die Flüchtlingskrise ist die "Agenda 2010" der Union.
Und genau diese Verschiebung zwischen SPD und Grünen (2013: SPD bei 20 %, Grüne bei 8 %), Prognose 2018 : SPD bei 10 %, Grüne bei 18 % könnte ein großer Denkfehler der Wahlergebnisinstitute sein. Warum sollte ein ehrlicher bodenständiger Facharbeiter ( evtl. Mitglied der IG Metall die mehr oder weniger offen SPD Wahlkampf betreibt) der 2013 noch SPD wählte jetzt zu den Grünen wechseln? Wo wechselt er stattdessen hin ?

Beitrag melden
simonweber1 05.10.2018, 17:08
261. Das

Zitat von misterknowitall2
Sie sehen die "massenzuwanderung" viel zu wichtig. Das ist nicht unser Problem; sie haben ja selbst einige der wirklichen Probleme aufgeführt. Ich würde sogar weitergehen als sie und behaupten, das die Flüchtlinge überhaupt keine Rolle spielen, sie eignen sich aber gut als Sündenbock. Jeder, der nicht allzu viel geleistet hat von den Politiker stürzt sich auf dieses Thema, um doch noch Stimmen zu angeln. Siehe Seehofer, siehe Afd. So dilettantisch macht man doch keine Politik. Wäre ich Kanzler hätte Seehofer schon nach der ersten Ansage seine Sachen packen können. Unhaltbar der Mann. Dann möchte ich sie noch beruhigen, natürlich sind die Maßnahmen zur Integration der Flüchtlinge bezahlbar. Geld ist jede Menge vorhanden. Man muss es nur richtig verteilen. Und das Schöne ist ja, an diesen Maßnahmen verdienen fast ausschließlich Deutsche und es kommt jede Menge Geld in den Binnenmarkt, was die Konjunktur anregt. Langfristig zahlen die Flüchtlinge ihren Anteil ja auch wieder zurück. Erfahrungen mit Flüchtlingswelle der Vergangenheit zeigen einen Faktor vor etwa 2,5. Das heißt, langfristig zahlen die Flüchtlinge und deren Kinder gut 2,5 mal so viel wieder zurück. Oder anders, deren Kinder kommen dann für ihre Rente mit auf.
ist allerdings sehr simpel gedacht. Natürlich sind Flüchtlinge das alles umfassende Thema der letzten Jahre. Mehr als zwei Drittel der Wahlbevölkerung sind mit der Flüchtlingspolitik der Regierung unzufrieden.Insofern muss die Politik sich dieses Themas annehmen. Ohne die Flüchtlinge und die Grenzöffnung 2015 gebe es heute keine AfD, weder im Bund noch in den Ländern- Vor der Grenzöffnung lag die AfD unterhalb von 5%. Ihre positiven Prognosen, dass sich Flüchtlinge langfristig als "Gewinn" für die Gesellschaft darstellen, wird von keinem Wirtschafts-oder Finanzexperten bestätigt. Im Gegenteil Deutschland zahlte 2017 28 Milliarden für den Unterhalt von Flüchtlingen, alle Berechnungen der sogenannten Experten weisen steigende Tendenzen aus. Die Bayern sollten sich darauf besinnen, dass eine Bayernwahl und keine Bundestgaswahl ansteht. Gerade die Bayern haben ja wohl die allerwenigsten Gründe mit Ihrer Regierung unzufrieden zu sein. Bayern steht in allen vergleichbaren Themen besser da, als jedes andere Bundesland.

Beitrag melden
simonweber1 05.10.2018, 17:15
262. Es

Zitat von birdie
grenzenlos geworden. Denn am Niedergang ihrer Splitterpartei ( nur 6 % aller Wähler stimmten bei der letzten Bundestagswahl für das csü-chen) sind natürlich alle anderen - voran an der Spitze Frau Dr. Merkel - schuld. Und was fällt den Granden dazu ein? Sie schreien in ihrem Kasperletheater nur noch laut "haltet den Dieb". Welch ein Armutszeugnis.
ist natürlich eine Landtagswahl, aber man darf nie verkennen, dass Bundesthemen auch bei einer solchen Wahl eine Rolle spielen. Natürlich ist die Flüchtlingspolitik ein solches Thema. Hier hat sich die Regierung, aber auch gerade die CSU Teile dieser Regierung nicht mit Ruhm bekleckert.Insofern hat Söder "Teilrecht" wenn er mit dem Finger auf Berlin weist.Sympathischer wäre es gewesen, wenn er seine eigene Partei in diese Kritik mit einbezogen hätte.

Beitrag melden
bakero 05.10.2018, 19:25
263.

Zitat von simonweber1
ist allerdings sehr simpel gedacht. Natürlich sind Flüchtlinge das alles umfassende Thema der letzten Jahre. Mehr als zwei Drittel der Wahlbevölkerung sind mit der Flüchtlingspolitik der Regierung unzufrieden.Insofern muss die Politik sich dieses Themas annehmen. Ohne die Flüchtlinge und die Grenzöffnung 2015 gebe es heute keine AfD, weder im Bund noch in den Ländern- Vor der Grenzöffnung lag die AfD unterhalb von 5%. Ihre positiven Prognosen, dass sich Flüchtlinge langfristig als "Gewinn" für die Gesellschaft darstellen, wird von keinem Wirtschafts-oder Finanzexperten bestätigt. Im Gegenteil Deutschland zahlte 2017 28 Milliarden für den Unterhalt von Flüchtlingen, alle Berechnungen der sogenannten Experten weisen steigende Tendenzen aus. Die Bayern sollten sich darauf besinnen, dass eine Bayernwahl und keine Bundestgaswahl ansteht. Gerade die Bayern haben ja wohl die allerwenigsten Gründe mit Ihrer Regierung unzufrieden zu sein. Bayern steht in allen vergleichbaren Themen besser da, als jedes andere Bundesland.
„Natürlich sind Flüchtlinge das alles umfassende Thema der letzten Jahre.“

Für AfD-Wähler vielleicht. Für den Rest kaum bis gar nicht. Es geht um bezahlbare Mieten, ein ordentliches Handynetz, Infrastruktur, einen Kitaplatz, den Facharbeitermangel, wenn man z.B. ein halbes Jahr auf den Handwerker warten muss, zu wenig Lehrer ...


„Bayern steht in allen vergleichbaren Themen besser da, als jedes andere Bundesland.“

Nur bedingt. Bei Internet und Mobilfunk sind die Bayern höchstens Mittelfeld. Auch bei der Bildung gibt es bessere. Es gibt wirtschaftswachstumsstärke Länder. Länder mit besserer Kinderbetreuung. Und so weiter ...

Beitrag melden
haarer.15 05.10.2018, 21:23
264.

Zitat von simonweber1
ist allerdings sehr simpel gedacht. Natürlich sind Flüchtlinge das alles umfassende Thema der letzten Jahre. Mehr als zwei Drittel der Wahlbevölkerung sind mit der Flüchtlingspolitik der Regierung unzufrieden.Insofern muss die Politik sich dieses Themas annehmen. Ohne die Flüchtlinge und die Grenzöffnung 2015 gebe es heute keine AfD, weder im Bund noch in den Ländern- Vor der Grenzöffnung lag die AfD unterhalb von 5%. Ihre positiven Prognosen, dass sich Flüchtlinge langfristig als "Gewinn" für die Gesellschaft darstellen, wird von keinem Wirtschafts-oder Finanzexperten bestätigt. Im Gegenteil Deutschland zahlte 2017 28 Milliarden für den Unterhalt von Flüchtlingen, alle Berechnungen der sogenannten Experten weisen steigende Tendenzen aus. Die Bayern sollten sich darauf besinnen, dass eine Bayernwahl und keine Bundestgaswahl ansteht. Gerade die Bayern haben ja wohl die allerwenigsten Gründe mit Ihrer Regierung unzufrieden zu sein. Bayern steht in allen vergleichbaren Themen besser da, als jedes andere Bundesland.
Nein - da hat sich längst was verlagert. Den meisten Menschen sind Themen wie Rente, Pflege, Gesundheit und bezahlbares Wohnen inzwischen weit wichtiger als Flüchtlinge, deren Zahl sowieso schon laufend rückgängig ist. Und Sie scheinen auch nicht mitgekriegt zu haben, was Herr Kempf vom Bundesverband der Deutschen Industrie soeben gesagt hat: 'Wir brauchen Vielfalt und nicht Einfalt. Wir sind bunt und nicht braun'. Das steht für Zukunft und nicht Vergangenheit. Eine wie ich finde, deftige Breitseite gegen rechtspopulistisches Gedankengut in AfD und weiten Teilen der CSU.

Beitrag melden
Seite 27 von 27
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!