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BBC-Enthüllung: Äthiopiens Rebellen klauten "Live Aid"-Millionen

Es war die weltgrößte öffentliche Hilfsaktion: Beim Pop-Projekt "Band Aid" und dem folgenden Benefizkonzert "Live Aid" kamen 1985 Hunderte Millionen Dollar für die Hungernden Äthiopiens zusammen. Wie die BBC jetzt berichtet, zweigten Rebellen einen Großteil des Geldes ab - und kauften Waffen davon.

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Dodol 06.03.2010, 18:50
11. Die edlen Hilfsbedürftigen

Das kennt man ja. Wie bei uns mit den vielerlei Sozialprogrammen, wo Milliarden an Steuergeldern mit guter Absicht an angeblich Hilfsbedürftige verteilt wird, kommt das Geld meistens Menschen zu Gute die dies nicht unbedingt brauchen.

So auch bei der Entwicklungshilfe wo es noch schlimmer ist. Mit guter Absicht wird viel Geld verteilt und kommt doch oft den falschen Leuten zu Gute.

Wobei durch unsere Sozialprogramme "nur" viele Menschen demotiviert werden sich selbst zu helfen und dadurch zu Sozialzombies werden, wurden in dem Falle von Live-Aid möglicherweise mehr Menschen durch die Hilfe getötet als ohne die Hilfe.

Daher weniger blinder Hilfsaktionismus, weniger Naivität und mehr Skepsis bei dem dauerwährenden reflexartigen Hilfssyndrom der Gutmenschen in Deutschland. Und vor allem nur Hilfe mit strenger Erfolgskontrolle.
Denn Menschen in Not mögen ja tatsächlich Hilfe brauchen aber deswegen sind sie weder automatisch dumm noch frei von Selbstnutz.

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Achim Detjen 06.03.2010, 19:22
12. genau!

Zitat von oberst klein
immerhin haben Bob Geldorf und "Bono" Hewitt von U2 immer gut verdient mit ihren ach so humanitären Aktionen. Musikalisch waren Geldorf und U2 eigentlich nur one-hit-wonders. Die Boomtown Rats und U2 hatten ja jeweils nur einen einzigen Hit. Aber diese Sammelaktionen für afrikanische Militärregimes und Diktatoren haben es beiden ermöglicht, im Rampenlicht zu bleiben und weiter drittklassige Platten (oder CDs) zu verkaufen. Geldorf war es egal, wer das Geld bekommt, solange genug bei ihm hängen blieb.
Es zeigt eindeutig, worum es diesen Charity-Clowns in Wahrheit geht --- Publicity um ihren Ego-Tripps fröhnen zu können und nicht endgültig in der Versenkung zu verschwinden, wo sie auch hingehören. Diese Leute haben keine Ahnung von nix und Verschlimmbessern mit ihrem Treiben die Lage noch. Preisexplusionen in Krisengebieten oder solchen, die diese "Typen" dazu erklären und dann kommen die Hungersnöte, die vorher noch gar nicxht existierten. Nicht nur in Äthopien oder Niger so geschehen. Aber wehe es kommt Kritik auf --- da wird mit allen Mitteln zurückgeschossen.....

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atomkraftwerk 06.03.2010, 19:28
13.

Daß Revolution nicht exportierbar ist weiß jeder Mensch mit IQ>50 schon lange, die muß sich von innen heraus enwickeln. Und Geld alleine hat noch nirgendwo geholfen wo das System selbst keinen Fortschritt zuläßt. Die vielen Spendengelder dienen den Spendern mehrheitlich nur zur Beruhigung ihres eigenen Gewissens...wie im Ablaßhandel...eine schnelle Überweisung von ein paar Euro macht die eigenen Schlechtigkeiten der letzten Monate null und nichtig...und heile ist wieder die Welt.

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Liberalitärer 06.03.2010, 19:28
14. Keine Entwicklungshilfe

Zitat von nici2412
... Die Entwicklungshilfe sollte komplett gestrichen werden. Stattdessen sollten die EU und die USA ihre Subventionspolitik überdenken, welche viele ehrliche Afrikaner in Armut stürzt....
Volle Zustimmung! Gebt den Menschen faire Märkte und keine Almosen. Die ganzen subventionierten Agrarüberschüsse werden dorthin vertickert.Hier werden mit Steuermittel Wertgegenstände (Autos) vernichtet, die dort sehr wohl einen dankbaren Käufer finden wurden, skandalös ist das. Aber Herr Niebel und seine Staatssekretäre finden als Edelhartzler ihr Auskommen und buddeln Brunnen in der Serengeti.

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Achim Detjen 06.03.2010, 19:31
15. und...

Zitat von Arne11
Es gab schon vor Jahren Studien dass Entwicklungshilfe bestehende Regime stützt & vorhandene Wirtschaftsketten zerstört. & als Experimentellen Beweis haben wir Jahrzehnte Entwicklungshilfe in Afrika & anderen Ländern die bis heute keinen Schritt vorangekommen sind - wegen & nicht trotz der Entwicklungshilfe. Grüsse, Arent
Zitat von nici2412
Es ist immer wieder schön zu hören, dass mit unseren Steuergeldern Diktatoren und Mörder unterstützt werden. Da fühlt man sich doch gleich besser.... Die Entwicklungshilfe sollte komplett gestrichen werden. Stattdessen sollten die EU und die USA ihre Subventionspolitik überdenken, welche viele ehrliche Afrikaner in Armut stürzt.
Sie shen doch, was püassiert, wenn einmal ein BMZ-Chef sich getraut, diese Wahrheiten in den Mund zu nehmen und wenigsten Nachhaltigkeit und Effizienz der eingesetzen Mittel verbessern und VOR die reine Quantität setzen will. Sofort heult das gutmenschelnde Esteblishment auf und setzt zum sinnentleerten Bashing an. Ist ja auch kein Wunder ---- millionenschwere Pfründe sind nicht nur bei den Solarextremisten und den Windmühlenbauern in Gefahr, sindern auch in der Entwicklungshilfe.

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Achim Detjen 06.03.2010, 19:40
16. Natürlich....

Zitat von Liberalitärer
Volle Zustimmung! Gebt den Menschen faire Märkte und keine Almosen. Die ganzen subventionierten Agrarüberschüsse werden dorthin vertickert.Hier werden mit Steuermittel Wertgegenstände (Autos) vernichtet, die dort sehr wohl einen dankbaren Käufer finden wurden, skandalös ist das.
Zustimmung für den ersten teil. Nur sollte man dafür nicht die falschen Leute kritisieren. Das, was jetzt läuft, wurde in elf Jahren tiefroter Klientelpolitik angerührt. Da bedarf es viel Geduld, um dort nachhaltige Reformen einzuführen. Die Beharrungskräfte von ministerialbürokratien sind nicht zu unterschätzen. 3 - 4 Monate sind da nachvollziehbarerWeise nix! Und wenn dort Umbaumaßnahmen durchgeführt werden gibt es sofort den erwarteten Aufschrei und der Lobbyismus in eigener Sache läuft in den Ministerien an --- und unsere wohlfeilen "Medien" springen begeister ein. Natürlich ohne nachzudenken. Mit den Leuten, die den Karren in den Dreck gewirtschaftet haben diesen wieder flott machen, dass ist eine ziemliche Herausforderung. In der Privatwirtschaft würde soetwas zum Austausch des kompletten Personals führen!

Also schauen wir mal und geben den Beteiligten wenigstens etwas Zeit zum arbeiten!

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Wintermute 06.03.2010, 19:43
17. Menschen, denen nur das eigene Portemonnaie nahe ist ...

Es ekelt mich an, wenn ich lese, dass Warlords und Gangster in Krisenregionen Spendengelder aus dem reichen Westen missbrauchen, um das Elend ihrer Landsleute noch zu vergrößern. Professionell geführte Entwicklungshilfe im 21. Jahrhundert sollte dies verhindern können. Wo sie es nicht tut, gehört sie auf die Anklagebank neben die Lumpen, denen sie das Geschäft mit dem Tod erleichtert.

Deutlich ekelhafter aber finde ich es, wenn hiesige Zyniker, denen (wenn überhaupt) nur das eigene Blut und Heimatdorf nahe sind, Berichte über solche Ereignisse als Rechtfertigung dafür heranziehen, hilfsbereite Mitbürger als "Gutmenschen" zu verspotten und den eigenen Geiz und Fremdenhass ("Er kann es nicht, der Afrikaner") als einzig praxistaugliches Weltbild zu propagieren.

Das ist ein kleines, unfeines Weltbild, das dort um so dichter wird, wo man Änderungen und Andersdenkende noch nie mochte.

Klimaschutz, Tierschutz, Entwicklungshilfe: Alles selbstverständlich nur sinistre Tricks, um dem ohnehin gebeutelten Deutschen sein Erspartes abzuringen ... Deutschland ist schön, es gibt keine Krise, und wer arbeiten und essen will, soll sich strecken; in Sindelfingen wie in Addis Abeba. Wird schon, so Gott will.

"Mir gäbbet nix" ist eine hässliche, kleinbürgerliche Fratze, die sich gerne hinter dem verächtlichen Grinsen des Besserswissers versteckt. Eine bessere Welt baut man mit dieser Fort-Mentalität nicht.

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Achim Detjen 06.03.2010, 19:59
18. Was soll das???

Zitat von Wintermute
Es ekelt mich an, .......... "Mir gäbbet nix" ist eine hässliche, kleinbürgerliche Fratze, die sich gerne hinter dem verächtlichen Grinsen des Besserswissers versteckt. Eine bessere Welt baut man mit dieser Fort-Mentalität nicht.
Haben Sie außer wüsten Beschimpfungen auch Lösungsansätze? Sicher nicht, außer sich ordentlich im Tonfall zu vergreifen. Denn genau sie gehören zur der Sorte Menschen, die jene Rechte, die sie für sich verlangen anderen nicht zugestehen. Diese Einstellung hat der Menschheit im letzten Jahrhundert nicht gut getan.

Ansonsten ändert das nichts an dem von ihnen kritisierten Sachverhalten. Entwicklungshilfe, wie sie heute praktiziert wird, hat bisher in keinster Weise eine nachaltige Änderung der Zustände von denjenigen gebracht, für die diese gadacht ist. Und bitte vermischen sie hier nicht Entwicklungshilfe mit kurzfrister Katastrophenhilfe für Ereignisse, für die das wirklich nötig ist. Und selbst da läuft es alles andere als ordentlich, wie das Chaos in Haiti gezeigt hat, wo selbsternannte "Retter" Straßen und Flughäfen verstopften und so nur behinderten anstatt zu helfen....

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Liberalitärer 06.03.2010, 20:12
19. Leistung

Zitat von Achim Detjen
... Mit den Leuten, die den Karren in den Dreck gewirtschaftet haben diesen wieder flott machen, dass ist eine ziemliche Herausforderung. In der Privatwirtschaft würde soetwas zum Austausch des kompletten Personals führen! Also schauen wir mal und geben den Beteiligten wenigstens etwas Zeit zum arbeiten!
Da haben Sie - leider - wohl Recht. Er soll meinetwegen seine Chance haben. Aber es muss - wie der der grosse Vorsitzende sagt - das Leistungsprinzip gelten. Natürlich können es die Afrikaner packen, wenn man die denn lässt.

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