Forum: Politik
Befreiter US-Soldat: Bergdahl wegen Fahneflucht und "Feigheit" angeklagt
AFP/ US Army

Fünf Jahre lang war er Gefangener der Taliban, nun droht ihm lebenslange Haft in seiner Heimat: Der US-Soldat Bowe Bergdahl ist als Deserteur angeklagt, ihm wird "Feigheit vor dem Feind" vorgeworfen.

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MrKnowItAll 25.03.2015, 23:16
1.

Die Gefangenschaft bei den Taliban war sicher noch nicht Strafe genug. Bin gespannt, ob sich die Beweise für die Fahnenflucht finden. Wäre ja ein prima Fall, um andere abzuschrecken, die ebenso kriegsmüde sind.

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Kamikaze.SpOn 25.03.2015, 23:48
2. Ok

Dass Bergdahl nicht in typisch amerikanischer Manier zum Helden stilisiert, sondern zum Verräter erklärt wird, wird schon seine Gründe haben.

Sollte ihm nachgewiesen werden, dass er fahnenflüchtig und dem Feind gegenüber feige war, verdient er eine angemesse Strafe.

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deltametro2 26.03.2015, 00:02
3. Verzeiht mein Zynismus

Ich halte "Feigheit vor dem Feind" eher für ein Zeichen von Intelligenz. Kein Land verdient dass man sich für es prügelt.

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Carstens 26.03.2015, 00:12
4.

Ein sehr sinnvoller Straftatbestand. Stellt den Soldaten quasi vor die Wahl Tod oder lebenslange Haft.

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winterwoods 26.03.2015, 00:14
5. Ein Exempel?

Scheinbar soll hier ein Exempel statuiert werden. Es soll wohl der Druck für den Soldaten erhöht werden, unter allen Umständen den eigenen Leib dem Politwillen zu opfern. Selbst in aussichtslosen Situationen wider aller Vernunft. Denn darauf läuft diese Anklage hinaus.

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kumi-ori 26.03.2015, 01:03
6.

Ob die Vorwürfe zutreffen, kann ich nicht beurteilen. Aber lebenslängliche Haft ist schon heftig. Er hat schließlich niemanden getötet und auch nicht in grundsätzlichem Maße das Treiben seiner Armee behindert wie etwa ein Überläufer oder ein Spion. Ein Anachronismus.

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mesalliance 26.03.2015, 01:32
7.

er tut mir sehr leid - er scheint sehr deutlich gesehen zu haben das der krieg in den er musste besonders menschenverachtend war, zudem hat er ja vor seiner gefangennahme durch die taliban mehrfach berichtet dass seine "kameraden" grundlos sehr verächtlich mit der zivilbevölkerung umgegangen sind..
offenbar ein junger mann der probleme damit hatte menschen zu tyrannisieren und zu morden, ich finde das ja sehr gesund.. aber das findet vermutlich keine armee der welt, und die maßlos sich selbst glorifizierende u.s. army schon garnicht

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madue16 26.03.2015, 02:56
8. Peinlich

Es ist merkwürdig. Eine Anklage mit solchem Wortlaut klingt, als kämen sie aus einem längst vergangenen Jahrhundert. Wer schickt die Männer für welche Interessen in den Krieg und wer urteilt über mutmaßliches Fehlverhalten? Es sind die Leute, die für ihre Geld- und Machtinteressen die Würde anderer Menschen mit Füßen treten und sich anmaßen Urteil zu sprechen über Menschen, die in Situationen geschickt werden, in die die Verurteiler niemals gehen würden. Soldaten sind auch nur Menschen. Sollen sie doch mal die als feige bezeichnen, die nur die große Klappe aufreisen.

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tsitsinotis 26.03.2015, 03:38
9. Im letzten ARD-

dass 22 US-Soldaten nach ihrem Afghanistaneinsatz ihr Leben durch Suizid beenden - pro Tag.
Die wenigen Hilfseinrichtungen seien hoffnungslos überlaufen, sodass Familien und Selbsthilfegruppen(ohne Supervision!) versuchen müssten, die Traumata dieser armen Kerle zu mildern.

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