Forum: Politik
Befreiter US-Soldat: Bergdahl wegen Fahneflucht und "Feigheit" angeklagt
AFP/ US Army

Fünf Jahre lang war er Gefangener der Taliban, nun droht ihm lebenslange Haft in seiner Heimat: Der US-Soldat Bowe Bergdahl ist als Deserteur angeklagt, ihm wird "Feigheit vor dem Feind" vorgeworfen.

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dissidenten 26.03.2015, 12:25
50.

Wenn der Mensch versucht im Krieg immer noch Mensch zu bleiben... Der arme Junge! :(

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klaus591 26.03.2015, 12:52
51. Endlich mal ein aufrichtiger Amerikaner

meinen Respekt vor diesem Mann!
Snowden und er könnten diese schreckliche Welt der Amerikaner verändern!

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heidschnucke 26.03.2015, 13:11
52. In keinem Beruf

Zitat von klaubieh
Ich sehe das genauso. Die US Armee is eine Berufsarmee. Seit Vietnam wurde meines Wissens niemand mehr eingezogen. Wer sich von dieser Armee verpflichten lässt sollte sich vorher informieren was ihn oder sie erwarten könnte. Oder es halt bleiben lassen. Dass dies in den seltensten Fällen passiert und in der Regel auch eher schlichte Gemüter in die Kampfeinheiten eingeteilt werden macht den aktuellen Fall nicht besser, erklärt aber ein bisschen was.
liegen Theorie und Praxis so weit auseinander wie bei dem des Soldaten.
Ob man feige oder mutig reagiert, stellt sich erst im Einsatz heraus.
Alle, die hier von Feigheit reden, und die ihren Dienst bei der Bundeswehr nur auf dem Übungsacker geleistet haben, solten besser still sein.

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paulhaupt 26.03.2015, 13:44
53. Es tut mir ja sehr leid,

auch für die Leute die es gut finden, wenn ein Soldat im Gefecht einfach wegläuft weil er keine Lust mehr hat. Wie diese Leute es finden würden wenn die Bundeswehrsoldaten einfach weglaufen würden falls ein äußerer Feind Deutschland überfällt will ich gar nicht wissen, da würde mir sicher nur schlecht werden. Ist eigentlich auch egal, weil dieser Typ war und ist Soldat und hat einen Eid geleistet. Soldaten die diesen Eid brechen und im Gefecht einfach abhauen werden in jeder Armee und in jedem Land auf dieser Welt hart bestraft. Und das ist auch richtig so.

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Rain In The Face 26.03.2015, 15:36
54. Eid und Gehorsam?

Zitat von paulhaupt
auch für die Leute die es gut finden, wenn ein Soldat im Gefecht einfach wegläuft weil er keine Lust mehr hat. Wie diese Leute es finden würden wenn die Bundeswehrsoldaten einfach weglaufen würden falls ein äußerer Feind Deutschland überfällt will ich gar nicht wissen, da würde mir sicher nur schlecht werden. Ist eigentlich auch egal, weil dieser Typ war und ist Soldat und hat einen Eid geleistet. Soldaten die diesen Eid brechen und im Gefecht einfach abhauen werden in jeder Armee und in jedem Land auf dieser Welt hart bestraft. Und das ist auch richtig so.
Die Bestrafung bei Fahnenflucht kann in Deutschland bis zu 5 Jahe betragen. Von lebenslanger Haft wie in der US-Militärgerichtsbarkeit sind wir also zum Glück weit entfernt. Außerdem gilt bei uns aus der geschichtlichen Erfahrung heraus das Leitbild des "Staatsbürger in Uniform", der Soldat UND Staatsbürger in Personalunion ist. Das sich daraus ein Konflikt zum militärischen Grundsatz von "Befehl und Gehorsam" ergeben kann ist selbstverständlich. Dennoch ist es gerade dieses Leitbild der inneren Führung der Bundeswehr, das durchaus auch in Deutschland nicht mehr unumstritten ist, das uns aufgrund der Erfahrungen aus Nazizeit von der amerikanischen Philosophie unterscheidet. Hoffentlich bleibt das so.

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markus_wienken 26.03.2015, 16:16
55.

Zitat von heidschnucke
liegen Theorie und Praxis so weit auseinander wie bei dem des Soldaten. Ob man feige oder mutig reagiert, stellt sich erst im Einsatz heraus. Alle, die hier von Feigheit reden, und die ihren Dienst bei der Bundeswehr nur auf dem Übungsacker geleistet haben, solten besser still sein.
Hm...
Ich habe verweigert und ich weiß, dass ich feige bin.

Unter anderem deshalb habe ich mich gegen einne Dienst bei der BW entschieden.

Wir reden hier von erwachsenen Menschen und nicht von Kindern.

Spricht ja nichts dagegen feige zu sein, nur sollte man dann auch mit den Konsequenzen leben.

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joergalexander 26.03.2015, 19:50
56. Feigheit als Straftatbestand

Zitat von weiß+blau
Ist ja auch nur die maximale mögliche Strafe die ihm droht. Denk, er kommt mit max. fünf Jahren davon.
Genau, "max. fünf Jahre" mit 'Resozialisierungsprogramm' in einem amerikanischen Wellness-Gefängnis à la Guantanamo!?

Abgesehen davon: "Feigheit" ist in diesem Zusammenhang das Gegenteil von Sadismus (Wegbomben von Zivilisten aus Spaß am Töten - siehe Wikileaks etc.!) und damit nicht nur menschlich, sondern moralisch sogar höchst ehrenhaft. Daher ist vielmehr auf eine objektive Untersuchung mit abschließender Abwägung eines ehrenhaften oder unehrenhaften Verhaltens Bergdahls abzustellen.

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