Forum: Politik
Befürworter eines Euro-Austritts: Je jünger, desto Drachme
AFP

Die Märkte im Chaos, Europa vor dem Scheitern? Horrorszenarien kursieren über Griechenlands Zukunft - aber im Land selbst gäbe es auch Profiteure: die Befürworter eines Euro-Ausstiegs im Überblick.

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cs01 29.06.2015, 12:20
1.

Mit einer vernünftigen Finanzpolitik wäre ein Ausstieg kein Problem. Aber irgendwie glaube ich nicht daran.

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Sonia 29.06.2015, 12:21
2. Die Jugend hat Recht, sie schaut nach

England, Schweden, Dänemark, Norwegen etc., dort hat das Volk einmal vernünftig entschieden: Nein, kein Euro. Bei uns wagte es niemand, das Volk entscheiden zu lassen. Ich meine, diese Eurokraten fürchten sogar den Austritt der Griechen, so richtig werden wir nie erfahren, was da hinter den Kulissen wirklich läuft. Mit der Euro-Administration u. den Vorgängerregierungen wurde Griechenland wirtschaftlich platt gemacht. Eine Bedingung zum Beitritt war einmal, die eigene Landwirtschaft platt zu machen, dafür gab es Millionen. Tomaten aus Holland, Obst aus Argentinien liegt heute dort in den Supermärkten - vorbei mit dem riesigen Obst- u. Gemüseangebot aus der eigenen Landwirtschaft. Mögen die Griechen sich darauf besinnen, nur ihre eigenen Waren zu kaufen und wieder anzubauen. Das Geschreib der jetzigen Obst- und Gemüseprofiteure wird riesig. Und so ist es mit vielen Produkten, heimische weg, Importe rein. Macht euren Käse selbst, liebe Griechen und verweigert euch dem französischen und holländischen. So schafft ihr endlich wieder Arbeitsplätze.

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thespeedmaster 29.06.2015, 12:22
3. Sonntag? Referendum?

Ob die Amateur-Truppe in Athen das Referendum überhaupt abgewickelt kriegt, ist IMHO noch abzuwarten. Diese total "wertlose" Regierung hat doch bisher noch nichts auf die Reihe bekommen. Wenn doch, Chapeau! Wir werden sehen.

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Senf-Dazugeberin 29.06.2015, 12:23
4. Es ist doch total egal, wofür/wogegen die Griechen abstimmen

Die Entscheidungen über weitere Hilfsgelder werden doch wohl immer noch von der Gläubigerseite gefällt.

Nur weil die Griechen evtl. für ein Ja zum Euro stimmen, ändert sich doch nichts daran, dass jeglicher zusätzliche Euro auf Kosten von uns Rest-europäischen Steuerzahlern genauso im Unfähigkeits- und Korruptionssumpf versickern würde wie alle hunderten Milliarden Euros zuvor.

Außerdem müssten (bei welchem Paket auch immer) vorher noch mehrere nationale Volksvertretungen abstimmen.

Das Referendum macht in meinen Augen absolut null Sinn... aber ich glaube, so weit denken die meisten noch gar nicht.

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galbraith-leser 29.06.2015, 12:24
5. Huntingtons Thesen haben sich in weiten Teilen bestätigt

Das gilt auch in Bezug auf Griechenland. Ich persönlich habe kein Problem damit, die Griechen auf ihre Art glücklich werden zu lassen - vorausgesetzt nicht dafür permanent zur Kasse gebeten zu werden. Hoffentlich stimmen sie mit Nein, dann hat sich das Thema endlich erledigt. Die Schulden wären zwar weiterhin vorhanden und müssten de jure auch in Euro erstattet werden, aber unter dem Strich weiß jeder, dass das Geld futsch ist. Danke, Frau Merkel, für fünf Jahre unfähiger Politik.

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claude 29.06.2015, 12:26
6. losgelöst

Ich befürchte, ein Grexit wird gerade für die kleinen Leute sehr schlimm werden, währrend andere, wie angedeutet, mit ihrem ins Ausland gebrachten Geld, profitieren. Losgelöst vom Druck der Institutionen, wird es keine Reformen geben, die Korruption wird weiter grassieren, kleine Leute werden Haus und Hof verlieren, währrend die Reichen sich ihren Besitz unter den Nagel reissen.

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karend 29.06.2015, 12:27
7. .

"Schätzungen zufolge liegen auf Konten außerhalb Griechenlands mehr als 200 Milliarden Euro, die Griechen dort rechtzeitig versteckt haben. Dabei machen das nicht nur die Superreichen:(…)."

Ja, bei Geld hört nicht nur die Freundschaft, sondern auch die Liebe zum Land auf. Wie heute schon woanders geschrieben: Auf The Guardian bekennt sich die Mehrheit griechischer Foristen zum Grexit. Sie können es kaum erwarten, der "Euro-Diktatur" (angetrieben natürlich aus Deutschland) zu entkommen. Ein Grexit wäre m.E. gut, damit das Land wieder (oder endlich) auf eigenen Füßen steht. Ohne EU (sollte das in der Tat mit dem Grexit geschehen, was ich nicht glaube) und die jährlichen Milliarden-Subventionen wäre das natürlich noch schwieriger.

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frido1967 29.06.2015, 12:27
8. Europa ist krank und Syriza hat die richtige Medizin

Demokratische Referenden, Verzicht auf weiteres Geld, Schuldenschnitt, Bekämpfung von Korruption und Steuerhinterziehung - das sind die wesentlichen Dinge, die Syriza als erste Regierung in der Geschichte eines südeuropäischen Landes ernshaft verfolgt. Wer das jetzt nicht unterstützt, treibt Europa in den Abgrund.

P.S.: Syriza hat unfassend aufgezeigt, dass die Schulden illegal sind und unter Mitwirkung der Institutionen bewusst, möglicherweise sogar gezielt herbeigeführt wurden: http://griechenlandsoli.com/2015/06/26/wahrheitskommission-griechischen-parlaments-fur-die-staatsverschuldung-griechenland-opfer-eines-angriffs/

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postman pat 29.06.2015, 12:28
9. Auslandsvermögen wiederbeschaffen

Griechenland sollte an Strukturen arbeiten, die ermöglicht, sich das ins Ausland geschaffte Geld wiederzubeschaffen. Von den 200 Milliarden Auslandsvermögen, sollte man doch einen Staat teilsanieren können, langfristig bedarf es natürlich einer grundelegenden Strukturreform.

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