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Bei Chaos-Brexit: Briten drohen Lebensmittel- und Benzin-Engpässe
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Kollaps der Häfen, harte Grenze zu Irland, steigende Sozialkosten: Die britische Regierung erwartet laut einem Medienbericht chaotische Zustände, wenn es zu einem No-Deal-Brexit kommt. Dabei steuert Premier Johnson genau darauf zu.

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rainer60 18.08.2019, 08:07
10. news

diese szenarien schwirren ja schon jahrelang durch die britische luft. lt. den herren brexiteers ist das alles nur fake-news und bangemacherei. natürlich weiß niemand 100% was bei einem hard-brexit passiert, aber ein land das 60% seiner verbrauchsprodukte einführt wird logisacherweise bei einführung von grenzkontrollen versorgungsprobleme haben.
traumtänzer wie johnson,farage,reese-mogg u.a. haben natürlich keinerlei versorgungsprobleme, die haben ausreichend geld und beziehungen.

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burlei 18.08.2019, 08:09
11. Und mal wieder eine Fake News

Es weiß doch jeder - sobald GB das Joch der unterdrückenden EU abgeschüttelt hat, brechen Goldene Zeiten an. In den Pubs fließt dann der Champagner in Strömen, die Katzen füttert man nur noch mit Kaviar, weil der billiger ist und einen Rolls Royce Phantom erhält man bei jedem Händler zum Kleinwagenpreis. Die Krankenversorgung wird kostenlos, auf jeden Einwohner kommt ein Arzt und zwei Pflegekräfte usw, usf. GB wird einer Zukunft entgegen gehen, die nur der Ehrenwerte Boris Johnson dem Land bieten kann, der wie ein mittelalterlicher Held in glänzender Rüstung gegen den Moloch EU kämpft.

Es kann natürlich auch sein, dass die Gegner des Brexit Recht haben und GB im Chaos versinkt, weil Populisten vom Schlage eines BoJo zwar zerstören können, vom Aufbau aber keine Ahnung haben. Dann, ja dann geht GB nur einer grauen und öden Zukunft mit Lebensmittelmarken, Bezugsscheinen, Stromsperren usw entgegen.

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a.knieling 18.08.2019, 08:21
12. Johnson und sein Brexit

Eines verstehe ich nicht: wie kann die Notenbank Englands die wirtschaftlichen Folgen eines No-Deal-Brexit so genau vorhersagen? Auf welche Erfahrung stützt sie sich (?) oder bedient sie sich wie ein Wahrsager einer magischen Kugel?

Johnson, der britische Premier, ist angetreten, den No-Deal-Brexit in voller Härte durchzuboxen, koste es was es wolle. Er will Härte demonstrieren, egal ob die englischen Wirtschaft Schaden nimmt, egal ob die anderen europäischen Unternehmen darunter leiden. Und schon als Außenminister hat er eine erfolgreiche Politik betrieben, indem er von einem Fettnäpfchen ins andere getreten ist. Lübke wäre wahrlich neidisch. Aber im Gegensatz zu Lübke ist der No-Deal-Brexit von der britischen Regierung mit Absicht und in böser Absicht herbeigeführt.

Ich vermute, dass die britischen Unternehmungen sich darauf vorbereiten, Lebensmittel, Medikamente und Benzin im Voraus zu ordern, schon um die härtesten Folgen abzufedern

Johnson hat allerdings ein gewaltiges Ass im Ärmel: Donald Trump! Er hat den Engländern ja schon den besten Handelsdeal vorhergesagt. Und Schramm würde lieber seine Großmutter verkaufen, als irgendein Versprechen zu brechen. Ich gehe zwar selbst nicht davon aus, dass ein solches Abkommen auf Augenhöhe geführt werden wird, denn die Amerikaner werden in erster Linie ihre Vorteile im Blick haben. Amerika First.

Aber: Mehr als ein fantastischer Handelsdeal ist die Schwächung der Europäischen Union das eigentliche Ziel Amerikas und auch der Sowjetunion. Trump und Putin sind schon jetzt ganz und gar erpicht, die Früchte jener Saat aufzulesen, die die europäische Union ausgestreut hat.

Umgedreht: wenn es den Engländern, genauer gesagt der englischen Bevölkerung, immer dreckiger geht, wird sich der eine oder andere den Exit vom Brexit herbeisehnen, wie einst Wellington, „I want night or Blucher!“ was in der deutschen Übersetzung etwa heißt „Ich wünschte es wäre Nacht, oder die Preußen kämen“. Und wenn sich eine Grundstimmung für die Aufnahme neuer Handelsbeziehungen zur Europäischen Union entwickelt, während das gleich zu setzen mit dem politischen Aus von Johnson und seiner rechtskonservative Regierung.

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claus7447 18.08.2019, 08:22
13. Wie war das noch mit der Spieletheorie?

Zocken bis zur Pleite nenne ich es. Aber was soll es. Offensichtlich hat sich die Mehrheit der britischen Bevölkerung nie wirklich über die Auswirkungen eines harten Brexit gemacht. Wie ja auch über den Brexit selbst (war am Tag nach der Wahl, das meist gegoogelte Wort in UK). Zudem, wenn ein elitärer, man könnte ja sagen, unter Ausschluss der Bevölkerung erzogene Eton Jüngling sich so einfach (mit 160.000 Parteimitglieder) die macht ergreifen kann.
:
Stuard Pigott, ein anerkannter britischer Weinexperte (gibt es ohne Witz), meinte diese Woche es wird so kommen, ein grosser Teil der Briten hat vergessen, das das Commonwealth perdue ist. Johnson wird auch im Falle eines Austritts seine EU Schulden nicht bezahlen. Ich denke, die restlichen 27 Staaten werden dann auch keine Lust haben einen neuen Handelvertrags mit der Insel abzuschließen.

Aber gut. Meine Empfehlung: genügend Mars Riegel kaufen oder importieren, man kann sie ja anstatt frittieren.

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Mach999 18.08.2019, 08:24
14.

"Es wird erwartet, dass er einen neuen Brexit-Deal fordert": Ja, genau das wird auch passieren. Er wird fordern, dass die EU jetzt für die Briten akzeptable Vorschläge vorlegt, wie ein harter Brexit verhindert werden kann. Er selbst wird natürlich keine für die EU akzeptablen Vorschläge vorlegen. Also Zeitvergeudung. Immerhin haben wir jetzt aber einen Premierminister, der in seiner Person das Wesen der aktuellen britischen Politik besser verkörpert als seine Vorgängerin. Sie war bemüht, aber zu leichtgewichtig. Johnson bemüht sich noch nicht einmal mehr, sondern ist einfach nur chaotisch - wie die gesamte britische Brexit-Politik.

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PSBBM 18.08.2019, 08:27
15.

Die Briten erwartet bis zuletzt, dass die EU noch einknickt und ihnen weitere Zugeständnisse macht. Schon als EU-Mitglied bestanden die Briten auf zahlreiche Extrawürste. Es reicht! Die EU muss ihren Kurs halten. Es sind die Briten, die im Alleingang beschlossen haben, das sie die EU nicht brauchen und das sie aus der Union austreten möchten. Damit sollten die Nachteile der Union überwunden werden, die Vorteile wollte man natürlich trotzdem durch bilaterale Abkommen behalten. Und das geht natürlich nicht. Entweder man ist mit allen Rechten und Pflichten Mitglied oder man ist kein Mitglied. Die Briten laufen jetzt mit Anlauf auf den Abgrund zu und machen die EU dafür verantwortlich, das diese sie nicht auffängt. Das ist eine unverantwortliche Politik.

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sman1983 18.08.2019, 08:29
16. Zeitverschwendung

Reine Zeitverschwendung. Man müsste eigentlich irgendeinen Vertreter zum Treffen schicken, nur um mitzuteilen, dass es nichts zu bereden gibt.
Die Märkte werden den ungeregelten Brexit überstehen, man bereitet sich ja schon ewig drauf vor.
Und was mit UK passiert... Italien sollte gut hinschauen.

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power.piefke 18.08.2019, 08:30
17. Engpässe? Chaos?

Egal, jedes Land hat das Recht bei demokratischen Wahlen vollkommen dumme Entscheidungen zu treffen. Wenn die Engländer sich ein einfacheres Leben mit weniger Wohlstand und weniger Gewicht in der Welt wünschen, dann ist das zu respektieren.

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Theodor 18.08.2019, 08:34
18. Die Verteufelung

Der Blick beim Brexit geht bei den Journalisten immer nur - was passiert die ersten Monate. Dabei gilt es zu untersuchen, welche strategischen Möglichkeiten sich Großbritannien und der EU eröffnen mit einem No-Deal-Brexit und mit einem Brexit mit vorliegendem Vertrag. Oder so gesagt: Was sind 3 Monate Chaos, 3 Jahre wirtschaftlicher Abschwung, wenn ich dann die Chance habe über zwei Jahrzehnte meinem Land einen wirtschaftlichen Höhenflug zu bescheren? Klar ist: Mit dem derzeitigen Vorschlag der EU sind einige strategische Möglichkeiten von Großbritannien nicht möglich, beim No-Deal eröffnen sich diese. Darüber sollten die Journalisten und die EU nachdenken und nicht ständig populistisch die Auswirkungen der ersten Wochen und Monate beschreiben.

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juba39 18.08.2019, 08:34
19. Wirklich?

Will der Spiegel WIRKLICH unsere Meinung wissen? Dann stelle ich einmal die Frage andersherum. Was sollen uns hier in Deutschland solche Artikel? Deie Briten haben sich demokratisch für den Brexit entschieden. Die Briten haben nach ihrer demokratischen Fasson eine neue Regierung. Diese Regierung steuert demokratisch auf einen No-Deal-Brexit zu. Und was lesen wir täglich? Welche Auswirkungen das auf die Briten, auf die Nordiren, die Iren, sogar auf das Verhältnis zu den USA haben wird. Das interessiert mich, mit Verlaub, einen feuchten... In erwarte von einem deutschen Medium täglich, zumindest in dem Umfang wie obiger Artikel, sich mit den armen Briten beschäftigt, daß ich informiert werde, welche Auswirkungen ein No-Deal-Brexit FÜR UNS haben wird. Da erwarte ich, daß Journalisten mal den Allerwertesten heben, und sich in Firmen begeben, in Zollbehörden, in Ausländerbehörden. Ist das wirklich zu viel verlangt? Warum will niemand SOLCHE Fragen hören, geschweige denn beantworten?

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