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Bei Chaos-Brexit: Briten drohen Lebensmittel- und Benzin-Engpässe
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Kollaps der Häfen, harte Grenze zu Irland, steigende Sozialkosten: Die britische Regierung erwartet laut einem Medienbericht chaotische Zustände, wenn es zu einem No-Deal-Brexit kommt. Dabei steuert Premier Johnson genau darauf zu.

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ctrader62 18.08.2019, 09:50
50. Bitte nicht noch x-mal aufschieben

Die Probleme sind benannt, sie sind keine Kleinigkeiten, aber nach einer Übergangszeit handhabbar. Eine harte Grenze in Irland ließe sich vielleicht durch die Verlagerung der Zoll-Kontrollen in die Häfen vermeiden. Ich befürchte aber, dass die EU aus taktischen Gründen ("wir wollen eine andere Regierung im UK") wieder einen Aufschub für den Austritt beschließt. Aber warum tun sie das, wenn das UK doch von Anfang an nicht die große Linie von Brüssel mit getragen hat ? Macron hat das Heft des Handelns in die Hand genommen, er hat alle Personalentscheidungen nach der EU-Wahl zu seinen Gunsten durchgeboxt. Er müsste einer Verlängerung der Frist explizit zustimmen. Ich denke, er wird das nicht tun, weil er ja sonst die Dominanz des Südens (der Norden hat keine Sperrminorität mehr) und die Vergemeinschaftungspläne von Banken und Teilen der Sozialversicherungen nicht durchsetzen könnte.
Wir sollten uns wirklich überlegen, wie wir das UK nicht als persona non grata behandeln, sondern das UK als großes, wertvolles und unverzichtbares Land in neue enge Partnerschaften integrieren.

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die-metapha 18.08.2019, 09:50
51.

Zitat von Theodor
Der Blick beim Brexit geht bei den Journalisten immer nur - was passiert die ersten Monate.
Das wirklich "lustige" daran ist ja, dass es sich hier nicht um die Einschätzung von Journalisten des Spiegels handelt sonder diese nur darüber berichten, was Regierungsinterne Papiere - also die Einschätzung derer, die in den BREXIT politisch involviert sind - darüber aussagen.
Ihre Seitenhiebe auf die "Journalisten" könnten Sie eigentlich stecken lassen - hätten Sie 1. den Berich aufmerksam gelesen und 2. ihn inhaltlich verstanden.
Aber wie war das beim Populismus? Nicht Inhalte, sondern die Show und die Lautstärke alleine zählen.
Kennt man aus der Werbebranche aus den 90ern - je schlechter der Inhalt, desto auffälliger, grösser und bunter die Verpackung.

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claus7447 18.08.2019, 09:51
52.

Zitat von RioTokio
Es drohen Engpässe? Bei Lebensmitteln? Wird der französische Camembert und der original schwarzwälder Schinken knapp? Sind Länder ohne die EU von der Benzinversorgung abgeschnitten? Selbst wenn. Es wird etwas ruckeln, ein paar anfängliche Zollprobleme geben, dann ist die Sache ausgestanden. Wir Deutschen sollten uns Sorgen machen wie es in der EU ohne die Briten weiter geht. Immerhin verlieren wir nun auch die Sperrminorität von 35% gegen Entscheidungen der südeuropäischen Länder. Die EU wird für uns zur Transferunion mit all den teuren Konsequenzen.
Ha... die Sorge gilt der Sperrminorität. Oh Herr es gibt zwei Möglichkeiten: die EU rappelt sich jetzt endlich zusammen und beginnt das zu bauen was überfällig ist, nämlich ein weiteres zusammenwachsen, oder die EU wird als Konglomerat der Einzelstaaten seine Macht verlieren.

Etwas Hoffnung macht mir, das in Italien doch mittlerweile einige aufwachen und eine Machtübernahme der Lega mit Salvini doch nicht so prickelnd finden.

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claus7447 18.08.2019, 09:53
53. Träumen ist erlaubt....

Zitat von kalger
Merkel wird Macron überreden zum Nachverhandeln. Denn auch das ist „alternativlos“. Die EU ist total gespalten. Es gibt nur Verlierer. ...und für die Zukunft ist der deutsche Steuerzahler der Hauptverlierer. Von der Leyen wird sehr schnell die europäische Arbeitslosenversicherung einführen, um ihre Wahl? zu begleichen. Die EU ist .....gescheitert.Alle Schönredereien sind Worthülsen. ...
... sagen sie doch mal wo Brüssel nachgeben soll. Der Backstop ist das Dilemma. Nur dafür hat UK auch keine Alternative.

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kuac 18.08.2019, 09:54
54.

Zitat von power.piefke
Egal, jedes Land hat das Recht bei demokratischen Wahlen vollkommen dumme Entscheidungen zu treffen. Wenn die Engländer sich ein einfacheres Leben mit weniger Wohlstand und weniger Gewicht in der Welt wünschen, dann ist das zu respektieren.
Genau das wollen sie nicht. Deshalb Brexit, damit ohne die Ausbeuter aus Brüssel wieder Wohlstand und Reichtum in GB zurückkehren kann. Spätestens 2050. BoJo ( ja, von dem der Spruch „Fuck the business“ stammt) hat das alles durchgerechnet.

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ChristophST 18.08.2019, 09:54
55.

Es wird gar nichts passieren bei einem haren Brexit und es wird auch keine wesentlichen Versorgungsengpässe gebe. Nur die Presse wird eine große Nummer daraus machen, wenn in einem Schottischen Dorf das Toilettenpapier ausgegangen ist.
Aber Irlannd und Nordirland zuliebe sollte überlegt werden hier eine andere Lösung zu finden.

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andy13664 18.08.2019, 09:57
56. Lasst doch

mal die Briten machen, ohne immer Schreckensszenarien an die Waende zu malen. England hat sich dafuer entschieden aus der EU auszutreten, was man akzeptieren muss. Meiner Meinung nach mit Recht und Wissen, weil so wie die EU handelt wird das Gebilde uns irgendeines Tages mit viel Krach um die Ohren fliegen. Dann werden die Englaender diejenigen sein die mit dem Finger auf uns zeigen.

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s.l.bln 18.08.2019, 09:58
57. Was hier beschrieben wird...

Zitat von jjcamera
Die Folgen des Brexit (chaotische Zustände, Engpässe bei Medikamenten und Lebensmitteln) wurden 2016 ausführlich publiziert. Auch oder vor allem in England. Die Briten haben sich nicht in ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang gestürzt, sondern die Nachteile eines Brexit bewusst und wissend in Kauf genommen, um ihren eigenen Weg zu gehen. Leider ist die Hoffnung der EU, dass eine Mehrheit in Großbritannien zur Besinnung kommt, nicht aufgegangen. Wirkliche Kenner dieses Landes haben das aber schon immer prognostiziert. Höchste Zeit, dass wir, vor allem Deutschland und Frankreich, uns vor den Folgen des Brexit retten, nicht die Briten.
...sind die Folgen des ungeregelten Ausstieges, an den die große Mehrheit der Briten nie geglaubt hat und es teilweise bis jetzt nicht tut. Die waren fest davon überzeugt, so unverzichtbar zu sein, daß die EU letzlich alle geforderten Zugeständnisse macht.
Diese Fehleinschätzung, welche zwischenzeitlich in komplette Realitätsverweigerung mündete, war Teil der Ursachen für das Abstimmungsergebnis.
Selbst Johnson ist noch vor wenigen Tagen mit der Behauptung ins Amt gekommen, er könne der EU einen besseren Deal abringen, obwohl allen klar sein dürfte, daß das Ganze nur am Backstop hing.
Für den würde die EU jede praktikable Alternative akzeptieren, vor oder nach dem Austritt. Das Problem ist nur, daß den Briten dazu nichts einfällt, weshalb auch Johnson nicht konkret sagen kann, wie ein akzeptabler Deal denn aussehen soll.

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die-metapha 18.08.2019, 10:00
58.

Zitat von Europa-Realist
Man soll wohl gezielt den Eindruck bekommen, dass der „no-deal-Brexit“ das Ende GB oder gar der gesamten Welt zur Folge hat? Jeder kann seine Meinung zum Brexit haben, aber das ist wirklich eine unverantwortliche Meinungsmache. Sicherlich wird es anfangs Probleme geben, aber wir leben im 3. Jahrtausend!
Auch Sie haben sich nicht die Mühe gemacht, und den Artikel wirklich gelesen.
Sie fallen hier - für alle sichtbar - über Ihre eigenen Beine.
Es handelt sich um eine Einschätzung der britischen Regierung, um Informationen aus Regierungsinternen Dokumenten.
Ihren Quatsch von "Meinungsmache" können Sie stecken lassen - hier wird einfach nur über etwas berichtet, was sich andernorts in der Realität so abspielt.
Und ich bin froh darüber, dass unser Land noch über die Pressefreiheit verfügt - auch wenn Sie sich darüber ganz offensichtlich sehr ärgern und Sie gerne nur noch Informationen lesen wollen, welche in Ihr Weltbild passen und dieses nähren.

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klatschreporter 18.08.2019, 10:00
59. Es wird nicht nachverhandelt.

Zitat von kalger
Merkel wird Macron überreden zum Nachverhandeln. Denn auch das ist „alternativlos“. Die EU ist total gespalten. Es gibt nur Verlierer. ...und für die Zukunft ist der deutsche Steuerzahler der Hauptverlierer. Von der Leyen wird sehr schnell die europäische Arbeitslosenversicherung einführen, um ihre Wahl? zu begleichen. Die EU ist .....gescheitert.Alle Schönredereien sind Worthülsen. ...
Denn wie möchten Sie die dafür nötige Einstimmigkeit aller EU-Staaten erreichen, wo die EU doch angeblich bereits jetzt schon "total gespalten" ist?

Da läuft nichts mehr, und Johnson wird das von Macron und Merkel auch so zu hören bekommen.

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