Forum: Politik
Bei Einreise nach Israel: US-Studentin als Staatsfeindin in der Transitzone festgeset
AFP

Eine US-Studentin sitzt seit zwei Wochen im Flughafen von Tel Aviv fest. Israels Regierung sieht sie als Gefahr für den Staat und lässt sie nicht einreisen. Warum? Weil die Behörden offenbar rechte US-Blogs lesen.

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nickleby 16.10.2018, 19:13
10. Recht eines jeden souveränen Staates

Wer mit BDS sympathisiert oder sogar zusammenarbeitet, ist natürlich eine Gefahr für den Bestand Israels. Darum verstehe ich nicht, warum man das Schicksal der Studentin beklagt. Sie kann ja in die USA zurückreisen. Nur in Israel ist sie wegen ihrer staatsgefährdenden Tätigkeit unerwünscht. So einfach ist das, denn die Palästinenser haben keinen Anspruch auf Rückkehrrecht.

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nomac 16.10.2018, 19:15
11. @ Soziopathenland

Weil sich, wie sie richtig erkannt haben, alle unmittelbar beteiligten Länder dadurch schlechter stellen. Und dieser miesere Zustand in der Folge zum neuen Status Quo wird.

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Outdated 16.10.2018, 19:33
12. Der Vorgang zeigt eigentlich nur wie vorbildlich Israel ist:

Abschiebung statt Gefängniss.
Das Recht auf ein Berfuungsverfahren.
Es wird schwer ein Land zu finden dessen Standards da höher liegen.
Sie hat ein Visum? das entscheidet aber nicht über die Einreise, das tut der Grenzkontrolleur der hier immer das letzte Wort hat.

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Emderfriese 16.10.2018, 19:41
13. Unsicher

Demnächst werden wohl alle Netanjahu-Kritiker und Gegner der augenblicklichen israelischen Politik in Israel auch mit jüdischer Abstammung vor die Tür gesetzt und rausgeworfen. Sicherheitsparanoia ist ein erstes Anzeichen für demokratische Auflösung.

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Berliner42 16.10.2018, 19:47
14.

Zitat von Herr Stein
Leider keine neue Erkenntnis. Der Israelische Staat wird von Rassisten geführt. Die Ureinwohner (Deduinen) sind Menschen 3. Klasse, und die Palistinäser, denen das Land eigentlich "gehört", ebenso ohne Rechte.
Man sollte den Mund nicht so voll nehmen, wenn man keine Ahnung hat. Streng genommen sind "Palästinenser" alle Einwohner der Region Palästina und dazu gehören, christliche und mustlime Araber, Juden, Beduinen usw. Die Vorstellung, das Gebiet wäre nur von Beduinen bewohnt gewesen und würde deshalb denen gehören, ist - nun ja - einfach falsch.

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GoaSkin 16.10.2018, 19:49
15. @Herr Stein

Zitat von Herr Stein
Leider keine neue Erkenntnis. Der Israelische Staat wird von Rassisten geführt. Die Ureinwohner (Deduinen) sind Menschen 3. Klasse, und die Palistinäser, denen das Land eigentlich "gehört", ebenso ohne Rechte. Die 2. Staatenlösung wäre die einzige Hoffung, nur ist das aktuell nicht zu machen. Ich hörchte die rechte Regierung hört erst auf, wenn sie die Palistinäsner komplett vertrieben oder vernichtet haben. Palistina ist das größte Gefängnis der Welt und die Palistinäsner in Geselhaft von den Isralisis und eigener radikaler Kräfte die die Fatach und die Hamas... und die Welt schaut zu. Wo die die UN?
Die Zweistaaten-Lösung ist nicht die einzige Möglichkeit. Es gibt viele Palästinenser und auch Israelis, die eine Einstaaten-Lösung in Form eines sekulären Staates wünschen, der sich nicht über Religionszugehörigkeit definiert und in dem Israelis und Palästinenser vollkommen gleichberechtigt sind. Doch die Politiker versuchen leider gezielt, den Status quo so wie er ist zu erhalten und scheinen großen Wert darauf zu legen, dass sich nichts in irgendeine Richtung bewegt. Denn so lange das Westjordanland weder souverän noch autonom ist, aber dennoch auch kein richtiger Teil Israels, so sorgt man auf diesem Umweg dafür, dass Israel kein mehrheitlich muslimisches Land ist, ohne auf die Regionen Judäa und Samaria (i.e.S. das Westjordanland) ganz verzichten zu müssen.

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asmael666 16.10.2018, 19:52
16.

Verstehe ich die Redaktionslinie hier richtig? Canary Mission ist böse, das Southern Poverty Law Center ist gut?

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spiegerlguckerl 16.10.2018, 19:56
17. Das Natanyahu-Regime

ist dabei, den demokratischen Staat Israel zu zerstören und in einen autoritären Staat zu verwandeln. Für ein solches Israel sind die Holocaust-Oper aber nicht gestorben!

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simie 16.10.2018, 19:59
18.

Solche Gesetze sind eines demokratischen Staates nicht angemessen. Aber leider entwickelt sich Israel immer mehr in Richtung eines totalitären Staates. Die damalige Kritik an dem Gesetz, das dieses der Willkür die Pforten öffnet, scheint sich zu bestätigen.

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Stäffelesrutscher 16.10.2018, 20:01
19.

Zitat von chester_mansion
Das Vereinigte Königreich verweigerte kürzlich einer Frau die Einreise, die nicht genug Geld hatte, um für zwei Wochen im Land zu bleiben. Frankreich verweigerte zwei muslimischen Frauen die Einreise, weil sie sich weigerten, ihre Schleier zu entfernen. Neunzehn Georgiern wurde die Einreise nach Deutschland verweigert, wahrscheinlich weil Beamte sie für potentielle illegale Einwanderer hielten. Wo ist jezt genau der Unterschied, wenn Israel das selbe macht wie der Rest der Welt?
Israel macht nicht dasselbe wie der Rest der Welt, denn Israel ist der einzige Staat, dem ein »Existenzrecht« zugestanden wird; auf dieser Grundlage werden dann Personen diskriminiert, sobald sie auch nur darüber diskutieren, dass sich dieses »Existenzrecht« ja wohl nur auf die Grenzen von 1967 beziehen kann.

Laut Ihrem Beispiel hat das VK der Frau ja nicht vorgeworfen, die Monarchie kritisiert oder die Wiedervereinigung Irlands gefordert zu haben. Auch scheinen die Muslima nicht den Anschluss Perpignans an Katalonien befürwortet zu haben. Und hat man den Georgiern vorgeworfen, sie würden die Sezession Bayerns betreiben wollen? Wohl kaum.

Also vergleichen Sie bitte nicht Äpfel mit Birnen. Sondern bei dem hier vorgestellten Handeln Israels geht es unter anderem darum, dass dieser Staat Früchte aus besetzten Gebieten als »product of Israel« vermarkten möchte und jeden bekämpft, der auf diesen Etikettenschwindel (und Raub an den Palästinensern) aufmerksam macht.

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