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Bei hartem Brexit: Oettinger bereitet Steuerzahler schon mal auf EU-Finanzloch vor
REUTERS

Premierministerin May und Labour-Chef Corbyn finden noch keinen Brexit-Kompromiss. Die EU bräuchte bei einem No-Deal mit den Briten aber bereits in diesem Jahr mehr Beiträge, warnt Haushaltskommissar Oettinger.

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Talloires 05.04.2019, 08:30
20. Die Abschlusszahlung der Briten

wird's schon richten, denn die wird auch nach dem härtesten aller Brexits bei künftigen Teilabkommen fällig, sagt die Kommission. Ausserdem winkt man ja mit einem Handelsvertrag. Ob Moscovici sich da nicht verrechnet?

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tangoman 05.04.2019, 08:33
21. Ja, zahlen sollen wir....aber

wurde hier schon einmal thematisiert, wohin die Stimmen der Britten im EU-Parlament gehen, wenn GB austritt? KEINE EINZIGE geht an Deutschland, obwohl wir den Löwenanteil der britischen Zahlungen übernehmen sollen.
Schon jetzt ist das EU-Parlament von der eisernen Demokratie-Regel: „Ein Mann, eine Stimme“ meilenweit entfernt. Ein Malteser hat das 7-fache Stimmgewicht eines Deutschen.!!
Nach dem Austritt der Britten verschiebt sich das noch mehr in Richtung Un-Demokratie.
Daher erkennt das Bundesverfassungsgericht das EU-Parlament auch nicht als vollwertiges Parlament an.

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pepe83 05.04.2019, 08:34
22. Schlimm ist, dass aus Deutschland kein Widerstand kommt

Neulich war es Macron, dann die Südeuropäer, nun Öttinger. Bei jedem Problem in Europa wird ungefragt davon ausgegangen, dass der deutsche Steuerzahler einen Großteil der Finanzierung übernimmt. Und die deutsche Regierung nickt jede Forderung gerne ab. Als ob es keine dringlichen Themen für unsere deutsche Regierung gäbe, als dem EU Parlament die regelmäßigen Umzüge oder die Überkapazitäten in der europäischen Landwirtschaft zu finanzieren. Wahrscheinlich besteht die Hoffnung, die falsch konstruierte Institution EU mit haufenweise Geld zusammen halten zu können.

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Freidenker10 05.04.2019, 08:35
23. Sparen?

Sind die Steuerzahler inzwischen eine Art von Beute von Politikern und Beamten? Berlin verbrät inzwischen über eine Milliarde für den eigenen Bundesbetrieb und Brüssel mit seinen Heerscharen von Beamten und ausrangierten Politikern wohl ein vielfaches mehr. Wie wäre es denn mal mit Sparen anstatt nach immer mehr Geld zu schreien!?! Alles wurde in der Vergangenheit totgespart aber bei sich selbst wurde der Rotstift nie angesetzt. Aber klar Wasser predigen und Sekt saufen ist wohl angesagt...!

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jjcamera 05.04.2019, 08:36
24. Verkleinerung kostet!

Die EU ohne die 72 Abgeordneten von Großbritannien und ihrer ca. 300-köpfigen Mitarbeiterschaft braucht natürlich deutlich mehr Geld.
Die Verbleibenden müssen dann erheblich mehr arbeiten und ihre Bezüge erhöhen sich ebenfalls. Der gesamte EU-Haushalt wird nach dem Brexit signifikant ansteigen. Bitte ein Jahr nach dem Brexit (falls er tatsächlich kommt) nachlesen!

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tinnytim 05.04.2019, 08:37
25. Tausche fünf Oettinger gegen eine Vestager

Was wäre wohl zielführender? Agrarsubventionen für Großkonzerne zusammen streichen oder wegbrechende Steuereinnahmen zu kompensieren?

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Gruwe 05.04.2019, 08:39
26.

Zitat von moromoro
Haben die Brexiteers also doch recht gehabt? Wurde nicht immer gesagt, die Briten würden alles was sie einzahlen sowieso wieder bekommen? 4 Milliarden sind fast 77 Millionen in der Woche. Komisch, ich dachte immer das seien alles Lügen gewesen...
Schuster, bleib bei deinen Leisten!

Ökonomische Gewinne und Finanzierung sind zwei gänzlich unterschiedliche Schuhe!
Beispiel: Wenn ich als Staat 1 Mrd. € ausgebe um damit Maßnahmen zu finanzieren, die das Volkseinkommen um 2 Mrd. € erhöhen und ich von dem Volkseinkommen 40% an Steuermitteln erhalte, dann habe ich zwar ein Finanzierungsloch von 200 Mio., dennoch habe ich als Staat wirtschaftlich profitiert und die Maßnahme war ökonomisch sinnvoll! Genau das ist damit gemeint.

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theodtiger 05.04.2019, 08:41
27. Alles berücksichtigt

Zitat von De facto
Was ist mit dem ca. 40 Milliarden aus dem Austrittvertrag - in einem No-Deal Fall werden die Briten wohl kaum es zahlen.
Der Forist, der noch größere Finanzlücken entdeckt haben will, hat den Artikel nicht verstanden. Es geht genau um diese ca. 40 Milliarden insgesamt und was sie in diesem und nächsten Jahr konkret bedeuten könnten, insbesondere für Deutschland. Auf diese Zeit entfällt der Löwenanteil der potentiellen britischen Ausfälle, wegen des verbindlichen EU Finanzrahmens (2014-2020). Auch sollten Foristen bedenken, dass man längerfristig zwar vieles ändern kann, aber kurzfristig die Zahlungen der EU (als Rechtsgemeinschaft) rechtsbindlich und einklagbar sind. So wie die Briten auch nicht ganz so einfach mit Nichtzahlung davonkommen werden (wenn die Einklagbarkeit da auch schwierig ist)

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demwz 05.04.2019, 08:42
28.

Zitat von moromoro
Haben die Brexiteers also doch recht gehabt? Wurde nicht immer gesagt, die Briten würden alles was sie einzahlen sowieso wieder bekommen? 4 Milliarden sind fast 77 Millionen in der Woche. Komisch, ich dachte immer das seien alles Lügen gewesen...
Ich weiß nicht was in Ihrer geschlossenen Facebook Gruppe so erzählt wurde, aber dort wo ich lese wurde immer gesagt, dass die Briten Netto Zahler sind. Was nicht heißt, dass sie nicht profitieren, aber um das zu erklären müsste man differenzieren und das ist wohl sinnlos, wenn man jenseits der linearen Gleichungssysteme das Bauchgefühl favorisiert.

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hilfe2018 05.04.2019, 08:44
29. Gute Idee,

Zitat von stedaros
man darf nicht soviel für unnütze Dinge verschwenden. Das wird auch in jedem kleinen Haushalt so gemacht. Also vielleicht das Parlament verkleinern bei der nächsten Wahl. Und die Subventionen kürzen für Länder die mit wachsender Begeisterung die Spielregeln der EU aushebeln. Dann wirds auch mit dem Haushalt.
aber bitte richtig wählen. 12.000 erstklassisch versorgte Beamte, man kann nur mit dem Kopf schütteln.

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