Forum: Politik
Bei hartem Brexit: Oettinger bereitet Steuerzahler schon mal auf EU-Finanzloch vor
REUTERS

Premierministerin May und Labour-Chef Corbyn finden noch keinen Brexit-Kompromiss. Die EU bräuchte bei einem No-Deal mit den Briten aber bereits in diesem Jahr mehr Beiträge, warnt Haushaltskommissar Oettinger.

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Beat Adler 05.04.2019, 10:12
80. Ausgaben vs. Einnahmen: Wieviel bringt der gemeinsame Markt EIN?

Zitat von olischwarz
Wenn dem so ist, dass so viel Geld fehlen würde, schließe ich daraus, dass das Vereinigte Königreich mehr eingezahlt als herausbekommen hat. Und zwar in beträchtlicher Höhe. So gesehen, kann ich den Willen zum Ausstieg verstehen.
Ausgaben vs. Einnahmen: Wieviel bringt der gemeinsame Markt EIN? Wieviel kostet das Abseits-Stehen?

Firmen, die Dank des gemeinsamen Marktes mehr verdienen, zahlen mehr Steuern, ihre Mitarbeiter erhalten bessere Loehne!

Aber Milchmaedchenrechnungen in den SPON Blogs sind ja allseits beliebt!
mFG Beat

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spaceagency 05.04.2019, 10:15
81. Grossteil der Zahlungen ?

immer fieses Theater des armen zahlenden deutschen Steuerzahlers. Er sagte weniger als 500 Mio von insgesamt 5 Milliarden, also rund 10% davon. Deutschland hat 82 Mio Einwohner die Eu mehr als 500. Was sollen diese dummen Aussagen von Löwenanteil? Dass das deutsche Bildungswesen mittelmässig ist weiss man, dass auch noch die einfachsten Rechnungen nicht gemacht werden können ist nur peinlich. Es ist NORMAL dass die grösste VW des Kontinents mit der grössten Bevölkerung auch absolut am meisten zahlt. NORMAL. Pro Kopf sind die Deutschen NICHT die die am meisten zahlen. Auch dass Kleinstaaten in Abstimmungen/Gremien/Parlamenten anders gewichtet werden ist NORMAL in Demokratien. Beispiel grosse-kleine Kammern, Senat, Stände etc. Aberveben der Michel ist Zahlmeister und zahlt ganz Europa....informiert euch

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kuschl 05.04.2019, 10:18
82. Sparen?

Den Begriff kennt man in der EU nicht. Man kann doch immer einfach in den Steuertopf greifen und in der immer noch währenden Bußzeit sind deutsche Politiker bereit, bei immer weniger Gewicht in der EU, immer mehr deutsche Steuergelder auf dem europäischen Altar zu opfern. Dagegen wäre noch nicht einmal etwas einzuwenden, wenn strukturell im Süden etwas passieren würde. Aber stattdessen werden weiter Schulden gemacht, für die der deutsche Steuermichel mit aufkommen muss.

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Beat Adler 05.04.2019, 10:21
83. Agrarpolitik: Soll sich Europa selbst ernaehren koennen?

Zitat von claus7447
Ein glänzendes Beispiel der "Euro-Verbrennung" ist die Agrarpolitik. Hier wird ein Großteil der Subventionen nach einem "Altschema" verteilt. Insbesondere hat die EU wenig Regeln für die "Weiterreichung" der Gelder festgelegt. Da die Subventionen an die Länder - und dort (Deutschland) wieder an die Bundesländer weiter gereicht werden überlässt man es weitgehenst den Landesministern wo und wer Geld bekommt. In Mäck-Pom werden Großbauern die aus den LPG kamen immer noch subventioniert - obwohl dies "industrielle Agrarwirtschaft" ist und damit keinen Cent verdient. Ebenso wird Massentierhaltung zu gesponsert. Dafür tun sich Kleinbauern im Schwarzwald oder auf der Alb schwer - die dort mit Ihren Mittel eine Verkrautung und Versteppung versuchen zu verhindern und einzudämmen. Dort gehört mehr und besser subventioniert. Bei Umstellung (und nur Umstellung) auf Bio ebenfalls. Ein Bio-Bauer erzielt im Regelfall deutlich bessere Erträge wenn der Hof umgestellt ist - aber die Umstellung macht Probleme und Durststrecken. Reicht das?
Agrarpolitik: Soll sich Europa selbst ernaehren koennen?

Bitte nehmen Sie dazu Stellung: JA oder NEIN!

Wenn JA, dann wohl mit einer Landwirtschaft die nachhaltig ist, den uebrigen 1.5% der Bevoelkerung, die noch Bauern sind, ein Einkommen bietet, mit dem sie ueberleben koennen!

Wenn NEIN, dann bitte liefert Nord- und Suedamerika sowie die Nicht-EU Mittelmeeranrainer Staaten alles und jedes, BILLIGER, das Geniesserherz der Europaeere schlaegt auch dann noch hoch!

Was ist in Krisenzeiten, wenn die Lieferungen aus Nord- und Suedamerika ausbleiben? Die Leute dort ihre Nahrungsmittel selber essen, weil sie nicht mehr genug fuer die Europaeer mitproduzieren koennen, z.B. aus Gruenden der globalen Erwaermung. Was dann?
mfG Beat

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bs2509 05.04.2019, 10:21
84. Ein Mensch namens Oettinger

oder die Farce von vertretbaren Schuldenübernahmen.
Der BREXIT wird die EU-Bürger sehr viel Geld kosten, weil die EU nur für die Wirtschaft gegründet wurde und nicht für die Bürger.
So wie damals die Banken und Versicherungen aus Steuergeldern für ihre Hasadeur-Geschäfte entschädigt wurden, so werden die Briten ihre Schulden kaum oder gar nicht begleichen.
Das Taktieren der EU deutet so etwas bereits an. Alles was Juncker oder Tusk dazu sagen, ist das übliche Statement von Männern, die nicht wissen, wie sie mit solch einer Situation klatkommen sollen.
Denn einen Austritt aus der Europäischen Union war kaum vorstellbar.
Und nun, da er eingetreten ist, zeichnet sich, ab wie typisch verbürokratisiert die EU ist.
Das Ende vom Lied wird sein, dass Merkel und Co. die Kosten freiwillig übernehmen werden.
Geld genug hat sie ja . . .

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isi-dor 05.04.2019, 10:33
85.

Zitat von De facto
Was ist mit dem ca. 40 Milliarden aus dem Austrittvertrag - in einem No-Deal Fall werden die Briten wohl kaum es zahlen.
Die EU wird dann wohl kaum noch die Pensionen der britischen EU-Beamten übernehmen. Das ist dann Sache des britischen Finanzministers. Raus ist raus, bei No-Deal ohne Bezüge und Ansprüche.

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EiligeIntuition 05.04.2019, 10:36
86. GB gehört zu den größten Nettozahlern in der EU

"Allein 2016 mussten die Briten 5,6 Milliarden mehr an die EU leisten als sie zurückbekamen."

https://www.wiwo.de/politik/europa/europaeische-union-die-groessten-netto-zahler-der-eu/7179190.html

Das wird nach dem Brexit aufgeteilt unter den verbleibenden EU-Staaten.

"Vereinigtes Königreich exported $395 Milliarden and imported $617 Milliarden, resulting in a negative trade balance of $222 Milliarden."

https://atlas.media.mit.edu/de/profile/country/gbr/

Export 2018 Deutschland UK: 82,01 Milliarden €.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/259936/umfrage/deutsche-exporte-nach-grossbritannien/

Import 2018 Deutschland aus GB: 36,967 Milliarden €.
https://www.auwi-bayern.de/Europa/Grossbritannien/export-import-statistik.html

Erheblich eingebrochen ist die gesamte Außenhandelsbilanz zwischen der EU, Deutschland und GB bereits seit dem Referendum

Im Kontext mit Umsatzsteuern und Zöllen kommen auf Deutschland beim Export nach GB erhebliche weitere Kosten hinzu - und dann auch noch die Kosten für die entsprechende Abwicklung der Zollverfahren.

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Trevor Philips 05.04.2019, 10:37
87.

Zitat von Beat Adler
Die EU Buerokratie ist im Verhaeltnis zum BIP oder zur Anzahl der Einwohner spott billig, billiger wie Diejeneige, die sich um die Stadt Paris kuemmert, z.B. Woher stammt die fake news, dass die EU Buerokratie teuer sei? mfG Beat
Nun sollte man doch so ehrlich sein dabei zu erwähnen das alles was Brüssel gebiert durch die vor Ort, in den Mitgliedsstaaten vorhandene Bürokratie, realisiert, in Gesetzesform und letztendlich exekutiert wird. Ob man dafür dann rund 50000 Beamte und Angestellte braucht ist die wirklich interessante Frage.

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Peter Bernhard 05.04.2019, 10:37
88. Umschlagen

"Ich halte eine bessere Lösung als einen Exit ohne Deal für vergleichbar wahrscheinlich wie die schlechteste Lösung: einen Exit ohne Deal", habe Oettinger gesagt, also formuliert. Sehr wohl hat das was von Formel, da kenne ich british When fair is foul. Fauler Kompromiss das könnte etwa "alles" sein, was nämlich "nicht ist", somit witzig wie ich g'rad find': "not to be", erstmals finde, muss ich da "einfach" sagen. Wie noch mal: Foul könnte alles sein, was eben nicht sei: kein Exit ohne Deal, da so gewünscht und to deliver, alles andere sei Verraten am Volke. Für mich aber mal wieder MM, Merkelmuttern: "bisschen besser sein, da anders" könnte hier etwa "Exit ohne Deal" benennen (irgendwie sehr interessant: es gebe eine Bezeichnung der Schnitt- als/wie Teilmenge: es lasse sich benennen etwa "neu benennen", dasjenige, worin ein Schnitt- eine Teilmenge sei und vice versa) , oder auch mal nochmarxistischer im Hegelschen, Umschlagen von Quantität in Qualität: noch bisschen weniger reden ergibt dann den Punkt, der sich "ja" gehört, eben ans Ende eines Satzes. Klar.

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theodtiger 05.04.2019, 10:37
89. Zur Erklärung

Ein großer Teil der Foristen hat den Artikel offenbar weder richtig gelesen noch verstanden. Es geht darum, dass ein Mitglied entgegen seinen bisherigen Zusagen eventuell plötzlich nicht mehr zahlen will. Der Club (EU) hat aber dennoch rechtsverbindlich viele Ausgaben, die von allen Mitgliedern einstimmig beschlossen worden waren. Herr Oettinger rechnet nur mal durch, was das bedeuten könnte. Etwa die Hälfte der ausgefallenen Beiträge will er durch Einsparungen (wo das rechtlich möglich ist) decken. Für einen anderen unvermeidlichen Teil braucht die EU Einnahmen, da sie keine Schulden aufnehmen darf (was Staaten sowie Einzelhaushalte können). Die Aufregung die man hier vielfach lesen kann, scheint daher nur einem dumpfen Anti EU Ressentiment (ala AfD) zu entspringen. Noch ein Beispiel zur Veranschaulichung. Ihr Handwerksbetrieb hat den Zahlungsaufall eines Großkunden. Können Sie jetzt einfach ihrerseits die Zahlungen an Lieferanten einstellen und Löhne nicht mehr zahlen? Sie werden neben Einsparungen auch nach alternativen Finanzquellen such müssen. Und an dem Debakel sind nicht Sie Schuld, sondern der Großkunde der einfach nicht zahlt.

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