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Bei Neuwahlen: Tsipras kann auf absolute Mehrheit hoffen
DPA

Er hat das Sparprogramm der Euro-Partner durchs Parlament gebracht und seine Kritiker aus dem Kabinett verbannt. Nun denkt der griechische Premier Tsipras über Neuwahlen nach. Laut einer Umfrage könnte er die absolute Mehrheit holen.

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Emderfriese 19.07.2015, 11:54
90. Chaos

Zitat von dtrhnrch
Immerhin soll es 35 Mrd. für Investitionen geben - dazu Mittel aus bestehenden Fördertöpfen. Das effektiv zu handhaben geht auch nur zusammen! Wie wärs mit vielen joint-ventures: 1 G + 1 F + 1 D zum Beispiel? Und dann muss Augias-Held T. die Steuergesetze ändern: Beweislast umkehren - von A L L E N wird ein Anteil als vorläufige Steuernachzahlung konfisziert. Und zugleich eine vorläufige Steuervorauszahlung für dieses Jahr. Wer in ein joint-venture einsteigt, darf 50% dieser Beträge dort investieren, wer den Betrag nicht sofort aufbringen kann, erhält eine Ratenzahlung. Wer tatsächlich Steuern bezahlt hat, ist registriert und kann es beweisen. Ob die DRACHME-DROHUNG stark genug bleibt, das alles hinzunehmen, kann man nur hoffen.
"...Und dann muss Augias-Held T. die Steuergesetze ändern..."

Das wird er machen müssen. Der Knackpunkt ist allerdings, wer wie viel Steuern zu zahlen hat und worauf. Sprich: wer wird stärker belastet und wer weniger. Da unterscheiden sich die neoliberalen und sozialistischen Geister. Es wird schwer für Tsipras werden, in einem kapitalistisch orientierten EU-Umfeld auch nur ansatzweise sozialistische Politik zu machen. Aber damit steht und fällt er. Gelingt es ihm, wird Griechenland wohl langfristig stabil und eigenständig demokratisch sein. Gelingt es ihm nicht, ahne ich, geht das Land in Chaos unter...

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silverhair 19.07.2015, 11:59
91. Nachdenken und begreifen nicht erwünscht

Zitat von dingodog
... Schäubles hartes Vorgehen bei den Schulden ist dabei fast schon Sabotage an der Verschiebepolitik aller Seiten - es hat nicht viel gefehlt, und er hätte die Schuldenblase zum Platzen gebracht. Kann immer noch kommen...
Ach, da platz gerade etwas anderes .. nicht nur in GR oder D, sondern Weltweit.

Wir haben kein Geldsystem mehr was auf einem Festen Topf von "Geld" beruht, wir haben ein expandierendes Zahlungsystem, was "Zahlungsmittel der zukunft gegen Arbeitschulden in der Zukunft" erzeugt .. genau wie unser Universum expandiert , kann das unendlich sogar weitergehen , weil einfach die Geldmengen die Bewegt werden immer grösser und Grösser werden .. schön passend zu den Zinsen!

Die Vorstellung das die Zinsen überhand nehmen - resultieren den Vorstellungen des Geldsystems BIS 1950 .. aber so funktioniert das einfach schon eben seit 65 Jahren nicht mehr!

Zinsen und Wachstum gehören zu den Nichtlinearen Funktionen und für diese sind "Addition/Subtraktion" einfach weder definiert, noch dürfen sie angewendet werden .. schauen sie mal unter Potenzgesetzen oder Mengenlehre nach..
Folglich sind Triviale Berechnung der geistigen Höhe der Finanzmathematik einer Merkel oder Schäuble schon seit 100 Jahren als reinster Nonsens verboten!

Die Realität ist eher das die "die Realtionen zwischen der Geldmenge die Zinsgewinne haben immer mehr und mehr schrumpfen lassen, und der Effekt, das inzwischen ein Zins von 0 sich überall weltweit eingestellt hat ist die Folge, und es wird weiter nach unten gehen .. unweigerlich letztlich!

Das lustige ist, das sogar der Erzkapitalist Milton Friedman schon in den 80 Jahren davor gewarnt hat , das Weltwirtschaftsystem auf extensiven Wettbewerb ala David Ricardo, und auf das unweigerliche Ende dieses Systems hingewiesen hat, auf die zwangsweise Blasenbildung, und dem immer grösser werdenen Finanzcrash die Unweigerlich folgen müssen!

Man könnte das alles wissen, aber die dt. schaue ja lieber Fussball und Kochsendung im TV, nachdenken und begreifen ist da nicht gewünscht!

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Emderfriese 19.07.2015, 12:00
92. Billig

Zitat von bristolbay
(...). Die einzigen Länder in Europa, dies das verstanden haben, sind die ehemaligen Staaten des Ostblocks und diese sind Dank deutscher Hilfe als verlängerte Werkbank der deutschen Industrie in der Lage, eigenen Wohlstand, der immer besser wird im Vergleich zu den sozialisten Tagen, zu erarbeiten. (...) Wir sollten schnellstens zu einem anderen Währungssystem kommen, z.B. einem alten ECU, wo die wirtschaftlichen Ungleichheiten intern abgewertet wurden.
Und nun müssen Sie nur noch eins und eins zusammenzählen: Steigt Deutschland aus dem Euro aus, und sei es auch nur mittelbar über einen ECU, wird die Mark einem hohen Aufwertungsdruck ausgesetzt sein. Und damit die deutschen Produkte teuer. Was also wird geschehen? Sie schreiben es selbst: Die Produktion wird weiter verlagert in Billiglohnländer im "Osten". Und dann?

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j.vantast 19.07.2015, 12:04
93. Ich staune immer wieder

Zitat von haarer.15
Tsipras wird unbequem bleiben und immer für eine gerechtere Lösung für sein Land kämpfen.
Ich staune immer wieder wie manche Foristen das Zurückzahlen von Schulden als ungerecht ansehen.

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spon-1288290858853 19.07.2015, 12:05
94. So sind sie nun mal, unsere lieben griechischen Freunde

Erst stimmen Sie mit über 60% gegen ein relativ gemäßigtes Reformprogramm, in der Hoffnung, dass durch ihren wütenden Protest bessere Bedingungen ausgehandelt werden könnten. Als das dann leider doch nicht geklappt hat, wird nun ein deutlich härteres Programm akzeptiert. Alles egal, Hauptsache der Euro bleibt und mit ihm die Fortsetzung der Alimentierung durch die EU. Und das ungeachtet der Lohn- und Rentenkürzungen. Woran das wohl liegen mag? Vielleicht, weil die Vorteile die Nachteile überwiegen. Nach einem über 90%igen Anstieg der Löhne und Gehälter kann man eine 30%ige Reduzierung ja vielleicht auch besser verkraften als der deutsche Durchschnittsarbeinehmer, der von solchen Entwicklungen nur träumen kann. Aber man kann es ja mal versuchen.

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Emderfriese 19.07.2015, 12:06
95. Einstampfen

Zitat von bristolbay
und einseitige Sicht der Dinge, das sind Ihre Beiträge. Sie sollten sich mal schlau machen, warum Deutschland einen so hohen Exportüberschuss hat. Deutschland exportiert als High-Tech Land Investitionsgüter, die trotz hoher Preise auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind. In unserem Landkreis gibt es u.a. 4 Firmen, die man ohne Zweifel als Hidden-Champion bezeichnen kann. Die dort arbeitenden Menschen bekommen keinen Mindestlohn, sie sind bestverdienende mit hohem Potential an Weiterbildung usw. So ist es in vielen Branchen. Sie sollten sich vielleicht fragen, warum werden keine italienischen Maschinen in dem Ausmaß gekauft (Holzbearbeitungsautomaten)? Ganz einfach, weil deren technische Entwicklung stehen geblieben ist. Fragen Sie sich, warum Audi in Italien beliebter ist als Alfa, klar weil er besser ist, nicht weil er billiger ist. Wie hieß es doch so schön vor ein paar Tagen, ich boykottiere ab sofort deutsche Produkte, bitte wo ist italienisches Niveau und französisches Weißbier? Die Beispiele sind derer viele, aber Hauptsache, Sie können richtig draufhauen. Fragen Sie sich doch einmal, warum in Griechenland Tomaten aus Spanien angeboten werden und die Oliven in Italien verarbeitet werden. Haben Sie eine realitätsnahe Antwort? Sehen Sie, das ist Ihr Fehler, mit ideologischen Scheuklappen lässt sich die Welt nicht erklären.
Wenn die von Schröder angeleierten Veränderung auf dem Arbeitsmarkt mit Zeitarbeit, Lohndumping, Druck auf Arbeitslose undundund... nichts mit den Verkaufspreisen deutscher Produkte zu tun haben - wozu hat man diese Gesetze durchgesetzt? Das Argument war doch immer "Konkurrenzfähigkeit" zu Zeiten der "Globalisierung", wo sich deutsche Löhne am besten an asiatischen messen lassen müssen.
Das gilt alles nicht mehr? Dann können wird die Schröder'schen Gesetze ja wieder einstampfen... mal sehen, was die Exportindustrie dazu sagt!

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ka117 19.07.2015, 12:07
96.

Zitat von Wahrheit2011
Herr Tsipras ist untragbar. Er hat immer sein eigenes Volk aufgewiegelt, unbedingt die Sparpakete abzulehnen. Das hat sein Volk auch getan. Später hat Herr Tsipras dann sein Volk verraten, indem er noch härtere Maßnahmen unterschrieben hat.
Wie "verraten"?
Die Umfragen belegen doch, dass das Volk diesem Schlitzohr jetzt wie nie zuvor glaubt.
Er hat doch genau das erreicht, was das Volk von den griechischen Politikern erwartet: Mit der "deutschen Kreditkarte" (auch als Euro bekannt) das Land weiter zu finanzieren.
https://m.youtube.com/watch?v=C8xAXJx9WJ8

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j.vantast 19.07.2015, 12:08
97. Falsch

Zitat von heiko1977
Die Regierung von Tszipras hat sich um die Herausgabe der Daten von den schweizern Banken bemüht. Jedoch die schweizer Banken verweigerten diese, wie noch am 01.07.2015 berichtet wurde. Auch wenn die Schweiz gegenteiliges behauptet, es fehle ein offizieller griechischer Antrag, ist das schweizer Bankgeheimnis der wirtschaftliche Hauptgrund.
Eben, es fehlte der Antrag der Griechen auf Herausgabe der Daten. Tsipras kuscht vor den Oligarchen genauso wie sein Vorgänger. Würden die Griechen ihre rückständigen Steuern in Höhe von ca. 70 Milliarden zahlen, so wäre das dritte Hilfspaket fast schon obsolet.

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kado18 19.07.2015, 12:11
98. Gute Nacht Europatraumtänzer

Zitat von haarer.15
Das ist ja das kommende Problem. Niemand regt sich über Italien mit seiner hohen Schuldenquote auf. Da ist die Absturzschwelle, der point of no return schon erreicht. Alarmstufe 1 würde ich sagen. Italien hat zwar eine insgesamt bessere Infrastruktur, aber auch nur wenig Reformwillen. Ein großes Problem.
F, I,... sind die neuen Sorgenländer der EU, die sind viel zu gross, können nicht gerettet werden.

Schon sind sie mit GR sich einig gegen D, weil sie selber bitter nötige Reformen, die wir mit der Agenda 2010 hatten, weit verschieben wollen.

Jetzt rächt sich das Fehlkonstrukt, völlig unterschiedliche Wirtschaftskraft, besonders Stücklohnkosten sind unvereinbar mit einer Währung.

Der Vizeexportweltmeister hat absolut nichts gekonnt,
wenn in der Euro-EU seine Waren zwar sehr gefragt sind, aber nicht mit erarbeiteten Gegenwerten, Rohstoffen,...
bezahlt werden, immer öfters nur mit Target-2, die Wahnsinnsumme von über 0,5 Bill Schuldscheinen, davon sind aber die GR geschenkten 100 Mrd+ ca 50 Mrd schon abgezogen.

Auch andere Pleiteländer wollen dann Schuldenschnitte.

Genau das Gegenteil brachte das Fehlkonstrukt des Ockerheimers, Waigl....
Eine "Gemeinschaft", in der alle wichtigen EU-Verträge gebrochen werden, zerbricht.
Jedes zu grosse System wird uneffektiv, Konzernbosse, die auch zu grössenwahnsinnig wurden, schrumpfen sich gesund, die EU nimmt immer mehr Nehmerländer auf und vergrössert die Misswirtschaft, das muss zu einer Krise, wie in den 20-er Jahren führen, dann sind die Verschwender, voran die Staaten ihre vielen Bill Schulden los und wir unser mühsam Erspartes, doch nicht etwa Absicht ?

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j.vantast 19.07.2015, 12:11
99. Finde ich auch merkwürdig

Zitat von imlattig
ist tsipras also ein held. das klang in der deutschen presse bislang ganz anders. woher der stimmungswandel? nur noch griechenversteher? irgendwie kommt man sich von der hiesigen medienlandschaft veraeppelt vor. koennt ihr journalisten mal eure eigene meinung bilden oder muesst ihr immer das berichten was man euch vorgeigt?
Noch vor einer Woche konnte man hier im Forum ganz andere Stimmen lesen.
Letzte Woche hiess es überall noch "Haltet den Dieb" und heute wird Tsipras mit Lorbeeren geradezu überschüttet? Die Historie zeigt deutlich dass sich alles nur noch einmal wiederholen wird.

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