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Belästigungsvorwürfe: Ein altes Problem holt Trump ein
DPA

In der Debatte über sexuelle Belästigung gerät der US-Präsident immer stärker unter Druck: Drei Frauen erneuern ihre Anschuldigungen aus dem Wahlkampf. Im Kongress rumort es.

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mostly_harmless 12.12.2017, 13:51
120.

Zitat von Berg
Och, wer weiß, wieviele Mauerblümchen herumlaufen und traurig sind, dass sie niemand beachtet. Manche hätte auch gerne mal eine Berührung irgendwo erlebt. Doch das trauen sie sich nicht zu sagen. Aber wenn diese sich erst melden werden, dann wird die ganze Diskussion vom Kopf wieder auf den Boden gestellt.
Ui, ein Beitrag von einem User, der im 18. Jahrhundert oder noch früher gelebt hat. Zumindest wenn es nach dem Zivilisationsstand des Inhaltes geht.

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lab61 12.12.2017, 13:52
121.

Zitat von pittiken
Es ist schon eine andere Missbrauchsqualität, ob nur einer grabscht oder ob mehrere ABSICHTLICH die Frau vom Freund/vom Mann trennt und mehrere auf einmal befummeln und schlimmeres machen. Und das unabhängig von der Hautfarbe und vom Alter. Und die Grünen finden das supertoll, was die Nordafrikaner da getan hat. Da kann man sehen, was für ein Weltbild die Grünen da haben.
Bitte zitieren Sie auch nur eine einzige derartige Aussage eines Grünen und verlinken Sie das Zitat.

Sollten Sie dazu nicht in der Lage sein, muss ich Ihnen dreistes Lügen unterstellen.

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die-metapha 12.12.2017, 13:54
122.

Zitat von nahal
Vielleicht war es notwendig, dass einer gewählt wird, der kein Politiker ist, um uns an diese Sache zu erinnern.
Die Gretchenfrage ist und bleibt doch aber - um welchen Preis?

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derjoey 12.12.2017, 14:00
123.

Zitat von nahal
man ist überrascht, das Politiker das auch halten, was diese im Wahlkampf versprechen.
Eher nicht, was geliefert wurde bislang ist - besonders angesichts der äußerst zahlreichen und vollmundigen Versprechen des Mr. Trump im Wahlkampf ("We’re going to have insurance for everybody" - "Much less expensive and much better") - eher mager und ziemlich bescheiden selbst für einen US-Präsidenten. Hier als Beispiel eine Liste, sehr umfassend, aber ungewichtet: https://trumptracker.github.io/

Und bevor jetzt der Whataboutism wieder ausbricht, eine komplette Liste der Versprechen Mr. Obamas zu seiner Regierungszeit: http://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/obameter/browse/?page=1

Da Mr. Trump allerdings erst ein knappes Jahr im Amt ist, hier eine Analyse des ersten Obama-Jahres: https://www.theguardian.com/world/2010/jan/19/barack-obama-key-events

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The Independent 12.12.2017, 14:00
124. ...

Zitat von mostly_harmless
Ist aber letztlich egal, ob Trump liefert oder nicht. Seine Anhänger (sehr fest 1/3 der Wähler in den USA) finden gut, was er tut.
Das stimmt so nicht.
Nach Dr. Emily Ekins vom CATO Institute können nur 31 Prozent der republikanischen (!) Wähler, und zwar die "Staunch Conservatives", zu den "die-hard"-Unterstützern Trumps gezählt werden. Die anderen Gruppen, die "Marketeers" (ca. 25%), die "American Preservionists (20%), die "Anti-Elites" (19%) und die "The Disengaged" (5%) haben zum Teil drastisch abweichende Meinungen zu politischen Themen und/oder wählen mal Demokraten und dann mal Republikaner.

Die Anti-Elites z.B. hatten bis 2016 eigentlich eher positive Meinungen zu Clinton, schwenkten dann aber aus unbekannten Gründen bei der Wahl radikal um. Die Preservionists sind die Gruppe, die Trump zwar zur Nominierung verholfen haben, aber sowohl mal für Demokraten, als auch für Republikaner gestimmt haben und in Wirtschaftsfragen eher wie demokratische Anhänger wirken, in Einwanderungsfragen aber wiederum absolut bei Trump sind.

Da es in den USA auch eine riesige Gruppe von Nichtwählern bei jeder Wahl gibt, ist also der harte Trump-Fanblock sicher kleiner als "ein Drittel der Wähler". Wenn überhaupt, dann 1/3 der republikanischen Wähler, und das ist aktuell nun wirklich keine große Supportergruppe.

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wiseman21 12.12.2017, 14:01
125. Ich kann es nicht mehr hören/lesen

Es ist einfach unerträglich wie einige Foristen gleichzeitig Jeden mit einer anderen Meinung permanent als Lügner bezeichnen und andererseits selbst an den Haaren herbeigezogene Vergleiche mit Bill Clinton anstellen. Bill Clinton hatte eine außerehliche Affäre, ein Verhältnis mit Monika Lewinsky. Niemand (auch kein Republikaner) hat ihm jemals vorgeworfen, dass er Ms Levinsky vergewaltigt oder zu etwas gezwungen hat. Das Amtsenthebungsverfahren wurde eingeleitet, weil er darüber die Unwahrheit gesagt hatte. Wenn es nicht so sinnlos wäre, würde ich einfach mal vorschlagen sich mit den Fakten vertraut zu machen bevor so ein Schwachsinn in die Welt gesetzt wird.

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lab61 12.12.2017, 14:06
126.

Zitat von The Independent
Doch, zumindest die Broaddrick-Vorwürfe waren bekannt und vom FBI für Kenneth Starrs Büro (Sonderermittler in der Whitewater-Affäre in Arkansas, der dann auch die Ermittlungsbefugnisse für den Lewinski-Fall bekam) untersucht worden. In den beiden anderen Fällen waren die vorgeblich Betroffenen m.W. nicht bereit mit Ermittlern zu reden. Starr war noch bis 2001 tätig, Sie dürfen daher davon ausgehen, dass Starr jeden Stein umgedreht hat. Das FBI hatte sogar im Auftrag von Starr auf dem PC verfasste Liebesbriefe von Lewinski, die nicht sicher gelöscht wurden, wieder hergestellt. Hätte es etwas Greifbares gegeben, dann wäre die Amtsenthebung erfolgt. Es gab aber nichts.
Sie haben Recht. Ich habe mich im Fall Broaddrick vertan. Den hatte ich nicht mehr in Erinnerung.
Aber wir stimmen darin überein, dass die Aussagen des (angeblichen) Opfers in sich sehr inkonsistent und teilweise gar widersprüchlich waren, so dass an der Glaubwürdigkeit der Beschuldigung starke, ganz objektiv nachvollziehbare Zweifel bestanden.

Dies ist aber nicht der Fall, wenn der Beschuldigte einfach die Vorwürfe von sich weist, wie es jetzt Trump tut.

Starr wirkte damals regelrecht fanatisiert in der Aufgabe, Clinton etwas anhängen zu können. Ein deutlicher Kontrast zu dem jetzt sehr diskret und unaufgeregt, gleichzeitig aber auch effektiv und offenbar auch stets gesetzeskonform arbeitenden Sonderermittlers Muller.

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jollen 12.12.2017, 14:10
127.

Zitat von kuac
Leider habe ich noch keine Antwort auf die Frage erhalten: was ist der Unterschied zwischen den sexuellen Belästigungen von Trump und den Tätern von der Silvesternacht in Köln? Einer ist weisser Christ und die anderen sind Moslems? Ist das alles?
Unterschied?
Die Taten von Köln führten zu vielen Strafanzeigen, aber die Täter konnten nur vereinzelt ermittelt werden.
Bei Trump scheint der Täter bekannt zu sein. Aber ich weiß nicht ob er auch angezeigt wurde.

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laracrofti 12.12.2017, 14:17
128. Dem zweiten Teil Ihrer

Zitat von The Independent
So wie Sie ist aber nicht unbedingt jedes Opfer gestrickt. In meinem Umfeld gibt es einen Fall, in dem ein Opfer sexuellen Mißbrauchs den Mißbrauch (in der Kindheit) unterbewusst dauerhaft ausgeblendet hat. Erst 20 Jahre später, bei der Beschreibung (einer eigentlich unverfänglichen Situation) durch die Mutter, kamen die Erinnerungen wieder hoch. Wie eine Art Amnesie zum Selbstschutz/-erhalt, die dann plötzlich verflog. Ein durchaus bekannter psychologischer Effekt. Die Taten waren dann zu diesem Zeitpunkt fast verjährt. Mißbrauchsvorwürfe nach Jahren oder sogar Jahrzehnten sind nicht also zwangsläufig Lügengebilde. Erwachsene Opfer fühlen sich oft selbst schuldig und bilden sich ein, die Situation selbst herbeigeführt zu haben. Wieder andere denken, dass sie gegen die geballte Geldmacht eines mutmaßlichen Täters keine Chance haben, und erst eine #metoo-Debatte gibt ihnen dann den Mut, doch etwas zu sagen, oder Anzeige zu erstatten. Und bei einem Bullen wie Weinstein, der nicht nur körperlich überlegen war, sondern auch über Filmbesetzungen und damit Karrieren entschied, und sogar die Macht hatte renitente Schauspielerinnen bei andere Filfirmen anzuschwärzen, hätten vielleicht auch Sie keine Backpfeifen verteilt. In den USA gibt es wiederum deshalb mehr "Handhabe", weil dort nicht nur die Strafen viel höher sind, sondern auch weil ein bedeutender Teil der Gerichtsverhandlungen mit Geschworenen, den Jurys, durchgeführt wird. Die wägen zwar auch wie z.B. ein Deutscher Richter Pro und Contra ab, und würdigen oder verwerfen Beweise, sie entscheiden aber mitunter auch nach Gefühl, d.h., dass Antipathie, Sympathie oder Vorurteile (z.B. bei afroamerikanischen Angeklagten) mitunter die Urteilsfindung beeinflussen, und sie in der Vergangenheit auch beeinflusst haben.
Ausführungen kann ich gerne folgen, der erste gehört nicht zu diesem Thema, Missbrauch in der Kindheit ist was völlig anderes und noch viel schlimmer. Die Personen die jetzt DT verbal (noch nicht strafrechtlich) der sexuellen Belästigung usw. bezichtigen waren alle zu dem besagten Zeitpunkt volljährig und auch nicht unbedingt völlig abhängig von DT.

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seetaucher 12.12.2017, 14:22
129.

Zitat von nahal
man ist überrascht, das Politiker das auch halten, was diese im Wahlkampf versprechen.
Das ist völlig falsch.

1.
Niemand ist überrascht, wenn Politiker das halten, was diese im Wahlkampf versprechen. In Deutschland ist das mit dem Halten nicht so einfach, weil wir in der Regel Koalitionen haben, auf Bundesebene häufig 3-er-Koalitionen, jetzt vielleicht sogar 4-er-Koalitionen. Da ist es eben fast unmöglich, einfach das zu machen, was man versprochen hat, weil der Koalitionspartner in dem Themengebiet was ganz anderes versprochen hat.

2.
Trump wird nicht kritisiert, weil er umsetzt was er versprochen hat. Das überrascht auch nicht. Die Kritik wurde schon geübt, als er die Versprechungen gemacht hat (er wurde für seine Idee der "wall" kritisiert, für seine Idee den ACA abzuschaffen, für seine Forderung des Muslim Bann, für seine Idee der Steuerreform zu Gunsten der Reichen und zu Lasten der Armen) und warum sollte diese Kritik jetzt, wo er versucht diese Versprechen umzusetzen, aufhören?

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