Forum: Politik
Belästigungsvorwürfe: Ein altes Problem holt Trump ein
DPA

In der Debatte über sexuelle Belästigung gerät der US-Präsident immer stärker unter Druck: Drei Frauen erneuern ihre Anschuldigungen aus dem Wahlkampf. Im Kongress rumort es.

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hoppelkaktus 13.12.2017, 04:47
150. Reine Wäsche

Ich habe als Kind, gemeinsam mit den Geschwistern, nichts erlebt, als gemeinste sexuelle Gewalt. Regelrecht vermietet wurden wir an Männer und FRAUEN. Unsere Eltern fanden das einfach ne prima zusätzliche Einnahmequelle. Mittlerweile sind diese Eltern tot - wie schön. Aber wir Kinder leben weiter - und haben einen unbezwingbaren Hass auf alles, alles ,alles. Es gab keine rettende Hand zur rechten Zeit.

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Berg 13.12.2017, 10:45
151.

Zitat von nahal
Da sind wir das erste mal in diesem Forum einig. :-) Es sind viele Sachen, die ich an Trump nicht mag. Eine Sache aber imponiert mir, was ich allgemein, auch in D, beanstande: man ist überrascht, das Politiker das auch halten, was diese im Wahlkampf versprechen. Vielleicht war es notwendig, dass einer gewählt wird, der kein Politiker ist, um uns an diese Sache zu erinnern.
Nun auch zu Ihnen: keiner wird nachweisen können, dass Politiker vor der Wahl etwas "versprechen" im Sinne von: das werde ich 100pro durchsetzen! Es sind und bleiben immer Vorhaben, die sich dieses Parteimitglied vornimmt, und zwar schon im Rahmen der eigenen Partei-Koalitionsverträge, vor allem aber in Zusammenarbeit mit der anderen Koalitionspartei UND unter Beachtung der Prioritäten (kann also auch erst später zu realisieren sein).

Deswegen rate ich auch Ihnen, nicht naiv allgemeine Aussagen zu "Versprechen" umzumünzen, wie sie etwa als geschworene Treue bei Eheschließungen abgegeben werden. Nochmal: es sind Vorsätze, Vorhaben, Absichten, die sich dann in 4 Jahren Regierungsarbeit anhand der bestehenden Gesetze, Verträge, Gerichtsurteile und finanziellen Randbedingungen messen lassen müssen, ob eine Realisierungschance besteht.

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solltemanwissen 14.12.2017, 01:14
152.

Zitat von pittiken
Es ist schon eine andere Missbrauchsqualität, ob nur einer grabscht oder ob mehrere ABSICHTLICH die Frau vom Freund/vom Mann trennt und mehrere auf einmal befummeln und schlimmeres machen. Und das unabhängig von der Hautfarbe und vom Alter. Und die Grünen finden das supertoll, was die Nordafrikaner da getan hat. Da kann man sehen, was für ein Weltbild die Grünen da haben.
Da sieht man mal wieder die Verlogenheit der CSU und CDU Wähler! Die Frau ist egal - dass die bei beiden Vorfällen begrapscht (oder schlimmer) wird, das ist wurscht. Jetzt ist entscheidend, dass sie von ihrem Mann getrennt wurde.

Ekelhaft, aber so ticken viele Konservative hier offenbar.

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AlaskaSaedelaere 15.12.2017, 01:33
153.

Zitat von kuac
Leider habe ich noch keine Antwort auf die Frage erhalten: was ist der Unterschied zwischen den sexuellen Belästigungen von Trump und den Tätern von der Silvesternacht in Köln? Einer ist weisser Christ und die anderen sind Moslems? Ist das alles?
Ja, ganz bestimmt. Daß die einen Vorfälle durch Hunderte von Zeugenaussagen belegt sind und die anderen lediglich unbewiesene Anschuldigungen sind, hat damit natürlich nichts zu tun.

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The Independent 18.12.2017, 17:42
154. ...

Zitat von laracrofti
Ausführungen kann ich gerne folgen, der erste gehört nicht zu diesem Thema, Missbrauch in der Kindheit ist was völlig anderes und noch viel schlimmer. Die Personen die jetzt DT verbal (noch nicht strafrechtlich) der sexuellen Belästigung usw. bezichtigen waren alle zu dem besagten Zeitpunkt volljährig und auch nicht unbedingt völlig abhängig von DT.
Das bedeutet aber nicht, dass die mutmaßlichen Opfer weniger traumatisiert sind. Und allein die finanzielle Macht eines Multimillionärs Trump, der sich jeden Staranwalt leisten kann und der dann wiederum das Opfer im Gerichtsaal zerpflückt - um nicht zu sagen vernichtet, vielleicht weil es in der Jugend mal einen Joint geraucht hat, auf Frauen steht oder beim Sex gerne auf den Po gehauen wird, soll heißen das Opfer für die Jury unglaubwürdig macht, kann dann noch zusätzlich einschüchtern. Das US-Justizsystem ist völlig anders gestrickt als das hiesige, siehe O.J. Simpson.

Sie bezweifeln nicht nur den Wahrheitsgehalt der Aussagen, sondern erwarten auch noch von jedem Opfer genau so wie sie zu reagieren.
Noch einmal: Nicht jedes Opfer hat die Kraft (mental und körperlich) so zu reagieren wie Sie. Auch wenn Sie es anders verpacken, betreiben Sie eigentlich Victim-Blaming:
Entweder reagieren in Ihren Augen die Opfer nicht richtig, oder lügen wohl Ihrer Meinung nach per se, weil sie erst nach Jahrzehnten an die Öffentlichkeit gehen. Ich kenne Opfer sexueller Angriffe (von der Belästigung bis hin zur Vergewaltigung) in den USA, die wegen lokaler Begebenheiten (z.B. der Richter war der beste Freund des Vaters des Vergewaltigers, und hat den Täter in anderen Verfahren grundsätzlich geschützt, in einem anderen Fall war der Täter Millionär und hatte eine Armada von Star-Anwälten) von Strafanzeigen absahen.
Bei den gegen Weinstein erhobenen Vorwürfen handelt es sich zumindest bei den Belästigungen um größtenteils verjährte Delikte. Die Opfer der verjährten Delikte gehen deshalb "nur" an die Öffentlichkeit, weil sie keine Anzeige mehr erstatten können. Da bei Weinstein allerdings auch Vergewaltigungen im Raume stehen, könnte eine dieser Vergewaltigungendoch zu einer Anklage führen, so sie denn noch nicht verjährt ist

Auch bei den Vorwürfen gegen Trump sind alle oder fast alle bereits verjährt. Nur bei schwerer wiegenden Verbrechen (z.B. Vergewaltigung) gibt es längere Verjährungsfristen.

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The Independent 18.12.2017, 18:05
155. ...

Zitat von pittiken
Klar kann Frau abwägen, den geilen Filmproduzenten auf sich steigen zu lassen und dann die Filmrolle zu bekommen, oder aber sagen, meine körperliche und seelische Unversehrtheit steht an erster Stelle und ich werde dann eben keine Schauspielerin. Wer sich lieber besteigen lässt, tja sollte sich nicht beschweren. Karriere zu jedem Preis, nein danke.
Genau, mit einer anderen Berufswahl wäre das Problem der Zwangslagen ausnutzenden Männer natürlich gelöst. Sie begreifen offenbar nicht die Erpressermentalität die dahinter steckt. Weinstein hatte die Macht Karrieren nachhaltig zu zerstören. Und von Ihnen kommt kein Wort gegen das perverse Ausnutzen der Machtposition. Das wirft kein gutes Licht auf ihre Moralvorstellungen.

Männer wie Weinstein oder Trump (" It's like a magnet. Just kiss. I don't even wait. And when you're a star, they let you do it") bilden sich ein, dass sie sich aufgrund ihrer Machtstellung oder ihrem Bekanntheitsgrad alles erlauben können und auch nicht fragen müssen, ob sie grapschen, küssen oder befummeln dürfen.
Bei Weinstein kommt noch hinzu, dass er den Aussagen nach in mindestens 2 Fällen nicht nur seelischen Zwang (Erpressung), sondern auch körperlichen Zwang ausübte, die Opfer also festhielt bzw. mit seinen Händen fixierte. In diesen Fällen gab es keine Entscheidung für ein Nicht-Schauspielerleben, da sie den Vergewaltigungen nicht entfliehen konnten. Und auch in anderen Fällen gab er vor Filmbesprechungen abhalten zu wollen, und stand dann mitunter plötzlich splitternackt vor den Opfern. Die Ausübung eines anderen Berufes zu empfehlen, ist einfach nur daneben.

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