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Belagerte Stadt in Syrien: Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung
REUTERS

Während die USA und Europa zusehen, wie Hunderttausende Menschen in Aleppo ausgehungert werden, kommen Islamisten den Eingeschlossenen zur Hilfe. Angeführt werden sie von einer Terrormiliz.

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warth 02.08.2016, 15:03
1. Ich finde in diesem Artikel keinen Beleg dafür ...

... dass die Islamisten in der Lage und willens sind, Frieden, Nahrungsmittel und Medikamente zu bringen. Woher soll das auch kommen. Es ist wieder mal der untaugliche Versuch, die Rebellen als die Guten im Lande darzustellen, alle anderen aber als die Kriegsverbrecher.

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Putin-Troll 02.08.2016, 15:07
2. Die Totalität des Krieges

Zitat von
Denn während USA und Europa es dabei belassen, die Abriegelung der von den Rebellen beherrschten Stadtviertel wortreich zu verurteilen, greifen die Islamisten zu den Waffen und versuchen die Lage der knapp 300.000 Eingeschlossenen mit militärischen Mitteln zu verbessern.
Beim Autor scheint ein grundsätzliches Missverständnis vorzuliegen, was den Zweck des Krieges betrifft. Oberstes Kriegszeil ist es nicht, Zivilisten zu schützen, sondern den Feind zu besiegen. Dafür gefährdet man so wenige Zivilisten wie möglich, aber so viele wie nötig. Sprich, es wird auf Zivilisten nur so weit Rücksicht genommen, wie es die eigentlichen Kriegsziele nicht gefährdet. Wer auf andere Art Krieg führt, wird diesen aus formell logischen Gründen verlieren.

Jetzt die Islamisten als Retter der Bevölkerung zu inszenisren, die ohne diese Islamisten gar nicht gerettet werden müsste, ist darüber hinaus ziemlich zynisch.

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philipkdi 02.08.2016, 15:08
3. Und dann noch wundern...

...wenn diese Menschen zu denen laufen, die ihnen in der Not helfen. Wenn es dann den nächsten "islamistischen Staat" gibt heulen alle wieder rum.

Europa ist nur noch die Heimat von Phrasendreschern, die niemandem eine Hilfe sind. Statt dessen werden dann auch noch die armen Schweine bei uns beschimpft, die aus dieser Hölle flüchten.

Es ist eine Schande!

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harmlos01 02.08.2016, 15:08
4. Wer sich auf die Islamisten verlassen muss ist verloren!

Wenn das Land nicht genug Kämpfer für einen demokratischen Übergang zusammenbekommt stürzt es in die Hände der Extremisten. wenn dass das Ziel ist, sollte Assad besser gewinnen! Die Aufständischen haben nach 5 Jahren faktisch verloren. Sie können nun zwar noch verhalndeln, aber nicht mehr siegen. Anstelle dessen verlängern sie das Leiden des syrischen Volkes immer weiter! Ein schlechter Frieden ist immer noch besser, als ein permaneter Krieg

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n.nixdorff 02.08.2016, 15:08
5. Tja,

der Westen erweist sich ein ums andere Mal als zahnlos. Ohne Not lässt man sich von Potentaten auf der Nase herumtanzen und lässt Diktatoren ihre eigenen und fremde Völker massakrieren. Wie naiv muss man sein, einen Diktator Assad, dem die effiziente Tötungsmaschinerie Putins zur Verfügung steht, immer noch zu Verhandlungen aufzufordern? Warum lassen wir zu, dass gezielt zivile Infrastruktur, Schulen und Krankenhäuser bombardiert werden? Damals in Grosny mag man das als innerrussische Angelegenheit angesehen habe, was falsch war. Heute in Syrien immer noch zuzuschauen, ist blamabel und unterlassene Hilfeleistung. Ich wette, dass Putin und Assad einer Luftbrücke für Aleppo nach Berliner Modell nichts entgegenzusetzen hätten. Die würden ebenso wie damals Stalin keiner Maschine ein Haar krümmen. Aber Obama ist ja seit längerer Zeit in Gedanken schon im Ruhestand. Und die Europäer? Noch nicht einmal heiße Luft kommt da. Und Steinmeier mahnt und warnt mal wieder.

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guevara2000 02.08.2016, 15:10
6. Es helfen nur Bodentruppen

Der Irak-Krieg war erlogen, aber hier müssen endlich westliche Bodentruppen einschreiten, die Grenzen auflösen und in der Nachkriegszeit mit Hilfe von Referenden die Völker selbst bestimmen lassen, was sie tun wollen und wo sie leben wollen.
Diese Möchtegern Pazifisten, die denken man könne mit den "gemäßigten" Rebellen reden, die eigentlich zu 95% Islamisten sind, täuschen sich gewaltig. Die einzigen moderaten Gruppen leben in Nordsyrien und das sind die Kurden inkl der christlichen Minderheiten, die wiederrum von Erdogan bombardiert werden.

Ich habe das Gefühl die EU und der Westen sind an einer Lösung gar nicht interessiert.

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Flutterbeer 02.08.2016, 15:10
7. Spannend

Spannend, dass unsere Medien ja schon immer Islamisten als Freiheitskämpfer bezeichnet hat war ja kein Geheimnis, dies aber so öffentlich zu tun ist schon erstaunlich. Natürlich will al-Nusra und sonstige salafistische Gruppierungen (z.B. Ahrar, Jaysh, Uigurische Islamische Turkestan-Partei (btw von der UN als Terroristen anerkannt)) Ostaleppo von der Belagerung aufheben weil es total die humanitären Samariter sind, alles klar.

PS: Die Waffenruhe wurde vor 6 Monaten durch eine islamistische Offensive auf al-Ghab und Südaleppo gebrochen.

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Palmstroem 02.08.2016, 15:14
8. Auch der Messias kann nicht helfen

Der Friedensnobelpreisträger hat inzwischen mehr als doppelt soviele Kriege am Hals wie sein Vorgänger. Der Terror fordert mehr Opfer denn je und die Zahl der Flüchtlinge steigt von Jahr zu Jahr.
Die von vielen ersehnte multipolare Welt hat nicht mehr Frieden gebracht, sondern mehr Chaos.

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Alias Alias 02.08.2016, 15:16
9. Man hat viele Möglichkeiten,

sich als echten Helden zu positionieren. Ich weiß nicht, ob sowas überhaupt zur NATO-Strategie gehört, die Menschen einmal hinter seinen Einsatz zu bringen. Die Berliner Luftbrücke für Aleppo oder sonst wo hätte sich als tolle Tradition etablieren können.

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