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Belgien: Staatsreform soll Sprachenstreit entschärfen
DPA

Jahrzehntelang vergiftete der Sprachenstreit am Rande Brüssels das politische Klima in Belgien - 2010 drohte das Land gar daran zu zerbrechen. Nun soll damit Schluss sein. Das Parlament beschloss eine Staatsreform.

hardliner1 13.07.2012, 19:25
1. Paradox

Es kann auf Dauer nicht gutgehen, wenn die einen (Flamen) das Geld erwirtschaften und die anderen das Geld ausgeben (Wallonen). Daher muss auch in Deutschland deer Unfug mit dem Länderfinanzausgleich beendet werden. Drei Zahler und 13 Nehmer, das ist paradox.

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Leifur_Eiriksson 13.07.2012, 20:20
2. Sehr kurz gedacht....

Vor Hundert Jahren haben die armen Flamen (damals überwiegend Fischer und Bauern) sich Geldern der von den Kohle und Erz abbauenden Wallonen ernährt. Und auch das so stolze Bayern kassierte über Jahrzehnte Gelder aus dem Länderfinanzausgleich z.B von Nordrhein-Westfalen. Wenn wir für alle eine vernünftige und auf Dauer angelegte Entwicklung haben wollen, ist ein Länderfinanzausgleich unumgänglich.

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hardliner1 14.07.2012, 00:31
3. Unterschied

Zitat von Leifur_Eiriksson
Vor Hundert Jahren haben die armen Flamen (damals überwiegend Fischer und Bauern) sich Geldern der von den Kohle und Erz abbauenden Wallonen ernährt. Und auch das so stolze Bayern kassierte über Jahrzehnte Gelder aus dem Länderfinanzausgleich z.B von Nordrhein-Westfalen. Wenn wir für alle eine vernünftige und auf Dauer angelegte Entwicklung haben wollen, ist ein Länderfinanzausgleich unumgänglich.
Im Unterschied zu den Daueralimentierten aus Bremen, Berlin, Saarland oder Schleswig-Holstein haben die Bayern die Mittel aus dem Länderfinanzausgleich dazu genutzt, um den Freistaat zu einem prosperierenden Bundesland (und inzwischen Hauptzahler im Länderfinanzausgleich) auszubauen.
Die Pleiteländer in Deutschland haben erschreckende Parallelen zu Griechenland: Viel Staat, wenig Effizienz.
Als Baden-Württemberger macht es mich stocksauer, dass unser Bundesland seit eh und je Nettozahler im Länderfinanzausgleich ist. Sollen sich die linken Länder endlich mal den A.... aufreissen und etwas auf die Beine stellen, statt auf Kosten anderer zu leben und sich ein üppiges Sozialniveau zu leisten.
Was die Wallonen angeht, so können sich diese nicht auf Zeiten berufen, die 100 Jahre zurückliegen, genausowenig wie NRW auf seine glorreiche Vergangenheit als Stahl- und Kohlezentrum verweisen kann.

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franx_ffm 14.07.2012, 02:28
4. Richtige und falsche Vergleiche

Es scheint, daß der Weg Bayerns, die damals erhaltenen Gelder aus dem Länderfinanzausgleich in Bildung und Infrastruktur zu investieren, richtig war.

In der Wallonie versickern dagegen die Ausgleichszahlungen Flanderns. Vielleicht liegt es nicht nur an der veralteten Schwerindustrie, sondern an der dortigen langjährigen sozialistischen Mißwirtschaft, daß die Wallonie keine Chance hat sich wirtschaftlich zu erholen.
Spontan fallen mir auch einige Parallelen in Dtld. ein ...

Belgien ist sozusagen die heutige EU im kleinen. Sinnlose Geldströme von Nord nach Süd. Innerhalb Deutschlands ist nur die Richtung umgekehrt (von Hamburg abgesehen).

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KurtKnutson 14.07.2012, 12:13
5.

Zitat von hardliner1
Als Baden-Württemberger macht es mich stocksauer, dass unser Bundesland seit eh und je Nettozahler im Länderfinanzausgleich ist. Sollen sich die linken Länder endlich mal den A.... aufreissen und etwas auf die Beine stellen, statt auf Kosten anderer zu leben und sich ein üppiges Sozialniveau zu leisten.
Mein lieber User Hardliner.
Könnten Sie ihre Ausführungen zum Thema "üppiges Sozialniveau" in
"linken Ländern" etwas näher erläutern. Ich glaube nämlich überall in
Deutschland ein einheitliches Sozialniveau ausgemacht zu haben.
Das Wort Solidargemeinschaft sagt ihnen so gar nix ?
Das ist der Preis der Demokratie, ist das so schwer zu akzeptieren ?

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ginivonOnyx 14.07.2012, 12:14
6. Staatsreform

Zeigen Sie mir was in der Politik nicht paradox ist. Aber endlich besinnt
man sich in Belgien an den gesunden Menschenverstand. Lang genug hat
es gedauert.

Zitat von hardliner1
Es kann auf Dauer nicht gutgehen, wenn die einen (Flamen) das Geld erwirtschaften und die anderen das Geld ausgeben (Wallonen). Daher muss auch in Deutschland deer Unfug mit dem Länderfinanzausgleich beendet werden. Drei Zahler und 13 Nehmer, das ist paradox.

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ginivonOnyx 14.07.2012, 12:21
7. Staatsreform

Zitat von hardliner1
Im Unterschied zu den Daueralimentierten aus Bremen, Berlin, Saarland oder Schleswig-Holstein haben die Bayern die Mittel aus dem Länderfinanzausgleich dazu genutzt, um den Freistaat zu einem prosperierenden Bundesland (und inzwischen Hauptzahler im Länderfinanzausgleich) auszubauen. Die Pleiteländer in Deutschland haben erschreckende Parallelen zu Griechenland: Viel Staat, wenig Effizienz. Als Baden-Württemberger macht es mich stocksauer, dass unser Bundesland seit eh und je Nettozahler im Länderfinanzausgleich ist. Sollen sich die linken Länder endlich mal den A.... aufreissen und etwas auf die Beine stellen, statt auf Kosten anderer zu leben und sich ein üppiges Sozialniveau zu leisten. Was die Wallonen angeht, so können sich diese nicht auf Zeiten berufen, die 100 Jahre zurückliegen, genausowenig wie NRW auf seine glorreiche Vergangenheit als Stahl- und Kohlezentrum verweisen kann.
Bin zwar Berliner, aber bin völlig der gleichen Meinung. Nur es sind
nicht die Bürger, die nicht wirtschaften können, sondern deren
Politiker. Siehe BER in Berlin.

da leiht sich Wowereit Geld 2010 150 Millionen und parkt es mit
"WZinswetten" zwischen und 2011 250 Millionen und fährt prompt
Verluste ein. aut RFenate Künast gän gige Praxis in den Kommunen.
Die Verluste darf der Steuerzahler blechen.
Das schlimme ist, daßSteuerverschwendung in unserem Land nicht einmal strafbar ist. Verrückte Welt????????????

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dummerjunge 14.07.2012, 12:28
8. optional

Außer Fußball und einem König haben die Belgier keine Gemeinsamkeiten. Die Autobahn trennt diesen künstlichen, von den Briten geschaffenen Pseudostaat in 2 Hälften. Der Norden sollte den Niederlanden beitreten, der Süden Frankreich.

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