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Benedikt im Libanon: Papst fordert Waffenembargo gegen Syrien
DPA

Es ist eine äußerst heikle Mission: Papst Benedikt XVI. ist im Libanon angekommen. Das Kirchenoberhaupt plädiert für einen Stopp der Waffenimporte nach Syrien. Den Arabischen Frühling nennt er einen positiven "Schrei nach Freiheit".

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1948-2008 14.09.2012, 13:29
1.

Zitat von sysop
Es ist eine äußerst heikle Mission: Papst Benedikt XVI. ist im Libanon angekommen. Das Kirchenoberhaupt plädiert für einen Stopp der Waffenimporte nach Syrien. Den Arabischen Frühling nennt er einen positiven "Schrei nach Freiheit".
Lieber Papst Benedikt,

wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach mal die Klappe halten. Der arabisch-islamische "Schrei nach Freiheit" hat bereits zigtausende arabischer Christen das Leben gekostet, und es werden Millionen werden, wenn mit dem Alewiten Assad auch noch das letzte säkular-moderne Regime im arabischen Raum fällt. Ist das im Interesse der Katholischen Kirche ?

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CompressorBoy 14.09.2012, 13:30
2.

Zitat von sysop
Den Arabischen Frühling nennt er einen positiven "Schrei nach Freiheit".
Im "Arabischen Frühling" geht es in erster Linie um die eigene Freiheit und Macht, nicht um die der anderen.
Das sollte man nicht verkennen.

Ich habe den Eindruck, der gute Mann ist nicht mehr so ganz auf dem laufenden.

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der_zauberer 14.09.2012, 13:41
3. Quatsch

Es ist verwunderlich welche Aussagen du triffst. Die Menschen dort leben seit Jahrunderten friedlich mit- und nebeneinander. Hör auf soviel Bild etc zu lesen. Assad ist ein Mörder der genauso wie sein Vater. Seit 40 Jahren wird Ihr Volk systematisch unterdrückt und gefoltert, unabhängig der Religionszugehörigkeit. Die Christen im Orient sind weitaus Gläubiger als im Westen und dementsprechend ist der Respekt der beiden Religionen riesengross. Also hör auf so ein Mist zu schreiben oder ist dass ein moderater Präsident der nach der ersten kleinen Demonstration 5 Kinder erschiessen lässt ???

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ObackoBarama 14.09.2012, 13:50
4.

Da sind wieder die die alles besser wissen.

Wie kann anders der Papst die Lage der Christen verbesseren, wenn überhaupt, außer dass er gerade das sagt was er gesagt hat. Ganz vernünftig, also dass die Revolutionen gut waren.

Was hätte er anders sagen können? Etwa so; eure Revolutionen sind scheiße, ihr seid alle Fundamentalisten und Terroristen und ich unterstütze Assad dass er an der Macht bleibt!!

Sowas hätte dann erst den Christen dort echt riesig geholfen.

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AbuHaifa 14.09.2012, 13:58
5. Keinen Deut besser

Zitat von der_zauberer
Es ist verwunderlich welche Aussagen du triffst. Die Menschen dort leben seit Jahrunderten friedlich mit- und nebeneinander. Hör auf soviel Bild etc zu lesen. Assad ist ein Mörder der genauso wie sein Vater. Seit 40 Jahren wird Ihr Volk systematisch unterdrückt und gefoltert, unabhängig der Religionszugehörigkeit. Die Christen im Orient sind weitaus Gläubiger als im Westen und dementsprechend ist der Respekt der beiden Religionen riesengross. Also hör auf so ein Mist zu schreiben oder ist dass ein moderater Präsident der nach der ersten kleinen Demonstration 5 Kinder erschiessen lässt ???
Finden Sie die Situation in Ägypten, Libyen und Jemen etwa attraktiv, nachdem die alten Herrscher zum Teufel gejagt worden sind? Ja, das Assad-Regime hat gewaltig Dreck am Stecken, aber die so genannten Freiheitskämpfer haben im letzten Jahr bewiesen, dass sie keinen Deut besser sind. Oder finden Sie es in Ordnung, dass Väter vor den Augen ihrer Frauen und Kinder enthauptet werden, weil sie für Baschar al-Assad sind? Die arabische Revolution hat ihre Unschuld längst verloren und was passiert, wenn sie auch in Syrien siegt, das sehen wir alle gerade ganz deutlich in Nordafrika und im Jemen. Der Islam ist eine Religion des Friedens nicht der Gewalt und Barbarei. Die Radikalen verstehen da offenbar etwas gewaltig falsch. Wenn diese intoleranten Fanatiker an die Macht kommen, dann werden die Syrer sich nach der Freiheit zurücksehnen, die sie unter Assad hatten. Wenn auch diese Freiheit selbstverständlich noch sehr ausbaufähig ist. Aber das zu verwirklichen, dazu sind garantiert nicht die Rebellen geeignet. Das hieße ja den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

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Zidane2008 14.09.2012, 14:01
6. Was schreibt Ihr den da?

Die Christen leben in Syrien unter der Herrschaft von Assad friedlich neben Moslems. Aber wenn die jetzige Regierung gestürzt wird, werden die Christen von alleine verschwinden, bevor die Sunniten (Salafisten) an die Macht gelangen.

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20099 14.09.2012, 14:08
7. optional

Gute Idee! Insbesondere gegen die islamistischen Terroristen dort, die als "Widerstandskämpfer" angeblich für Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Menschrechte und Glaubensfreiheit eintreten! So wie in Ägypten, Jemen und Libyen...

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shayan 14.09.2012, 14:08
8. optional

ich dachte die Christen fühlen sich bei Assad sicherer als bei islamische Freiheitskämpfer.
Ich dachte die Christen können und dürfen unter der jetzigen syrischen Regierung ihre Religion ausüben.
Ich dachte die islamischen Freiheitskämpfer : entschuldigung Syreische Rebellen oh noch mal Entschuldigung die Djhadisten haben Christen getötet und die Kirchen dem Boden gleichgemacht oder habe ich alles falsch verstanden. Na ja der alte gute Papst soll ja besser wissen, immerhin ist er ja Gottesvertreter auf der Erde nicht wie ich unwissender älter gewordene Mann.

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Atheist_Crusader 14.09.2012, 14:11
9.

Zitat von sysop
Die Umwälzungen des Arabischen Frühlings nannte er einen positiven "Schrei nach Freiheit". Bei allem Willen zum Umsturz müsse jedoch stets die Toleranz gewahrt werden.
Gewahrt? Gewahrt? Wahren kann man etwas, das man schon besitzt. Man wahrt keine religiöse Toleranz im Nahen Osten, ebensowenig wie man den Bestand der holländischen Gebirgsziegen erhält.

Und dass "Freiheit" viele Bedeutungen haben kann, ist auch nicht unbedingt eine neue Erkenntnis. Manche wünschen sich Freiheit, zu tun was sie wollen, solange sie dabei Niemandem schaden. Andere wünschen sich Freiheit, zu tun was sie wollen, egal was der Rest der Welt dazu sagt.

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