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Beobachtermission in Syrien: Arabische Liga bricht mit Assad-Regime

Die Arabische Liga hat genug: Die Beobachtermission ist abgebrochen, nun wenden sich die Vermittler an den Uno-Sicherheitsrat. Das Regime in Damaskus reagiert empört - und mit Vorwürfen. Doch Syriens Präsident Assad hat seine Glaubwürdigkeit längst verspielt.

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martin-gott@gmx.de 28.01.2012, 20:47
1. Satire

Zitat von sysop
Die Arabische Liga hat genug: Die Beobachtermission ist abgebrochen, nun wenden sich die Vermittler an den Uno-Sicherheitsrat. Das Regime in Damaskus reagiert empört - und mit Vorwürfen. Doch Syriens Präsident Assad hat seine Glaubwürdigkeit längst verspielt.
das mit der arabischen Liga ist doch Satire pur. Ein Grossteil der arabischen Herrscher würden nicht zögern selbst gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen mit den gleichen oder schlimmeren Mitteln wenn ihre Macht gefährdert wäre. Es geht doch wohl eher darum den Druck auf den Sicherheitsrat zu erhöhen irgendeiner Resolution zuzustimmen die als Kriegsgrund zu benutzen ist.

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radeberger78 28.01.2012, 21:13
2. Die arabische Liga ist doch ein Farce,

Zitat von martin-gott@gmx.de
das mit der arabischen Liga ist doch Satire pur. Ein Grossteil der arabischen Herrscher würden nicht zögern selbst gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen mit den gleichen oder schlimmeren Mitteln wenn ihre Macht gefährdert wäre. Es geht doch wohl eher darum den Druck auf den Sicherheitsrat zu erhöhen irgendeiner Resolution zuzustimmen die als Kriegsgrund zu benutzen ist.
wenn man sich die Staaten einmal anschaut Saudi-Arabien, Katar, Kuweit ... die Einwohner die dort Leben sind doch gar nicht mehr in der Lage ohne Diener aus einem verarmten arabischen Dritte-Welt-Land einkaufen zu gehen. Selbst wenn man modernste Waffen bereitstellt, werden die keinen Finger rühren, jedenfalls nicht solange sie bei klaren Verstand sind.
Da muss sich schon etwas anderes einfallen lassen, vielleicht amerikanische Piloten in den Flugzeugen, ist aber auch gefährlich solange die Russen dort vor Anker liegen. Das kann ziemlich schnell eskalieren.

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widder58 28.01.2012, 21:34
3. Ganz andere

Zitat von sysop
Die Arabische Liga hat genug: Die Beobachtermission ist abgebrochen, nun wenden sich die Vermittler an den Uno-Sicherheitsrat. Das Regime in Damaskus reagiert empört - und mit Vorwürfen. Doch Syriens Präsident Assad hat seine Glaubwürdigkeit längst verspielt.
Da haben ganz andere ihre Glaubwürdigkeit verspielt, so die Arabische Liga als Vasallen der Saudiqataren, die 1-Mann-Menschenrechtsbüros, die rebellischen Söldner die eigene Morde Assad in die Schuhe schieben oder die "freidlichen Demonstranten" die inzwischen Hunderte von Soldaten und Sicherheitskräften auf dem gewissen haben und nicht zuletzt wieder einmal die systemtreue Presse ala Spiegel und Co.
Die Beobachterkommission brachte für die Golfstaaten nicht das erwünschte Ergebnis was man zur Intervention ala Libyen gebraucht hätte. Einzig deswegen zieht die Kommission ab. In Syrien läuft erneut die Lügenmaschinerie der inzwischen nur als Staatsterrorismus zu bezeichnenden Einmischung durch außen, präzise durch Saudi-Arabien, Qatar, VAR und anderer Vasallen des Königshauses in Riad, einschließlich westlicher Heuchler.

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SysLevel 28.01.2012, 21:37
4.

Zitat von radeberger78
wenn man sich die Staaten einmal anschaut Saudi-Arabien, Katar, Kuweit ... die Einwohner die dort Leben sind doch gar nicht mehr in der Lage ohne Diener aus einem verarmten arabischen Dritte-Welt-Land einkaufen zu gehen. Selbst wenn man modernste Waffen bereitstellt, werden die keinen Finger rühren, jedenfalls nicht solange sie bei klaren Verstand sind. Da muss sich schon etwas anderes einfallen lassen, vielleicht amerikanische Piloten in den Flugzeugen, ist aber auch gefährlich solange die Russen dort vor Anker liegen. Das kann ziemlich schnell eskalieren.
Keine Sorge, die Söldnertruppen aus Katar stehen schon bereit, der Truppenaufmarsch der USA in der Region ist so gut wie abgeschlossen, und die Franzosen platzen sicher auch bereits vor Angriffslust wie in Libyen;-)

Und wie in Libyen kommt es auch hier auf das exakte Timing an.

Man erinnere sich:
Das im Spätsommer 2010 geplante Flottenmanöver im südlichen Mittelmeer,
welches im Frühjahr 2011 dann bekanntermassen auch stattfand.
Es war ja auch interessant, das ausgerechnet zum Jahrestag
der Machtübernahme Gaddafis die "Befreiung" verkündet wurde.

Eigentlich müsste es bald losgehen, sonst wird der Zeitplan etwas knapp bis zur geplanten "Befreiung" kurz vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich.

Oder der Zeitplan richtet sich nach den Präsidentschaftswahlen in den USA. Dann könnte die Zeit sogar noch für die "Befreiung" des Iran reichen.

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zukunft007 28.01.2012, 22:07
5. -

Zitat von martin-gott@gmx.de
das mit der arabischen Liga ist doch Satire pur. Ein Grossteil der arabischen Herrscher würden nicht zögern selbst gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen mit den gleichen oder schlimmeren Mitteln wenn ihre Macht gefährdert wäre. Es geht doch wohl eher darum den Druck auf den Sicherheitsrat zu erhöhen irgendeiner Resolution zuzustimmen die als Kriegsgrund zu benutzen ist.
wenn Despoten Rebellen anerkennen,ist das natürlich ganz demokratisch .Erinnerungen kommen auf,als die westliche Welt den Rebellenrat in Libyen als Regierung anerkannt hat.
Immer dasselbe Spiel.Hat ja beim letzten Mal so gut funktioniert.Warum nicht eine Neuauflage.Geht ja nur um die geliebten Menschenrechte und den Burgfrieden.
Und wenn Russland sich diesmal gegen eine Resolution ausspricht,wird es schon wissen,warum.
Hinter der Fichte
Soll eigentlich alles in Schutt und Asche gelegt werden,weil die Pläne dies so vorgeben?

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Why-not? 28.01.2012, 22:33
6. Assad lässt weiter morden

Assad lässt weiter abschlachten!
Es läuft im Moment genau so, wie sich das Assad vorgestellt hat: Da er jetzt keine Freunde mehr hat (außer den Mullah-Schergen in Iran und Hisbollah) kann er nur auf brutale Waffengewalt setzen und muss weiter morden lassen. Die Menschen wollen das System Assad schon lange nicht mehr, mit seiner Brutalität, Korruption und mörderischem Hass auf die eigene Bevölkerung. Assad hatte gehofft, dass ihm die "Arabische Liga" Schützenhilfe gibt. Da das auch nicht der Fall ist, muss er diese nun beschimpfen.

Assad ist zu allem bereit, lässt foltern, schießen und die eigene Bevölkerung weiter abschlachten, nur um mit aller Gewalt (im wahrsten Sinne des Wortes) an der Macht zu bleiben. Dann gibt es einige todesmutige Menschen in der Bevölkerung, die sich gegen Assad stellen und dafür ihr Leben riskieren. Der Besitz eines Handys ist in Syrien lebensgefährlich und kann leicht tödlich enden! Diese todesmutigen Menschen werden hier zum Dank von Foristen angegriffen und verhöhnt.

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dr-ohnesorg 28.01.2012, 22:57
7. na das wär ja nach Ihrer Ansicht

Zitat von SysLevel
Keine Sorge, die Söldnertruppen aus Katar stehen schon bereit, der Truppenaufmarsch der USA in der Region ist so gut wie abgeschlossen, und die Franzosen platzen sicher auch bereits vor Angriffslust wie in Libyen;-) Und wie in Libyen kommt es auch hier auf das exakte Timing an. Man erinnere sich: Das im Spätsommer 2010 geplante Flottenmanöver im südlichen Mittelmeer, welches im Frühjahr 2011 dann bekanntermassen auch stattfand. Es war ja auch interessant, das ausgerechnet zum Jahrestag der Machtübernahme Gaddafis die "Befreiung" verkündet wurde. Eigentlich müsste es bald losgehen, sonst wird der Zeitplan etwas knapp bis zur geplanten "Befreiung" kurz vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Oder der Zeitplan richtet sich nach den Präsidentschaftswahlen in den USA. Dann könnte die Zeit sogar noch für die "Befreiung" des Iran reichen.
völlig falsch - ich verstehe schon: Den Schlächter am besten weitermachen lassen, Staatensouveränität über alles. Und das sind ja sowieso alles Terroristen, sieht man ja weil sie nicht ruhig in ihren Häusern bleiben.
Hach wär das schön, wenn wir auch hier so vorgehen könnten, mit Bundeswehr und Geheimdiensten, damit die Demokratie schön ordentlich den Wohlstand und die dafür erforderliche Kontrolle in die Hände der richtigen, besten Leute dafür lenkt. Sie gehören bestimmt dazu.

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belle76 29.01.2012, 00:15
8.

Zitat von martin-gott@gmx.de
das mit der arabischen Liga ist doch Satire pur. Ein Grossteil der arabischen Herrscher würden nicht zögern selbst gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen mit den gleichen oder schlimmeren Mitteln wenn ihre Macht gefährdert wäre. Es geht doch wohl eher darum den Druck auf den Sicherheitsrat zu erhöhen irgendeiner Resolution zuzustimmen die als Kriegsgrund zu benutzen ist.
Wenn man sich mal überlegt, das Frauen in Saudi Arabien wie Vieh behandelt werden, werden sie vergewaltigt, werden sie als Strafe gesteinigt. Der Vergewaltiger wird meistens nur verwarnt und macht weiter. Ist er Angehöriger einflußreicher Familien, passiert gar nix.
Bedienstete aus anderen Ländern werden verprügelt, gequält und auch getötet. Es passiert gar nichts.

Hier schmipft mal wieder ein Esel den anderen Langohr! Na ja, der Uno Sicherheitsrat und die Nato werden es schon richten. Die Arabische Liga wird den unbequemen Assad bald los werden.
Und es wird wieder genug Naive geben, die das Gerede über Menschenrecht als bare Münze nehmen werden und die zigtausend Tote die es geben wird als "Kollateralschäden" akzeptieren werden.

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AGA2759 29.01.2012, 02:51
9.

Zitat von sysop
Die Arabische Liga hat genug: Die Beobachtermission ist abgebrochen, nun wenden sich die Vermittler an den Uno-Sicherheitsrat. Das Regime in Damaskus reagiert empört - und mit Vorwürfen. Doch Syriens Präsident Assad hat seine Glaubwürdigkeit längst verspielt.
Vielleicht sollte man dem syrischen Volk die Zeit gönnen, sich zu sortieren? Immer stehen gleich irgendwelche Verfechter einer Ideologie bereit, ihre Dienste anzubieten. Im Hintergrund wittern sie doch alle nur die Kohle, die sich bei einer Restrukturierung machen lässt. Den Syrern ist doch damit nicht geholfen.
Liest man die Kommentare, so gewinnt man den Eindruck, dass ein neues Gesellschaftssystem innerhalb weniger Wochen implementierbar sei. Das ist kompletter Unsinn. Dafür benötigt es Jahrzehnte.
Schließlich gibt es viele, die unter dem alten Regime ihr Auskommen hatten. Wie wir mittlerweile wissen sollten, bleibt das Volk immer auf der Strecke. Ein paar wenige bereichern sich. Wie das Regime bezeichnet wird ist belanglos.

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