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Berateraffäre im Verteidigungsministerium: Leitender Beamter wollte belastende Akten
Stefan Sauer/DPA

In der Berateraffäre muss Ursula von der Leyens Ministerium neue Unregelmäßigkeiten einräumen. Nach SPIEGEL-Informationen versuchte ein leitender Beamter, Akten mit frisierten Beraterabrechnungen zu entfernen.

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Leser_01 09.05.2019, 17:02
1.

Skandal!

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goliker 09.05.2019, 17:03
2. Politische Verantwortung

gibt es in dieser Regierung nicht!

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mischamai 09.05.2019, 17:07
3. Rücktritt

Seit Wochen warte ich auf eine Eilmeldung auf meinem Smartphone von Spiegel Online: "Rücktritt, Frau von der Leyen zurückgetreten"! Aber soviel Anstand lässt diese Frau die einfach alles weglächelt wohl nicht zu.

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klichti 09.05.2019, 17:09
4.

Ich habe dauerhaft ein Problem mit diesen "Skandal"-Meldungen aus dem Verteidigungsministerium. Es sieht jetzt, von der Journaille nicht ausdrücklich gesagt, aber teils durch Formulierungen, teils durch die Darstellung im Artikel (großes Bild von von der Leyen mit besorgtem Gesichtsausdruck) so aus, als wollte man gezielt den Eindruck hervorrufen, alles sei ihre Schuld.

Im konkreten Fall fehlt mir die zeitliche Zuordnung. Selbst, wenn die aufgefundenen Unregelmäßigkeiten alle aus der Zeit von der Leyens stammen, hatte sie denn die Chance, in diesem Riesenapparat diese Vorgänge überhaupt zu finden. Und was ist mit der Zeit vor ihr? Der Mann wird ja nicht wie die Schaumgeborene im Verteidigungsministerium materialisiert sein, um sein image-zerstörendes Werk zu beginnen, damit man ihr klar Führungsschwäche und Falsch-Priorisierung vorwerfen kann. Seit wann ist der Herr also mit seinen Manipulationen beschäftigt gewesen, und wie kam es, daß er damit durchkam? Weil alle anderen so aufrecht, moralisch und ethisch unanfechtbar und überhaupt die vorbildhaftesten Staatsdiener überhaupt waren? Oder handelt es sich um ein seit langem eingeschliffenes Verhalten, das von jeher an den Dienstherren vorbeilaviert wurde. Nicht, daß es vorher irgendwelche Skandale bei der Bundeswehr gegeben hätte, speziell der Spiegel ist da ja voll im Bilde (oder habt Ihr Augsteins Inhaftierung Anfang der 60er bereits von der Platte gelöscht?)

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zynik 09.05.2019, 17:09
5.

Waren das noch Zeiten als Politiker wegen solcher Geschichten Verantwortung übernommen haben, zurückgetreten sind um sich ein bisschen Restwürde zu erhalten.

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Kakteenstreichler 09.05.2019, 17:10
6. Aktenvernichter auch nicht mehr funktionsfähig

Neben den Panzern, Flugzeugen und Schiffen funktioniert jetzt noch nicht Mal mehr das Akten vernichten.

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woodpecker76 09.05.2019, 17:11
7. Bin kein Freund des Ministerbashings...

aber wo bleibt die Haftung bzw. Übernahme der Verantwortung seinens Ministerin v.d.L. ? Es sind schon Minister gegangen (worden) wegen minderschweren Fällen.

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tangoman 09.05.2019, 17:11
8. Gängige Praxis

"Offenbar hatte er mit den Beratern vereinbart, dass diese ihre Projekte schon beginnen, bevor die entsprechenden Budgets genehmigt worden waren."
Ich sehe hier nicht das große Fass, das der Spiegel hier aufmachen will.
Dieses Vorgehen ist, auch in der Wirtschaft, gängige Praxis, da der Einkauf i.d.R. dermaßen langsam mit der Freigabe der Verträge ist, dass Spezialisten am Jahresanfang mehrere Monate kein Gehalt bekommen würden.
Ich kann aus meiner Vergangenheit sagen, dass Experten mit Tagessätzen von 1400-1600€ da nicht mitspielen, da sie ohne Probleme auf andere Auftraggeber ausweichen können. Das Ministerium schaut dann blöd in die Runde, der IT-Experte ist nämlich weg.
Daher hat der Beamte wahrscheinlich sogar im Sinne seines Arbeitgebers gehandelt.

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Normaler Wutbürger 09.05.2019, 17:11
9. Natürlich

Selbstverständlich hat er das gemacht, um "dringliche IT-Projekte voranbringen", das ich nicht lache ... .

Das ist gängige Praxis in ALLEN Behörden. Es fängt schon ganz unten in den Städten und Gemeinden an, wo hin und her gemauschelt wird. Allerdings sind es da meist wirklich "nur" kleine Gefälligkeiten.
In den höheren "Etagen" bis hin zu den Ministerien, da gehts um waschechte Korruption mit Millionenbeträgen. Und wenn man wirklich suchen würde, dann würde man in jedem Ministerium fündig werden.

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