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Beratungen in Biarritz: Worauf sich die G7-Staaten bislang geeinigt haben - und was o
Sean Kilpatrick / The Canadian Press via AP

Beim G7-Gipfel haben die Staatschefs erste gemeinsame Positionen erzielt. So wollen sie bei der Brandbekämpfung am Amazonas helfen. Bei anderen heiklen Themen herrscht jedoch Zwist. Der Überblick.

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sven2016 25.08.2019, 20:32
1. Bisher scheint die Themen- und Ablaufplanung

von Herrn Macron aufzugehen, auch weil der EU-Zank ausbleibt, auch mit Herrn Johnson als zurückhaltendem Teilnehmer.

Ob es eine Abschlusserklärung gibt, ist dabei zweitrangig. Zumindest hat Herr Trump es bisher nicht geschafft, seine Themensetzung dem Treffen aufzuzwingen.

Gut gemacht (bisher).

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andre_36 25.08.2019, 20:36
2.

"Unter Bolsonaro hatten Brandrodungen zuletzt stark zugenommen. Macron bekräftigte in Biarritz auch seine frühere Forderung, dass es nach den Waldbränden Hilfe für die Aufforstung geben müsse." Und diese HIlfe wird finanziert von Steuergeld der G7 Mitgliedsstaaten. Nachdem durch ein Freihandelsabkommen zwischen E.U. und Brasilien der Absatz von Rindfleisch und anderen Produkten gesichert wurde, für deren Produktion der notwendige Raum durch Brandrodung geschaffen wird. Es klingt nach Komödie, ist aber angesichts der Folgen eher tragisch, was die Profit-getriebenen Volksvertreter hier spielen.

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kajoter 25.08.2019, 20:47
3.

Macron weiß sich - im Gegensatz zu Frau Merkel - in Szene zu setzen, was durch den Besuch des iranischen Außenministers wieder einmal bewiesen wird. Es stellt bei ihm nur meistens die Frage, welche Ergebnisse er damit erzielt. Die Einladung war ein Coup, dem aber nur wenige Resultate folgen werden, weil kein Treffen zwischen ihm und der amerikanischen Delegation vereinbart werden konnte. Und so sieht es - genauer besehen - bei fast allen Aktivitäten Macrons aus. Viel Pomp und Getöse, aber wenig Ertrag.

Ansonsten scheint man Trump erfolgreich mit derartig vielen Themen eingedeckelt zu haben, dass er kaum Gelegenheit besaß, seine üblichen Spaltkeile anzusetzen. Im Gegenteil. Der G7 konnte sogar die Achse Trump-Johnson gut verkraften.
Es dürfte danach klar sein, dass Trump noch weniger Wert auf jede Form von Gipfeltreffen legen wird und dass er vor allem die EU als feindselig betrachten wird. Aber das war vorher bereits usus und damit können wir bis Anfang 2021 leben.
Dafür müssen wir damit leben, dass Trump beim nächsten Gipfel in den USA den Diktator Putin einladen wird. Aber vielleicht landet er ja auch einen Coup und lädt noch Kim dazu. Wer nun immer noch nicht sieht, welche Bedeutung die EU auch und gerade für Deutschland besitzt, dem kann halt nicht mehr geholfen werden.

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otto_lustig 25.08.2019, 21:04
4. Die Brandrodungen verfolgen zweifellos einen Zweck!

Wer profitiert davon? Sicherlich nicht nur der brasilianische Bauer, sondern seine Abnehmer. Das ist der brasilianische Staat und danach in erster Linie amerikanische Unternehmen. Die haben zwar genug Probleme mit ihrem Soja, was ja ständig betont wird, aber in Brasilien gibt es auch andere Resourcen.

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H.Schirmer 25.08.2019, 21:05
5. Vive le Président...

Vive le Président...so muss ein aktiver Gastgeber mit Themen und Gästen umgehen. Angesichts der schwierigen Themen und mehrerer schwieriger Gäste ist die Bilanz bis jetzt erstaunlich. Vor allem die Anwesenheit des iranischen Außenministers ist spektakulär. Da sage noch einer, solche Treffen wären überflüssig oder würden nichts bringen - Macron moderiert und steuert dieses komplizierte Treffen beispielhaft.

Von der Energie sollte sich Berlin was abschauen, wer auch immer beim nächsten deutschen G7 den Gastgeber spielen darf.

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andre_36 25.08.2019, 21:27
6.

Zitat von H.Schirmer
Vive le Président...so muss ein aktiver Gastgeber mit Themen und Gästen umgehen. Angesichts der schwierigen Themen und mehrerer schwieriger Gäste ist die Bilanz bis jetzt erstaunlich. Vor allem die Anwesenheit des iranischen Außenministers ist spektakulär. Da sage noch einer, solche Treffen wären überflüssig oder würden nichts bringen - Macron moderiert und steuert dieses komplizierte Treffen beispielhaft. Von der Energie sollte sich Berlin was abschauen, wer auch immer beim nächsten deutschen G7 den Gastgeber spielen darf.
Niemand würde behaupten, dass solche Treffen überflüssig seien und nichts brächten. Es fragt sich nur: wem?

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kajoter 25.08.2019, 21:51
7. @ #2

Zitat von andre_36
"Unter Bolsonaro hatten Brandrodungen zuletzt stark zugenommen. Macron bekräftigte in Biarritz auch seine frühere Forderung, dass es nach den Waldbränden Hilfe für die Aufforstung geben müsse." Und diese HIlfe wird finanziert von Steuergeld der G7 Mitgliedsstaaten. Nachdem durch ein Freihandelsabkommen zwischen E.U. und Brasilien der Absatz von Rindfleisch und anderen Produkten gesichert wurde, für deren Produktion der notwendige Raum durch Brandrodung geschaffen wird. Es klingt nach Komödie, ist aber angesichts der Folgen eher tragisch, was die Profit-getriebenen Volksvertreter hier spielen.
Der richtige Adressat Ihrer Kritik wäre Bolsonaro. Das Handelsabkommen war seitens der EU im guten Glauben geschlossen, dass man damit das entwicklungsbedürftige Brasilien an die Hand nehmen könnte. Seien Sie sich sicher, dass die EU nicht vorhersehen konnte, dass ein derartig skrupelloser Politiker wie Bolsonaro derartig verheerende Schritte unternehmen würde.
Aber es scheint Ihnen vor allem wichtig zu sein, die EU wieder einmal zu dikreditieren. Nur das Thema ist völlig ungeeignet dafür.

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han1610 25.08.2019, 22:26
8. Arroganz der Mächtigen

... Brasilien besitzt also „die Lunge UNSERER gesamten Erde“ und drum sagen wir den Brasilianern an, was sie damit tun sollen. Gehört schließlich alles allen! Wie auch Öl und Kohle, das natürlich auch nicht den jeweiligen Ländern unterliegt, weshalb die das nicht einfach fördern, was nämlich der GESAMTEN Erde schaden würde. Klar handeln wir auch nur so, wie es dem ganzen Planeten nützt.

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chillimarie 25.08.2019, 22:41
9.

Chapeau Emanuel Makron. Endlich wieder ein europäischer Leader mit diplomatischem Geschick, der sogar Johnson bei der kniffligen Iranfrage anscheinend im Boot hat. Und der Potus scheint sprachlos zu sein.

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