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Bericht über inoffizielle Kabinettssitzung zu 5G: Minister wollen bei Geheimtreffen o
REUTERS

Für eine Beteiligung Huaweis am 5G-Netzausbau hat Kanzlerin Merkel Bedingungen formuliert. Nun diskutieren ihre Minister laut "Handelsblatt", wie der Spionageschutz sichergestellt werden kann.

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tim_taylor 06.02.2019, 08:18
1. Da kommt ja

dann die Crème de la Crème der deutschen Politikerkaste zusammen, um über ein Thema zu beraten, von dem sie keine Ahnung haben. Ob das bei anderen Themen eher zutrifft, bezweifle ich aber auch...

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peteftw 06.02.2019, 08:25
2. Huawei

Es geht m.E. vor allem darum, dass mit es mit Huawei Technik für die 5 Eyes und insbesondere USA nicht mehr möglich sein wird uns abzuhören. Huawei hat bereits angeboten seinen Quellcode öffentlich zu machen und lässt seine Hardware öffentlich untersuchen. Die einzigen die in diesem Kontext (vermutlich mit Unterstützung von Cisco) bisher dabei erwischt worden sind uns auszuspionieren sind die Amerikaner. Und mit Huawei geht das eben nicht mehr so einfach. Wir sollten hier nicht einknicken und nach Technik, Preis-Leistung und gebotener Transparenz entscheiden mit wem wir zusammenarbeiten.

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weroc 06.02.2019, 08:28
3. Von wem möchten wir lieber spioniert werden?

Die ganze Diskussion um Huawei ist eine einzige Farce.
Jahrelang hat die USA nachweislich bei uns spioniert und jetzt wird gejammert, weil es die Chinesen tun könnten?
Haben sich denn die amerikanischen Hersteller wirklich von ihrem Staat emanzipiert und geben tatsächlich keine Daten weiter?
Wenn wir es schon bei Huawei so genau nehmen, sollten wir es auch bei jedem anderen tun. Wir sind nicht Amerika und müssen nicht deren lächerlichen Handelskrieg austragen, womöglich noch zu Lasten unseres Netzausbaus.

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2cv 06.02.2019, 08:37
4. Die Causa "Huawei" hat nichts mit 5G zu tun.

Zum einen ist 5G einfach nur der Name für ein neues Software-Update von LTE (das heisst "Long Term Evolution" und bezieht schon 5G quasi mit ein, zumindest prinzipiell vergleichbar mit Android OS Update von 8 "Oreo" auf Version 9 "Pie"). Zum zweiten sind schon in 2G-4G jede Menge Komponenten von Huawei im Netz, sowohl auf der Radio (Antennen)-Seite als auch im Kernnetz. Bei einigen Netzbetreibern ist das sogar regional verteilt - in einem Bundesland oder Region hat Huawei beides dann in Betrieb. Warum sich die Netzbetreiber nun sträuben, ist klar: man hat auf "Teufel komm raus" auf "preiswert" gesetzt. Huawei konnte halt die Preise der Konkurrenz deutlich unterbieten - und sich damit Marktanteil erkaufen. Das Thema "Sicherheit" hat man im Wesentlichen auf Vertragsklauseln reduziert. Wäre nun Huawei in Radio- und Kernnetz zu ersetzen, müssten zum einen die Verträge storniert werden (was mit Vertragsstrafen verbunden ist), oder man müsste sie weiterlaufen lassen, ohne die eingekauften Dienste und HW/SW zu nutzen, und dann zusätzlich bei einem oder mehreren anderen Ausrüstern neu abschließen, was ebenso kommerziell unsinnig ist......

Eine von der Politik oder Unternehmen vorgeschlagene Software-Überprüfung von Huawei oder anderen Ausrüstern ist umsetzungs-technisch gar nicht möglich. Zum einen bedient sich jeder nicht nur bei hauseigenen Entwicklungen, sondern setzt auch Unmengen an Subunternehmer- und auch Open-Source-Lösungen ein. Auch diese müsste man dann vertraglich zur Herausgabe des Source-Codes verpflichten. Das zweite ist - solch ein Netz mit über einer Million Variablen und etlichen Terabyte Sourcecode müsste dann von "notariell zur Neutralität verpflichteten" Fachleuten überprüft werden, was aufwands-technisch in den Volumina gar nicht möglich ist. Selbst Quersummen-CHecks zu Open Source Komponenten sind nahezu unmöglich, da diese Quellen natürlich selbst erweitert wurden - selbst nur eine neue Programmcode-Zeile macht das unmöglich. Zum zweiten wird ständig nachgebessert, und wöchentlich 100e MB Source-Code neu kompiliert und zu Binaries (Firmware-Updates etc.) auf die Knoten verteilt. Wer sagt denn, daß Basisstation 2345 die gleiche Software bekommt wie Station 2346 nebenan? Der Prüfaufwand wäre unverhältnismäßig und technisch gar nicht zu leisten... Wer also solche Ideen vorschlägt, tut dies wegen "Brot und Spiele" und einer Besänftigung der Politik und anderer, aber nicht auf fundiert wissenschaftlichen Überlegungen....!

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ramsis77 06.02.2019, 08:39
5. Wie dumm sind wir eigentlich?

Erst lassen deutsche Firmen die Chinesen an ihren Entwicklungen teilhaben, tauschen eifrig Wissen, Können und jahrzehntelange Erfahrung aus. Dann kauft die chinesische Wirtschaft bei uns Traditionsunternehmen ein und nun lassen wir die Kommunisten auch noch ins Mobilfunknetz vordringen. Dabei sind die Telefonate, Fotos und Filmchen zwischen Privat noch das Wenigste. Sensible Daten aus Politik und Wirtschaft könnten so angefangen werden, die gesamte Fahrzeugkommunikation des autonomen Fahrens läuft über dieses Netz und mich würde nicht wundern, wenn selbst Sicherheitskritischer Infoverkehr der Bundeswehr und des Nachrichtendienstes übers 5G Netz gesendet werden?
Holt man sich den Spion tatsächlich ins WZ und versucht ihn dann zu kontrollieren? Warum sind wir bei allem maximal liberal und offen. Selbst ggü den Ländern, die uns unsere Existenz kosten können.
Ich bin überzeugt davon, dass China hier bereits Pläne hat, wie sie die systematische Überwachung anstellen. Und diese Pläne haben wir mit unserer völlig minderbemittelten Cyberabwehr in 100 Jahren noch nicht am Schirm.
Ich bin weißgott kein Trump Fan! Aber an dieser Stelle wäre ein bisschen "Europe first" und ein klares NEIN gegen Chinesische Technik absolut gegeben!
Fragen Sie doch das Volk UND DIE WIRTSCHAFT, ob es über chinesische Technik kommunizieren will!
Da steht ein unfassbarer Fehler ins Haus!

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twebbs 06.02.2019, 08:41
6. Hochgradig naiv

IT Fachleute Wissen aus der täglichen Praxis, dass Firmware Updates, welche direkt vom Hersteller eingespielt werden, immensen Schaden anrichten können. Teile der Firmware spontan mit Spionagecode zu versehen oder gar Funktionen kurzfristig auszuhebeln oder zu sabotieren ist technisch kein Problem. Solche Updates vorab zu untersuchen ist technisch denkbar aber faktisch wegen grossem Zeitaufwand unmöglich. Eine Regierung die sich nicht einmal in der Lage sieht, versteckte Abschalteinrichtungen in statischer Fahrzeug Firmware aufzuspüren wird dies erst recht niemals leisten können. Für Spionage und ganz besonders in Konfliktsituationen können die Herren über die Firmware quasi per Fingerschnipp alles kontrollieren, inkl. Funkverkehr von unseren Sicherheitsbehörden. Wer Staatskonzernen aus China, Russland, USA oder sonstwo den Schlüssel für unsere Kommunikation aushändigt, weil er deren Technik, letztlich unkontrollierbar, einbaut handelt dumm und/oder im Interesse dieser Staaten.

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Zuversicht 06.02.2019, 08:42
7. Und was ist die bessere Alternative?

Dass das G5 Netz zur kritischen Infrastruktur zählt und besonders geschützt werden muss steht außer Frage. Nur was ist besser, westliche Technik, die für die Five Eys offen wie ein Scheunentor ist, oder Huawei Technik, die für NSA, CIA, SIS, FSB und Co nur sehr schwer zu knacken ist?
Hier geht es doch vorrangig um den technischen Niedergang der USA. Ihre Unternehmen können preislich nicht mehr mithalten, und technisch sind die Produkte auch nicht der Hit. Also setzt man mal wieder ein Gerücht in die Welt um einen unliebsamen Konkurrenten auszuschalten. Und europäische Produkte? Selbst wenn wir das hinbekommen, wird dort eine Hintertür für westliche Spionage eingebaut werden müssen. Ach ja, die Hardware kommt dann auch aus China. Ein Schelm der Böses dabei ahnt.
Und jetzt kann sich ja jeder mal überlegen, wie man das lösen sollte.

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Nonvaio01 06.02.2019, 08:49
8. super

Rentner kommen zusammen um ueber eine Technologie zu beraten von der die keine ahnung haben.

das ist als wenn man Neandethaler die Staedte Planung ueberlaesst.

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Nonvaio01 06.02.2019, 08:50
9. keine Eile

in dauert es eh noch mindestens 20 jahre bis die technik einsatzbereit ist. Denn 5G ist nicht fuer Mobilfunk, die braucht man nur fuer die Autonomen Autos.

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