Forum: Politik
Bericht zum Irakkrieg: Opfer-Familien hoffen auf Abrechnung mit Blair
REUTERS

War der Einmarsch der britischen Truppen in den Irak gerechtfertigt? Die Frage soll ein Bericht klären. Die Familien der gefallenen Soldaten hoffen, dass Ex-Premier Tony Blair zur Verantwortung gezogen wird.

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turbomix 06.07.2016, 11:44
40.

Zitat von werder11
hat das aber dann mehr als revidiert, indem er die Bundeswehr nach Afghanistan geschickt hat, wo seit mehr als 10 jahren inzwischen einige hundert deutsche Soldaten und mehr als 10 mrd euro regelrecht verheizt wurden und ein ende ist nicht absehbar und wird es wohl auch nicht geben, da die taliban scheinbar unschlagbar sind!
Stimmt. Die Bewunderung für Schröder kann ich auch nicht nachvollziehen. Die hätte er, wenn er sich geweigert hätte Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Aber leider gibt es auch bei uns Zeitgenossen, die glauben, auch wir müssten überall mitspielen. So bekämpfen einige Ihren Minderwertigkeitskomplex, vor allem die Hobbylandser.

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Yoroshii 06.07.2016, 11:44
41. I am not convinced!

Schröder war der Kanzler und hat es entschieden. Dafür sei ihm Dank gesagt. Es wäre schön, wenn man auch die Leistung des Außenministers Joschka Fischer würdigte, der Bush Krieg als Torheit bezeichnete. Schröders Konkurrentin um die Kanzlerschaft damals -die heutige Kanzlerin Merkel- reiste devot nach Washington und versicherte Bush, auf sie könne er als "Willige" zählen. Wieviele Zinnsärge man in Deutschland hätte zählen müssen, darüber wird hiezulande geschwiegen. Joschka und Angela waren dann in Sachen Afghanistan eher nahe beieeinander. Aber das ist eine andere Geschichte.

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_Mitspieler 06.07.2016, 11:45
42. Kleines Einmaleins der Politik

"Blair hatte bei verschiedenen Gelegenheiten seine Entscheidung für einen Einmarsch in den Irak verteidigt. Die Gefahr, die von Hussein ausging, habe den Einsatz gerechtfertigt." Der muss da ja sagen. Genauso wie Alternativlos-Angie bezüglich der rechtsgrundlagenlosen Entreicherung des deutschen Volkes (Themen u.a.: Totale Entfesselung der Europäischen Zentralbank, Nullzinsen, Targetsalden, wirtschaftlich-komatöses Griechenland am Dauertropf) und der Ex-Bundessozial-Nobbes, der weiland über Land reiste und die Mär von der sicheren Rente verkündete. Alles folgt dem gleichen Grundmuster und hat in jedem Fall die völlige Entmündigung des Souveräns zur Folge. Diese verantwortungslosen Mainstream-Politiker agieren stets auf der Basis von aus der Arroganz der Macht geborener Moralresistenz. Der Grund dafür ist simpel: Keiner kann sie belangen, denn ihre Taten sind zwar in ihren Auswirkungen verbrechensgleich, stellen jedoch keine legalen Verbrechenstatbestände dar, weil die Gesetzgeber-Clique keine Rechtsnormen dafür schafft. Das gilt übrigens auch für die jährlich in Milliardenhöhe stattfindende Verschwendung von Steuergeldern. Getoppt wird das Ganze durch den Amtseid, der nichts anderes als sinnfreies rituelles Gebabbel darstellt. Ohne jede Bedeutung. Schlimmstenfalls übernehmen solche Granden (entgendert) die politische Verantwortung, was ebenfalls nichts anderes bedeutet, als „keine“ Verantwortung. Man stelle sich vor, jeder sizilianische Mafioso wird in Beugehaft genommen, wenn er einen Mittäter nicht benennt. Wenn ein (Ex-)Kanzler Kohl Spendenaffähren-Mittäter unter Hinweis auf ein gegebenes Versprechen und persönliche Ehre nicht benennt, passiert gar nichts. So verhalten sich keine Ehrenmänner – so verhalten sich Mitglieder krimineller Vereinigungen. Den Bogen kann man beliebig über Schäuble (huch, ein Geldkoffer oder die vernichtende Behandlung von Mitarbeitern in der Öffentlichkeit) bis hin zu Juncker spannen, der seinem Zwergstaat mit dubiosen Maßnahmen zulasten der europäischen Nachbarn Steuermilliarden zuschanzte. Die Folge ist die Salonfähigkeit von Konsorten wie Trump, Wilders, Le Pen und nicht zuletzt der AfD. Hätten Mainstream-Politiker ein Minimum an funktionsfähigem Resthirn, wüssten sie, dass viele Menschen die AfD nicht wegen ihrer Aussagen sondern trotz ihrer Aussagen wählen. Als kleineres Übel. Der Umkehrschluss ist verheerend. Allerdings erfordert er auch eine gewisse intellektuelle Grundausstattung.

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hansriedl 06.07.2016, 11:49
43. Bush, Blair und die willfährigen

Bush, Blair und die willfährigen Vertreter der Koalition der Willigen (Nato-Partner)

haben sind zweifelsfrei verantwortlich für Verbrechen an
der Menschlichkeit. Sie und ihre Gefolgsleute haben wider besseren Wissens nicht haltbare Bedrohungsszenarien konstruiert um damit einen Krieg zu legitimieren, der ausschließlich geopolitischen und/oder wirtschaftlichen Interessen diente. Sie haben billigend in Kauf genommen, dass eine ganze Region in Chaos und Elend versinkt. Sie haben Uran-Munition einsetzen lassen, welche auch nach dem Krieg für erhöhte Gefährdung der Zivilbevölkerung sorgt.
Die politisch Verantwortlichen wie Bush und Blair gehörten lebenslang eingesperrt. Da dies vermutlich nicht passieren wird, kann man selbst als Atheist nur auf einen gerechten Gott hoffen.

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colonium 06.07.2016, 11:57
44. Wandlungen

Zitat von pro-fessor
.....Allein der (im Nachhinein zunächst völlig unsinnige erscheinende) Krieg mit dem Iran hat Millionen von Opfern gefordert. Wer die Opfer etwas genauer analysiert kann jedoch den Gedanken nicht loswerden, dass der eigentliche „Sinn“ dieses Kriegs war Oppositionelle loszuwerden. Das heißt natürlich nicht, dass die heutigen Zustände auch nur ansatzweise akzeptabel sind. Allein fehlt offenbar eine Idee wie, wer auch immer, diese Tragödie lösen kann. Dass die omnipotenten Stammtischpolitiker sich nachher schlauer als alle anderen fühlen hilft niemandem.
Interessant, Sie übersehen aber, dass die USA Saddam Hussein militärisch unterstützte, als er gegen den Iran kämpfte, denn geopolitisch war dieser Krieg für die USA sehr "sinnvoll".

Ich nenne das, dass "Osama Bin Laden" Phänomen, dem die USA auch heute in Syrien zum Opfer fallen. Man unterstützt oder unterstützte Diktatoren, Islamisten, Jihadisten oder in Lateinamerika rechte Miltärjuntas, solange sie geopolitisch nützlich waren. Wendeten sich diese "Freiheitskämpfer" dann aber gegen die USA, wurden aus Freiheitskämpfern unmittelbar Terroristen.

In Syrien kann man die nun auch beobachten. In einem Jahr sind die "gemäßigten Rebellen" dort auch keine Freiheitskämpfer mehr, sondern Jihadisten, was sie nebenbei bemerkt, auch tatsächlich sind.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-07/syrien-amnesty-international-rebellen-kriegsverbrechen

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neanderspezi 06.07.2016, 11:58
45. Politiker die Angriffskriege angezettelt haben, können zu ihrer Sicherheit gerade in Demokratien im Nachhinein juristisch nicht belangt werden,

schließlich handelten sie in gewissem Sinne im Auftrag des Volkes, ex Votum sozusagen.

Wer wird schon Politik in demokratischen Revieren zu einem ernsthaft gefährlichen Beruf ausarten lassen und einen Politiker, der seine demokratisch erteilte Machtbefugnis dazu benutzt hat, einen Krieg anzuzetteln, vor ein Gericht zerren wollen, damit er sich nach Ausübung seiner Befehlsgewalt rechtfertigen muss. In demokratischem Sinne gehandelt, müsste dann eigentlich die ganze bürgerliche Belegschaft, die den kriegslüsternen Regierungschef auf seinen Posten gewählt hat und gewisse Anzeichen seiner Leidenschaft schon vorher beobachten konnte, mit vor ein entsprechendes Gericht geladen werden, um sich einem dort gefassten Richterspruch zu stellen. In Demokratien ist ein solcher Nachtrag auf ein militärisches Abenteuer im Bewusstsein großartiger Überlegenheit eigentlich undenkbar, in Autokratien wäre schon der Gedanke an so etwas höchst gefährlich und dürfte selbst bei leisen Andeutungen zu schwersten Bestrafungen führen.

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undog 06.07.2016, 11:58
46. Auf das

Zitat von Delago
Genauso sehe ich es auch. Dass Bush, Rumsfeld, Cheney, Wolfowitz, ... sich jemals in Den Haag verantworten müssen, halte ich aber für höchst unwahrscheinlich. Hatten die USA damals nicht damit gedroht, dies notfalls mit militärischem Einsatz zu verhindern? Es bleibt nur, auf die Existenz einer höheren Instanz zu hoffen, die nach dem Ableben Gericht über diese Personen hält. Leider nicht sehr wahrscheinlich.
Vielmehr müssen wir jene argumentativ hart angreifen, welche diese Kriege rechtfertigen und die Kritik an den Verursachern als Amerikabashing etc. diffamieren.
Noch wichtiger sind eigene Konsequenzen, z.B. die Verweigerung jedweder Unterstützung von Eskalation innerhalb der Nato und sonstwo.

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Proggy 06.07.2016, 11:59
47.

Zitat von Delago
Genauso sehe ich es auch. Dass Bush, Rumsfeld, Cheney, Wolfowitz, ... sich jemals in Den Haag verantworten müssen, halte ich aber für höchst unwahrscheinlich. Hatten die USA damals nicht damit gedroht, dies notfalls mit militärischem Einsatz zu verhindern? Es bleibt nur, auf die Existenz einer höheren Instanz zu hoffen, die nach dem Ableben Gericht über diese Personen hält. Leider nicht sehr wahrscheinlich.
Da die USA den internationalen Gerichtshof ind Den Haag nie anerkannt haben (aber jede Menge US-Bürger dort 'arbeiten'), ist das reines Wunschdenken.
Die Amerikaner wußten schon, wieso sie niemals einen US-Bürger vor dem Tribunal sehen wollen und das - notfalls auch mit militärischen Mitteln verhindern werden.
Die vielen völkerrechtswidrigen Kriege und Angriffe dürfen einfach nicht offiziell in Frage gestellt werden. Den Haag ist nur für die "anderen" da!

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Hilfskraft 06.07.2016, 12:01
48. wäre mal ...

... schön, wenn die eigentlichen Mörder und Totschläger zur Verantwortung gezogen würden.

Dann bekäme auch Gabriels Mord- und Totschlagsunterstützung mit Waffen ein anderes Gewicht.

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Proggy 06.07.2016, 12:04
49.

Zitat von PiotrTrebisz
Seien Sie doch bitte mal ehrlich, haben Sie denn niemals falsch gelegen oder Fehler gemacht die Sie später bereut haben?
Mit hunderttausenden Toten, destabilisierten Staaten, völkerrechtswidrigen Angriffskriegen, manipulierten und gefälschten 'Gründen' - nein, ich glaube nicht, das irgend ein Forist solch einen "Fehler", schon jemals gemacht hat.

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