Forum: Politik
Berichte über Einflussnahme aus Peking: China wirft Australien Rassismus und Paranoia
REUTERS

Versucht China, Einfluss auf die australische Politik zu nehmen? Das legten zuletzt Medienberichte nahe. Nun reagiert die Volksrepublik - und beschwert sich über Vorurteile und latenten Rassismus.

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TomDietl 11.12.2017, 08:00
1. Rassismus?

Jetzt hat auch China gelernt die "Rassismus"-Karte zu spielen. Die ist gegen westliche Gesellschaften ein As, da zuckt jeder zusammen. Nur die australischen Konservativen vielleicht nicht.

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Bueckstueck 11.12.2017, 08:02
2. Amüsante Heuchelei

Ausgerechnet China beschwert sich über Paranoia und Rassismus...

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hennesviii 11.12.2017, 08:15
3. Schön...gilt dies auch für Australier ?

in den USA und Europa?

Also Murdoch Presse und Fernsehen nur noch in Australien? Kein Fox News , Times, the Sun anymore?

Wenn Australier in anderen Ländern agieren, scheint dies für den australischen Premier kein Problem zu sein...

https://www.washingtonpost.com/opinions/how-rupert-murdoch-destroyed-the-republican-party/2017/11/13/0d41e68e-c8ad-11e7-b0cf-7689a9f2d84e_story.html?utm_term=.f3f32a7aa2b3

"Premierminister Malcolm Turnbull bekräftigte erst am vergangenen Dienstag, dass es für Ausländer künftig nicht mehr möglich sein soll, für australische Parteien oder Aktivistengruppen zu spenden. Zudem will er durchsetzen, dass sich ehemalige Politiker registrieren müssen, die von ausländischer Seite für Lobbyarbeit angeheuert werden."

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pauli96 11.12.2017, 08:22
4. Rassismus

Ein Vorwurf, der westlichen Gesellschaften ungemein gern ausgesprochen wird. Mal abgesehen vom Wahrheitsgehalt, teilweise ja gar nicht so falsch, ist es interessant, dass die Vorwerfenden meistens selbst ein hohes Maß an Abneigung gegen Andere, Andersartige, Andersfarbige usw. hegen und dies teilweise auch völlig akzeptierte gesellschaftliche Ansicht in diesen Ländern ist. Gerade die Chinesen sind nicht unbedingt als aufgeschlossen und tolerant bekannt, gegenüber allem was nicht Han ist . Und über den Umgang mit Afrikanern in den arabisch/muslimischen Gesellschaften Nordafrikas wurde hier schon berichtet.

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paula_f 11.12.2017, 08:31
5. chinesischer Zynismus - China will nur selbst mehr Einfluss

ähnlich wie in Afrika geht es China - einer Diktatur - nur um mehr Einfluss in Australien und um deren Bodenschätze. China expandiert weltweit. Gegen Australien argumentiert die chinesische Führung zynisch mit Menschenrechten. China selbst hat beispielsweise Angst vor flüchtenden Nordkoreaner und unterstützt u.a. deshalb Kim Jong Un.

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paulvernica 11.12.2017, 08:42
6. und ich wünsche

Zitat von pauli96
Ein Vorwurf, der westlichen Gesellschaften ungemein gern ausgesprochen wird. Mal abgesehen vom Wahrheitsgehalt, teilweise ja gar nicht so falsch, ist es interessant, dass die Vorwerfenden meistens selbst ein hohes Maß an Abneigung gegen Andere, Andersartige, Andersfarbige usw. hegen und dies teilweise auch völlig akzeptierte gesellschaftliche Ansicht in diesen Ländern ist. Gerade die Chinesen sind nicht unbedingt als aufgeschlossen und tolerant bekannt, gegenüber allem was nicht Han ist . Und über den Umgang mit Afrikanern in den arabisch/muslimischen Gesellschaften Nordafrikas wurde hier schon berichtet.
mir doch auch, dass die deutsche Regierung sich gegen die Einflussnahme auf die deutsche Politik wehren würde. Ich erinnere da zb. an die linken Abgeordnete Dagdelen die für die kurdische Sache im deutschen Parlament protestierte. Und aus aktuellem Anlass, wo ist eigentlich die Antifa wenn Palästinenser in Berlin anitsemitische Demonstrationen abhalten ?
Aber für die LInke und deren Anhänger gibts Rassismus ja nur bei den Rechten. Oder ?

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helmut.alt 11.12.2017, 08:50
7. Die Rassismus-Karte sticht überall,

weil es die Menschenrechte gibt. Es kann allerdings auch passieren, dass man als "Andersfarbiger" Unrecht tut und meint, dass dies in Ordnung geht weil man eben durch dieses Menschenrecht geschützt ist. Australien hat das Recht seinen Staat zu schützen und hat die Kartenspieler-Tricks der Chinesen durchschaut.

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suplesse 11.12.2017, 08:54
8. Zum Rassisten wirst Du sehr schnell!

Ich pflege Leuten, egal welcher Hautfarbe und Herkunft ins Gesicht zu sagen, wenn sie sich in der Öffentlichkeit daneben benehmen. Habe ich schon öfters erlebt, dass dann kommt: "Du bist Rassist. Du bist Nazi." In der Straßenbahn drehen sich viele dann um und man wird mit Blicken bestraft. Aber es geht nun mal nicht an, dass man eine gehbehinderte Frau, mit Stock stehen lässt, obwohl man jung und stark ist. Dann steht man auf und lässt sie sitzen. Solche und viele andere Vorfälle. Ja, ich weis das macht man so nicht, weil gefährlich. Ist mir aber egal, schon gar in dem Moment. Die Rassismus Karte kommt in der Regel bei unseren ausländischen Mitbürgern inzwischen meistens sofort.

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C. V. Neuves 11.12.2017, 08:55
9.

Worum geht es hier? Die konservative Regierung von Ministerpräser Malcom Turnbull ist im Hintertreffen. In den letzten 24 oder so Monaten war sie in allen Umfragen hinter der Labour Partei, wohl weil wie überall im Westen die Gehälter sinken und Strom und Mieten steigen. Turnbull selbst bleibt aber stets weit vor dem Labour Chef Bill Shorten - Typ farbloser Apparatschik - in den Umfragen in der Position "bevorzugter Regierungschef".

Darum nutzt er jetzt aus, dass sich Labour Senator Dastiyary - Typ thumber Apparatschik, wahrscheinlich korrupt; lässt sich alles mögliche von irgendwelchen, auch chinesischen Quellen zahlen - wieder mal äusserst blöd verhalten hat.

Da macht er halt jetzt Treibjagd und verlangt dass Shorten den Dastiary verantwortlich hält und aus der Labour Partei rauswirft. Nur kann das halt blöd kommen Nur kann das für Turnbull sehr dumm ausgehen weil im Norden von Sydney nächste Woche oder so Nachwahlen anstehen und wenn er das Mandat dort verliert schaut's schlecht um seine Mehrheit im Unterhaus aus: vie;le Wähler in betreffenden Wahlkreis sind Chinesen, die normalerweise eher konservativ eingestellt sind. Zum anderen ist die australische Wirtschaft total von China abhängig. Ohne den Profit aus den Geschäften mit China könnte Australien beim obersten Herrscher, den USA, auch keine Waffen mehr kaufen.

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