Forum: Politik
Berliner Rede im Jahr 1987: Reagan bedauerte "Tear Down This Wall"-Ausruf
DPA

Ronald Reagan forderte 1987 in Berlin Kremlchef Gorbatschow auf, die Mauer niederzureißen. Nach SPIEGEL-Informationen bereute der damalige US-Präsident dies nur wenige Monate später.

Seite 1 von 6
hugahuga 08.12.2017, 21:16
1.

Wenn dem denn so ist, wie es hier zu lesen steht, dann zeigt das einmal mehr die Verlogenheit der "deutsch-amerikanischen Freundschaft". Reagan bemühte diee Rhetorik um die deutschen Seelen zu gewinnen (vielleicht steckte dahinter auch nur der Gedanke mehr Rüstungsausgaben zu generieren) und Gorbatschow nahm das ernst. Glaubt denn irgendwer, dass ein Obama, ein Trump oder wie sie alle heißen auch nur einen Deut anders wären? Also sozusagen: Wiedervereinigung aus Versehen.
Und jetzt versucht Amiland also, diesen Fehler rückgängig zu machen, indem Deutschland neutralisiert und in eine von der US Ostküste ferngesteuerte EU aufzugehen hat. Macron als Mittler - dann passt es ja wieder. Nur, dass einige Deutsche diesem Mann auch noch den Karlspreis geben wollen - das passt nicht - höchtens als Satire

Beitrag melden Antworten / Zitieren
noalk 08.12.2017, 22:02
2. Ich kann von Reue da nichts erkennen

In späteren Gesprächen hat er halt seinen plakativen Ausspruch relativiert, Sowas passiert jedem Politiker jeden Tag. Daraus irgendwelche historischen Folgerungen herzuleiten, halte ich für ziemlich spekulativ.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 08.12.2017, 22:04
3.

Die EU als Erfindung der USA? Wohl kaum. Das ging von DeGaul und Adenauer aus und andere NAchbarn haben sich angeschlossen. Gerade um Deutschland einzubinden und nicht wie nach Bismarck zwischen allen Stühlen zu sitzen. UK hat immer die Nadel am Kompass gespielt. Mit Frankreich oder mit Russland und meist gegen das deutsche Schwergewicht. Reste davon gibt es immer noch in manchen Köpfen. Den USA ist das weitgehend brause. DIe NAtO hält alles zusammen und basta. Die EU stört etwas, zumindest den Trump und ähnlich gestrickte Banken und Wirtschaftsmagnaten, weil man die einzelnen Staaten in Europa dann nicht gegeneinander ausspielen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berlin10436 08.12.2017, 22:33
4. Ohne Reagan und Bush wäre Deutschland noch heute geteilt

Egal, wie der Spiegel im Nachhinein die Folgen der Rede Reagans kleinschreiben möchte - fest steht: ohne die Zustimmung und ohne die große Unterstützung der USA hätte es die deutsche Einheit nie gegeben. Als Berliner sage ich daher auch heute noch: „Danke USA! Danke Ronald Reagan!“

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ralf U. 08.12.2017, 23:19
5. Das ändert nichts

Aus dem oben gesagten ergibt sich doch nicht, dass er die Mauer beibehalten wollte, sondern nur dass er seine Taktik im Nachhinein für zu vorschnell hielt. Überforderungen bewirken nämlich oft das Gegenteil. Die Geschichte lehrt aber, diese Taktik war nicht vorschnell, sondern exakt das richtige Wort zur richtigen Zeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bernd.Brincken 08.12.2017, 23:25
6. Dank

Zitat von berlin10436
Ohne Reagan und Bush wäre Deutschland noch heute geteilt .. ohne die Zustimmung und ohne die große Unterstützung der USA hätte es die deutsche Einheit nie gegeben.
Gut, nehmen wir an mit einem Veto der USA hätte es erst einmal keine Wiedervereinigung gegeben.
Gegen die offenen Grenzen hätten die USA aber wenig tun können.
Das hätte wiederum sehr schnell das politische Ende der DDR bedeutet. Das Ergebnis wäre früher oder später sehr ähnlich.

Wenn man sich bei jemandem Bedanken möchte, dann doch bei Gorbatschov und sogar der KPDSU. Denn Glasnost und Perestroika waren ja nicht von oben nach unten hierarchisch verordnet, sondern das zog sich breit durch die ganze politische Klasse der SU.
Eine derartige systematische Hinterfragung des politischen Systems von innen heraus konnte man sich in den USA und auch der EU und BRD damals gar nicht vorstellen.
Die Wiedervereinigung wurde dann als Schwäche der SU gedeutet, ebenso die Selbstauflösung der SU, die aber mitnichten einem Volksaufstand zu verdanken war.
Aber klar, "Wir hatten immer Recht."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
virginia 08.12.2017, 23:30
7. die boesen boesen amerikaner

Zitat von hugahuga
Wenn dem denn so ist, wie es hier zu lesen steht, dann zeigt das einmal mehr die Verlogenheit der "deutsch-amerikanischen Freundschaft". Reagan bemühte diee Rhetorik um die deutschen Seelen zu gewinnen (vielleicht steckte dahinter auch nur der Gedanke mehr Rüstungsausgaben zu generieren) und Gorbatschow nahm das ernst. Glaubt denn irgendwer, dass ein Obama, ein Trump oder wie sie alle heißen auch nur einen Deut anders wären? Also sozusagen: Wiedervereinigung aus Versehen. Und jetzt versucht Amiland also, diesen Fehler rückgängig zu machen, indem Deutschland neutralisiert und in eine von der US Ostküste ferngesteuerte EU aufzugehen hat. Macron als Mittler - dann passt es ja wieder. Nur, dass einige Deutsche diesem Mann auch noch den Karlspreis geben wollen - das passt nicht - höchtens als Satire
fuehlen sie sich jetzt besser, nachdem ihren frust ueber 'amiland' abgelassen haben? und was heisst 'jetzt versucht amiland also, diesen fehler rueckgaengig zu machen". merken sie eigentlich was fuer einen verschwoerungstheoretischen mist sie hier absondern?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trevor Philips 08.12.2017, 23:45
8.

Zitat von hugahuga
Wenn dem denn so ist, wie es hier zu lesen steht, dann zeigt das einmal mehr die Verlogenheit der "deutsch-amerikanischen Freundschaft". Reagan bemühte diee Rhetorik um die deutschen Seelen zu gewinnen (vielleicht steckte dahinter auch nur der Gedanke mehr Rüstungsausgaben zu generieren) und Gorbatschow nahm das ernst. Glaubt denn irgendwer, dass ein Obama, ein Trump oder wie sie alle heißen auch nur einen Deut anders wären? Also sozusagen: Wiedervereinigung aus Versehen. Und jetzt versucht Amiland also, diesen Fehler rückgängig zu machen, indem Deutschland neutralisiert und in eine von der US Ostküste ferngesteuerte EU aufzugehen hat. Macron als Mittler - dann passt es ja wieder. Nur, dass einige Deutsche diesem Mann auch noch den Karlspreis geben wollen - das passt nicht - höchtens als Satire
Was glauben Sie war für Reagan wichtiger? Die START-Verhandlungen und der INF-Vertrag oder eine Utopie namens Wiedervereinigung an die selbst in den beiden Deutschlands 1987 kaum noch einer glaubte?
Es ist klar was zu diesem Zeitpunkt wichtiger war und Reagan hat vollkommen richtig gehandelt gegenüber Schewardnadse zu relativieren.
Sie sollten Reagan verdammt dankbar sein, der hat es geschafft die wirtschaftlich marode UdSSR, welche in Folge von Reagans Rüstungsprogrammen rund 20% ihres BIP in die eigene Rüstung steckte zu einem neuen Kurs zu bewegen. Das führte dann zu Gorbatschows Entspannungspolitik und zu den Reformen im Inneren.
Sie wissen schon, diese Sache mit Glasnost, Perestroika und den zu spät Gekommenen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
123456789abc 08.12.2017, 23:48
9. Was für ein Unsinn!

"Reagan wollte offenbar Kremlchef Michail Gorbatschow für Schritte zur Abrüstung gewinnen. "
Er wollte der kalten Krieg ohne einen heißen gewinnen, und dazu musste er also die SU totrüsten.
Ohne den drohenden Bankrott hätten die Dinos im Politbüro dem jungen Spund Gorbatschow nie
erlaubt, zu reformieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6