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Berliner Rede im Jahr 1987: Reagan bedauerte "Tear Down This Wall"-Ausruf
DPA

Ronald Reagan forderte 1987 in Berlin Kremlchef Gorbatschow auf, die Mauer niederzureißen. Nach SPIEGEL-Informationen bereute der damalige US-Präsident dies nur wenige Monate später.

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invictus 09.12.2017, 07:28
30. Dreher

"US-Präsident Ronald Reagan (1981-1989) war ein Kalter Krieger, der die Sowjetunion ("Reich des Bösen") verabscheute und sich mit dem Kreml ein gigantisches Wettrüsten lieferte."

Und das alles, obwohl er nur 8 Jahre alt wurde!

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frenchie3 09.12.2017, 07:31
31. Irgendwie habe ich ernste Zweifel daran

daß sich zwei Jahre später irgendwer bei den Montagsdemonstrationen auf den alten Reagan besonnen hat. Und wenn man mal ganz bösartig ist könnte man sagen daß die Wiedervereinigung Deutschland wirtschaftlich zurückgeworfen hat :-)). Hat halt nur nicht dauerhaft gewirkt

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Großkarl 09.12.2017, 07:33
32. Aha

Wenn ich hier so zwischen den Zeilen lese dass wir als deutsche Staaten 40 Jahre nach Kriegsende und 40 Jahren Besatzung dankbar für die Zustimmung für eine Wiedervereinigung sein müssen, da bekomme ich nur ein Brechreiz.
Selbstbestimmungsrecht der Völker gilt wohl nur für die Sieger.
Kohl hätte das nur mit der DDR klären und Fakten schaffen müssen, was hätten die anderen tun solle, noch einen Krieg im Herzen Europas anzetteln müssen?
So haben wir uns von den Franzosen den Euro aufdrücken lassen!

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gudi&rudi 09.12.2017, 07:42
33. Si tacuisses

Wenn Reagan geschwiegen hätte, wäre die Geschichte nicht anders verlaufen. Seinen verbalen Äußerungen und schriftlichen Aufzeichnungen ist im Nachhinein nicht allzu viel Bedeutung beizumessen. Er wurde hierzulande stets als "drittklassiger Schauspieler" belächelt, der als Präsident wohl nicht ganz ernst zu nehmen sei. Mit seiner Politik hat er den Rassismus befördert, die Reichen reicher und die Mächtigen mächtiger gemacht. Was interessiert uns sein Geschwätz von vorgestern?

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andihh75 09.12.2017, 08:00
34.

Wann merkt endlich der Letzte,dass die Amis nur scheinheilig sind?Den Ausspruch hätte Reagan mal nicht bedauern sollen,vieles andere schon,z.B
Iran Contra Affäre etc!Außerdem haben sich die Russen nach Ende der DDR komplett und kampflos zurückgezogen! Andere Nationen sind hier noch immer stationiert und führen Kriege von deutschem Boden aus(z.b.Ramstein)!Der Rückzug der Russen war ein Geschenk an uns Deutsche!Dieses wird allerdings seit Jahren von den sogenannten deutschen Qualitätsmedien mit Füßen getreten!Wir sollten besser eine gute Nachbarschaft mit Russland pflegen,als uns aufhetzen zu lassen!Auch wenn Menschen wir z.b.der Chef von Stratfor,George Friedman es gerne sähe,wenn deutsches/europäisches und russisches Blut fließen würde!Dies würde eine Schwächung auf dem eurasischen Kontinent bedeuten und wäre in geostrategischem Interesse des Imperiums USA!Dies sagte dieser Herr zumindest vor zwei Jahren beim Chicago Council in Global Affairs!Leute aufwachen,nichts ist wie es scheint, schon gar nicht in Politik und Medien! Meine Meinung!

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scratchpatch 09.12.2017, 08:03
35. Schöne Legenden

Das ist gut zu wissen und hilft dabei, mit Mythen und Legenden aufzuräumen. Vermutlich sind die Dankesbekundungen für die deutsche Wiedervereinigung gegenüber den USA in unzähliger Form vorhanden, weniger Dank ging an die Osteuropäer, die mit ihren Forderungen nach Reformen die Auflösung des Ostblocks voran getrieben haben. Schließlich ist da noch Gorbatschow, inzwischen halb vergessen, der das alles ermöglicht hat und dafür heute noch Vorwürfe ertragen muss, dass er für den Machtzerfall der glorreichen Sowjetunion verantwortlich sei. Sich bei Osteuropäern zu bedanken, ist halt nicht so chic. Dennoch hätten auch und gerade die Deutschen und nicht zuletzt die Amerikaner selbst sehr viel Grund, ihnen zu danken. Man hätte ruhig einen europäischen Feiertag der Einheit einführen können, ähnlich wie unser Tag der deutschen Einheit, dann wäre es vielleicht auch nicht so weit gekommen, dass sich einige Osteuropäer so tief in den Nationalismus verirren. Dann hätten sie eine andere Art von Stolz auf die eigene Geschichte pflegen können.

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SubjektiverRealist 09.12.2017, 08:15
36. Aufklärung bitte!

Zitat von hugahuga
Wenn dem denn so ist, wie es hier zu lesen steht, dann zeigt das einmal mehr die Verlogenheit der "deutsch-amerikanischen Freundschaft". Reagan bemühte diee Rhetorik um die deutschen Seelen zu gewinnen (vielleicht steckte dahinter auch nur der Gedanke mehr Rüstungsausgaben zu generieren) und Gorbatschow nahm das ernst. Glaubt denn irgendwer, dass ein Obama, ein Trump oder wie sie alle heißen auch nur einen Deut anders wären? Also sozusagen: Wiedervereinigung aus Versehen. Und jetzt versucht Amiland also, diesen Fehler rückgängig zu machen, indem Deutschland neutralisiert und in eine von der US Ostküste ferngesteuerte EU aufzugehen hat. Macron als Mittler - dann passt es ja wieder. Nur, dass einige Deutsche diesem Mann auch noch den Karlspreis geben wollen - das passt nicht - höchtens als Satire
Also sie scheinen da ja mehr zu wissen als ich. Die EU wird also von der Ostküste ferngesteuert. Und wie genau funktioniert das? Gibt es da ein extra Team im weißen Haus, dass die Steuerung koordiniert? Es sind ja doch etwas mehr als 500 Millionen Einwohner. Oder vlt im Pentagon? Und wie wird das Ganze umgesetzt? Werden die ganzen Regierungschefs der EU dann direkt via Email angewiesen, wie sie sich zu verhalten haben? Oder gibt es da in jedem Mitgliedstaat Teams? Bzw läuft das ja anscheinend alles oder zumindest viel über Macron, wie sie ja bereits angedeutet haben. Wobei das Ganze ja auch schon seit 1950 läuft, da es ja mit der EU Gründung angefangen hat. D.h. alle Regierungen wurden seit dem gesteuert? Und wie läuft das dann ab, wenn sich etwa Deutschland und Frankreich weigern gg den Irak in den Krieg zu ziehen. Ist das dann nur Show für die Öffentlichkeit, damit keiner merkt, dass die Amis da eigentlich die Strippen ziehen?
Ich habe dazu noch so unglaublich viele Fragen und heute sogar etwas Zeit dafür. Sie scheinen sich ihrer Sache ja sicher zu sein und können da sicher einen Haufen gut recherchierter Beweise posten. Also vorausgesetzt der Spiegel zensiert nicht wieder alles. Die sind da ja sicher auch irgendwie mit im Boot. Ansonsten hätten die in 70 Jahren Fremdkontrolle ja irgendwann mal darüber berichten müssen.
Vielen Dank bereits im Voraus und vielen Dank, dass sie einen scheinbar ahnungslosen Landsmann aufklären.

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alkman 09.12.2017, 08:49
37. deutsche Einheit

Die deutsche Einheit wäre ohne die Schwächephase der Sowjetunion unter Gorbatschow und den Zugriff in einer einmaligen günstigen Konstellation durch George Bush Senior und Helmut Kohl nicht möglich gewesen. Unter Breschnew wären die Leipziger Freiheits-Montags-Demonstranten genauso niedergeknüppelt worden wie die ungarische Freiheitsbewegung 1956 und der Prager Frühling 1968 oder der Volksaufstand in der DDR 1953. Ohne die USA wäre nichts gegangen. England und Frankreich waren strikt dagegen. Danke USA. Daß die heutige US_Regierung nicht mehr dieses Format hat, steht auf einem anderen Blatt. Und Dank an Gorbatschow, daß er die Rote Armee nicht mobilisiert hat. Stattdessen hat er zugestimmt, daß das wiedervereinigte Deutschland Mitglied der NATO wird, damals ein "politisches Wunder".

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mr.andersson 09.12.2017, 09:00
38.

Zitat von Alfons Emsig
Reagans Art, einerseits die (meisten) Deutschen mitzureißen und andererseits im direkten Gespräch mit den Sowjets eine differenziertere Sicht der Dinge zu zeigen und im direkten Umgang ein Ohr für die Gegenseite zu haben, dabei knallhart in der Sache zu bleiben, zeigt, dass er eben doch zu den Großen Präsidenten der Vereinigten Staaten gezählt werden kann. Im Nachhinein muss man anerkennen, dass er und Bush Sen. sowie andererseits Gorbatschow und Schewardnadse damals die Welt zu einem besseren Ort machen wollten und das auch geschafft haben. Bei ihren jeweiligen Nachfolgern in heutiger Zeit kann ich eben dieses Ziel nicht erkennen.
Sehr schönes Statement. Vor allen Dingen, weil Sie eben auch die Leistungen von Gorbatschow mit erwähnen. Die damaligen Verantwortlichen hatten wohl tatsächlich die Vision einer friedlicheren und geeinten Welt.
Leider hat sich dieser Wunsch nicht in den Menschen und ihren Nachfolgern verfestigt. Heute gehen die Leute für aus - und Abgrenzung auf die Strasse.
Der Friedn und Luxus in dem wir Jahrzehnte lebten, haben wir diesen Leuten zu verdanken! Sowohl auf Seiten der USA, als auch aus Seiten der damailigen UDSSR. Heute treten wir dies mit Füßen mit der Begründung, dass wir doch sicherlich hier und da nochmal 0,8% vom BIP sparen könnten, wenn wir mit diesen oder jenen endlich nicht mehr zusammenarbeiten würden..... schade drum.

Das war die große Zeit des Zusammenführens. Ich bin dankbar das ich das damals miterleben durfte. Ich hoffe wir zerschlagen das Erbe nicht vollends.

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Zaunsfeld 09.12.2017, 09:01
39.

Zitat von hksm
Ohne Truman und Eisenhower wäre Korea heute nicht geteilt...
Oh ja. Dann hätten die letzten 70 Jahre noch 50 Millionen mehr Koreaner unter der Knute eines irren Diktatoren-Clans leben können. Das hätte hätte den Südkoreanern gewiss viel besser gefallen als das öde verarmte Leben, das sie seit 50 Jahren führen ....

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