Forum: Politik
Berufstätige Eltern: Wo ist Papa?
Corbis

Die Reflexe halten sich hartnäckig: Frauen müssen sich rechtfertigen, wenn sie wenig Zeit für die Familie haben - wie jetzt die Grünen-Chefin Simone Peter. Dabei sollten wir lieber endlich über "Rabenväter" sprechen.

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schlonzbob 05.03.2015, 16:33
30. Grundsätzlich Zustimmung, aber...

Dem Artikel kann ich als Vater nur zustimmen. Aber dann müsste sich die Politik und Gesellschaft meiner Meinung konsequenterweise die momentan doch recht einseitigen Förderung von Frauen in Führungspositionen überdenken und stattdessen die Förderung familienfreundlicher Arbeitsplätze für beide (!) Elternteile in den Vordergrund stellen. Eine Quote für Managerinnen verbessert doch hinsichtlich Familienfreundlichkeit überhaupt nichts und verfestigt nur die heutigen Strukturen in vertauschten Rollen - sprich der Partner steckt zurück oder das Kind wird eben Vollzeit "fremdvergeben".

Und wohingegen berufstätigen Frauen dank Quote heutzutage in den Unternehmen oft einiges an Verständnis entgegenbebracht wird, wenn sie Karriere und Familie unter einen Hut bringen wollen, ernten Männer nur Unverständnis wenn sie neben dem Beruf auch noch andere Prioritäten setzen.

Als Angestellter in einem süddeutschen Großunternehmen sehe ich dies häufig: Um die Quotenziele zu erreichen werden Frauen Führungspositionen in Teilzeit und/oder Home Office eingerichtet, mangelnde Mobilität/Flexibilität ist kein Thema und natürlich wird akzeptiert, dass der Arbeitstag für die Kolleginnen um 17 Uhr endet. Wer als Mann gleiches fordert kann seine Karrierepläne auch gleich beenden und man wird noch dumm angemacht wenn man für die Karriere nicht bereit ist mit seiner Familie alle 3 Jahre im In- und Ausland umzuziehen (damit zwangsläufig verbundene Aufgabe der Berufstätigkeit der Ehefrau ist dann ein Kollateralschaden)

Nicht falsch verstehen: Ich habe überhaupt nichts gegen Frauen in Führungspositionen - im Gegenteil. Ich finde auch moderne Arbeitszeitmodelle gut und halte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für sehr wichtig. Aber dann muss dies auch für Angehörige beider Geschlechter gelten und davon sind wir aus meiner Sicht weiter entfernt als je zuvor.

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aleman61 05.03.2015, 16:34
31. Jeden Tag

wird neuerdings in der Presse eine angeblich frauenfeindliche Sau durchs Dorf getrieben. Gestern mussten wir lernen, dass eine Männerquote verfassungsfeindlich ist und heute erfahren wir wie toll es doch ist sein Kind wegen der Arbeit nicht zu sehen wenn man Mutter ist. Was kommt morgen??

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zickezackehoihoihoi 05.03.2015, 16:36
32. Ach ja?

Zitat von w_smith
Einfach nur Nein! Eine enge Bindung zur Mutter ist für das Kind viel wichtiger als zum Vater.
Komisch nur, dass meine 4-jährige Tochter heute schon 3 mal angerufen hat, um zu fragen, wann ich endlich komme. Und würde ich nicht auf Ihre platte Phrase antworten, könnte ich auch 1 Minute früher heim....

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Yukikaze 05.03.2015, 16:39
33. Ziemich einseitig...

Also auch wenn in der Presse immer wieder von Frauen die Rede ist die Gleichberechtigung fordern und die klassische Rollenverteilung aufbrechen möchten, habe ich das persönlich noch nie kennengerlernt. Männer die eher weich sind und lieber zuhause putzen möchten anstatt Geld zu verdienen, haben doch immer noch schlechte Karten bei den meisten Frauen. (Ausnahmen gibt es natürlich) Da wird dann eher der "klassische Typ" verlangt. Da dürfen sich die Damen gerne selbst an die Nase fassen, und brauchen sich nicht wundern wenn viele immer noch so altmodisch denken. Nachfrage generiert Angebot. :)

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nalodü 05.03.2015, 16:40
34. Danke

Endlich sagts mal einer. Genauso ist es nämlich. Bei uns in der Kanzlei haben alle Partner mindestens 2 Kinder, das ist selbstverständlich. Aber wenn man als Frau weiterhin arbeiten möchte, wenn man ein Kind hat, wird gesagt: Wollen Sie gar nicht bei Ihrem Kind sein? Antwort: Sie ja anscheinend auch nicht.

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maxuniverse 05.03.2015, 16:42
35. Das Gesetz bevorzugt die Mutter ja auch...

... also ist es nur fair, dass Mütter >das Gefühl haben< sich eher rechtfertigen zu müssen.
Sobald die Gesetze gleichermaßen fair sind für Väter wie Mütter, können wir über das "Bauchgefühl" sprechen. Davor macht es keinen Sinn.

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Frau S. 05.03.2015, 16:43
36. In-die-Tasche-Lügerei

Kinder brauchen Zeit, Karriere braucht Zeit.
Beides zusammen geht nicht. Macht euch nichts vor.
Wo das versucht wird, kommen die Kinder automatisch zu kurz, es sei denn, man ist selbständig, kann seine Zeit selbst einteilen und braucht nur 2-3 Stunden Schlaf.

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hansmaus 05.03.2015, 16:51
37.

Zitat von hedgehog66
Wieviel Prozent der Kinder sind Scheidungskinder? Wer fragt danach, warum sie ihre Väter so selten sehen (dürfen)?
interessiert kein Mensch da es hier ja um Väter geht und nicht um Mütter.

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Schnoeps 05.03.2015, 16:52
38.

Heute ist wohl wieder Gender Tag. Warum wird mit keiner Silbe auf juristische und kulturelle Diskriminierungen von fürsorglichen Vätern eingegangen? Manchmal beschleicht mich das Gefühl, hier schreiben Erstsemester der Geschlechterforschung.

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opaschowski 05.03.2015, 16:52
39.

Nein, liebe Frau Reimann! Ein Dienst an der Gesellschaft wäre es, die längst überfällige Diskussion darüber zu führen, warum wir nicht endlich mal die durchschnittliche Arbeitszeit verkürzen! Dadurch käme der unbezahlten Reproduktionsarbeit der Kindeserziehung wieder mehr Bedeutung zu, die Menschen könnten Tätigkeiten nachgehen, die für sie einen Sinn haben und die Umwelt ließe sich dadurch ebenfalls schützen (weil sinnloser Konsum dadurch unwichtiger würde).

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