Forum: Politik
Berufstätige Eltern: Wo ist Papa?
Corbis

Die Reflexe halten sich hartnäckig: Frauen müssen sich rechtfertigen, wenn sie wenig Zeit für die Familie haben - wie jetzt die Grünen-Chefin Simone Peter. Dabei sollten wir lieber endlich über "Rabenväter" sprechen.

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lupidus 05.03.2015, 16:55
40.

Zitat von Frau S.
Kinder brauchen Zeit, Karriere braucht Zeit. Beides zusammen geht nicht. Macht euch nichts vor. Wo das versucht wird, kommen die Kinder automatisch zu kurz, es sei denn, man ist selbständig, kann seine Zeit selbst einteilen und braucht nur 2-3 Stunden Schlaf.
Stimmt, das scheint in Vergessenheit zu geraten in unserer perfekt durchorganisierten Welt. Nicht umsonst hat das Familienmodell sich in der Vergangenheit durchgesetzt und bewährt. Meist waren Berufe von harter Arbeit geprägt, somit war die Rollenverteilung klar. Abgesehen davon haben Frauen in früheren Zeiten viel eher und mehr Kinder bekommen als heute. Sowas kann man aber nicht "über Nacht" umstellen...

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bosemil 05.03.2015, 16:56
41. Ausnahmen sind aber üblich

Zitat von w_smith
Einfach nur Nein! Eine enge Bindung zur Mutter ist für das Kind viel wichtiger als zum Vater.
Bei Simone Peter und Politikerinnen aus anderen Parteien ist es aber schon schön zu wissen daß die Kinder wenigstens gute Väter haben.

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hansmaus 05.03.2015, 16:57
42.

Zitat von Frau S.
Kinder brauchen Zeit, Karriere braucht Zeit. Beides zusammen geht nicht. Macht euch nichts vor. Wo das versucht wird, kommen die Kinder automatisch zu kurz, es sei denn, man ist selbständig, kann seine Zeit selbst einteilen und braucht nur 2-3 Stunden Schlaf.
Bester Beitrag von allen!
Aber das Problem ist das viele Frauen die so etwas wie im Artikel fordern "ziemlich teuer" sind. Da reicht heut zu tage kein 36 Stunden job mehr egal ob unterbezahlte und ausgebeutete Frau oder böser Mann.
Geländewagen muss es sein und teure Klamotten Karriere eben und der Mann hat gefälligst dann zuhause zu sein wenn die Plagen anfangen zu nerven.
Das beste ist dann wirklich die Scheidung! Der Mann ackert für ExFrau und die Kinder, sieht selbige wenns hoch kommt 1x im Monat und die Frau kann sich verwirklichen ;)
Klingt doof aber das ist das Modell was am eheseten funktionieren könnte.
Für alle anderen normalos wie uns bleibt nur diesen Stuss zu ignorieren, beide gehen weiter arbeiten wie doof um den lieben kleinen ein Studium zu finanzieren und nicht weiter hin hören was die Damen und Herren reichen für einen Quatsch verzapfen.

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c00 05.03.2015, 16:57
43.

finde es gut, wenn auch Mütter Karriere machen. Wer will in der heutigen Zeit schon eine "loser wife" daheim?!

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Reto B. 05.03.2015, 16:58
44. Papa muss...

Zitat von o.schork
....aber falsche Schlüsse gezogen. Es müssen sich weder Frau noch Mann rechtfertigen. Wem denn gegenüber? Ihnen? Der Welt? Der sensationageilen Presse? Allenthalben sind wir den eigenen Kindern Erklärungen schuldig. Und dort hat der "ferne Elternteil" unabhängig vom Geschlecht doch ohnehin schon die Höchststrafe erhalten. Entfremdung, Verlust von Liebe, Respekt und Zuwendung. G8 und Ganztagsschulen tragen ihren Teil dazu bei.
Ja, wenn der Papa sich ums Kind kümmert, wird er brav getätschelt und bekommt Lob. Aber wo er ganz sicher nicht fehlen darf ist im Job (ja, ich hörs jeden Tag) oder beim zahlen und Image (Job/Karriere/Geld ist immer noch was am meisten zieht aufm Paarmarkt, genauso daneben wie bei der Frau nur auf Jugend/Aussehen zu achten, wen interessiert Bildung/Job).

Also statt von den Vätern zu fordern, worauf viele aufschreien werden "noch mehr", weil ihnen ja auf der anderen Seite nur mit Lippenbekenntnissen Entlastung gewährt wird, sollten Väter und Mütter gemeinsam dafür kämpfen, dass Arbeit/Familie endlich ausgewogen gelebt werden kann. Mama ist grundsätzlich auch ausgebildet und hat einen Job (selbst wenn sie sich entscheiden sollte, ihn zeitweise nicht auszuüben) und Papa ist auch zuhause wichtig, darauf sollte die Gesellschaft Rücksicht nehmen.

Und ja, es ist mir schnuppe, ob das den Kinderlosen passt, denn die DINKS bewohnen schöne teure Stadtwohnungen und fahren die fetten Autos und leisten sich die teuren Ferien. Den Fortbestand der Zivilisation dürfen sie bitte mitbezahlen. Ich darf das sagen, ich bin nämlich selber (noch) einer von denen!

Sos sage ich doch immer mehr, es gibt in meinen Augen primär keine Ungleichberechtigung für Frauen, aber für Mütter. Und für Väter, wenn sie nicht das klassische Rollenmodell leben, oder wenn sie in eine Scheidung schlittern, dann gibt es eigentlich nur Verlierer...

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swamp_thing 05.03.2015, 16:59
45.

"Rabenvater" ist mir als neues Schimpfwort zu sexistisch. "RabenelterIn m/w" (Raben sind nicht mitgemeint) wäre moderner und ist nicht Rabenfeindlich.

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nixkapital 05.03.2015, 17:03
46.

Zitat von w_smith
Einfach nur Nein! Eine enge Bindung zur Mutter ist für das Kind viel wichtiger als zum Vater.
Aha?

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tobmal 05.03.2015, 17:03
47. Vollkommen richtig

solche Diskussionen werden aber in den seltensten Fällen von Männern geführt

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cato. 05.03.2015, 17:08
48.

Nein ich weiß nichts ob Heiko Maas oder Alexander Dobrindt Kinder haben, dafür weiß ich es von Obama, Seehofer und anderen männlichen Politikern die ihr Familienleben öffentlich inszenieren. Als Argument dann 2 ehemalige und die aktuelle Familienministerin anzuführen, zeigt doch schon wie sehr ein Skandal konstruiert werden soll. Wenn man zur Abwechslung mal einen Mann dieses Ministerium geben würde, würde man vermutlich auch mehr über dessen Familie erfahren, weil es irgendwo Teil des Jobs ist oder zumindest ein öffentliches Interesse besteht.

Und die Kritik an Elternzeit richtet sich doch wohl weniger an das Geschlecht des Politikers, als daran dass er ein von der Politik geschaffenen Privileg nutzt, um weiterhin einen Großteil seiner Abgeordnetenbezüge zu bekommen, ohne die dafür notwendige Leistung zu erbringen. Wenn Cem Özdemir sein Mandat niedergelegt hätte, um sich um sein Kind zu kümmern hätte er zumindest von mir großen Applaus bekommen.

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2xtreme4u 05.03.2015, 17:09
49. Der übliche Reflex

Anstatt dass Simone Peter zugibt "ja, ich bin eine Raben-Mutter, der die Kariere wichtiger ist als mein Kind", wird das Argument zur Seite gewischt und es heißt "ja, aber die Männer...!".

Vielleicht erst einmal mit sich selbst beschäftigen.

Und natürlich werden dann uni-sono die Männer gelobt, die zu Hause belieben und sich um den Nachwuchs kümmern.

Ich habe den starken Eindruck, dass es den meisten Damen darum geht, das Rollenverhältnis nicht nur neu zu justieren, sondern komplett umzudrehen: Man pickt sich die Rosinen heraus, und wenn etwas nicht funktioniert, sind es die bösen Männer.

Sorry, Mädels:

Ihr könnt eben nicht alles haben - Kind und Karriere funktioniert eben in der Regel nicht. Wenn Ihr wissen wollt, warum das so ist, fragt einfach mal den Mann Eures geringsten Misstrauens: Der schaukelt sich nämlich abends nicht im Büro die Testiklen oder vernascht die Sekretärin, sondern er versucht Leistung zu erbringen, damit er seinen Job behält oder sich ein wenig verbessert, damit auf dem Familienkonto soviel Spielraum vorhanden ist, damit's mit dem Urlaub, der Eigentumswohnung oder dem Haus im Grünen noch klappt.

Euer ganzes Gender-Gejammere nervt nur noch. Mein Tip: Trefft Euch zum Kaffee und weint EUch gegenseitig bei Euch aus - da hört Euch wenigstens jemand zu.

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