Forum: Politik
Berufstätige Eltern: Wo ist Papa?
Corbis

Die Reflexe halten sich hartnäckig: Frauen müssen sich rechtfertigen, wenn sie wenig Zeit für die Familie haben - wie jetzt die Grünen-Chefin Simone Peter. Dabei sollten wir lieber endlich über "Rabenväter" sprechen.

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janremus 05.03.2015, 18:23
70. Sehr geehrte Frau Reimann

Haben Sie Kinder und einen Ehemann? Dieses Thema aufzugreifen und lediglich auf deutsche Politiker (die haben Ihnen bestimmt ohne mit der Wimper zu zucken die Wahrheit erzählt. Bei Herrn gabriel würde ich an ihrer Stelle nochmal nachhaken.) oder Verantwortungsträger unserer Wirtschaft zu projizieren macht mich sehr traurig. Als Person der arbeitenden deutschen Mittelschicht sehe ich meine Frau und Kinder höchstens zwei Tage die Woche persönlich. Es ist sehr schön und es macht mich unglücklich, daran zu denken, dass nach zwei Tagen damit wieder Schluss ist und der Arbeitsalltag wieder über mich rollt. Wissen Sie wie vielen Menschen , Normalo - Vätern und mittlerweile auch Normalo-Müttern es in Deutschland so geht? Ich finde Ihren Artikel zu einfach und dieser reflektiert das Thema nicht. Viele Grüße einer dieser "Rabenväter".

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FocusTurnier 05.03.2015, 18:26
71. Die Autorin und Recht

Zitat von communicate
...muss ich der Autorin schlicht Recht geben - mit Ausnahme des Begriffs der Rabenväter; ist doch klar, dass die Männer sich da (zu Recht!) auf den Schlips getreten fühlen! Aber solange so vehement darauf gepocht wird, dass "ein Kind zur Mutter gehört", "einer zuhause bleiben muss wenn man Kinder hat" usw. - solange wird sich auch gesellschaftlich nichts ändern. Was es braucht, sind tatsächlich familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und eine größere Akzeptanz dafür, dass auch Männer gerne Zeit mit ihren Kindern verbringen, gerne Teilzeit arbeiten würden, Elternzeit nehmen etc..
Frau Reimann nimmt eine sehr widersprüchliche Position ein. Als Befürworterin der Frauenquote setzt sie sich für mehr Frauen in Führungspositionen ein (und somit für die Diskriminierung von Männern/Papas):

http://www.pro-quote.de/unterzeichnerinnen/anna-reimann/

Daß der auch von ihr unterstützte Entwurf zur Frauenquote (zumindest habe ich nirgends eine kritische Betrachtung ihrerseits gefunden) keine "strukturelle" Benachteiligung von Männern kennt (weil es diese laut EU-Recht gar nicht geben KANN), läßt das ganze noch etwas wirrer erscheinen.

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Seraphan 05.03.2015, 18:40
72. Schluss mit der Rosinenpickerei

Gerichte entscheiden in Sorgerechtsstreitigkeiten meist für die Mutter, da sie der Auffassung sind, dass die Mutter die bessere Person für die Aufzucht des Nachwuchses ist. Ich persönlich teile zwar die Begründung, wünschte mir für viele Väter allerdings mehr Rechte. Das ist aber ein anderes Thema. Ich empfinde es als verantwortungslos und als Vernachlässigung, wenn der Mutter die eigene Karriere wichtiger ist als die Nähe, die ihre Kinder nun einmal benötigen. Die Rosinenpickerei geht mir gewaltig auf den Keks.

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345 05.03.2015, 19:57
73. Rabenmutter

Unabhängig davon, dass Raben ja sehr fürsorgliche Eltern sind scheint es vielen ForistInnen doch eher darum zu gehen, alte Rollenzuschreibungen und -zuweisungen zu bestätigen, eine/n Schuldig/n für die Unzufriedenheit mit dem eigenen Lebensentwurf auszumachen als schlußendlich eigene Entwürfe (durch-) zu setzen auch wenn's ggf. das eigene Einkommen schmälert. Bevor der Sturm der Empörung losbricht: ja, ich habe selbst ein Kind, bin berufstätig, finanziere uns unabhängig (jenseits des Unterhalts fürs Kind) und entgegen anderslautender Meinungen entsorgte sich der Vater ungebeten ganz von selbst - der Karriere wegen ins Ausland. Der Kommentar der Grünen-Politikerin hinsichtlich der unterschiedlichen Wertungen bei gleichem Verhalten ist doch genial. Zeigt doch der Aufschrei im Netz, dass mit unterschiedlichen Maßen gemessen wird. Und ja, erst wenn zwei das Gleiche tun und ncht dei Frage aufkommt , ob das denn für Frauen oder Männer bzw. für Mütter oder Väter passend ist, erst dann ist der Diskurs über Gleichberechtigung zu einem guten Ende gekommen.

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labrujamalvada 05.03.2015, 20:15
74.

Zitat von cosmoschaos
entweder nur ein Elternteil geht arbeiten oder sich keine Kinder anschaffen!
aus welchem loch kommen sie denn gekrochen?

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nalodü 05.03.2015, 21:56
75. verstehe ich nicht....

Zitat von aix
Würde ich als Mann, einer möglichen zukünftigen Ehefrau/Partnerin, sagen, das ich im Hinblick auf Kinder, gerne auf weitere Karriere verzichte und gerne als Teilzeitvater zuhause bleibe, wäre das in den meisten Fälle das Ende der Beziehung.
Dann kennen sie definitiv nur die falschen Frauen....Wieso sollte das so sein? Es gibt bei mir im Freundeskreis sogar Beziehungen, die daran zerbrochen sind, dass das Paar eben gerade keine gemeinsame Basis für die Teilung der Verantwortung für Nachwuchs und Einkommen gefunden hat, sondern er darauf bestanden hat, keine Abstriche bei der Arbeit zu machen. Insofern: nur Mut und weitersuchen;-).

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erz815a 05.03.2015, 22:23
76. 40XXL-Stundenwoche + Pendelzeit

Machen wir uns nix vor, viele Jobs fordern lange Arbeitszeiten, viele trauen sich nicht, Teilzeit einzufordern, sonst werden sie Arbeitslos: ganz oder garnicht, ist die Deviese vieler Arbeitgeber! Es lohnt sich auch immer weniger, weil man keine Wohnung nahe der Arbeit bekommt und wenn man schon pendelt, dann muss sich die 1h bis 2h pro Richtung doch auch lohnen. Sofern nicht mit rabiaten Mitteln Bestandsmieter aus ihren Arbeitsplatz-nahen Wohnungen rausgeworfen werden, werden eben kinderreiche Familien in weiter entfernte Gebiete gedrängt. und dann lohnt es sich um so weniger, dass beide Eltern arbeiten gehen.

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talktalk 06.03.2015, 02:27
77. Thema fehlerhaft

Im Ansatz sicher gut beobachtet. Aber wirklich zielführend?

Fest steht, dass diese Verhaltensweisen aus den letzten 40 Jahren eingebrannt sind. Noch immer hält die die Diskriminierung der Männer an. Noch immer steht die Frau mit der Forderung nach dem alleinigen Sorgerecht, ganz weit vorne. Es ist noch nicht sooo lange her, da musste der Vater sein eigenes Kind adoptieren, wenn er mit der Mutter nicht verheiratet war. Und das auch nur mit Zustimmung der Mutter. Auch heute gibt es noch Konstellationen, in denen Vater ganz schlechte Karten hat. Das Standardrecht Recht des Vaters, sein Kind alle 2 Wochen sehen zu dürfen, gehört noch zu deralten Zementierten Vormachtstellung der Frau. Umgerechnet heißt alle 2 Wochen = 5 von 30 Tagen !!!!

Kein Wunder, dass alle noch dieses Matriarchat und die Frauengenusscheine im Bereich Kinder im Familienrecht eingemeißelt haben. Nur einseitig zu fordert kann nicht funktionieren. Je mehr die Vormachtstellung der Frauen im Familienrecht aufgebrochen wird, um so eher werden sich auch andere Dinge normalisieren. Von jetzt auf gleich wird es dennoch nicht gehen. Auf beiden Seiten nicht.

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isabeau02 06.03.2015, 08:33
78.

Unglaublich, welche ideologischen Grundsätze in diesem Zusammenhang diskutiert werden!

Was ist denn mit den Frauen, die arbeiten MÜSSEN? Sind das auch Karrierefrauen?

Karrierefrau = Rabenmutter, nicht wahr?

Was ist daran so schwer zu akzeptieren, dass Familien, die ohne Top-Job, geerbtem Eigentum oder sonstigen günstigen Voraussetzungen, nur mit Doppelverdienst finanziell zurecht kommen?

Die Generation, die heute in Rente geht, hat noch Gehaltssteigerungen von 10% pro Tarifabschluss erlebt. Heute sind es ja eher -x%!

Also: Frau geht heute auch arbeiten, weil sie zum Familieneinkommen beitragen will und muss. Und weil das Scheidungsrecht heute nicht mehr eine lebenslange Alimentierung gewährleistet!

Also, liebe Väter, die ihr hier so schön über die sorgeberechtigten Mütter herziehen könnt - ihr solltet doch ganz besonders daran interessiert sein, dass Frauen im Beruf stehen!

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IB_31 06.03.2015, 09:24
79.

Zitat von isabeau02
Unglaublich, welche ideologischen Grundsätze in diesem Zusammenhang diskutiert werden! Was ist denn mit den Frauen, die arbeiten MÜSSEN? Sind das auch Karrierefrauen? Karrierefrau = Rabenmutter, nicht wahr? Was ist daran so schwer zu akzeptieren, dass Familien, die ohne Top-Job, geerbtem Eigentum oder sonstigen günstigen Voraussetzungen, nur mit Doppelverdienst finanziell zurecht kommen? Die Generation, die heute in Rente geht, hat noch Gehaltssteigerungen von 10% pro Tarifabschluss erlebt. Heute sind es ja eher -x%! Also: Frau geht heute auch arbeiten, weil sie zum Familieneinkommen beitragen will und muss. Und weil das Scheidungsrecht heute nicht mehr eine lebenslange Alimentierung gewährleistet! Also, liebe Väter, die ihr hier so schön über die sorgeberechtigten Mütter herziehen könnt - ihr solltet doch ganz besonders daran interessiert sein, dass Frauen im Beruf stehen!
Also es ist heute eigentlich normal, dass Frauen arbeiten.
Nicht normal ist dass, was die Journalistin, die diesen Artikel verfasst ( Anna Reimann) macht.

Sie bläst eine Äußerung der BUNTE ( nicht unbedingt das Flaggschiff des pol. Diskurses in D ) zu einem Popanz auf,
um dann draufhauen zu können.

Sollte man durchschauen können ....

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