Forum: Politik
Beschädigen die Wikileaks-Dokumente das Verhältnis zwischen den USA und ihren Bündnis

Wie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.

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rufus008 29.11.2010, 12:33
990. ...

Vor allem beschädigen sie das Verhältnis anderer Staaten zueinander - etwa in Krisenregionen wie dem nahen Osten wird sich das als fatal erweisen. Ich fürchte, die Welt ist mit dem gestrigen Tage deutlich unsicherer geworden.

Von den hiesigen Medien (v.a. auch dem Spiegel) bin ich enttäuscht. Assange und seine Mitstreiter sind Kriminelle und sollten auch als solche benannt werden. Meine einzige Hoffnung ist, dass sich die Schlinge nun enger zieht und diese Leute bald keinen sicheren Rückzugsort mehr auf der Welt haben.

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0yingyang 29.11.2010, 12:34
991.

also ich kann nur dazu sagen, eine Merkel oder einen Westerwelle so zu beschreiben, wird nicht zu einem Debakel führen, denn dazu sind deren Fähigkeiten nicht vertieft genug. Spannender wird es jedoch bei Ländern wie Iran, Pakistan, da könnte deutlich mehr zu erwarten sein.

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mis4nthrop 29.11.2010, 12:35
992. jungen, aufstrebenden Parteigänger

Zitat von stauchert
"jungen, aufstrebenden Parteigänger" Hat man das nicht mal von Philipp Rösler behauptet?
sehr gut...genau der gleiche Gedanke ist auch mir gekommen!

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toastmann 29.11.2010, 12:36
993.

etwas verkennen die meisten: lieber durch die usa politisch runtergemacht als unter chinesischem, russischem o.ä. einfluss stehen. in diesem sinne schaded das der welt mehr als es ihr hilft.

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dayo 29.11.2010, 12:36
994.

Zitat von donbernd
Das ist doch widerwärtig.. Nichts für Ungut, die beziehungen zu den USA wird dies nur leicht belasten , aber wenn die deutsche Politik weise ist wird sie nun eine ausgedehnte Rattenjagd auf Verräter beginnen. Verräter wie dieser FDP Knilch gefährden dieses Land mehr als es Terroristen je könnten.
nicht zu vergessen der herr guttenberg, der ja eigentlich von uns bezahlt wird aber für die da drüben rumspitzelt.

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Family Man 29.11.2010, 12:37
995. Korrekt

Zitat von Berta
Die USA spielen schon immer Alle untereinander und gegeneinander aus,merkt das keiner.
Auch das Wikileaksdokument ist dafür gedacht. Es ist wie ein Politkabarett (neues aus der Anstalt). Wir dürfen hämisch lachen über unsere Machthaber wie blöd sie doch sind und die fangen an sich miteinander zu streiten. Und wir finden sogar die Amis wieder sympathisch. Ein genialer Schachzug! Nur eine kleine Bemerkung am Rande; warum steht nichts über Israel drin?

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Silverhair 29.11.2010, 12:37
996. Teil des Denkschemas

Zitat von stupp
Wenn der Spiegel seinen Artikel überschreibt mit "Geheimdepeschen enthüllen Weltsicht der USA", dann sagt er nicht die Wahrheit über das Wesen und die....
Nun, diese Diplomaten sind Teil des Politikgeschehens - und ihre "Einstellungen" werden schlichtweg "geschult" nach der jeweils aktuellen Richtung die die Politiker ja vertreten haben wollen - es ist die Corporate Identity die aus deren Sätzen zu lesen ist - das "Gedankenmodell" das die US-Politik hat über die Welt - das ist letztlich wie in jeder Firma wo die "Manager" und leitenden Angestellten genau das vertreten was sie verkaufen - egal wie schrottig das auch sein mag.

Diplomaten fallen ja nicht vom Himmel - sie werden handverlesen nach den geistigen Vorstellungen ihrer Auftraggeber - in Deutschland waren es nach dem Krieg Nazis die wieder Nazis in den Diplomatischen Dienst holten .. in den USA sind es knallharte Kapitalisten die dort die "Wirtschafts- und Machtpolitik" der USA denken und damit auch beschreiben!

Sie sind schlicht Teil des Denkschemas amerikanischer Politik .. nicht irgendwelche privaten Forenschreiber die "ihre sicht äussern" sondern die die Sicht Amerikas beschreiben!

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Frankenfurter 29.11.2010, 12:37
997.

Zitat von Gaztelupe
Es wird auch nicht alles hochbrisant, bloß weil ein Nerd-Verein die Realität digital nachzeichnet, oder die eine oder andere Spekulation bestätigt. Mal was wirklich Interessantes bringen, Wikileaks!
Sie haben vergessen, sich beim SPIEGEL zu bedanken. Der fand schließlich das Dokument so sensationell.
Im übrigen hat der, in Ihren Augen, so unbedeutende "Nerd-Verein" bereits einige wirkliche Info- "Löcher" geschlossen. Erinnern Sie sich noch an die Afghanistan-Dokumente?

Wenn es Wikileaks nicht schon gäbe, müsste man es erfinden.

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iroscott 29.11.2010, 12:37
998. So ist es...

Zitat von Glossolalia
Woran machen Sie dies denn fest? Und glauben Sie wirklich, daß sich interne Dokumente jedes x-beliebigen diplomatischen Dienstes dieser Welt grundsätzlich von dem unterscheiden, was im Falle der USA nun öffentlich gemacht wurde?
...und ich schlage folgendes vor:
Es bleibt doch jeder Regierung dieser Welt offen, Ihrerseits die Protokolle und Depeschen seiner Dienste und Diplomaten zu veröffentlichen:
Das hätte dann den Charakter eines Streits unter Kindergartenkindern: "Du bist blöd!"
"Nein, du bist blöd!" usw. usf.
Und für die Zukunft:

Runter mit den Masken und dem diplomatischem Palaver. Klare Verhandlungen und Redundanz schaffen. Gesprächsprotokolle sofort und für alle zugänglich veröffentlichen.

Dann kann das politische Kabarett einpacken, weil lustiger wird's nimmer...

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PTerGun 29.11.2010, 12:37
999. Sicherheitsleck

Die Aktion ist wohl ein Desaster in vielerlei Hinsicht.

Am wenigsten noch für alle Diplomaten weltweit, die in Beziehungen mit den Amis stehen. Die müssen sich zwar jetzt mit den ans Tageslicht gekommenen Infos beschäftigen. Aber ich wette, in jedem Auswärtigen Amt existieren entsprechende Bewertungen der Partnerländer, und jeder Mensch weiß, auch aus der persönlichen Erfährung, dass es schon mal Gedanken gibt, die man nicht mit jedem teilt in der gleichen Form teilt. die Aufgabe von Diplomaten ist es nicht nur, nett zu Partnern zu sein, sondern genau solche Einschätzungen von Partnern vorzunehmen. Das muss man auch jeder Nation zubilligen. Doch das bedeutet jetzt gewiss erst einmal überstunden.

Schwieriger ist es für die genannten Denunzianten in den jeweiligen Ländern, wie zu Guttenberg und Co. Die werden sich etwas anhören müssen.

Das schlimmste ist aber, dass es offenbar eklatante Sicherheitslecks gibt bei den USA, dem Land, das weltweit der größte Datensammler überhaupt ist.

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