Forum: Politik
Beschädigen die Wikileaks-Dokumente das Verhältnis zwischen den USA und ihren Bündnis

Wie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.

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Teilnehmer22 29.11.2010, 18:38
1740.

Zitat von 445
Es ist nicht einfach und wird wohl auch nicht zu 100% gelingen. Würde Wikileaks dies aber gar nicht erst tun, würde der Anteil der "echten" Dokumente wohl schnell auf unter 10% sinken und Wikileaks könnte das Licht ausmachen. Man versucht es, indem die Dokumente Leuten vorgelegt werden, die sich damit auskennen. Das sind z.B. Regierungsmitarbieter und investigative Journalisten (die noch lange nicht alles veröffentlichen, was sie so an Informationen sammeln). Haben Sie sich überhaupt einmal die Dokumente auf Wikileaks angeschaut? Diese sind unter anderem Nachrichten von bestimmten Botschaften an die USA - z.B. von der deutschen Botschaft in Berlin oder der iranischen Botschaft in Teheran.
Daran dass die Dokumente echt sind, habe ich keine großen Zweifel. Dennoch, wer sich mit Quellenanalysen auskennt, weiß dass viele Faktoren die Bedeutsamkeit einer Quelle beeinflussen (siehe z.B. Quellen zum I. Weltkrieg). Es gilt vor allem zu beachten, dass der Großteil dieser "veröffentlichten" Quellen von Botschaftern, Konsuln und deren Mitarbeitern verfasst worden sind, die ihre eigene Meinung vertreten, auch selber bewusst die Wahrheit verfälschten, kleine Details auslassen hätten können, etc. Die Brisanz mancher Quellen mag hoch sein, dennoch lassen sie in Sachen Verlässlichkeit, einige Fragen offen. Vertrauenswürdig sind sie auf keinen Fall, diese sind nur unter "Top Secret" vorzufinden.

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backtoblack 29.11.2010, 18:39
1741. Investigativ

Wie Amerika die Welt sieht, verrät uns der Spiegel und verweist dabei auf 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium, welche aus Sicht der US-Diplomatie Enthüllungen auf Freund und Feind ausbreitet. Näheres bis auf einige belanglose Informationen erfährt man auch nicht von einem Magazin, dass sich selbst in die Front des Enthüllungs-Journalismus einzupreisen versucht.

Der SPIEGEL verzichtet bei der Analyse der Botschaftsdepeschen fast überall darauf, die Informanten der Amerikaner kenntlich zu machen

"Verbündeten und Freunde sind vor allem erst einmal sauer“ liest man an entscheidender Stelle. Weiter heißt es dann, „Es gibt kein Hauptquartier von WikiLeaks, nicht mal eine Adresse, nur ein anonymes Postfach in Australien. WikiLeaks ist bis heute mehr eine geniale Idee als eine Organisation.“ So also sieht es aus mit unserer Meinungsfreiheit.

Der investigative Journalismus muss sich also verstecken, denn „es klebt Blut an ihren Händen.“ Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn unsere Medien nur das berichten, was ihnen von der Politik vorgegaukelt wird

Vor diesem Hintergrund bleibt unseren Enthüllungs-Journalisten nicht anders ein, als: "Diese Datenpanne ist ein schwerer Schlag für die US-Diplomatie". Viele Zeitungen sehen bestenfalls die Regierung von US-Präsident Obama blamiert. Einige Kommentatoren befürchten sogar schwerwiegende diplomatische Folgen und warnen vor einem Dammbruch.

Man geht sogar davon aus, dass das System, welches die Durchlässigkeit von Informationen verursacht haben könnte, nach den Anschlägen vom 11. September 2001 installiert worden ist. Vielleicht ist das der Fluch der bösen Tat.[/QUOTE]

Wikileaks ist die Antwort auf die erschreckende Tatsache, dass investigativer Journalismus weltweit nur noch rudimentär existiert - oder mit dem Tode bedroht ist wie z.B. in Russland oder Mexiko.

Insofern bleibt zu hoffen, dass diese Internet-Plattform noch lange bestehen bleibt. Vielleicht werden ja in der Folge einige deutsche Zeitungen wieder lesenswerter, die auf den toten Gleis des Infotainment-Journalismus vor sich hin dümpeln.

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L.Werner 29.11.2010, 18:40
1742. Veröffentlichung in Wikileakes

Früher hat man geglaubt, die Schwarzen und Frau Schwesterwelle machen den Amibückling.
Die Schwarzen sind doch Kriecher.
Jetzt werden sie eines besseren belehrt.
Es ist doch herrlich was da veröffentlicht wird.
Ist da was falsch ???
Diese ganze Regierungsbagage wird jetzt endlich mal vorgeführt.
Herrlich !!!!

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Hovac 29.11.2010, 18:41
1743. Wir

sind doch schon weiter, wir bekommen mehr als früher mit, lassen aber trotzdem alle gewähren. Also warum aufregen, so schlimm ist das jetzt nicht oder ist da wirklich etwas Substianzielles bei offengelegt worden? Dafür geht es ja die zusätzliche Sicherheitsstufe.

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Architectus 29.11.2010, 18:41
1744. Fdp

"...die FDP schneidet dabei am schlechtesten ab"

Ich muss feststellen, dass die herausgegebenen Depeschen zum Teil etwas naiv und oberflächlich gehalten sind in der Ausdrucksform, aber bei der Beurteilung der FDP liegen die Amerikaner erstaunlich richtig. Sie haben erkannt, dass die FDP die schlechteste Partei mit dem schlechtesten Personal ist.
Ich wage es kaum zu hoffen, aber vielleicht ist das endlich der noch nötige Faktor um diese Partei endlich in die Geschichte zu befördern.

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Morrissey74 29.11.2010, 18:41
1745.

Zitat von 4verve
Genau das ist der Punkt. Hierüber sollte diskutiert werden. WikiLeaks sitzt durch Diebstahl an einem roten Knopf. Hätten die großen Medienvertreter nicht sofort nach dem Material gegriffen, sondern über die kriminelle Machenschaft des Herrn Assange berichtet, müßte man ihn nicht als "supranationale Kraft" darstellen sondern als das was er ist: ein Dieb mit dem selbstgefälligen und naiven Anspruch ein "Rebell" zu sein. Hat denn jemand Erfahrung mit anarchistischen Gesellschaftssystemen? Kann das ein wirklich lebenswertes Ziel sein?
Unsere Politiker tricksen und betrügen von morgens bis abends. Da regen Sie sich über die Art und Weise der Informationsbeschaffung von Wikileaks auf? Ist doch lächerlich.

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brot_ohne_spiele 29.11.2010, 18:41
1746. Bin ich....

Zitat von jasyd
Dann bitte auch schreiben, was das Aufwachen nutzen soll. Nun bin ich aufgewacht und weiss, dass der Westerwelle nichts in der Birne hat. Das wusste ich aber auch schon vor dem Einschlafen.
..jetzt Vorbeter ? Allein die Frage an mich impliziert, dass noch viel Schlaf aus den Augen gerieben werden sollte.
Ich könnte seitenweise aus meiner Sicht darüber schreiben aber das würde den Rahmen dieses Forums sprengen.
Ich kann da keine Hilfestellung geben -es ist ein völlig individueller Prozess der der "Zwangssozialisierung", also der Einbindung in unser zunehmend virtuell erscheinendes "Völkergewebe" über politisch-ideologische Manipulation diametral entgegensteuert - mit allen Konsequenzen: Also Wut, Ärger, Angst, Aggression, Verzweiflung aber auch Erleichterung, Befriedung, Selbstbewusstsein.

Und das ist keine Ego-zentristische Projektion es ist das was ich global wie regional als Entwicklung sehe - ich bin sicher es gibt hier einige Geister die das ohne Vorbehalt bestätigen können und da selbst "durchgegangen" sind.

Einziges Problem: Wir (auch ich) plappern einfach noch viel zu viel in Antizipation dessen was was wir (noch)nicht greifen können aber sehr wohl innerlich spüren...oder ?

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Architectus 29.11.2010, 18:42
1747. .....1000 Punkte

Zitat von Hansael
Da müssen erst die Amerikaner kommen, um das auszusprechen, was in Deutschland jeder halbwegs Intelligente schon weis. Westerwelle ist ein gockelhafter Schwätzer, Berlusconi ein korrupter Mafioso, Putin ein Diktator und last but not least ist Frau Merkel die nicht-handelnde Teflon-Frau - im Westen nichts Neues!
...eins mit Stern, gut gemacht Herr Hansael, setzen :-)

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RealityCheck 29.11.2010, 18:43
1748. Nichtverstehen

Zitat von mauskeu
Aber diejenigen die für unsere "Sicherheit" soviele Einschränkungen machen, aber so einfache Prinzipien nicht verstehen, die sind für uns keine Gefahr ?
Von Nichtverstehen kann wohl bei den Betroffenen keine Rede sein. Die bekommen selbst ständig Informationen von der Sorte. Wenn die sowas kommentieren, dann nur aus dem Fenster.

Das Problem ist hierzulande die schief liegende Meinung der Mehrheit, die von den existierenden Risiken keine Ahnung hat. Das liegt daran, dass die Medienleute immer noch die ideologischen (und von der Natur der Ideologie her anti-amerikanischen) Ziele von vor Jahrzehnten verfolgen. Die bellen immer noch einen 'Baum' an, der da schon lange nicht mehr steht.

Wenn der Westen untergeht, dann geht er wahrscheinlich zusammen unter - und wenn er gerettet wird, dann durch die Amerikaner. Wenn Europa aber Pech hat, dann retten sich nur die Amerikaner.

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Durruti100 29.11.2010, 18:45
1749.

Zitat von ratxi
Bei mir steht immer, er bemüht sich, einen Teil der Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen und ist immer froh gelaunt. Meinen Sie, dass ist etwa nicht gut? :)
Fehlt nur noch:
Bei den Kollegen sehr beliebt!

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