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Beschimpfungen der Linken: Die Schrill-Partei
DPA

Eine Beschimpfung des Bundespräsidenten als "Kriegshetzer" sorgt für Wirbel. Sie kommt natürlich von den Linken. Die eigene Führung versucht nun gegenzusteuern - doch die Verbalausfälle haben in der Partei Methode.

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hikaru 27.06.2014, 12:56
350. erfrischend

Die Äußerungen der Linken sind schlicht Klartext und in ihrer Radikalität erfrischend. So waren viele der Grünen mal und so waren v.a. auch Politiker wie Herbert Wehner. Ich wähl euch zwar nicht, aber macht weiter so!

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zynisch 27.06.2014, 13:12
351.

Zitat von 002614
Alles das soll diskutiert werden. - Und es ist einfach zu billig, auf der einen Seite ("mit einem Wort:") wirtschaftlichen Profit zu verteufeln, eigene wirtschaftliche Interessen außer acht zu lassen, - und auf der anderen Seite aber Soziale Sicherheit für alle zu fordern dabei aber auf die Sicherung von Einkommen zu verzichten, weil das ja irgend jemanden reich machen könnte und weil man Pazifist ist. Diese Meinung kann man haben. Man sollte dann aber auch bereit sein, die Konsequenzen wenigstens zu erkennen.
Die Konsequenzen lauten: Wohlstands- bzw. Überflusskonsolidierung, ja!

Gehen wir den jetzigen Weg so weiter, sollten unsere Entscheidungsträger dann aber bitte endlich mit der kaum noch auszuhaltenden Heuchelei aufhören und die Dinge beim Namen nennen. Wir töten Menschen oder nehmen Tod und Leid vieler Menschen um der Profitmaximierung gerne oder zumindest billigend in Kauf und bei so ziemlich allen Konflikten der letzten 20 Jahre ging es genau darum. Auf der einen Seite von der Verteidigung von Freiheit und Menschenrechten zu sprechen, dann aber das genaue Gegenteil zu meinen, ist nicht nur ziemlich widerlich, sondern auch eine Beleidigung an jeden halbwegs informierten Menschen.

Da war Köhler zumindest ehrlicher und er ist ja auch genau deswegen zurückgetreten. Man hätte seinerzeit bereits die Debatte, auch der Bevölkerung gegenüber, ehrlich führen sollen!

Ich denke, wenn man auf breiter Ebener den Menschen gewisse Zusammenhänge ehrlich erklären würde, wäre es ganz schnell vorbei mit einer Mehrheit für Auslandseinsätze der BW.

Und seien wir doch mal ehrlich. Wenn es um die Sicherung von Einkommen geht, dann sind sicherlich nicht die Durchschnittsverdiener in Deutschland gemeint. Das Durchschnittseinkommen liegt bei ca. 32.000,-/Jahr

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Wildes Herz 27.06.2014, 13:15
352.

Zitat von 002614
So ein Unsinn. - Nennen Sie mir einen Menschen in Deutschland, der Kriege in aller Welt für soziale Gerechtigkeit in Deutschland will. So etwas aufgrund der Aussage von Köhler zu unterstellen ist doch totaler Unsinn.
Habe ich Sie da falsch verstanden? Ich hatte Ihre Aussage so verstanden, dass man nicht gleichzeitig soziale Gerechtigkeit in Deutschland fordern - und Kriege, die zur Sicherung wirtschaftlicher Interessen und von Einkommen dienen, ablehnen könne. Daraus wiederum schlussfolgerte ich, dass Sie Kriege für wirtschaftlichen Profit für gerechtfertigt oder zumindest diskutabel halten, da dadurch auch Einkommensquellen zur Sicherung der sozialen Sicherheit in Deutschland erschlossen würden.

Sollte ich Sie da falsch verstanden habe: sorry. Zumindest habe ich diese Intention aber nicht Köhler unterstellt, sondern aus Ihren Worten herausgelesen.

Zitat von 002614
Die Verteidigung unseres Landes kann auch darin bestehen, daß wir verhindern, in dasselbe Chaos und in dieselbe Armut zu geraten, in der viele Länder leider sind. - Putin vertritt seine Interessen, Hollande seine, Cameron seine, die jeweiligen Terrororganisationen ihre - nur wir sollen das bleiben lassen?
Davon kann ja keine Rede sein. Merkel vertritt genau so ihre politischen Interessen wie all die anderen Genannten auch.

Hier geht es aber darum, ob diese Interessen mit Krieg "vertreten" werden dürfen. Sei es nun unter dem Deckmantel von Menschenrechten (Gauck) oder - wie Köhler es weitaus ehrlicher zugegeben hatte - ganz offen zur Durchsetzung und Sicherung wirtschaftlicher Profit-Interessen.

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Thomas Schnitzer 27.06.2014, 15:20
353.

Zitat von RobinSeyin
Beschäftigen Sie sich lieber mal mit unserer Geschichte, jener der BRD. Wir stehen der DDR in nichts nach, ganz im Gegenteil, wir als BRD lebten vorzüglich auf Kosten der DDR Bürger und vieler anderer Länder.
Deshalb haben wir auch Millionen um Millionen in die DDR gepumpt, die aufgrund der systemimmanenten Schwächen des Sozialismus nichts leisten konnte...
Zitat von RobinSeyin
Unser Opfer starben weltweit. Achja: Allein an der Grenze der USA zu Mexiko sterben jedes Jahr weit mehr Menschen als an der Mauer in 40 Jahren
Was hat das mit dem Thema SED-Unrechtsregime und dessen Wiederaufnahme durch die Linke zu tun?

Zitat von RobinSeyin
und unser Wirtschaftssystem bringt jedes einzelne Jahr tausende um.
Können sie das auch mit Fakten belegen?

Zitat von RobinSeyin
Es gibt sehr viele Wege zu töten und bei der DDR war in erster Linie der Kalte Krieg verantwortlich.
Nein, verantwortlich waren die machtgierigen DDR-Eliten, die ihr eigenes Volk einsperren mussten, damit es ihnen angesichts der wirtschaftlichen Schwäche und der eingeschränkten Freiheit nicht davon läuft.
Und es waren die Grenzer, die geschossen haben, die VoPos, die sich mitschuldig gemacht haben, und die Stasi, die das eigene Volk bespitzelt hat. Jeder von denen hat bis heute dreckige Hände.

Zitat von RobinSeyin
Wenn das so ist, dann waren wir wohl auch für all die Zustände in der DDR verantwortlich, deren Produkte wir ja gerne billig einkauften.
Welche tollen Produkte sollen das denn gewesen sein? Holzwege, Sackgassen oder wirtschaftliche Totalschäden? Die DDR hatte nichts, was wir hätten brauchen können, weder im System, noch in der Produktpalette.

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Thomas Schnitzer 27.06.2014, 15:36
354.

Zitat von RobinSeyin
Wer deswegen CDU/CSU wählt diese "Parteien" sowieso, aus quasireligiösem Eifer heraus. Mit Vernunft kann es schließlich nichts zu tun haben.
Man muss schon arbeiten wollen und eigenes Geld verdienen, um die Vernunft dahinter zu erkennen. Eingefleischten Transferleistungsempfängern bieten diese Parten natürlich nichts, weil die einen ja versuchen per Amt zu dieser ekelhaften Fremdbestimmung namens Arbeit zu zwingen.

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Thomas Schnitzer 27.06.2014, 15:44
355.

Zitat von teufelsküche
Passt es jemandem nicht, daß die Linke nicht nur immer lächelt und nickt zu allem, was unsere sigenannte Regierung so anrichtet?
Nein, es passt der demokratischen Mehrheit in unserem Land einfach nur nicht, dass eine zutiefst antidemokratische Partei, die den Sozialismus wieder einführen will, mit demagogischen Mitteln versucht, Wähler zu manipulieren. Arbeit für alle? Hat schon mal einer versprochen, 33 ist er dann gewählt worden. Wir warten in diesem Sinne darauf, dass Wagenknecht und Gysi nicht die Absicht haben, eine Mauer zu bauen...

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davincione 27.06.2014, 15:47
356. Echt schrill

Ob im Einzelfall übertrieben oder nicht: als ob das nicht in JEDER Partei vorkommt!?
ABER - das Entscheidende ist doch: sowas nennt sich "Opposition"! Und zwar ECHTE Opposition! Und deshalb schreibt der Herr Journalist auch: es kommt "natürlich" von der LINKEN.
Ja, das ist ein etablierter Journalist nicht mehr gewohnt! Er kennt vor allem die GESPIELTE Opposition, die sich daran zeigt, wie die sonstigen Parteien sich verhalten, wenn sie jeweils gerade an der Regierung sind oder nicht. Wenn sie gerade obenauf sind, machen sie das pure Gegenteil von dem, was sie behaupteten und groß tönten, als sie schlicht bloß gewählt werden wollten.

Die SPD z.B. gibt sich in Vor-Wahl-Situationen doch so gerne so auffällig linksangehaucht, um dann als Regierung gerne auch mal die Konservativen rechts zu überholen. Sie sind professionelle Umfaller. Im Gegensatz zu anderen Parteien (außer vielleicht der FDP) nimmt ihnen das allerdings ein großer Teil der Wähler bis heute übel.
Dass sich echte von taktischer Opposition unterscheidet, zeigt sich manchmal halt auch verbal. Andererseits gibt es alle möglichen verbalen "Ausfälle" auch bei allen anderen Parteien - und deshalb ist der Artikel natürlich auch scheinheilig.

Um was es dem Spon-Artikel geht, ist doch nur die RICHTUNG, in die ausgeteilt wird! Der Journalist und die meisten seiner Kollegen kennen doch nur die ANDERE Richtung.
Man möge doch nur mal die Berichterstattung allein nur von SPON über die Partei DIE LINKE untersuchen. Ergebnis: echt SCHRILL!
Aber in DIESE Richtung fällt es dem Herrn Schreiber nicht nur nicht auf - DAS findet er sogar gut!

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Thomas Schnitzer 27.06.2014, 16:22
357.

Zitat von studibaas
Merke war hohes SED Mitglied, auch wenn es nie thematisiert wird. Fragen sie Leute im Alter von 50+ in Pasewalk.
Nein, liefern sie eine tragbare Quelle für ihre Behauptung.

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jantu 27.06.2014, 16:33
358. optional

Von Weizsäcker wusste es besser, dass ein Deutscher Bundespräsident mehr Zurückhaltung zeigen und nicht über mehr deutsches Engagement im Sinne eines gerechten Krieges schwadronieren sollte. Das ist wesentlicher als die Frage, wie Kritik formuliert wird. Krieg ist tatsächlich "widerlich".

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Attila2009 27.06.2014, 16:44
359.

Zitat von Thomas Schnitzer
..... Nein, verantwortlich waren die machtgierigen DDR-Eliten, die ihr eigenes Volk einsperren mussten, damit es ihnen angesichts der wirtschaftlichen Schwäche und der eingeschränkten Freiheit nicht davon läuft. Und es waren die Grenzer, die geschossen haben, die VoPos, die sich mitschuldig gemacht haben, und die Stasi, die das eigene Volk bespitzelt hat. Jeder von denen hat bis heute dreckige Hände.
Zunächst: Volkspolizei (Vopos ) haben nicht an der Grenze gedient, das waren Grenztruppen.
Was die Bespitzelung betrifft da kann man heute feststellen dass die Stais im Vergleich zu heute ein Amateurverein war.

Zitat von
Welche tollen Produkte sollen das denn gewesen sein? Holzwege, Sackgassen oder wirtschaftliche Totalschäden? Die DDR hatte nichts, was wir hätten brauchen können, weder im System, noch in der Produktpalette.
Sie haben kein Ahnung aber viel davon.
Ich weiß noch was aus unseren VEB an den Westen geliefert wurde, dafür bekam der inländische Markt nichts. Nur das Beste vom Besten udn ausgesucht.
Es waren nicht nur Konsumgüter ( auch in Lizenzfertigung ) für "Privileg" und ähnliche Billigmarken es waren auch tausende von Industrieprodukten,Chemikalien,Halbfertigprodukte ... Hauptsache Devisen um jeden Preis.
Nur weil Sie im Kaufhaus keine Produkte sahen wo "Made in DDR " drauf stand heißt das lange nicht dass es keinen innerdeutschen Handel gab.

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