Forum: Politik
Besuch in Ankara: Steinmeier liefert sich Schlagabtausch mit türkischem Kollegen
DPA

Außenminister Steinmeier musste sich in Ankara einiges anhören. Man habe die Nase voll von der Behandlung durch die EU, sagte sein türkischer Amtskollege Cavusoglu. Eine Pressekonferenz wurde vorzeitig beendet.

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roughneckgermany 15.11.2016, 13:21
1.

Wie ich schon zum anderen Artikel schrieb: Deeskalierend und bestimmt in ein solches Gespräch gehen. Den Säbel zu zücken ist unproduktiv. Sonst könnte man ja auch die Verwicklung in die Tätigkeiten des IS seitens der Türkei und vieles mehr hervorholen. Das ist jedoch nicht dinglich.

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chiefseattle 15.11.2016, 13:34
2. das türkische Volk

... fordert die Todesstrafe! Wo, bitte schön, ist das durch Wahlaussagen belegt? Die Türkei sperrt 100.000de ein, weil sie 'am Putsch beteiligt' waren. Wenn wirklich 100.000 Türken geputscht hätten, hätte Erdogan nicht überlebt. Die Türkei entwickelt sich zur Diktatur und Deutschland sollte schnellstens die Konsequenzen ziehen, z.B. Ende der Lufthansa-Turkish Kooperation, keine Waffen mehr in die Türkei, EU-Beitragsverhandlungen aussetzen, politische Aktionen der Türkei in Deutschland unterbinden, ...

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tomxxx 15.11.2016, 13:35
3. Hoffentlich ist er bald Präsident...

dann kann er nicht mehr so viel falsch machen bzw. "unglücklich agieren". Ich weiss, ich weiss... die Türkei ist schuld und Steinmeier der gute... habe auch keine Sympathien für Erdogan... aber ein etwas diplomatischerer und präziserer Aussenminister wäre gut. Wie wäre es die Türkei daran zu erinnern, dass die Beitrittsverhandlungen auch ganz real keine bilateralen Verhandlungen sind? Da diskutieren 27 gegen 1. Der eine will in die Gemeinschaft und muss dafür deren Regeln akzeptieren. Wenn er es nicht will, ist das seine Sache. Für die Türkei wird sich de EU aber nicht ändern...

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eschoeff 15.11.2016, 13:37
4. Mit Samthandschuhen

Wenn ich so lese, was bei diesem "Gespräch" so auf den Tisch gekommen ist. (Todesstrafe, etc) frage ich mich schon langsam was für Interessen eigentlich hinter diesem samtenen Umgang der Bundesregierung mit diesem diktatorisch geführten Politikern steckt. Der erbärmliche "Deal" der Kanzlerin kann es nicht sein, der hat noch nie funktioniert. So weit sich das beurteilen lässt ist ein Grossteil der Bevölkerung der EU nicht für einen Beitritt der Türkei zu diesem zerbröckelten Wirtschaftsimperium. Erdogan lässt sich deutlich über seine Grossmachtphantasien aus, also was soll das?

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mrerenoth 15.11.2016, 13:37
5.

Es gibt keinen Grund für diplomatische Zurückhaltung gegenüber der türkischen Regierung. Mit den Herrschaften muss man mal Klartext reden. Wir sollten die Türkei als Partner abschreiben und unsere Grenzen selber schützen. Die Türkei ist keine Demokratie mehr nach meinem Verständnis und offizielle Vertreter sind teilweise derart unverschämt, dass es sich nicht lohnt auch nur mit diesen Herren zu reden.

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Tom Ton 15.11.2016, 13:38
6. Unterschiedliche Weltvorstellungen und Wertordnungen

Wir sollten das zur Kenntnis nehmen. Die Idee der universellen Menschenrechte ist eine metaphysische Idee und diese Rechte keine reale Tatsache. Große Teile der Welt haben andere Ordnungsvorstellungen und werden diese auch nicht einfach ablegen. Entweder man akzeptiert das und kooperiert auf dieser Basis - ohne diese Regionen dann bspw. in die EU aufzunehmen. Oder man bekämpft diese Vorstellungen bzw. unterstützt Gruppen in diesen Ländern die ähnliche Wertvorstellungen wie die unseren Teilen. Das dies als Einmischung empfunden wird ist klar. Und die Retourkutsche in Form von Einflussnahme auf "Andersdenkende" in unseren Breiten folgt. Es ist ein Kulturkampf - stupid.

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eggshen 15.11.2016, 13:39
7. Bitte

lasst sie alle ziehen! Die Türkei brauchen wir in der EU genau so wenig wie die ganzen Balkanstaaten, die neuerdings ihre alte Liebe für Putin wiederentdeckt haben. Sollen sie sich bitte, bitte, bitte in Zukunft von Russland alimentieren lassen.
Erdogan und Putin passen ohnehin wie Topf und Deckel. Von mir aus können die dann ein neues osmanisch-großrussisches Reich gründen.

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amishunderground 15.11.2016, 13:41
8. Verabschieden wir uns von der Türkei...

... gleichgesinnt gesellt sich gern. Überlassen wir das Feld den Amerikanern. Trump wird es richten. Hier könnte eine wahre Männerfreundschaft entstehen.

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decathlone 15.11.2016, 13:42
9. Es geht nur um Zeitgewinn...

Irgendwann in den nächsten Wochen und Monaten werden die AKP-Granden dann mit viel Getöse offen den Bruch mit Europa verkünden und das mit der nicht erteilten VISA-Freiheit begründen. Kommunikation mit diesen Leuten ist zwecklos, es geht zu wie auf einem orientalischen Basar, wo gestern erzielte Übereinkünfte heute schon nichts mehr gelten. Und es gibt ja offensichtlich in der Türkei auch eine - wenn auch dünne - Mehrheit für diesen Kurs. Danach kann man nur noch zugucken, wie das Land langsam im Chaos versinkt und ausblutet, weil kein Mensch mehr dort urlauben oder investieren wird. Dem innenpolitischen und wirtschaftlichen Verfall setzt man Nationalismus und territoriale Ansprüche gegen die Nachbarländer entgegen, um abzulenken. Alles schon dagewesen... wird aber offensichtlich nicht in türkischen Schulen im Geschichtsunterricht behandelt...

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