Forum: Politik
Besuch in Berlin : Erdogan verschärft Kritik an Deutschland

Die Türkei boomt, Ministerpräsident Erdogan strotzt vor Selbstbewusstsein. Jetzt ist er*in Berlin: offiziell zur Feier zum 50. Jubiläum des Gastarbeiter-Abkommens. Doch es droht Streit mit Kanzlerin Merkel. Zum Auftakt des Besuchs warf der Premier Deutschland vor, die Türken im Stich zu lassen.

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nihi.list 02.11.2011, 07:14
1. So so

"72.000 türkische Arbeitgeber mit 350.000 Arbeitsplätzen."

Und jetzt möchte ich mal endlich eine konkrete Gegenrechnung sehen, wieviel uns die die türkische Zuwanderung in die Sozialsysteme gekostet hat und noch kostet.

Weiterhin finde ich es schon erstaunlich, mit welcher Arroganz der Herr E. sich in innere Angelegenheiten Deutschlands einmischt. Er will nur die Rechte der der Auslandstürken vertreten?
Ich bekomme langsam eine Ahnung davon, wie sich seinerzeit die Tschechen gefühlt haben mussten, als Deutschland begann, die Interessen der Sudeten vertreten zu wollen.

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sorgenlos 02.11.2011, 07:16
2. Übertreibung

Wenn es der Türkei angeblich wirtschaftlich so gut geht,
wieso gibt es dann dort eine so gewaltige Inflation und wieso kommen so viele Türken nach Deutschland? Offensichtlich kommt der vermeintliche Boom dort nicht bei der Bevölkerung an.
Man sollte auch nicht vergessen, dass das Anwerbeabkommen auf Druck der USA geschlossen wurde, um die Türkei von ihren Arbeitslosen zu entlasten und der türkischen Militärregierung zu helfen. Gerufen oder gebraucht hat Deutschland die damaligen türkischen Gastarbeiter nicht. Dies wird natürlich in der Türkei ganz anders dargestellt. Heute ist aus dem Abkommen eine knallharte Zuwanderung ins deutsche Sozialsystem geworden. Da gibt es überhaupt nichts zu feiern.

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al nuri 02.11.2011, 07:17
3. Erdogans Tricks

Es ist hinlänglich bekannt, dass der einzige Grund warum die Türkei die EU-Mitgliedschaft anstrebt, innenpolitische Gründe in der Türkei, sowie der Umbau der türkischen Wirtschaft sind.
Ohne die Beitrittsverhandlungen hätte die türkische Regierung es kaum geschafft, die Macht des Militärs zu brechen, und durch konsequente Gesetzesgebung ein positives Investions und Arbeitsklima zu schaffen.
Nie, ich betone nie, haben türkische Politiker daran geglaubt, EU Mitglied zu werden und in der jetzigen Situation strebt die Türkei dies auch nicht an. Was Erdogan hier aufführt sind Schattenspiele, nichts anderes... man schliesslich sich die Türe offen lassen, was auch immer für ein Konstrukt oder Abkommen, nachher dabei rauskommt.

Jedoch werden wir für dumm verkauft, wenn wir glauben, dass die Türkei wirklich in die EU will. Genauso ist der EU auch klar, dass der Beitritt nicht kommen wird.
Das was hier stattfindet ist ein grosses diplomatisches Spiel um Einfluss und innenpoliische Fragestellungen.

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Rodri 02.11.2011, 07:18
4. ...

Warum berichtet man eigentlich ständig über die Integration von Türken in Deutschland? Die meisten ziehen doch eh derzeit weg.

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burgundy 02.11.2011, 07:18
5. Warum eigentlich,

fragt sich der geneigte Leser aus dem Ausland, kann eigentlich jeder türkische Repräsentant, Gül, Erdogan oder sonstwer, "faire son caca nerveux" (die Übersetzung ist nicht schwer), wie wir in Frankreich sagen, gegenüber der deutschen Regierung, die nichts, aber auch gar nichts dagegen unternimmt?

Zudem: Eine Verflechtung der in Deutschland lebenden Türken (die eigentlich aufgrund ihres Passes doch schon längst integrierte Deutsche sein müssten), ist nicht zu erkennen, wie selbst ihre Landsleute hier in Frankreich klar sehen. Hier in Frankreich sind die Türken in der Tat besser integriert, sprechen besser Französisch, als die Türken(kinder) Deutsch. Warum? Weil sie in Frankreich, und auch das sagen Türken in Frankreich, weniger zahlreich auf einem Haufen vorkommen, keine Subkultur bilden können. Sie müssen sich also anpassen.

Der Anpassungs-Zug in Deutschland ist, auch in den Augen der hier lebenden Türken, verpasst. Es sei denn, Deutschland passt sich an die Türken an. Und genau das ist es wohl, was Leute vom Schlage Erdogans oder Güls von den Deutschen erwarten. Und wahrscheinlich - die Haltung der Bundesregierung zeigt es - wird es auch so kommen: Deutschland schafft sich ab.

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sunhill 02.11.2011, 07:25
6. es ist unglaublich,

was sich Erdogan in letzter Zeit herausnimmt. Staendige Kritik, unhaltbare Forderungen und das in einem voellig unangemessenen Ton.Schlimmer ist nur noch, wie unser Bundespraesident und die Kanzlerin mal wieder kuschen.

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Neutrum 02.11.2011, 07:27
7. .

Herr Erdogan kann "die im Stich gelassenen" Türken doch gerne mit in die Türkei nehmen.
Dort darf er sich dann nach Herzenslust kümmern...

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papayu 02.11.2011, 07:29
8. Abgehoben!

Also, mal ganz ehrlich.

Viele Politiker und nicht nur die, sind der Meinung, sie bestimmen die politische Richtung und wenn dann noch durch Hilfe auslaendischer Gelder eine Industrie aufgebaut wird
dann kann jeder wohl das Maul weit aufreissen.
Es ist an der Zeit, diesem Groessenwahnsinnigen in die Schranken zu weisen!! Brutal ausgedrueckt, alle Tuerken, die weniger als 5 Jahre in DE sind auszuweisen, ebenso die zugehoerigen Familien. Anstatt H4 ein Onewayticket in die Tuerkei. Da haben diese tumben Deutschen Moscheen gebaut und die Christen in der Tuerkei werden immer noch verfolgt.
Schliessendlich ist die Tuerkei mit Hilfe der von den im Ausland arbeitenden Tuerken finanzstark geworden.
Anderen Gastarbeiterlaendern erging es aehnlich.

Die Tuerkei ist der eigentliche Verursacher des ewigen Streits zwischen den Israelis und Palestinernsern.Vor dem ersten Weltkrieg hatte die Tuerkei ganz Arabien besetzt und die Englaendern mussten dieses Gebiet in einzelne Staaten aufteilen. Die Kurden wurden einfach auf drei Laender verteilt.
Was hat eigentlich Zypern in Europa zu suchen???
Wann erfolgt da die Pleite????Ach, doch nicht, Hab Erdoel im Garten, eh vor der Kueste, siehste!

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katanga1 02.11.2011, 07:32
9. Herr Erdogan Sie nerven

Manchmal scheint es das besonders die türkischen Politiker im Geschichtsunterricht gefehlt haben.
Herr Erdogan lesen Sie doch einmal diesen Artikel einer Türkin über: Die Kunst des Missverstehens.

Die Soziologin und Publizistin Necla Kelek, geboren in Istanbul, kam 1966 als Gastarbeiterkind nach Deutschland. Zuletzt erschien von ihr „Himmelsreise. Mein Streit mit den Wächtern des Islam“.

Hier der Link zum Artikel:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...-11502703.html

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