Forum: Politik
Besuch in Berlin : Erdogan verschärft Kritik an Deutschland

Die Türkei boomt, Ministerpräsident Erdogan strotzt vor Selbstbewusstsein. Jetzt ist er*in Berlin: offiziell zur Feier zum 50. Jubiläum des Gastarbeiter-Abkommens. Doch es droht Streit mit Kanzlerin Merkel. Zum Auftakt des Besuchs warf der Premier Deutschland vor, die Türken im Stich zu lassen.

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Stammzelle 02.11.2011, 10:15
180. Osmanenführer

Zitat von katanga1
Manchmal scheint es das besonders die türkischen Politiker im Geschichtsunterricht gefehlt haben. Herr Erdogan lesen Sie doch einmal diesen Artikel einer Türkin über: Die Kunst des Missverstehens.
Na, Erdogan und seine polit. Freunde würden, wenn sie könnten, solche Kritiker mundtot machen, da mache man sich nichts vor.
Erdogan ist keinen Dreck besser als die chin. Unterdrücker.
Diese Osmanenführer haben auch heute noch eine großes Ego, leider aber verbunden mit einem fehlenden Großhirn zum Denken und einem unstillbaren Hang zum Größenwahn.

Schon wenn die Ausführungen Erdogans zum Välkermord an den Armeniern höre, wird mir schlecht. Übrigens steht da die deutsche Regierung in guter Tradition des Kaiserreiches: Die haben auch einige Hauptverbrecher von damals juristisch unbehelligt in Berlin residieren lassen.

Klartext: Solange die Türkei den Völkermord an den Armeniern leugnet, solange wird es keine Aufnahme in die EU geben.

Viele Türken hier in Deutschland sind ja okay, aber leider gibt es auch viele, die, was soll man sagen, besser in der Türkei aufgehoben wären.

Neulich im Fernsehen: Jugendliche türkische Fußballfans in Berlin. Schimpfen Özil einen Verräter, und sondern Quark über türkisches Blut, türkischen Stolz ab.
Als einer nach seinem Pass befragt wird, antwortet er, er habe einen deutschen Pass. Aber er sei und bleibe immer ein Türke, weil dies besser sei als jemals Deutscher Staatsbürger zu sein.
Hmm, ja Mann geh doch in die Türkei.
Diese Verlogenheit kotzt mich an.
Es zwingt ihn doch niemand hier zu leben, oder einen deutschen Ausweis zu haben.

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ein schelm ... 02.11.2011, 10:16
181. .

Zitat von bacana
Oh Gott, wenn ich hier manche Beiträge lese, wird mir ganz mulmig und mir wird klar, dass ich noch hundert Mal in Deutschland geboren sein kann....ich fühle mich in diesem Land einfach nicht willkommen. Bedauerlich ist zudem, dass jene, die anti türkische Beiträge schreiben höchstwahrscheinlich nicht einen Türken kennen... Echt Schade
Sind Sie auch schon mal auf die Idee gekommen sich zu fragen woran das liegen mag? Warum sich andere Nationalitäten nicht annähernd mit den gleichen Problemen konfrontiert sehen wie die Türken? Nein? Sollten Sie unbedingt mal machen!

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prosarra 02.11.2011, 10:16
182. Erdogan

Man stelle sich einmal vor, ein deutscher Politiker würde die gleichen Aussagen tätigen und die gleichen Forderungen stellen wie Herr Erdogan. Er müßte auf Druck der Gutmenschen unseres eigenen Landes schneller zurücktreten als diese Weltverbesserer bis 3 zählen können. Viele seiner Aussagen haben etwas von Eroberungsmentalität und sind nachvollziehbar, jedoch nicht, sich nicht dagegen wehren zu dürfen. Ein Volk, welches Schwäche zeigt und ständig nachgibt, wird eben erobert und langfristig unterdrückt.
Dass die Einwanderung vor allem vieler Transferbezieher nicht die Bereicherung darstellt, welche von unseren Alt- 68ern gerne angegeben wird, merken vor allem diejenigen, die nicht in bevorzugten "deutschen Reservaten" mit allen Vorteilen leben und keine staatlich garantierte Pension beziehen.

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Adelbert.von.Chamisso 02.11.2011, 10:16
183. "tie-aitsch"

Zitat von V.n.
So ein unerhörter Blödsinn! Man muss kein deutschtümelnder Patriot sein um zu verlangen, dass Einwanderer die Landessprache ausreichend beherrschen sollten. Damit tut man den Leuten nur einen Gefallen, denn wenn ich in ein Land auswandere .....
Jawohl, ganz genau so verhält es sich.
Niemand kann ernstlich etwas dagegen haben, wenn hier aufwachsende Bürger mit türkischen Wurzeln auch türkisch lernen. Aber wenn sie hier geboren werden, aufwachsen, (hoffentlich) arbeiten und Familien gründen und schlichtweg in Deutschland ihr Leben verbringen, dann ist DEUTSCH die wichtige Sprache, das kann man ja gar nicht deutlich genug betonen!

Es sollte sich der Herr Erdogan vielleicht mal mit seinem Präsidenten Gül abstimmen, der das Pferd von einer anderen Seite aufzäumt und sogar fordert, hier in Deutschland lebende Menschen mit türkischen Wurzeln sollten akzentfreies Deutsch sprechen. Ja was denn nun, meine Herren?

Ich persönlich finde beide Positionen übertrieben. Man muss nicht akzentfrei Deutsch sprechen, um in der Gesellschaft seinen Platz zu finden. Man lege das zum Vergleich mal auf Deutsche in den USA um. Von denen bekommt doch auch nur jeder 50. ein vernünftiges "tie-aitsch" ("th") auf die Reihe, bzw. aus dem Mund gepresst. Und das klingt ohne selbiges dann zwar etwas hart ("Siss is my fasass Ssieorie"), aber jeder U.S.-Amerikaner wird jeden Deutschen verstehen.

Also, Meister Gül: Gut, dass Sie die Wichtigkeit des Erwerbs der deutschen Sprache hervorheben. Aber seien Sie nicht zu hart mit den Migranten. Wichtig ist, dass der deutsche Durchschnittsbürger sie versteht, nicht, dass sie eine perfekte Aussprache haben.

Also, Meister Erdogan: In der Türkei ist Türkisch die wichtigste Sprache. Und in Deutschland Deutsch. Ihre türkischen Gymnasien sind eine Sackgasse.

Und insgesamt bitte nicht so dermaßen auf dicke Hose machen, ja? Kümmern Sie sich lieber um Genehmigungen zum Bau von Kirchen in türkischen Städten mit christlichem Bevölkerungsanteil.

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acc84 02.11.2011, 10:17
184. erdogan

deutsche integrationspolitik ist sache deutschlands da muss sich herr erdogan nicht einmischen. damit will er aber bestimmt die türkischen wähler in deutschland bei laune halten, hier war die akp ja auch führend. ausserdem finde ich die türkische aussenpolitik viel zu aggresiv.der arabischen revolution stand erdogan mit skepsis gegenüber, erst in libyen und syrien hat er umgeschwenkt, aber sich als großer helfer aufspielen

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markus_wienken 02.11.2011, 10:17
185. .

Zitat von V.n.
China, Indien und Russland haben eine homogene Bevölkerung? Da haben Sie aber eine verdammt große Bildungslücke was diese Vielvölkerstaaten angeht!
Auch wenn sich Ihr Postz nicht an mich richtet...

Mit Brasilien und Russland kenne ich mich nicht aus, in China finden Sie ca. 93% Han Chinesen, die wenigen Minderheiten im Relation zu den Han fallen kaum ins Gewicht. Da kann man schon von einer homogenen Bevölkerung sprechen.

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Baikal 02.11.2011, 10:18
186. Im Gegenteil:

Zitat von fm1304
wenn ein Vertreter der Türkei in D ist, gibt es diesen Ärger. Vielleicht sollte man die Beziehungen etwas abkühlen lassen. Und die Zahl der Einladungen reduzieren. So wird dann auch demonstriert, was man in D von dieser Großspurigkeit hält.
Jeder Auftritt Erdogans ist ein wunderbares Argument gegen den EU-Beitritt, jeder zeigt nur zu gut, welche Probleme wie behandelt würden wäre die Türkei denn EU-Mitglied.

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ernie78 02.11.2011, 10:18
187. einmischung

Zitat von o_gel
Zwei Dinge, die ich unerträglich finde: 1. Es wird so getan, als ob die fünfzig Jahre türkische Immigration nach Deutschland eine Erfolgsstory sei. Ich halte diese Bewertung für falsch. Die Politik scheut sich.....
wegen der einmischung in innerpolitische angelegenheiten gibt es so viele konflikte auf der welt. siehe lybien, irak, afganistan, syrien, etc........

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uinen_osse 02.11.2011, 10:18
188. Nur ein müdes Abwinken

bleibt mir angesichts dieser Meldungen. Ich wundere mich nur immer wieder wie ein 5 - 7 Prozent Anteil an einer Bevölkerung so einen Wind mit einem so kurzen Hemd machen kann :)

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calido46 02.11.2011, 10:19
189. ohne

Wie ich hier schon geschrieben habe, habe ich einen türkischstämmigen Schwiegersohn. Für ihn und meine Tochter ist es jetzt schon klar, daß ihre Kinder mal zweisprachig aufwachsen sollen. Auch bei der Religion gibt es kein Problem – die Kinder werden an Islam und Christentum herangeführt und sollen, wenn sie alt genug sind selbst entscheiden, für welche (und ob überhaupt für eine der beiden) sie sich entscheiden.

Für uns (zukünftige) Omas und Opas war das alles natürlich nicht so einfach, sind wir doch in unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen und mußten erst einmal die Ansichten, die Sitten und Gebräuche der anderen kennenlernen. Aber – es funktioniert! Denn mir macht es nichts aus, meiner „türkischen“ Familie kein Schweinefleisch zu servieren und bei ihnen wird keine Frau aus meiner Familie in kurzen Hosen und ohne Kopftuch dumm angeschaut.

Geht doch - mit gutem Willen von beiden Seiten! Dafür brauchen wir aber keinen Herrn Erdogan, der nur Zwietracht säen will und immer wieder die „Andersartigkeit seiner in Deutschland lebenden Landsleute und deren Ausgrenzung“ betont.

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